Benutzerhandbuch

3.4 Prüfungen für Text und Schrift

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Prüfungen im Check-in im Umfeld Text und Schrift zur Verfügung stehen und
  • welche Lösungen dafür angeboten werden.

1. Einführung

Beim Hochladen von Druckdaten erfolgt eine Prüfung im Workflow, um mögliche Fehler oder Warnungen bereits zu Beginn der Produktion zu identifizieren und bereitzustellen. Diese Fehler und Warnungen erscheinen im Workflow und können in einem PDF-Report zur weiteren Klärung mit dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Die Prüfung (Preflight) der Druckdatei erfolgt basierend auf den aktivierten Prüfungen sowie dem für jede einzelne Prüfung festgelegten Schweregrad – Fehler, Warnung oder Info – in einer Check-in-Vorlage

2. Verfügbare Prüfungen für Text und Schrift

Um alle Vorteile einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage nutzen zu können, müssen diese Vorlagen zuerst erstellt werden. Im Wesentlichen besteht eine Vorlage aus Korrekturen und Prüfungen. Derzeit stehen im Workflow über 50 Prüfungen zur Verfügung. Damit hier der Überblick nicht verloren geht, wurden die einzelnen Prüfungen in Kategorien unterteil.

In diesem Artikel finden Sie eine detaillierte Beschreibung zu allen Prüfungen, die in die Kategorie Text und Schrift fallen.

2.1. Effektive x-Höhe des Texts ist kleiner als

Kategorie: Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die x-Höhe aller Texte innerhalb des Endformatrahmens (TrimBox) auf die eingegebene Höhe überprüft. Dabei ist zu beachten, dass die Prüfung nur für Texte erfolgt und nicht bei in Kontur konvertierte Texte.

Lösung: Wird der Wert unterschritten und führt der Sachverhalt zu einem Fehler, muss eine neue Druckdatei vom Datenersteller angefordert werden.

Abbildung 1: Die aktivierte Prüfung Effektive x-Höhe des Texts ist kleiner als

2.2. Schrift ist syntaktisch nicht korrekt

Kategorie: Schrift, PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, PDF/X-6

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob Schriften in der Druckdatei syntaktisch korrekt aufgebaut sind. Dadurch können Schriften identifiziert werden, die die Bearbeitung von Texten sowie das Rendern der Glyphen beeinflussen.

Lösung: Eine neue Druckdatei muss vom Datenersteller angefordert werden, um das Problem zu lösen. Ist dies nicht möglich, sollte in der Ausgabe besonderes Augenmerk auf Texte gelegt und visuell überprüft werden, ob alle Glyphen verfügbar und korrekt positioniert sind.

Abbildung 2: Die aktivierte Prüfung Schrift ist syntaktisch nicht korrekt

2.3. Schrift nicht eingebettet

Kategorie: Schrift, PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, PDF/X-6

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob alle Schriften für Texte innerhalb des gewählten Seitengeometrierahmens eingebettet sind. Fehlende Schriften werden beim Rendern durch eine Ersatzschrift – im schlimmsten Fall durch Courier – ersetzt.

Lösung: Schriften können einerseits nachträglich durch die Korrektur Fehlende Schriften einbetten und andererseits durch die Korrektur »Fehlende Schriften einbetten« in einer Check-in-Vorlage eventuell gelöst werden. Da Schrifteinbettungen aufgrund komplexer Kodierungen nicht immer zuverlässig sind, werden Schriften nur dann eingebettet, wenn die Kodierung für die einzelnen Glyphen exakt bereinstimmt. Fehlende Schriften sind zudem in allen PDF/X-getriebenen Workflows, die in der Regel fr die Druckvorstufe verwendet werden, nicht zulssig.

Abbildung 3: Die aktivierte Prüfung Schriften nicht eingebettet

2.4. Text ist kleiner als

Kategorie: Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob sich Textobjekte mit Schriftgrößen kleiner als die angegebene Schriftgröße in der Druckdatei befinden. Diese Prüfung kann verwendet werden, um produktspezifische Mindestgrößen zu identifizieren.

Lösung: Schriftgrößen können durch keine Korrektur im Workflow verändert werden. Für diese Änderung kann ein Werkzeug zum Bearbeiten von Texten in PDF-Dateien, wie beispielsweise der PDF-Editor, verwendet werden.

Abbildung 4: Die aktivierte Korrektur Text ist kleiner als

2.5. Text ist überdruckend

Kategorie: Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob Text überdruckt, wodurch Objekte im Hintergrund durchscheinen könnten. Die Prüfung kann auf Texte größer als eine bestimmte Größe oder alternativ auch nur auf schwarze Texte eingeschränkt werden. Bei überdruckenden Texten können im Druck dahinterliegende Objekte durchscheinen, was möglicherweise einen unerwünschten Effekt im Ausdruck verursacht.

Lösung: Überdruckende schwarze Texte können einerseits nachträglich mit der Korrektur »Schwarze Objekte aussparen« korrigiert und andererseits mit der Korrektur »CMYK-Objekte umfärben« in Tiefschwarz überführt werden.

Abbildung 5: Die aktivierte Korrektur Text ist überdruckend

Artikel Update: Workflow 1.20.0 – 03/2025

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