Benutzerhandbuch

3.7 Sonstige Prüfungen

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Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Prüfungen im Check-in zur Verfügung stehen und
  • welche Lösungen dafür angeboten werden.

1. Einführung

Beim Hochladen von Druckdaten erfolgt eine Prüfung im Workflow, um mögliche Fehler oder Warnungen bereits zu Beginn der Produktion zu identifizieren und bereitzustellen. Diese Fehler und Warnungen erscheinen im Workflow und können in einem PDF-Report zur weiteren Klärung mit dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Die Prüfung (Preflight) der Druckdatei erfolgt basierend auf den aktivierten Prüfungen sowie dem für jede einzelne Prüfung festgelegten Schweregrad – Fehler, Warnung oder Info – in einer Check-in-Vorlage.

2. Sonstige verfügbare Prüfungen

Um alle Vorteile einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage nutzen zu können, müssen diese Vorlagen zuerst erstellt werden. Im Wesentlichen besteht eine Vorlage aus Korrekturen und Prüfungen. Derzeit stehen im Workflow über 50 Prüfungen zur Verfügung. Damit hier der Überblick nicht verloren geht, wurden die einzelnen Prüfungen in Kategorien unterteil.

In diesem Artikel finden Sie eine detaillierte Beschreibung zu allen Prüfungen, die sich nicht konkret in eine Kategorie einteilen lassen.

2.1. Farbraum für Transparenz-Überblendung nicht DeviceCMYK

Kategorie: Farbe

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob jeder gesetzte Überblendungsfarbraum auf DeviceCMYK eingestellt ist, um unnötige Farbumwandlungen während der Ausgabe oder der Transparenzreduzierung des PDF-Dokuments zu vermeiden. Dies wird in verschiedenen Praxisrichtlinien von Industrieverbänden verlangt.

Lösung: Um den Transparenz-Überblendungsfarbraum auf DeviceCMYK zu setzen, kann die Korrektur »Transparenz-Überblendungsfarbraum auf DeviceCMYK setzen« direkt im Check-in verwendet werden. Somit kann ein unerwünschter Farbeffekte in der Ausgabe vermieden werden.

Abbildung 1: Die aktivierte Prüfung Farbraum für Transparenz-Überblendung nicht DeviceCMYK

2.2. Form XObjekte gefunden

Kategorie: Objekt, PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, PDF/X-6

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird ermittelt, ob sich innerhalb des Dokuments Form XObjekte befinden. Zur Bearbeitung der PDF-Datei müssen Form XObjekte ausgelöst werden.

Lösung: Mithilfe der Korrektur »Form XObjects auflösen« können solche Konstrukte innerhalb einer PDF-Datei nachträglich aufgelöst und damit editiert werden. Diese Möglichkeit besteht darüber hinaus auch im PDF-Editor

Abbildung 2: Die aktivierte Prüfung Form XObjekte gefunden

2.3. Ist ein mehrseitiges Dokument

Kategorie: Dokument, Seite

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird ermittelt, ob die Druckdatei aus mehr als einer Seite besteht. Sollten mehrseitige Dokumente nicht gewünscht sein, kann diese Prüfung auf diesen Umstand hinweisen.

Lösung: Mehrseitige Dokumente können im Workflow folgendermaßen behandelt werden:

  • In einzelne Motive aufteilen – durch die Auswahl des Befehls In einzelne Motive aufteilen im Aktionsmenü unter Aktion kann ein mehrseitiges Dokument in einzelne Motive aufgeteilt werden.
  • Mehrseitige Dateien in einzelne Motive aufteilen – durch Aktivierung dieser Option unter Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen werden beim Hochladen eines mehrseitigen Dokuments automatisch einzelne Motive erzeugt.
  • Seiten zusammenführen – mit dieser Korrektur können einzelne Seiten auf andere Seiten im selben Dokument überlagert werden.
  • Seiten löschen – mit dieser Korrektur können ausgewählte Seiten aus dem Dokument entfernt werden.

Abbildung 3: Die aktivierte Prüfung Ist ein mehrseitiges Dokument

2.4. Komplexer Datenstrom im PDF

Kategorie: Dokument

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird ermittelt, ob sich zigtausende Vektorobjekte in Verbindung mit Effekten – wie der Anwendung von Füllmethoden oder Änderungen der Deckkraft – in der Druckdatei befinden. Solche Druckdaten können die Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Prüfen, Korrigieren und Rendern erheblich beeinträchtigen.

Lösung: Zur Optimierung von Druckdaten stehen im Workflow die Korrekturen »Seiteninhalt in Bild konvertieren«, »Transparenzen verflachen«, »Überlappende Vektoren und Bilder entfernen« sowie »Objekte auerhalb Seitengeometrierahmen löschen« zur Verfügung.

Abbildung 4: Die aktivierte Prüfung Komplexer Datenstrom im PDF

2.5. Objekte außerhalb des Medienrahmens (MediaBox)

Kategorie: Objekt, Seitengeometrierahmen

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob sich einzelne Objekte komplett außerhalb des Medienrahmens (MediaBox) befinden. Objekte außerhalb des Medienrahmens sind zu keiner Zeit für die Ausgabe relevant. Sachverhalte, wie es wurde eine Sonderfarbe oder eine Passermarkenfarbe gefunden, obwohl Sie kein Objekt in der Druckdatei, welches diese Sonderfarben sowie Passermarkenfarbe besitzt, ausfindig machen können, sind typische Situationen in der Praxis.

Lösung: Objekte, die sich auerhalb des Medienrahmens oder eines anderen gewählten Seitengeometrierahmens befinden, können im Workflow nachträglich mit der Korrektur »Objekte auerhalb Seitengeometrierahmen löschen« entfernt werden. Im Check-in steht darüber hinaus die Korrektur »Objekte auerhalb der MediaBox löschen« zur Verfügung, wodurch direkt beim Hochladen der Datei Objekte außerhalb des Medienrahmens gelöscht werden können.

Abbildung 5: Die aktivierte Prüfung Objekte außerhalb des Medienrahmens (MediaBox)

2.6. Seite ist leer

Kategorie: Seite, Seiteninhalt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob die Druckdatei eine Vakatseite besitzt. Eine Seite wird als leer gekennzeichnet, wenn keine druckenden bzw. sichtbaren Elemente innerhalb des Endformatrahmens (TrimBox) bzw. Anschnittsrahmens (BleedBox) gefunden werden.

Lösung: Vakatseiten können nachträglich mit der Korrektur »Seiten löschen« entfernt werden.

Abbildung 6: Die aktivierte Prüfung Seite ist leer

2.7. Seitenskalierungsfaktor verwendet

Kategorie: Seite, PDF/X-1a, PDF/X-3

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob ein Seitenskalierungsfaktor (User Unit) in der PDF-Datei gesetzt ist. Der gesetzte Skalierungsfaktor kann in der Detailansicht fr das Motiv ausgelesen werden. Seitenskalierungsfaktoren sind in PDF-Versionen ab PDF 1.6 sowie in PDF/X-Dateien größer als PDF/X-3 erlaubt.

Lösung: Der Seitenskalierungsfaktor kann nachträglich einerseits mit der Korrektur »Seitenskalierungsfaktor entfernen« gelöscht und andererseits mit der Korrektur »Seitenskalierungsfaktor setzen« festgelegt werden.

Abbildung 7: Die aktivierte Prüfung Seitenskalierungsfaktor verwendet

2.8. Transparenz verwendet

Kategorie: Objekt, PDF/X-1a, PDF/X-3

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird überprüft, ob sich transparente Objekte in der Druckdatei befinden. Transparenzen sind darüber hinaus nur in PDF-Versionen größer als PDF 1.3 sowie in PDF/X-Versionen größer als PDF/X-3 möglich.

Lösung: Transparenzen werden beim Rendern entsprechend dem festgelegten Transparenzreduzierungsfarbraum verflacht. Darüber hinaus können Transparenzen nachträglich mit der Korrektur »Transparenzen verflachen« verflacht werden. Beachten Sie, dass vor der Transparenzreduzierung im Workflow alle anzuwendenden Korrekturen – wie Größenänderung, Farbkorrekturen, Sonderfarbmapping usw. – im Vorfeld ausgeführt werden müssen, da es beim nachträglichen Anwenden von Korrekturen zu farblichen Änderungen und zu niedrigauflösenden Bildinhalten kommen könnte.

Abbildung 8: Die aktivierte Prüfung Transparenz verwendet

Artikel Update: Workflow 1.20.0 – 03/2025

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