Erfahren Sie in diesem Artikel,
- wo im Workflow Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen ausgewählt und angewendet werden können, und
- wie Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen im Automationsumfeld angesteuert werden können.
1. Einführung
Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen können in verschiedenen Bereichen des Workflows zum Einsatz kommen. Dadurch kann eine Druckdatei wiederholt auf die gesetzten Anforderungen überprüft und dementsprechend korrigiert werden. Diese Möglichkeit steht jedoch auch externen Werkzeugen – über einen REST-API-Aufruf – zur Verfügung.
Grundsätzlich stehen im Workflow vier Bereiche zur Verfügung, wo auf Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen zurückgegriffen werden kann. Dazu zählen:
- die Anwendung von Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen beim Hochladen von Dateien über Dropzonen.
- die Anwendung von Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen beim Anlegen von Artikeln/Motiven.
- die Anwendung von Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen beim Ausführen eines Automationsauftrags. Diese Option steht sowohl im Umfeld eines Hotfolders als auch im Schnelldruck zur Verfügung stehen.
- das Aufrufen einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage über die API.
Nachfolgend werden die einzelnen Möglichkeiten im Detail beschrieben.
Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen erstellen
Wie Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen erstellt werden können, lesen Sie im Artikel Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen erstellen nach.
2. Dropzonen
In einigen Bereichen des Workflows – Artikel, Sammlungen, Auftrag und Produktionsauftrag – stehen Dropzonen zur Verfügung, über die Anwender Druckdaten in den Workflow hochladen können. Diese Dropzonen bieten die Möglichkeit, vorgefertigte Check-in und Prüf- und Korrekturvorlagen auszuwählen und diese für das Hochladen von Druckdaten zu verwenden.
Abbildung 1: Der Menüpunkt Artikel mit der Dropzone in der Kopfzeile
Um Druckdateien über die Dropzone im Menüpunkt Artikel in den Workflow hochzuladen und zu normalisieren, gehen Sie wie folgt vor:
- Navigieren Sie zu Artikel > Artikel.
- Klicken Sie auf Konfiguration [1] und wählen Sie im Auswahlmenü [2] die gewünschte Check-in Prüf- und Korrekturvorlage aus.
- Wenn gewünscht können noch weitere Optionen für das Hochladen von Druckdaten aktiviert werden. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Nur die erste Seite prüfen [3] – aktivieren Sie diese Option, wenn nur die erste Seite einer mehrseitigen Datei geprüft werden soll. Dadurch kann der Check-in Vorgang beschleunigt werden, sofern es sich um ein mehrseitiges Dokument handelt. Die Druckdatei wird aber dennoch normalisiert.
- Nur prüfen (ohne Korrekturen) [4] – aktivieren Sie diese Option, wenn die hochzuladende Druckdatei nur auf etwaige Fehler bzw. Auffälligkeiten geprüft werden soll.
- Mehrseitige Dateien aufteilen [5] – aktivieren Sie diese Option, wenn ein mehrseitiges Dokument bereits beim Hochladen in einzelne Seiten aufgeteilt werden soll.
- Sie können nun die gewünschte Druckdaten via Drag and Drop oder durch Klick auf die Dropzone und Auswahl der gewünschten Dateien in den Workflow hochladen.
3. Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen beim Anlegen eines Artikels/Motivs anwenden
Druckdaten können im Workflow sowohl als Artikel als auch als Motiv angelegt werden. Bereits beim Hochladen können die Druckdaten mithilfe von Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen überprüft und korrigiert werden und so in einen normalisierten Zustand gebracht werden. Sie können die gewünschte Vorlage beim Hochladen der Datei auswählen.
3.1. Anlegen eines Artikels
Um einen Artikel im Workflow anzulegen und mit der gewünschten Check-in Prüf- und Korrekturvorlage zu normalisieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Artikel > Artikel.
- Öffnen Sie dort durch Klick auf Hinzufügen in der Aktionsleiste, den Dialog Artikel hinzufügen.
- Wählen Sie über die Dropzone [6] die gewünschte Druckdatei aus oder verschieben Sie die Druckdatei auf diesen Bereich.
- Sollten Sie für jeden Artikel eine andere Check-in Prüf- und Korrekturvorlage anwenden wollen, wählen Sie den gewünschte Artikel [7] aus. Wenn für alle Artikel dieselbe Vorlage angewendet werden soll, wählen Sie den ersten Eintrag [8] in der Artikelzeile aus.
- Geben Sie nun alle benötigten Parameter in den Dialog ein und wählen Sie für die Option Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen [9] den gewünschten Eintrag aus.
- Durch Klick auf Speichern [10] wird der Vorgang zum Hochladen gestartet und der Normalisierungsschritt mit der ausgewählten Vorlage durchgeführt.
Abbildung 2: Der Dialog Artikel hinzufügen
3.2. Anlegen eines Motivs
Zum Anlegen eines Motivs in einem Auftrag bzw. Produktionsauftrag und der Auswahl der gewünschten Check-in Prüf- und Korrekturvorlage, gehen Sie wie folgt vor:
- Navigieren Sie zu Aufträge > Aufträge bzw. in Produktionsaufträge > Produktionsaufträge.
- Öffnen Sie dort durch Klick auf Hinzufügen in der Aktionsleiste den Dialog Auftrag hinzufügen bzw. Produktionsauftrag hinzufügen.
- Wechseln Sie in den Reiter Motiv [10].
- Laden Sie die gewünschte Datei als Motiv über die Dropzone [11] hoch.
- Sollten Sie für jedes Motiv eine andere Check-in Prüf- und Korrekturvorlage anwenden wollen, wählen Sie das gewünschte Motiv [12] aus. Wenn für alle Motive dieselbe Vorlage angewendet werden soll, wählen Sie den ersten Eintrag [13] in der Motivzeile aus.
- Füllen Sie die gesamte Form mit den benötigten Informationen aus und wählen Sie dann für die Option Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [14] den gewünschten Beitrag aus.
- Durch Klick auf Speichern [15] wird der Vorgang zum Hochladen gestartet und der Normalisierungsschritt mit der ausgewählten Vorlagen durchgeführt.
Abbildung 3: Der Dialog Produktionsauftrag hinzufügen
4. »Check-in Prüf- und Korrekturvorlage« als Vorgang verwenden
Produktionskonfigurationen, die unter Automatisierung > Produktionskonfigurationen erstellt werden können, dienen im Workflow als Verfahrensbeschreibungen, die jenen Prozess definieren den ein Motiv durchlaufen muss. Sie kommen im Bereich des Schnelldrucks, der Hotfolder oder zur Erstellung von Automationsaufträgen zum Einsatz, um die Produktion umfassend zu automatisieren und wiederkehrende Abläufe für den Anwender zu eliminieren.
Zur Beschreibung des Prozesses innerhalb einer Produktionskonfiguration werden Vorgänge genutzt, die einzelne Teilschritte des Ablaufs übernehmen. Der Vorgang »Druckdaten einchecken und normalisieren« bildet dabei jenen Prozessschritt, mit dem Druckdaten geprüft und korrigiert werden, um sie in einen normalisierten Zustand zu bringen.
Zum Erstellen einer Produktionskonfiguration mit dem Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren gehen Sie folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Automatisierung > Produktionskonfigurationen.
- Erstellen Sie durch Klick auf Hinzufügen eine neue Produktionskonfiguration.
- Geben Sie im Reiter Allgemein [17] den Namen sowie bei Bedarf eine Beschreibung zur Produktionskonfiguration ein.
- Wechseln Sie zum Reiter Vorgänge [16] und fügen Sie durch Klicken auf das Symbol [18] die gewünschten Vorgänge in einer sinnvollen Reihenfolge hinzu.
- Fügen Sie den Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren [19] hinzu und wählen Sie in der Option Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [20] die gewünschte Vorlage aus.
- Bestimmen Sie noch mithilfe von Platzhaltern, wie der Motivname [21] im Workflow angezeigt werden soll.
- Schließen Sie die Erstellung einer Produktionskonfiguration ab, indem Sie auf Speichern [22] klicken. Somit steht Ihnen die Produktionskonfiguration sowohl im Schnelldruck, im Hotfolder als auch für die Erstellung von Automationsaufträgen zur Verfügung.
Abbildung 4: Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen
Anlegen von Produktionskonfigurationen
Beachten Sie, dass Sie Produktionskonfigurationen auch direkt beim Anlegen eines Schnelldrucks oder beim Anlegen eines Hotfolders erstellt werden können. Die Konfiguration des Vorgangs Druckdaten einchecken und normalisieren kann auch dabei auf die beschriebene Art und Weise erfolgen.
Detaillierte Beschreibung der Automatisierung
Eine detaillierte Beschreibung der Möglichkeiten mit Produktionskonfigurationen sowie aller verfügbaren Vorgänge, finden Sie im Kapitel »Druckdatenprozesse automatisieren«
5. Check-in Prüf- und Korrekturvorlage über API abrufen
Eine weitere Möglichkeit, im Workflow auf Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen zuzugreifen, besteht über einen Aufruf der {REST:API}. Soll während des Hochladens eines Artikels oder Motivs über ein führendes System – beispielsweise ERP/MIS – eine Vorlage angewendet werden, ist der entsprechende REST-Aufruf mit der GUID der gewünschten Vorlage zu übergeben. Eine detaillierte Beschreibung hierzu finden Sie in der REST-API-Dokumentation.
Artikel Update: Workflow 1.20.0 – 03/2025