Erfahren Sie in diesem Artikel,
- welche Korrekturen im Check-in im Umfeld der Optimierung zur Verfügung stehen und
- für welchen Einsatz die Korrekturen geeignet sind.
1. Einführung
Beim Hochladen von Druckdateien in den Workflow, werden die Dokumente mithilfe von Check-in Prüf- und vorlagen überprüft, teilweise korrigiert und so zu einem normalisierten Zustand gebracht. Das Normalisieren von Druckdaten stellt daher einen zentralen Schritt in der Druckvorstufe dar, da dadurch Zeit gespart, Fehler minimiert und ein Teil der Arbeit automatisiert wird.
Nicht alle en stehen in einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage zur Verfügung
Im Workflow wird eine klare Trennung zwischen Normalisieren von Druckdaten und der Datenaufbereitung von Druckdaten für den Druck unterschieden. Mit dem Schritt der Normalisierung werden Druckdaten auf einen einheitlichen Standard für die Datenaufbereitung gebracht. Die entsprechende Datenaufbereitung für die Produktion wird zu einem späteren Zeitpunkt durch Anwenden von einzelnen en oder Anwenden von ketten angestoßen.
2. Verfügbare Korrekturen zur Optimierung
Um alle Vorteile einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage zu genießen, müssen diese Vorlagen zuerst erstellt werden. Im Wesentlichen besteht eine Vorlage aus en und Prüfungen. Derzeit stehen im Workflow über 40 Korrekturen zur Verfügung. Damit hier der Überblick nicht verloren geht, wurden die einzelnen en in Kategorien unterteilt.
In diesem Artikel finden Sie eine detaillierte Beschreibung zu allen Korrekturen, womit Druckdaten optimiert und ungebrauchte Objekte entfernt werden können.
2.1. Bildauflösung reduzieren und/oder komprimieren
Kategorie: Bild
Beschreibung: Mit dieser Korrektur wird für ausgewählte Bildarten die Auflösung auf den gewünschten Wert neu berechnet und die Bilder mit der festgelegten Kompression komprimiert.
Einsatzgebiet: Die Auflösung von hochauflösende Bilder in Druckdaten kann durch diese Korrektur auf das maximal sinnvolle Maß reduziert werden und unkomprimierte Bildinhalte komprimiert werden. Die Dateigröße wird durch verlustfreie oder verlustbehaftete Druckdaten verringert. Durch die Reduktion der Dateigröße wird weniger Speicherplatz im Workflow belegt, wodurch das Öffnen von Druckdaten in externen Werkzeugen wie beispielsweise dem PDF-Editor schneller erfolgt. Dies führt jedoch nicht zwangsläufig zu einer verkürzten Renderzeit, da komprimierte Dateien während des Renderprozesses dekomprimiert werden müssen, was ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt.
Abbildung 1: Die aktivierte Korrektur Bildauflösung reduzieren und/oder komprimieren mit bereits eingegeben Werten

2.2. Nicht sichtbare Objekte entfernen
Kategorie: Dokument, Objekt, Seiteninhalt
Beschreibung: Mit dieser Korrektur werden alle nicht sichtbaren Objekte entfernt, die keinen Einfluss auf das gedruckte Ergebnis haben. Die Objekte müssen dabei vollständig von einem anderen Objekt verdeckt sein, wobei das darüberliegende Objekt weder überdruckend sein noch einen Füllmodus wie Multiplizieren oder Ineinanderkopieren besitzen darf. Objekte mit technischen Farben werden nicht gelöscht, selbst wenn sie vollständig verdeckt sind. Gleiches gilt für Objekte mit Sonderfarben wie beispielsweise Weiß, Lack oder Primer.
Einsatzgebiet: Durch die Aktivierung des Sicherheitschecks wird das gerenderte Ergebnis mit dem Original verglichen, um mögliche visuelle Änderungen festzustellen. Falls eine visuelle Änderung erkannt wird, erfolgt keine Korrektur. Dabei ist zu beachten, dass dieser visuelle Vergleich zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen kann.
Abbildung 2: Die aktivierte Korrektur Nicht sichtbare Objekte entfernen

2.3. Objekte außerhalb der MediaBox löschen
Kategorie: Dokument, Objekt, Seiteninhalt
Beschreibung: Mit dieser Korrektur werden alle Objekte, die sich komplett außerhalb des Medienrahmen (MediaBox) befinden, entfernt.
Einsatzgebiet: Objekte außerhalb des Medienrahmens (MediaBox) haben keinen Einfluss auf das gedruckte Ergebnis und werden entfernt. Dadurch wird die Dateigröße reduziert, die Verarbeitung im RIP beschleunigt und das Risiko von Druckfehlern minimiert.
Abbildung 3: Die aktivierte Korrektur Objekte außerhalb der MediaBox löschen
2.4. Private Informationen anderer Programme entfernen
Kategorie: Dokument
Beschreibung: Mit dieser Korrektur können private Daten, die von anderen Anwendungen – beispielsweise Adobe Illustrator, ArtPro oder Packz – in einer PDF-Datei gespeichert wurden, entfernt werden. In bestimmten Fällen kann diese Korrektur die Dateigröße erheblich reduzieren, jedoch auch Funktionen in anderen Anwendungen beeinträchtigt, die auf diese privaten Daten angewiesen sind.
Einsatzgebiet: Wird eine Adobe Illustrator-Datei als PDF abgespeichert und dabei die Option Adobe Illustrator-Funktionen beibehalten verwendet, enthält die PDF-Datei sowohl den PDF-Content Stream als auch den Adobe Illustrator Content Stream, wodurch die Datei doppelt abgespeichert wird. Wird die PDF-Datei im Workflow mit einer Korrektur verändert, geschieht dies nur im PDF Content Stream, was letztlich dazu führt, dass der Adobe Illustrator Content Stream nicht mehr mit dem PDF Content Stream übereinstimmt.
Fügen Sie diese Korrektur jeder Check-in Prüf- und Korrekturvorlage hinzu, wenn Sie private Daten – einschließlich des Adobe Illustrator Content Streams – aus den Druckdaten entfernen möchten.
Abbildung 4: Die aktivierte Korrektur Private Informationen anderer Programme entfernen
2.5. Sonderfarben außerhalb Seitengeometrierahmen löschen
Kategorie: Objekt, Farbe, Seitengeometrierahmen
Beschreibung: Mit dieser Korrektur werden alle Sonderfarben sowie die Objekte, die sich vollständig außerhalb des gewählten Seitengeometrierahmens befinden gelöscht.
Einsatzgebiet: Es werden Sonderfarbeinträge in der PDF-Datei entfernt, wenn sich die Sonderfarbe vollständig auerhalb des gewählten Seitengeometrierahmens befinden. Dadurch wird der Aufwand für die visuelle Überprüfung der Druckdaten für den Anwender reduziert, da dieser nicht nach unsichtbaren Objekten mit Sonderfarben suchen muss.
Abbildung 5: Die aktivierte Korrektur Sonderfarben außerhalb Seitengeometrierahmen löschen

2.6. Überlappende Bildinformationen entfernen
Kategorie: Objekt, Bild, Seitengeometrierahmen
Beschreibung: Mit dieser Korrektur werden Bildinhalten für den gewählten Bildtyp unter Einhaltung einer gewählten Sicherheitszone beschnitten, um damit den Speicherbedarf der Datei zu reduzieren.
Einsatzgebiet: Durch das Entfernen von unsichtbaren Bildinhalte wird einerseits der Speicherbedarf für die Druckdatei reduziert und andererseits eine schnellere Verarbeitung bei nachgelagerten Korrekturen bzw. beim Renden ermöglicht. Somit kann eine schnellere Verarbeitung im Workflow sichergestellt werden.
Abbildung 6: Die aktivierte Korrektur Überlappende Bildinformationen entfernen mit bereits eingegeben Werten

2.7. Überlappende Vektorpfade entfernen
Kategorie: Objekt, Seitengeometrierahmen
Beschreibung: Mit dieser Korrektur werden überlappende Vektorpfade beschnitten und offene Pfade geschlossen, um nicht benötigte Vektoren auerhalb des gewählten Bereichs – Seitengeometrierahmen, Maskierungspfad sowie FormXObjects – zu eliminieren.
Einsatzgebiet: Verwenden Sie diese Korrektur, um nicht sichtbare Vektoren zu entfernen, wodurch einerseits der Speicherbedarf für die Druckdatei reduziert und andererseits eine schnellere Verarbeitung bei nachgelagerten Korrekturen bzw. beim Rendern ermöglicht wird. Fügen Sie diese Korrektur jeder Check-in Prüf- und Korrekturvorlage hinzu, um eine schnellere Verarbeitung im Workflow sicherzustellen. Es wird empfohlen, diese Korrektur immer hinzuzufügen, wenn in vorgelagerten Workflows – z.B. ESKO Automation Engine – Montagen mit Wiederholungen von Motiven erzeugt werden. Aktivieren Sie für diese Vorlage zudem die Option Form XObject (BBox).
Abbildung 7: Die aktivierte Korrektur Überlappende Vektorpfade entfernen

Artikel Update: Workflow 1.20.0 – 02/2025