Benutzerhandbuch

3.1 Prüfungen für Qualität und Inhalt

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Prüfungen im Check-in im Umfeld Qualität und Inhalt zur Verfügung stehen und
  • welche Lösungen dafür angeboten werden.

1. Einführung

Beim Hochladen von Druckdaten erfolgt eine Prüfung im Workflow, um mögliche Fehler oder Warnungen bereits zu Beginn der Produktion zu identifizieren und bereitzustellen. Diese Fehler und Warnungen erscheinen im Workflow und können in einem PDF-Report zur weiteren Klärung mit dem Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Die Prüfung (Preflight) der Druckdatei erfolgt basierend auf den aktivierten Prüfungen sowie dem für jede einzelne Prüfung festgelegten Schweregrad – Fehler, Warnung oder Info – in einer Check-in-Vorlage.

2. Verfügbare Prüfungen für Qualität und Inhalt

Um alle Vorteile einer Check-in Prüf- und Korrekturvorlage nutzen zu können, müssen diese Vorlagen zuerst erstellt werden. Im Wesentlichen besteht eine Vorlage aus Korrekturen und Prüfungen. Derzeit stehen im Workflow über 50 Prüfungen zur Verfügung. Damit hier der Überblick nicht verloren geht, wurden die einzelnen Prüfungen in Kategorien unterteil.

In diesem Artikel finden Sie eine detaillierte Beschreibung zu allen Prüfungen, die in die Kategorie Qualität und Inhalt fallen.

2.1. Barcodeinhalt überprüfen

Kategorie: Objekt, Seiteninhalt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird der Inhalt eines Barcodes mit dem eingegebenen Wert im Eingabefeld »Barcodeinhalt« geprüft bzw. validiert. Befindet sich im Motiv kein Barcode bzw. QR-Code, wird diese Prüfung übersprungen und somit auch kein Treffern gemeldet.

Lösung: Sollte der Barcode bzw. QR-Code fehlerhaft bzw. unlesbar sein, können im Nachklang die Werte des Codes angepasst werden. Eine eigene Korrektur steht dafür nicht zu Verfügung

Abbildung 1: Die aktivierte Prüfung Barcodeinhalt überprüfen

2.2. Beschnitt ist vorhanden

Kategorie: Objekt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung kann geprüft werden, ob innerhalb der Datei der erwartete Beschnitt vorhanden ist. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Anschnittrahmen korrekt gesetzt ist sowie ob der gesamte Anschnitt mit druckenden Inhalten gefüllt ist. Durch Angabe der Sicherheitszone wird kontrolliert, ob sich Textelemente innerhalb dieses Bereichs befinden.

Lösung: Mithilfe der Korrektur »Beschnitt durch Spiegeln erzeugen«, »Beschnitt durch Skalieren erzeugen« und »Beschnitt auf unregelmäßige Form erzeugen« kann ein Beschnitt für die Druckdatei auch im Nachgang noch erstellt werden. So können Schnittfehler bzw. »Blitzer« vermieden werden.

Abbildung 2: Die aktivierte Prüfung Beschnitt ist vorhanden mit bereits eingegeben Werten

2.3. CMYK-Objekt verwendet Tiefschwarz

Kategorie: Objekt, Farbe, Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird kontrolliert, ob CMYK-Objekte des gewählten Objekttyps – Text, Vektor, Text und Vektor, Bild oder Alle Objekte – im Druck Tiefschwarz wiedergegeben werden. Während Texte und Vektoren anhand eines Maximalwertes für jeden CMYK-Kanal kontrolliert werden, erfolgt die Überprüfung von Bildern auf Basis des maximalen Gesamtfarbauftrags (TAC). Diese Prüfung hilft dabei, Objekte in der Druckdatei zu identifizieren, die nicht einheitlich Schwarz dargestellt oder mit einem zu hohen Farbauftrag gedruckt werden.

Lösung: Mithilfe der Korrektur »CMYK-Objekte umfärben« können nicht einheitlich schwarze Objekte angepasst werden. Mit der Korrektur »CMYK-Werte in Schmuckfarbe umwandeln« können die betroffene Objekte in eine Sonderfarbe gewandelt werden.

Abbildung 3: Die aktivierte Prüfung CMYK-Objekt verwendet Tiefschwarz mit bereits eingegebenen Werten

2.4. Dokument ist beschädigt

Kategorie: Dokument, PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, PDF/X-6

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird festgestellt, ob das Dokument beschädigt ist. Obwohl Acrobat beim Öffnen versucht, es zu reparieren, gibt es keine Garantie für eine fehlerfreie Anzeige oder eine problemlose Ausgabe am Druckgerät. Zudem sind beschädigte Dokumente in allen PDF/X-basierten Workflows nicht zulässig.

Lösung: In diesem Fall sollten/müssen Sie eine neue Druckdatei beim Ersteller anfordern.

Abbildung 4: Die aktivierte Prüfung Dokument ist beschädigt

2.5. Dokument ist verschlüsselt

Kategorie: Dokument, PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, PDF/X-6

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird festgestellt, ob das Dokument verschlüsselt ist bzw. beim Öffnen oder Ändern ein Kennwort benötigt. Verschlüsselte Dokumente können im Workflow nicht verarbeitet werden. Verschlüsselte Dokumente sind darüber hinaus in allen PDF/X-getriebenen Workflows nicht erlaubt.

Lösung: Fordern Sie entweder beim Datenersteller eine unverschlüsselte Datei an oder versuchen Sie die Datei z.B.: über https://freemypdf.com/ zu entschlüsseln.

Abbildung 5: Die aktivierte Prüfung Dokument ist verschlüsselt

2.6. Glyph verwendet überlappende Pfadobjekte

Kategorie: Objekt, Schrift, Seiteninhalt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird ermittelt, ob sich einzelne Buchstaben eines Textes im Layout überlagern. Während das oft ein beabsichtigtes Designelement ist, kann das Auftreten überlappender Glyphen in einigen Fällen auf eine fehlerhafte Schriftkodierung hinweisen, die zu einer ungewollten Verschiebung der Buchstaben führt.

Lösung: Sollten Überlagerungen von Glyphen aufgrund einer schlechten Schriftkodierung entstanden sein, müssen Sie vom Datenersteller eine korrigierte Druckdatei anfordern.

Abbildung 6: Die aktivierte Prüfung Glyph verwendet überlappende Pfadobjekte

2.7. Inhalt eines benutzerdefinierten Feldes vergleichen

Kategorie:

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird der Inhalt des gewählten benutzerdefinierten Felds mit dem Wert des Eingabefeldes Vergleichswert abgeglichen, um einen Treffer zu erzeugen. Zusätzlich kann überprüft werden, ob eine bestimmte Sonderfarbe in der Druckdatei vorhanden ist. Ein Treffer wird beispielsweise erzeugt, wenn der Wert des benutzerdefinierten Feldes Folie oder Metallic lautet und in der Druckdatei keine Sonderfarbe Wei enthalten ist.

Lösung: Sollte der erwartete Inhalt des benutzerdefinierten Feldes nicht mit dem Vergleichswert übereinstimmen, muss kontrolliert werden, wo hier der Fehler liegt. In einigen Fällen können manuelle Korrekturen vorgenommen werden und in anderen Fällen ist es ratsam eine neue Druckdatei anzufordern. Fehlende Sonderfarben – beispielsweiße Weiß – können mit der Korrektur »Nur Weiß-Separation erzeugen« hinzugefügt werden.

Abbildung 7: Die aktivierte Prüfung Inhalt eines benutzerdefinierten Feldes vergleichen mit bereits eingegebenen Werten

2.8. Kommentar im Druckbereich

Kategorie: Seiteninhalt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die Druckdatei daraufhin überprüft, ob innerhalb des druckbaren Bereichs eine Anmerkung – wie Textkorrektur, Notiz, Texthervorhebung, Stempel usw. – vorhanden ist. Kommentare werden beim Rendern der Datei standardmäßig ignoriert und somit nicht ausgegeben.

Lösung: Sollten kreative Geister Textkorrekturen oder Hervorhebungen in einer Grafik mit Kommentaren in Acrobat Pro oder Adobe Reader erzeugt haben und diese auch tatsächlich drucken wollen, so steht für diesen Zweck die Korrektur »Kommentare rendern« zur Verfügung.

Abbildung 8: Die aktivierte Prüfung Kommentar im Druckbereich

2.9. Objekt mit weißer Kontur spart nicht aus

Kategorie: Objekt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die Druckdatei auf weiße überdruckende Konturen überprüft – CMYK=0/0/0/0, RGB=255/255/255 sowie Grau=100. Weiße überdruckende Konturen werden beim Rendern verschwinden und als grafisches Element im Ausdruck fehlen.

Lösung: Weiß überdruckende Konturen können im Workflow einerseits mit der Korrektur »Weiße Objekte aussparen« sowie andererseits mit der Option »Weiße Objekte aussparen« in Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen > Allgemein auf aussparen gesetzt werden.

Abbildung 9: Die aktivierte Prüfung Objekt mit weißer Kontur spart nicht aus

2.10. RGB-Objekt verwendet Tiefschwarz

Kategorie: Objekt, Farbe, Bild, Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird kontrolliert, ob RGB-Objekte des gewählten Objekttyps – Text, Vektor, Text und Vektor, Bild oder Alle Objekte – im Druck Tiefschwarz wiedergegeben werden. Während Texte und Vektoren durch die Eingabe eines Minimalwertes für jeden RGB-Kanal kontrolliert werden, erfolgt die Überprüfung von Bildern anhand des maximalen Gesamtfarbauftrags (TAC). Diese Prüfung hilft dabei, Objekte in der Druckdatei zu identifizieren, die im Druck nicht einheitlich Schwarz erscheinen oder mit zu hohem Farbauftrag gedruckt werden könnten.

Lösung: Tiefschwarze RGB-Objekte müssen zunächst mit der Korrektur »In CMYK konvertieren« in den CMYK-Farbraum umgewandelt werden, bevor nicht einheitlich schwarze Objekte mit der Korrektur »CMYK-Objekte umfärben« angepasst oder mit der Korrektur »CMYK-Werte in Sonderfarbe wandeln« in eine Sonderfarbe überführt werden können.

Abbildung 10: Die aktivierte Prüfung RGB-Objekt verwendet Tiefschwarz mit bereits eingegebenen Werten

2.11. Weiße Kontur eines Textes spart nicht aus

Kategorie: Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die Druckdatei auf weiße – CMYK=0/0/0/0, RGB=255/255/255 sowie Grau=100 – überdruckende Konturen eines Textes überprüft. Überdruckende weiße Konturen eines Textes werden beim Rendern verschwinden und als grafisches Element im Ausdruck fehlen.

Lösung: Weiße überdruckende Konturen eines Textes können im Workflow einerseits mit der Korrektur »Weiße Objekte aussparen« sowie andererseits mit der Option »Weiße Objekte aussparen« in Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen > Allgemein auf aussparen gesetzt werden.

Abbildung 11: Die aktivierte Prüfung Weiße Kontur eines Textes spart nicht aus

2.12. Weißer Text spart nicht aus

Kategorie: Text

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die Druckdatei auf weiße – CMYK=0/0/0/0, RGB=255/255/255 sowie Grau=100 – überdruckende Texte überprüft. Überdruckende weiße Texte werden beim Rendern verschwinden und als grafisches Element im Ausdruck fehlen.

Lösung: Weiße überdruckende Texte können im Workflow mit der Korrektur »Weiße Objekte aussparen« sowie andererseits mit der Option »Weiße Objekte aussparen« in Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen > Allgemein auf aussparen gesetzt werden.

Abbildung 12: Die aktivierte Prüfung Weißer Text spart nicht aus

2.13. Weißes Objekt spart nicht aus

Kategorie: Objekt

Beschreibung: Mit dieser Prüfung wird die Druckdatei auf weiße – CMYK=0/0/0/0, RGB=255/255/255 sowie Grau=100 – überdruckende Objekte überprüft. Überdruckende weiße Objekte würden beim Rendern verschwinden und als grafisches Element im Ausdruck fehlen.

Lösung: Weiße überdruckende Objekte können im Workflow einerseits durch die Korrektur »Weiße Objekte aussparen« und andererseits durch die Option »Weiße Objekte aussparen« in Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen > Allgemein auf aussparen gesetzt werden.

Abbildung 13: Die aktivierte Prüfung Weißes Objekt spart nicht aus

Artikel Update: Workflow 1.20.0 – 03/2025

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