Benutzerhandbuch

1.2 Schnelldruck – Konzeption und Benutzeroberfläche

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • was unter einem Schnelldruck verstanden wird,
  • welche Voraussetzungen für die Nutzung erforderlich sind,
  • wie die Benutzeroberfläche aufgebaut ist und
  • welche Informationen und Funktionen darin zur Verfügung stehen.

1. Einführung

Mit der Funktion Schnelldruck lassen sich Druckdaten schnell in die Anwendung $PRODUCT_NAME_WORKFLOW hochladen, um damit einen Produktionsauftrag anzulegen, optional eine Montage auszuführen sowie die Druckdaten optional direkt an den Drucker zu übertragen. Die Verwendung dieser Funktion empfiehlt sich insbesondere für wiederkehrende Druckaufträge oder wenn eine schnelle Verarbeitung ohne manuelles Anlegen einzelner Produktionsaufträge gewünscht ist.

Der Schnelldruck erzeugt abhängig von den gewählten Optionen zumindest einen Produktionsauftrag mit den Motiven, um diese vor der Übertragung zum Drucker entsprechend zu bearbeiten. Dabei werden intern dynamisch Vorgänge, wie Sie sie eventuell bereits von einer Produktionskonfiguration kennen, aneinandergereiht und durchlaufen. Den Fortschritt der einzelnen Vorgänge können Sie sowohl unter Automatisierung > Automationsaufträge als auch im Reiter Verlauf zu Schnelldrucken einsehen.  

Im Menüpunkt Schnelldruck stehen folgende drei Bereiche zur Verfügung:

  • Dateien hochladen – in diesem Bereich können Sie die zu verarbeitenden Druckdaten hinzufügen, die gewünschte Reihenfolge bestimmen sowie die benötigten Informationen wie Name, Menge, Skalierungsfaktor, Breite, Höhe usw. eingeben. Außerdem können Sie festlegen, mit welcher Check-in Prüf- und Korrekturvorlage sowie mit welcher Vorlage zum Extrahieren von Metadaten die Druckdaten beim Normalisieren verarbeitet werden sollen.
  • Produktionsauftrag – in diesem Bereich können Sie den Auftragsnamen für den Produktionsauftrag vergeben, die zu verwendende Ausgabekonfiguration wählen und entscheiden, ob für die ausgewählten Dateien ein einzelner Produktionsauftrag oder mehrere getrennte Produktionsaufträge erstellt werden sollen.
  • Montage – in diesem Bereich können Sie optional festlegen, ob eine Montage erstellt werden soll und auf welchen Montage-Modus sowie welche Montage-Vorlage, Platten-Vorlage, Montagebogen-Vorlage und Motiv-Vorlage dabei zurückgegriffen werden soll.

Anwendungsgebiete für die Funktion »Schnelldruck«

Zu den typischen Anwendungsgebieten für den Schnelldruck zählen:

  • Das Hochladen mehrerer Druckdaten in die Anwendung, um damit einen Produktionsauftrag anzulegen. Anschließend können Anwender die Druckdaten manuell prüfen, Korrekturen an diesen durchführen, Metadateninformationen eingeben, eine Montage erstellen und abspeichern sowie die Montage an den Drucker übertragen.
  • Das Hochladen mehrerer Druckdaten in die Anwendung, um damit für jede Druckdatei einen eigenen Produktionsauftrag anzulegen.
  • Das Hochladen von Druckdaten in die Anwendung, um damit Produktionsaufträge anzulegen und diese automatisch zu montieren.
  • Das Hochladen von Druckdaten in die Anwendung, um damit Produktionsaufträge anzulegen, Montagen daraus zu erstellen und diese anschließend direkt an das ausgewählte Drucksystem zu übertragen.
  • Das Hochladen mehrerer Druckdaten in die Anwendung, um damit Produktionsaufträge anzulegen, in denen die Druckdaten als Einzelseiten vorliegen, einheitlich benannt und mit den entsprechenden Parametern – Kopien, Breite, Höhe, Auswahl eines Benutzerdefinierten Feldes usw. – versehen sind.
  • Das erneute Erstellen eines Produktionsauftrags aus bereits abgearbeiteten Schnelldruckaufträgen im Reiter »Verlauf zu Schnelldrucken«.

1.1. Voraussetzungen

Damit ein Schnelldruck durchgeführt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Berechtigung – der Anwender benötigt die entsprechende Berechtigung für den Menüpunkt Schnelldruck.
  • Check-in Prüf- und Korrekturvorlage – mindestens eine Vorlage zur Normalisierung der Druckdaten muss im System eingerichtet sein. Zwei Standardvorlagen sollten in jeder installierten Anwendung zur Verfügung stehen.
  • Ausgabekonfiguration – mindestens eine Ausgabekonfiguration mit Material, Farbstrategie sowie Zieldrucker bzw. Zielverzeichnis muss zur Auswahl stehen.
  • Montage-Vorlagen (optional) – sollen die Druckdaten automatisch montiert werden, müssen die entsprechenden Montage-, Platten-, Montagebogen- bzw. Motiv-Vorlagen bereits vorbereitet sein. Nach der Installation der Anwendung sollte jedoch zumindest eine Vorlage in jedem Bereich zur Verfügung stehen.
  • Drucker (optional) – soll direkt gedruckt werden, muss das gewünschte Drucksystem in der Anwendung eingerichtet und erreichbar sein.

2. Benutzeroberfläche

Die Verwaltung des Schnelldrucks erfolgt über den Menüpunkt Automatisierung > Schnelldruck. Nach dem Wechsel in diesen Menüpunkt werden die beiden verfügbaren Reiter Schnelldruck erzeugen [2] und Verlauf zu Schnelldrucken [1] angezeigt.

Im Reiter Schnelldruck erzeugen konfigurieren und starten Sie neue Schnelldrucke. Im Reiter Verlauf zu Schnelldrucken können Sie den Fortschritt bereits gestarteter und abgeschlossener Schnelldrucke überwachen.

Abbildung 1: Die beiden Reiter Schnelldruck erzeugen und Verlauf zu Schnelldrucken des Menüpunkts Schnelldruck

2.1. Reiter »Schnelldruck erzeugen«

Die Ansicht des Menüpunkts Automatisierung > Schnelldruck > Schnelldruck besteht aus fünf Teilbereichen:

  • Kopfleiste [4] – ermöglicht es Anwendern, schnell zu erkennen, welcher Menüpunkt aktuell ausgewählt ist. Die Anzeige der Breadcrumbs [3] kann optional unter Administration > Einstellungen > Allgemein > Anzeigeoptionen im Einstellungsbereich Benutzeroberfläche Layout Einstellungen geändert werden.
  • Funktionsleiste [5] – ermöglicht es Anwendern, eine Aktion auf ausgewählte Schnelldrucke auszuführen, einen Schnelldruck zu erstellen sowie die Listenansicht an ihre Arbeitsweise anzupassen. In diesem Bereich befinden sich die Funktionen Produktionsauftrag erzeugen [8] und Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen [9].
  • Dateien hochladen [6] – ermöglicht es Anwendern, Druckdaten hochzuladen, die Reihenfolge zu ändern, die Metadaten der Druckdaten anzupassen, die Hochladen und Normalisierungseinstellungen vorzunehmen sowie die Vorlage zum Extrahieren von Metadaten auszuwählen.
  • Produktionsauftrag [7] und Montage [10] – im Bereich Produktionsauftrag können Anwender die Angaben zum Produktionsauftrag sowie die zugehörige Verfahrensanweisung bestimmen. Im Bereich Montage kann optional eine Montage für die Motive eines Produktionsauftrags initiiert werden.
  • Informationsfeld [11] – das Informationsfeld zeigt auf einen Blick die aus den vorherigen Bereichen übernommenen Kerninformationen – den gewählten Drucker, das Zielverzeichnis, das verwendete Material sowie den Status der Montage-Erstellung. Dadurch können Anwender die Konfiguration vor dem Start noch einmal überprüfen.

Abbildung 2: Die Benutzeroberfläche des Menüs Automatisierung > Schnelldruck mit geöffnetem Reiter Schnelldruck erzeugen

Nachfolgend werden die einzelnen Teilbereiche – mit Ausnahme des Kopfbereichs – näher beschrieben und deren Funktionen erläutert.

2.1.1. Funktionsleiste

In der Funktionsleiste befinden sich die Befehle Produktionsauftrag erzeugen [8] (Abbildung 2) und Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen [9] (Abbildung 2), die auf die hochgeladenen Druckdaten angewendet werden können.

Nachdem Sie Druckdaten hochgeladen und die gewünschten Einstellungen vorgenommen haben, können Sie entweder die Übertragung zum Drucker starten oder lediglich einen Produktionsauftrag anlegen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie in der Funktionsleiste auf Produktionsauftrag erzeugen [8] (Abbildung 2), um den Upload und die Verarbeitung der Motive zu starten und anschließend einen Produktionsauftrag anzulegen.
  2. Wenn Sie die Druckdaten direkt zum Drucker übertragen wollen, klicken Sie stattdessen auf Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen [9] (Abbildung 2).
  3. In beiden Fällen öffnet sich der Dialog Schnelldruck. Bestätigen Sie den Dialog, indem Sie auf Schnelldruck starten klicken. Der Vorgang zur Erzeugung eines Produktionsauftrags und zur Ausführung der weiteren Schritte wird gestartet.

Abbildung 3: Der Dialog Schnelldruck zum Bestätigen der gewählten Einstellungen

2.1.2. Dateien hochladen

In diesem Bereich stellen Sie die zu verarbeitenden Druckdaten bereit und versehen diese mit den erforderlichen Metadaten:

  • Dateien hochladen [12] – fügen Sie die zu verarbeitenden Dateien dem Einstellungsbereich hinzu. Dies können Sie entweder
    • durch Ziehen der Dateien in die Dropzone [18],
    • durch einen Klick auf Dateien hochladen [13] und anschließende Auswahl der Dateien oder
    • durch einen Klick auf Dateien auswählen [20] erledigen.
  • Liste der Dateien – für jede hochgeladene Datei wird eine Zeile mit einem Vorschaubild und den aktuellen Dateiinformationen [16] angelegt. Die Änderung der Reihenfolge der Zeilen kann durch einfaches Ziehen des Datensatzes über den Anfasser [17] erfolgen. Die Checkbox Mehrseitige Dateien aufteilen [19] wird angezeigt, sobald eine mehrseitige Druckdatei hinzugefügt wurde.
  • Alle Löschen [21] – durch einen Klick auf dieses Symbol werden alle hochgeladenen Druckdaten wieder gelöscht.
  • Entfernen [25] – durch einen Klick auf dieses Symbol wird der entsprechende Eintrag aus der Liste entfernt.
  • Anzeigeoptionen [23] – über diese Funktion können Sie festlegen, welche zusätzlichen Informationen und Benutzerdefinierten Felder für jeden Eintrag in der Liste angezeigt werden. Die aktivierten Eingabefelder stehen anschließend im Bereich Metadaten [24] zur Verfügung. Dadurch können Sie dem Motiv die erforderlichen Metadaten mitgeben, sodass einer automatisierten Verarbeitung nichts mehr im Wege steht.

Abbildung 4: Links: Der Einstellungsbereich Dateien hochladen mit bereits hinzugefügten Dateien; Rechts: Die Dialoge Hochladen und Normalisierungseinstellungen sowie Anzeigeoptionen für diesen Bereich

Globale Änderungen

Wenn Sie für alle Datensätze dieselben Werte setzen wollen, empfiehlt es sich, den Bereich Globale Änderungen [15] zu öffnen und darin die gewünschten Werte einzugeben. Die eingetragenen Werte werden anschließend auf alle Einträge in der Liste übernommen.

Für den Namen steht noch eine zusätzliche Funktion zur Verfügung. Sie können auf die Variablen $ und # zurückgreifen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel Arbeiten mit Schnelldruck.

Bevor Sie den Hochladeprozess starten, sollten Sie unbedingt die gewünschte Check-in Prüf- und Korrekturvorlage auswählen. Falls aus dem Dateinamen Metadaten extrahiert werden sollen, müssen Sie außerdem eine entsprechende Vorlage zum Extrahieren von Metadaten erstellen und hier auswählen.

  • Hochladen und Normalisierungseinstellungen [22] – wählen Sie darin einerseits die gewünschte Check-in Prüf- und Korrekturvorlage und andererseits die Vorgehensweise, die beim Prüfen der Druckdaten herangezogen werden soll, aus.
    • Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [26] – bestimmen Sie durch die Auswahl einer Vorlage, in welchem Umfang die Druckdaten geprüft und entsprechend normalisiert (korrigiert) werden. Welche Möglichkeiten dabei zur Verfügung stehen, können Sie in den Artikeln Prüfungen zur Normalisierung sowie Korrekturen zur Normalisierung nachlesen.
      Hinweis: Beachten Sie, dass nicht jede Lizenz Zugriff auf diese Funktion bietet. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Vertriebspartner. Für alle Anwender stehen jedoch mindestens zwei Vorlagen – diese stellen einen praktikablen Zugang zur Verarbeitung von Druckdaten im Digitaldruck dar – zur Verfügung, die vom Benutzer nicht verändert werden können.
    • Nur die erste Seite prüfen und korrigieren [27] – wenn Sie diese Option aktivieren, wird lediglich die erste Seite der Druckdatei geprüft und korrigiert, um damit längere Verarbeitungszeiten beim Hochladen der Datei zu vermeiden.
      Hinweis: Verwenden Sie diese Option nur, wenn Sie sich zu 100 % sicher sind, dass alle Seiten der Druckdatei dieselbe Seitengröße, Seitenausrichtung sowie Sonderfarben besitzen wie die erste Seite.
    • Nur prüfen (ohne Korrekturen) [28] – durch die Aktivierung dieser Option werden die hochgeladenen Druckdaten während des Check-in-Vorgangs ausschließlich geprüft. Fehler oder Warnungen werden erkannt und auch gemeldet, jedoch nicht automatisch durch die gewählte Prüf- und Korrekturvorlage korrigiert.
      Hinweis: Verwenden Sie diese Option, wenn sichergestellt werden muss, dass an den Originaldruckdaten keine Änderungen vorgenommen werden dürfen. Sollten bei der Prüfung solcher Daten Fehler oder Warnungen gefunden werden, ist die weitere Verarbeitung auf eigenes Risiko vorzunehmen. Damit Druckdaten in der Anwendung korrekt verarbeitet werden können, müssen bestimmte Vorgaben eingehalten werden, für deren Einhaltung die vorgelagerten Systeme verantwortlich sind.
  • Vorlage zum Extrahieren von Metadaten [14] – hier können Sie bestimmen, welche Metadaten aus den Dateinamen der hochgeladenen Druckdaten ausgelesen und für die weitere Verarbeitung verwendet werden sollen. Die ausgewählte Vorlage definiert die Regeln für die Ermittlung relevanter Metadaten wie Name, Menge, Breite, Höhe, Beschnitt usw. Die extrahierten Daten werden automatisch in den Eingabefeldern der einzelnen Dateien angezeigt.
    Hinweis: Sie können Vorlagen unter Administration > Einstellungen > Metadaten extrahieren Vorlagen anlegen und verwalten. Beachten Sie, dass nicht jede Lizenz Zugriff auf diese Funktion bietet. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Vertriebspartner.

2.1.3. Produktionsauftrag

Im Vorgang Produktionsauftrag [29] können die Parameter für den Produktionsauftrag definiert werden. Folgende Optionen stehen in diesem Bereich zur Verfügung:

  • Auftragsname [30] – geben Sie hier den Namen für den Produktionsauftrag bzw. die Produktionsaufträge ein. Der Name kann frei definiert werden oder mithilfe von Platzhaltern automatisch erzeugt werden.
  • Gruppierungsoptionen [31] – wählen Sie hier die gewünschte Verarbeitungsweise für die hochgeladenen Druckdaten aus. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
    • Alle Motive zusammenhalten – aus allen hochgeladenen Druckdaten wird ein gemeinsamer Produktionsauftrag erstellt.
    • Für jedes einseitige und mehrseitige Motiv – für jede hochgeladene Druckdatei wird ein eigener Produktionsauftrag erstellt.
    • Für jedes Motiv – für jede Seite der hochgeladenen Druckdateien wird ein eigener Produktionsauftrag erstellt.
  • Ausgabeeinstellungen [32] – wählen Sie die gewünschte Ausgabekonfiguration aus. Diese definiert, auf welchem Material und mit welcher Farbstrategie die Druckdaten verarbeitet sowie an welchen Drucker oder in welches Zielverzeichnis die Dateien ausgegeben werden. Durch Klicken auf Bearbeiten [35] kann die Ausgabekonfiguration bei Bedarf noch manuell geändert werden.
  • Auf Standardwerte zurücksetzen [33] – setzen Sie damit die Voreinstellungen auf die Standardwerte zurück. Dabei wird auch die Ausgabekonfiguration auf die systemweit definierte Farbstrategie zurückgesetzt.
  • Anzeigeoptionen [34] – optional können für den Produktionsauftrag neben dem Auftragsnamen auch eine Bemerkung sowie eine Externe ID hinzugefügt werden. Blenden Sie dazu die entsprechenden Eingabefelder durch Aktivieren der jeweiligen Checkbox ein.

Abbildung 5: Links: Der Einstellungsbereich Parameter des Produktionsauftrags; Rechts: Die Dialoge Anzeigeoptionen sowie Ausgabekonfiguration hinzufügen

Weiterführende Tipps und Hinweise

Weiterführende Tipps und Hinweise zu diesem Bereich finden Sie im Artikel Arbeiten mit Schnelldruck.

2.1.4. Montage

Der Vorgang Montage [36] kann optional verwendet werden. Legen Sie darin fest, ob zusätzlich zum Produktionsauftrag eine Montage für die Motive des Produktionsauftrags erstellt werden soll. Folgende Parameter stehen in diesem Bereich zur Verfügung:

  • Montage-Modus [37] – wählen Sie hier den gewünschten Modus aus. Sie können zwischen Nesting, Step & Repeat, Tiling, Stanzform sowie Gebundenes Produkt wählen.
    Wichtig: Sollte ein Modus für Sie nicht zugänglich sein, liegt dies an der Lizenzierung Ihrer Anwendung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Vertriebspartner.
  • Montage-Vorlage [38] – wählen Sie hier die gewünschte Vorlage aus. Die Montage-Vorlage stellt die Beschreibung des Layouts für die Anordnung der Motive am Montagebogen dar.
  • Platten-Vorlage [39] – wählen Sie hier die gewünschte Vorlage aus. Platten-Vorlagen werden in Verbindung mit dem Montage-Modus Stanzform verwendet, um darin den Greiferrand und damit den nicht bedruckbaren Bereich zu markieren.
    Wichtig: Sollte die Auswahl für Sie nicht zugänglich sein, liegt das an der Lizenzierung Ihrer Anwendung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Vertriebspartner.
  • Montagebogen-Vorlage [40] – wählen Sie hier die gewünschte Vorlage aus. Montagebogen-Vorlagen definieren im Wesentlichen den verfügbaren Bereich sowie den Startpunkt und die Ausrichtung der Montage.
  • Motiv-Vorlage [41] – wählen Sie hier die gewünschte Vorlage aus. Motiv-Vorlagen werden meistens zur Hinterlegung eines Weißkanals für Motive bzw. für die beidseitige Ausgabe verwendet.
  • Auf Standardwerte zurücksetzen [42] – setzen Sie damit die Voreinstellungen auf die Standardwerte zurück. Als Standardwert ist festgelegt, dass keine Montage erstellt wird!
  • Anzeigeoptionen [43] – optional können für diesen Bereich neben den Auswahlfeldern Montage-Modus und Montage-Vorlage auch die anderen drei Auswahlfelder eingeblendet werden. Blenden Sie dazu die entsprechenden Auswahlfelder durch Aktivieren der jeweiligen Checkbox ein.

Abbildung 6: Der Einstellungsbereich des Vorgangs Montage

Kontur-Nesting

Wird ein Kontur-Nesting durch Auswahl einer entsprechend konfigurierten Montage-Vorlage verwendet, bereitet das System die Druckdaten anhand der im System hinterlegten Technischen Sonderfarbe automatisch für die Montage vor. Die Druckdaten müssen somit bereits korrekt mit Schneidepfaden in der entsprechend benannten Technischen Sonderfarbe vorliegen.

Kleiner Tipp: Durch die Verwendung der entsprechenden Korrektur Sonderfarben umbenennen in der Check-in Prüf- und Korrektur-Vorlage können nicht korrekt angelegte Technische Sonderfarben entsprechend der in der Anwendung definierten Sonderfarbe umbenannt werden.

Optimieren eines Nestings im Schnelldruck

Die Möglichkeit, das Nesting hinsichtlich der Materialausnutzung zu optimieren, steht über den Schnelldruck nicht zur Verfügung. Wenn Sie auf diese Option zurückgreifen wollen, müssen Sie dies über den Menüpunkt Automatisierung > Stapelverarbeitung abbilden und in der Produktionskonfiguration im Vorgang Montage erzeugen die entsprechende Option aktivieren.

2.1.5. Informationsfeld

Das Informationsfeld [44] zeigt auf einen Blick die aus den vorherigen Bereichen übernommenen Kerninformationen an – den ausgewählten Drucker, das Zielverzeichnis, das verwendete Material sowie den Montage-Modus. Dadurch können Anwender die Konfiguration vor dem Start des Schnelldrucks noch einmal überprüfen.

Abbildung 7: Das Informationsfeld im Schnelldruck

2.2. Reiter »Verlauf zu Schnelldrucken«

Der Reiter Verlauf zu Schnelldrucken [45] dient der Überwachung und Nachverfolgung aller gestarteten Schnelldrucke. Anwender sehen hier sowohl laufende als auch bereits abgeschlossene Vorgänge. Dieselben Informationen können alternativ auch im Menüpunkt Automatisierung > Automationsaufträge eingesehen werden.

Der Reiter ist in zwei Bereiche – Liste der Schnelldrucke [46] sowie Anzeige des Fortschritts [47] – aufgeteilt. Nachfolgend werden die darin enthaltenen Funktionen beschrieben.

Abbildung 8: Der Reiter Verlauf zu Schnelldrucken mit der Liste der Motive

2.2.1. Liste der Schnelldrucke

Der Bereich Liste der Schnelldrucke [46] (Abbildung 8) besteht einerseits aus den Filter- und Sortierungsoptionen und andererseits aus der Liste der Schnelldrucke selbst.

Über die Filter- und Sortierungsoptionen kann die Liste der Schnelldrucke durchsucht, gefiltert bzw. hinsichtlich der Reihenfolge der Schnelldrucke sortiert werden. Folgende Möglichkeiten stehen dem Anwender zur Verfügung:

  • Suche [48] – durch die Eingabe eines Suchbegriffs wird die Liste der Schnelldrucke gefiltert und auf Einträge eingeschränkt, deren Bezeichnung den eingegebenen Suchbegriff enthält.
  • Schnellfilter [49] – mithilfe vordefinierter Schnellfilter – die miteinander kombiniert werden können – können Schnelldrucke gezielt nach ihrem Status gefiltert werden. Folgende Schnellfilter stehen zur Verfügung:
    • In Arbeit – zeigt nur Schnelldrucke an, die aktuell verarbeitet werden und somit noch nicht abgeschlossen sind.
    • Benutzerinteraktion erforderlich – zeigt nur Schnelldrucke an, die aktuell pausiert sind und auf eine Entscheidung oder eine Aktion seitens des Anwenders warten.
    • Erledigt – zeigt nur Schnelldrucke an, die erfolgreich abgeschlossen wurden.
    • Fehler – zeigt nur Schnelldrucke an, bei denen während der Verarbeitung ein Fehler aufgetreten ist.
  • Aktualisieren [50] – mit der Funktion Aktualisieren wird die Anzeige neu geladen. Dadurch werden der aktuelle Status sowie die neuesten Informationen zu den Schnelldrucken abgerufen und in der Liste angezeigt. Normalerweise müssen Sie die Liste nicht aktualisieren, da entsprechende Informationen zu Änderungen an die Benutzeroberfläche direkt weitergegeben werden. Sollten Änderungsmeldungen jedoch nicht ankommen, können Sie die Liste jederzeit auf diese Weise aktualisieren.
  • Sortierung [51] – bestimmen Sie damit, in welcher Reihenfolge Schnelldrucke in der Liste der Schnelldrucke angezeigt werden. Sie können dabei aus folgenden Einträgen wählen:
    • Erstellt – die Reihenfolge der Listenanzeige basiert auf dem Erstellungszeitpunkt.
    • Geändert – die Reihenfolge der Listenanzeige basiert auf dem Änderungszeitpunkt.
    • Name – die Reihenfolge der Listenanzeige basiert auf der Namensgebung, welche Sie im Dialog Schnelldruck (Abbildung 3) vergeben haben.

Wichtig: Ist kein Sortierkriterium gewählt, wird die Liste nach der internen ID sortiert angezeigt.

  • Sortieren [52] – durch einen Klick auf die Schaltfläche kann die Liste basierend auf dem gewählten Sortierkriterium auf- oder absteigend sortiert werden.
  • Bündelgröße [53] – gibt an, wie viele Dateien aus diesem Bündel bereits verarbeitet wurden. Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass über den Schnelldruck lediglich Druckdaten als Bündel verarbeitet werden können. Das bedeutet, dass alle Druckdaten fertiggestellt werden müssen, bevor die entsprechenden Produktionsaufträge angelegt und an den Drucker versandt werden können.

Abbildung 9: Der Bereich Liste der Motive

Sortierung der Liste

Die Sortierung der Liste nach Erstellt in absteigender Reihenfolge hat sich in der Praxis gut bewährt. Sie können die Liste alternativ auch nach Namen in absteigender Reihenfolge sortieren. Dadurch können Sie beispielsweise Ihre Auftragsnummern, sofern diese am Anfang des Namens eingegeben wurden, übersichtlich und zusammenhängend in der Liste anzeigen lassen.

2.2.2. Anzeige des Fortschritts

Im Bereich Anzeige des Fortschritts werden Informationen angezeigt, sobald ein Eintrag in der Liste der Schnelldrucke ausgewählt wurde. Solange ein Schnelldruck den Status In Arbeit besitzt, stehen folgende Informationen und Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Vorgänge – für jede Druckdatei werden jene Vorgänge angeführt, die die Datei durchlaufen muss. Vorgänge besitzen einerseits ein Symbol und können andererseits in verschiedenen Farben dargestellt werden. Folgende Zustände werden angezeigt:
    • Häkchen [58] – zeigt an, dass der Vorgang erfolgreich durchlaufen wurde.
    • Spinnrad [59] – zeigt an, dass dieser Vorgang gerade in Arbeit ist.
    • Kreis [60] – zeigt an, dass dieser Vorgang noch nicht ausgeführt wurde.
    • Person – zeigt an, dass eine Benutzerinteraktion erforderlich ist.
    • X – zeigt an, dass bei diesem Vorgang ein Fehler aufgetreten ist.

Für die farbliche Kennzeichnung der Vorgänge werden die klassischen Ampelfarben – Rot = Fehler | Gelb = Benutzerinteraktion erforderlich | Grün = erfolgreich verarbeitet – sowie Grau für Vorgänge, die in Bearbeitung sind bzw. noch nicht mit der Verarbeitung gestartet haben, verwendet.

  • Startzeitpunkt [54] – zeigt den Startzeitpunkt des Automationsauftrags in einem Schnelldruck an.
  • Vorschau [55] und Kopien [57] – zeigen die Vorschau der Druckdatei sowie die angegebene Anzahl an Kopien an, welche für das Motiv verarbeitet werden sollen.
  • Zur Detailansicht wechseln [61] – durch Klicken auf diese Schaltfläche gelangen Sie direkt zum Motiv. Befindet sich das Motiv bereits in einem Produktionsauftrag, können Anwender entweder zur Motivansicht des Automationsauftrags oder direkt zum Produktionsauftrag wechseln. Klicken Sie dazu auf den Pfeil neben dem Symbol! Sie können jederzeit in die Detailansicht wechseln, in dem Sie auf den Motivnamen [56] klicken.
  • Löschen [62] – löschen Sie damit das Motiv (Automationsauftrag) aus dem Schnelldruck. Die Bündelgröße wird nach dem Löschen dadurch automatisch angepasst.
  • Datei ersetzen [63] – bietet die Möglichkeit, ein Motiv durch eine neue Druckdatei zu ersetzen. Greifen Sie auf diese Möglichkeit zurück, wenn Sie beispielsweise beim Hochladen der Dateien einen Fehler gemacht haben und eine andere Datei für die Produktion verwendet werden soll. Beachten Sie, dass die ersetzte Datei den gesamten bisherigen Prozess erneut durchläuft!
  • Wiederholen [64] – damit können Sie einen abgebrochenen Automationsauftrag erneut verarbeiten.
  • Abbrechen [65] – bricht den Automationsauftrag ab, wodurch der gesamte Schnelldruckauftrag als fehlerhaft markiert wird.

Abbildung 10: Der Bereich Anzeige des Fortschritts während der Verarbeitung

Sobald der Schnelldruck verarbeitet wurde, stehen folgende Informationen bzw. Funktionen zur Verfügung:

  • Verarbeitungsdauer [66] – zeigt den Start- und Endzeitpunkt sowie die gesamte Verarbeitungsdauer (Bruttodauer inklusive aller Stehzeiten durch Benutzerinteraktion bzw. Überlastung des Systems) an. Anhand dieser Informationen können Sie relativ schnell erkennen, ob es sich bei den zu verarbeitenden Druckdaten um eher komplexe Druckdaten handelt bzw. ob eine manuelle Interaktion die gesamte Verarbeitungszeit verlängert hat.
  • Produktionsauftrag erzeugen [67] – durch Klicken auf dieses Symbol kann für den ausgewählten Schnelldruck erneut ein Produktionsauftrag erstellt werden. Diese Funktion ist insbesondere dann hilfreich, wenn ein Schnelldruckauftrag in einem Fehler endet. Sie können den aktuellen Zustand dadurch in einen Produktionsauftrag überführen und anschließend im Produktionsauftrag die Problemlösung manuell durchführen. Das Wichtigste dabei ist, dass das gesamte Bündel von Dateien in einem Produktionsauftrag landet.
  • Löschen [68] – durch Klicken auf dieses Symbol wird der ausgewählte Schnelldruckauftrag einschließlich aller darin enthaltenen Motive gelöscht. Dabei wird lediglich der Eintrag aus dem Verlauf zu Schnelldrucken entfernt. Die dabei erzeugten Produktionsaufträge bleiben natürlich bestehen.
    Wichtig: Diese Aktion kann nicht rückgängig gemacht werden!

Abbildung 11: Der Bereich Anzeige des Fortschritts nach abgeschlossener Verarbeitung

Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW 2.3.0 – 09/2026

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