Benutzerhandbuch

5.14 Vorgang »Zum Drucker übertragen«

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Funktionen im Vorgang zur Verfügung stehen,
  • für welche Arbeitsschritte Sie diesen Vorgang verwenden können, sowie
  • eine Beschreibung eines Anwendungsbeispiels.

1. Einführung

Wie im Artikel Produktionskonfigurationen anlegen beschrieben, können Sie einer Produktionskonfiguration verschiedene Vorgänge hinzufügen. In diesem Artikel werden die Voraussetzungen sowie die Möglichkeiten, die im Vorgang Zum Drucker übertragen angeboten werden, genau beschrieben.

Der Vorgang Zum Drucker übertragen wird in Produktionskonfigurationen verwendet, die einen gesamten Prozess – vom Hochladen der Druckdaten in den Workflow bis hin zur Ausgabe – abbilden.

Der Vorgang Zum Drucker übertragen kann lediglich am Ende einer Produktionskonfiguration eingefügt werden. Vor dem Vorgang Zum Drucker übertragen können nur die Vorgänge aus der Kategorie Vorgänge für Produktionsaufträge eingesetzt werden:

  • Produktionsauftrag erzeugen – dieser Vorgang dient zur Erstellung eines Produktionsauftrages mit oder ohne Montage.
  • Produktionsauftrag für Druckreihen erstellen – dieser Vorgang dient zur Erstellung eines Produktionsauftrages zur Übergabe der einzelnen Motive an die jeweiligen Druckreihen.
  • Produktionsauftrag von Montage erzeugen – dieser Vorgang dient zur Erstellung eines Produktionsauftrages durch die vorgelagerten Vorgänge Montage erzeugen bzw. Montage mit Auto-Nesting erzeugen.

2. Funktion und Ziel des Vorgangs

Die wesentlichste Funktion des Vorgangs Zum Drucker übertragen besteht darin, die Druckdaten in einer gewünschten Verarbeitungsmethode direkt an den Drucker zu senden.

Das Ziel dieses Schrittes ist es, die Druckdaten an den Drucker zu übergeben und damit die Produktionskonfiguration abzuschließen.

Bevor Sie Druckdaten automatisch an den Drucker übertragen können, müssen sie unter Administration > Freigaben eine Freigabe mit dem Typ Drucker anlegen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Freigaben einrichten des Artikels Externe Systeme einrichten.

2.1. Vorgang hinzufügen

Zum Hinzufügen des Vorgangs Zum Drucker übertragen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie die entsprechende Produktionskonfiguration über Automatisierung > Produktionskonfigurationen und wechseln Sie anschließend zum Reiter Vorgänge.
  2. Fügen Sie den Vorgang Zum Drucker übertragen zur Vorgangsliste hinzu. Der Vorgang wird standardmäßig am Ende der bestehenden Liste an Vorgängen eingefügt.
  3. Verschieben Sie den Vorgang an die gewünschte Position innerhalb der Konfiguration. Beachten Sie dabei die zuvor genannten Einschränkungen – der Vorgang muss immer der letzte Vorgang in einer Produktionskonfiguration sein – hinsichtlich der Platzierung.

2.2. Vorgang einrichten

Nach dem Hinzufügen des Vorgangs Zum Drucker übertragen müssen die gewünschten Parameter des Vorganges für die Produktionskonfiguration gewählt werden.

Abbildung 1: Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen mit gewähltem Vorgang Zum Drucker übertragen

Zum Konfigurieren des Vorgangs stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Zum Drucker übertragen [1] – in diesem Bereich stehen folgende Auswahlmöglichkeiten bereit:
    • Verarbeitung starten [2] – hier können Anwender zwischen vier verschiedenen Auswahlmöglichkeiten wählen – das Übertragen zum Drucker wird abhängig vom gewählten Eintrag ausgeführt.
      • Nur anlegen (nicht rendern) – der zu übertragende Produktionsauftrag wird in der Applikation lediglich fertiggestellt und wird noch nicht gerendert.
      • Sequentiell verarbeiten – Produktionsaufträge bzw. Bestandteile von Produktionsaufträgen – z.B. Seiten eines mehrseitigen Produktionsauftrags –werden der Reihe nach zum Drucker gerendert. So werden zum Beispiel bei Produktionskonfigurationen mit mehreren Produktionsaufträgen diese der Reihe nach gerendert.
      • Sofort verarbeiten – der zu übertragende Produktionsauftrag wird in der Applikation sofort verarbeitet und an den Drucker übertragen.
      • Wenn freier Festplattenspeicher am Drucker verfügbar – das Rendern des zu übertragenden Produktionsauftrags startet erst wenn zumindest der angegebene freie Festplattenspeicher am Drucker verfügbar ist. Ist genügend Speicherplatz am Zielsystem verfügbar, so wird das Rendern und das Übertragen des Produktionsauftrages sofort erfolgen.
  • Vor- und Nachlauf [3] – in diesem Bereich wählen Sie aus ob und was im Vor- und Nachlauf gedruckt werden soll und wie viele Bögen dabei gedruckt werden sollen:
    • Systemweit definierte Einstellungen für Vor- und Nachlauf überschreiben [4] – bei Aktivierung dieses Kontrollkästchens können Sie die systemweit definierten Einstellungen für den Vor- und Nachlauf ihren Vorstellungen entsprechend anpassen. Es wird dabei ein Einstellungsbereich angezeigt der sich folgendermaßen gestaltet:
      • Vorlauf und Nachlauf [5] – bestimmen Sie damit die Anzahl der zu druckenden Bögen für den Vor- bzw. Nachlauf.
      • Zu druckende Sonderfarben [6] – in diesem Bereich bestimmen Sie die zu druckenden Sonderfarben. Dabei sind folgende Optionen verfügbar:
        • Alle Sonderfarben einschließen [7] – aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um alle Sonderfarben des Produktionsauftrages im Vor- und Nachlauf zu drucken.
        • Zu druckende Sonderfarben [8] – bei deaktiviertem Kontrollkästchen Alle Sonderfarben einschließen ist dieses Auswahlfeld aktiv, hier können Sie alle zu druckenden Sonderfarben im Vor- und Nachlauf auswählen.
      • Zu druckende Technische Farben [15] – in diesem Bereich bestimmen Sie die zu druckenden technischen Sonderfarben. Dabei sind folgende Optionen verfügbar:
        • Alle Technischen Sonderfarben einschließen [16] – aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um alle technischen Sonderfarben im  Vor- und Nachlauf zu drucken.
        • Zu druckende Technische Sonderfarben – bei aktiviertem Kontrollkästchen Alle Technischen Sonderfarben einschließen ist dieses Auswahlfeld nicht aktiv. Sie müssen das Kontrollkästchen deaktivieren, um hier alle zu druckenden technischen Sonderfarben im Vor- und Nachlauf auszuwählen.
      • Deckkraft [9] – geben Sie hier die Deckkraft für die zu druckenden Sonderfarben als auch Prozessfarben ein.
        • Alle Prozessfarben vom Produktionsauftrag einschließen [10] – aktiveren Sie dieses Kontrollkästchen, um alle Prozessfarben des Produktionsauftrages im Vor- und Nachlauf zu drucken.
    • Jede zweite Seite um 180° drehen [11] – im gleichnamigen Einstellungsbereich aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um jede zweite Seite bei der Übertragung zum Drucker um 180° zu drehen. Diese Option wird vor allem beim Drucken von großen Tilings gerne aktiviert.
      • Anwenden auf [12] – bei Aktivierung des Kontrollkästchen Jede zweite Seite um 180° drehen wird dieser Auswahlbereich aktiviert – bestimmen Sie hier ob die Einstellung auf Gerade Seiten oder auf Ungerade Seiten angewandt werden soll.
    • Spiegeln [13] – durch Aktivierung des jeweiligen Kontrollkästchens können Sie die zum Drucker zu übertragenden Druckdaten Horizontal oder Vertikal [14] spiegeln.

3. Anwendungsbeispiel

Im nachfolgend beschriebenen Beispiel sollen Druckdaten über Automatisierung > Stapelverarbeitung im Workflow in einen Produktionsauftrag übertragen und anschließend am Drucker abgelegt werden.

Um dieses Vorhaben abzubilden, muss eine Produktionskonfiguration mit drei VorgängenDruckdaten einchecken und normalisieren, gefolgt von Produktionsauftrag erzeugen und anschließend Zum Drucker übertragen – in der angegebenen Reihenfolge angelegt werden.

Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüeintrag Automatisierung > Stapelverarbeitung aus.
  2. Erstellen Sie eine neue Produktionskonfiguration über das Symbol Hinzufügen [17].

Abbildung 3: Der Bereich Stapelverarbeitung zu Beginn

  1. Die Vorgänge Druckdaten einchecken und normalisieren, gefolgt von Produktionsauftrag erzeugen, sind bereits gewählt. Vergeben Sie für die Produktionskonfiguration einen möglichst beschreibenden Namen [18] sowie optional eine Bemerkung [19] ein.
  2. Markieren Sie den Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren, und wählen Sie darin zumindest eine Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [20] aus. Wenn Sie weitere Einstellungen vornehmen wollen, konfigurieren Sie diesen Vorgang ganz nach Ihren Bedürfnissen.

Abbildung 4: Der Dialog Produktionskonfiguration für Stapelverarbeitung mit den zwei Vorgängen, die standardmäßig eingefügt sind

  1. Markieren Sie den Vorgang Produktionsauftrag erzeugen und bestimmen Sie darin:
    • Auftragsname [21] – fügen Sie den oder die gewünschten Platzhalter ein, um den Produktionsauftrag in der Automation möglichst eindeutig zu beschreiben.
    • Ext. ID [22] – fügen Sie den oder die gewünschten Platzhalter ein, um beispielsweise den benötigten Verweis auf die Auftragsnummer auch im Produktionsauftrag zu führen.
    • Bemerkung [23] – fügen Sie den oder die gewünschten Platzhalter ein, um beispielsweise benötigte weiterführende Informationen ebenfalls im Produktionsauftrag zu hinterlegen.
    • Produktionsdatum [25] – fügen Sie, sofern Sie ein Produktionsdatum setzen wollen, den gewünschten Platzhalter ein.
    • Lieferdatum [24] – fügen Sie, sofern Sie ein Lieferdatum setzen wollen, den gewünschten Platzhalter mit dem gewünschten Versatz zum Produktionsdatum ein.
    • Ausgabevorlage [25] – durch die Auswahl der Ausgabevorlage bestimmen Sie abschließend, für welchen Drucker, auf welchem Material und mit welcher Farbseparation der Produktionsauftrag abgelegt werden soll.

Abbildung 5: Der Dialog Produktionskonfiguration für Stapelverarbeitung mit ausgewähltem Vorgang Produktionsauftrag erzeugen

  1. Bestimmen Sie noch optional die Montage Parameter [27] mit denen einen Montage für den Produktionsauftrag angelegt werden soll. In diesem Fall:
    • Montage-Modus [28] –in diesem Fall wählen Sie den Montage-Modus Nesting aus.
    • Montage-Vorlage [29] – hier wurde die standardmäßig am System ausgewählte Vorlage Default Template Nesting belassen.
    • Montagebogen-Vorlage [30] – hier wurde die standardmäßig am System ausgewählte Vorlage Default belassen.
    • Motiv-Vorlage [31] – hier wurde die standardmäßig am System ausgewählte Vorlage Default belassen.
  2. Über das Symbol Hinzufügen [32] fügen Sie noch den Vorgang Zum Drucker übertragen an der abgebildeten Stelle hinzu.
  3. Wählen Sie mindestens die Verarbeitungsmethode für diesen Vorgang aus –in diesem Fall Sofort verarbeiten [33].
  4. Klicken Sie auf Speichern [34], um die Einstellungen zu übernehmen.

Abbildung 6: Der Dialog Produktionskonfiguration für Stapelverarbeitung mit den drei Vorgängen, welche für das Beispiel benötigt werden

  1. Im Reiter Stapelverarbeitung ausführen [35] fügen Sie über Dateien auswählen [36] die gewünschten Dateien von Ihrem lokalen Rechner hinzu. Geben Sie die gewünschte Anzahl an Kopien für die einzelnen Motive im Feld Menge [38] ein.
  2. Stellen Sie sicher, dass in der Auswahlliste für die Produktionskonfiguration [37] die zuvor erstellte Produktionskonfiguration ausgewählt ist.
  3. Klicken Sie auf Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen [39], um den Vorgang der Stapelverarbeitung zu starten.

Abbildung 7: Der Einstellungsbereich des Menüpunktes Stapelverarbeitung

  1. Im nun geöffneten Dialog Stapelverarbeitung überprüfen Sie nochmals die Einstellungen und geben Sie den zu verwendenden Namen [40] für den Stapelverrabeitungsauftrag ein.
  2. Klicken Sie auf Stapelverarbeitung starten [41], um den Vorgang zu starten.

Abbildung 8: Der Dialog Stapelverarbeitung zum Bestätigen der Ausführung

  1. Den jeweiligen Fortschritt der einzelnen Automationsaufträge können Sie entweder im Reiter Historie zur Stapelverarbeitung des Menüpunktes Automatisierung > Stapelverarbeitung als auch über Automatisierung > Automationsaufträge verfolgen.
  2. Überprüfen Sie nach Abschluss des Auftrags im Zielverzeichnis des  Druckers ob der Auftrag gerendert wurde.

Abbildung 9: Das Zielverzeichnis mit dem gerenderten Auftrag

Übungsdateien

Zum Nachstellen des beschriebenen Beispiels können Sie die Motive hier herunterladen.

Artikel Update: Workflow Version 1.22.1 – 02/2026

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