Benutzerhandbuch

4.2 Produktionskonfigurationen anlegen

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • wo Sie die Funktion zum Hinzufügen einer neuen Produktionskonfiguration finden und
  • wie Sie beim Anlegen einer Produktionskonfiguration vorgehen.

1. Allgemeines

In einer Produktionskonfiguration werden alle für einen Prozessschritt erforderlichen Vorgänge in der Reihenfolge hinzugefügt, die zur Erreichung des Ziels erforderlich ist. Das Anlegen einer Produktionskonfiguration ist in wenigen Schritten erledigt:

  1. Wechseln Sie dazu zunächst in den Menübereich Automatisierung > Produktionskonfigurationen.
  2. Erstellen Sie eine neue Produktionskonfiguration durch Klicken auf Hinzufügen [1].    

Abbildung 1: Der Bereich Produktionskonfigurationen

  1. Im geöffneten Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen müssen Sie einen Namen für die Konfiguration vergeben und fügen die benötigten Vorgänge in der gewünschten Reihenfolge hinzu.
  2. Im letzten Schritt legen Sie die Parameter für jeden einzelnen Vorgang fest.
  3. Sobald alle Konfigurationen der Vorgänge abgeschlossen sind, klicken Sie auf Speichern.

1.1. Verfügbare »Vorgänge«

Vorgänge sind die Basis einer Produktionskonfiguration. Abhängig von der Lizenz stehen Anwendern folgende Vorgänge in verschiedenen Gruppen zur Verfügung:

  • Vorgang »Druckdaten einchecken und normalisieren« – mit diesem Vorgang werden Druckdaten, die in den Workflow hochgeladen werden, geprüft und normalisiert. Abhängig von der gewählten Check-in Prüf- und Korrekturvorlage wird die Druckdatei im Workflow als Motiv entweder im Status Normalisiert oder im Status Datenprüfung vorgefunden.

Vorgänge für Motive

  • Vorgang »Korrekturen anwenden« – mit diesem Vorgang wird ein Motiv basierend auf den in der Korrektur hinzugefügten Korrekturen bearbeitet. Nach dem Ausführen des Vorgangs wird das einzelne Motiv erneut mit der zugrundeliegenden Check-in Prüf- und Korrekturvorlage überprüft. Daher kann das Motiv im Workflow entweder im Status Normalisiert oder im Status Datenprüfung vorgefunden werden.
  • Vorgang »Korrekturkette anwenden« – mit diesem Vorgang wird ein Motiv basierend auf der gewählten Korrekturkette bearbeitet. Nach dem Ausführen des Vorgangs wird das einzelne Motiv erneut mit der zugrunde liegenden Check-in Prüf- und Korrekturvorlage überprüft, weshalb das Motiv auch hier im Workflow entweder im Status Normalisiert oder im Status Datenprüfung vorgefunden werden kann.
  • Vorgang »Motiv aufteilen« – mit diesem Vorgang wird ein mehrseitiges Motiv basierend auf der gewählten Regel entweder in ein einzelnes Motiv überführt oder in Einzelseiten aufgeteilt.
  • Vorgang »Motiv für Kontur-Nesting vorbereiten« – mit diesem Vorgang wird für das Motiv basierend auf der gewählten Technischen Sonderfarbe ein Umrisspfad erstellt, welcher als Basis für das Kontur-Nesting verwendet wird.
  • Vorgang »Motivdetails aktualisieren« – mit diesem Vorgang können die Motivdetails basierend auf den gewählten Optionen mit zusätzlichen Metadaten aktualisiert und der Status des Motivs geändert werden.

Vorgänge zum Prüfen

  • Vorgang »Motiv prüfen und Korrekturen anwenden« – bei der Verarbeitung von Motiven kann es notwendig sein, die Druckdaten zu prüfen und anschließend – abhängig vom Prüfergebnis – zu korrigieren. Dieser Vorgang übernimmt genau diese Aufgabe. Dabei können Motive anhand definierter Kriterien im Aufbau der Druckdatei geprüft und je nach Ergebnis automatisch korrigiert oder einer Aktion zugewiesen werden.
  • Vorgang »Motiv prüfen und Korrekturkette anwenden« – bei der Verarbeitung von Motiven kann es notwendig sein, die Druckdaten zu prüfen und anschließend – abhängig vom Prüfergebnis – zu korrigieren. Dieser Vorgang übernimmt genau diese Aufgabe. Dabei können Motive anhand definierter Kriterien im Aufbau der Druckdatei geprüft und je nach Ergebnis automatisch korrigiert oder einer Aktion zugewiesen werden.
  • Vorgang »Motiv prüfen und weiterleiten an« – bei der Verarbeitung von Motiven kann es notwendig sein, die Druckdaten zu prüfen und anschließend – abhängig vom Prüfergebnis – weiterzuverarbeiten. Dieser Vorgang übernimmt genau diese Aufgabe. Dabei können Motive anhand definierter Kriterien im Aufbau der Druckdatei geprüft und je nach Ergebnis automatisch an eine andere Produktionskonfiguration übergeben werden. Dadurch können mehrere Produktionskonfigurationen abhängig von Parametern nacheinander geschaltet werden.
  • Vorgang »Motivstatus prüfen« – mit diesem Vorgang kann der Status eines Motivs überprüft werden. Wenn der Status nicht wie konfiguriert vorliegt, kann festgelegt werden,  welche zuständigen Personen in welcher Form informiert werden sollen.

Vorgänge für Montagen

  • Vorgang »Montage erzeugen« – mit diesem Vorgang werden einzelne oder mehrere Motive gemeinsam auf einer vordefinierten Montagefläche montiert. Diese Montage wird anschließend in einen Produktionsauftrag überführt. Daher muss nachfolgend der Vorgang Produktionsauftrag von Montage erzeugen gewählt werden.
  • Vorgang »Montage mit Auto-Nesting erzeugen« – dieser Vorgang ermöglicht es, die unter Auto-Nesting bekannte Verarbeitungsmethode für Hotfolder auch über eine Produktionskonfiguration zu verwenden. Der Vorgang bietet alle Funktionen des Vorgangs Montage erzeugen mit gewähltem Montage-Modus Nesting. Zusätzlich kann – abhängig von der Lizenz – auch die Option Optimierung verwendet werden. Diese Montage wird aktuell in einen Produktionsauftrag überführt. Daher muss auch hier nachfolgend der Vorgang Produktionsauftrag von Montage erzeugen für diesen Vorgang gewählt werden.

Vorgänge für Produktionsaufträge

  • Vorgang »Produktionsauftrag erzeugen« – mit diesem Vorgang können ein oder mehrere Produktionsaufträge basierend auf den gewählten Ausgabeoptionen erstellt werden. Optional kann zusätzlich eine Montage basierend auf dem gewählten Montage-Modus und der Montage-Vorlage erstellt werden.
  • Vorgang »Produktionsauftrag für Druckreihen erstellen« mit diesem Vorgang können die am Drucker konfigurierten Druckreihen (Bahnen) separat mit Druckdaten in einer definierten Reihenfolge übertragen werden. Die Anzahl der Druckreihen für den Drucker kann definiert werden, wodurch die gesamte Druckbreite auf diese Bahnen aufgeteilt werden kann. Zudem kann bestimmt werden, wie viele Dateien pro Druckreihe verwendet werden und in welcher Druckreihenfolge durch Eingabe von Sequenznummern je Druckreihe zu erfolgen hat.
  • Vorgang »Produktionsauftrag von Montage erzeugen« – mit diesem Vorgang kann eine Montage, die über den Vorgang Montage erzeugen erstellt wurde, übernommen und basierend auf den gewählten Ausgabeoptionen ein Produktionsauftrag erstellt werden.

Vorgänge zur Ausgabe

  • Vorgang »Zum Drucker übertragen« – mit diesem Vorgang kann ein Produktionsauftrag an den Drucker übertragen werden. Abhängig von der Ausgabeform wird dabei entweder ein Renderauftrag angestoßen oder lediglich ein PDF exportiert.

Vorgänge zum Exportieren

  • Vorgang »Montage Report exportieren« – mit diesem Vorgang kann eine Zusammenfassung für Montagen erstellt werden, um die Endverarbeitung beim Paketieren zu beschleunigen. Die Montage Reporte können dabei automatisiert in einen lokalen Ordner exportiert werden, von dem aus sie abgeholt bzw. automatisch auf Fotokopierern ausgedruckt werden können.
  • Vorgang »Montageanleitung exportieren« – mit diesem Vorgang kann eine Montageanleitung für ein zuvor erstelltes Tiling erstellt werden, um den beteiligten Personen eine Anleitung zum Aufbringen der Bahnen in der richtigen Reihenfolge bereitzustellen. Die Montageanleitung kann automatisiert in einen lokalen Ordner exportiert werden, von dem aus sie abgeholt bzw. automatisch auf Fotokopierern ausgedruckt werden können.
  • Vorgang »Motiv exportieren« – mit diesem Vorgang kann eine Datei in ein Zielverzeichnis exportiert werden, um diese dort für Dokumentationszwecke abzulegen bzw. an weiterführende Systeme zu übergeben. Zuvor kann das Motiv durch eine Korrektur angepasst werden. Die Motive können automatisiert in einen lokalen Ordner in einer vordefinierten, dynamisch erzeugten Ablagestruktur exportiert werden.
  • Vorgang »Sonderfarbreport exportieren« – mit diesem Vorgang kann eine Zusammenfassung der verwendeten Sonderfarben in einer Datei zu Dokumentationszwecken erstellt werden. Die Sonderfarbreporte können automatisiert für einzelne Motive erstellt und in einen lokalen Ordner exportiert werden, von dem aus sie abgerufen oder automatisch auf Fotokopierern ausgedruckt werden können.
  • Vorgang »Tintenverbrauchsreport exportieren« – mit diesem Vorgang kann eine Zusammenfassung der Tintenkosten von Druckdaten erstellt werden, um die tatsächlichen Kosten schneller einschätzen zu können. Damit können die Tintenkostenreporte automatisiert in einen lokalen Ordner exportiert werden, von dem aus sie abgerufen bzw. automatisch auf Fotokopierern ausgedruckt werden können.

1.2. Voraussetzungen

Damit Sie funktionsfähige Produktionskonfigurationen erfolgreich erstellen und speichern können, müssen Sie im Vorfeld in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW einige Voraussetzungen erfüllen. Wenn Sie die folgenden Fragen guten Gewissens mit »Ja« beantworten können, können Sie mit der Anlage einer Produktionskonfiguration beginnen:

  • Habe ich alle Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen für meine geplanten Produktionskonfigurationen angelegt und ausführlich getestet?
  • Habe ich alle Technischen Farben, die ich in der Produktion verwenden möchte, als systemweit definierte Sonderfarben mit den entsprechenden Processing Steps angelegt?
  • Habe ich alle Kombinationen von Parametern in Korrekturen als Korrekturvorlagen abgespeichert?
  • Habe ich alle Korrekturketten für meine geplanten Produktionskonfigurationen angelegt und ausführlich getestet?
  • Habe ich die Voreinstellungen für die Erzeugung von Freigabereports in Administration > Einstellungen > Reporte wie vorgesehen konfiguriert?
  • Habe ich die Einstellungen für die Online-Freigabe von Freigabeprojekten in Administration > Einstellungen > Reporte vorgenommen?
  • Habe ich alle Montage-Vorlagen für geplante Vernutzungen für den jeweiligen Montage-Modus angelegt und ausführlich getestet?
  • Habe ich alle Benutzerdefinierten Felder, welche für Produktionsvariablen verwendet werden sollen, angelegt und ausführlich getestet?
  • Habe ich alle Produktionsvariablen mit den entsprechenden Benutzerdefinierten Feldern verknüpft?
  • Habe ich alle Varianten von Ausgabeoptionen als Ausgabevorlage im Workflow abgespeichert?

2. Produktionskonfiguration anlegen

Durch Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen [1] (Abbildung 1) in der Aktionsleiste kann eine neue Produktionskonfiguration angelegt werden. Im Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen müssen die einzelnen Vorgänge, die für die Produktion des gewünschten Produkts erforderlich sind, hinzugefügt werden.

Gehen Sie zum Anlegen einer Produktionskonfiguration für die Produktion eines Posters folgendermaßen vor:

  1. Navigieren Sie zu Automatisierung > Produktionskonfigurationen.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen [1] (Abbildung 1).
  3. Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen wird mit dem gewählten Reiter Allgemein [2] geöffnet.
  4. Geben Sie den Namen [3] für die Produktionskonfiguration ein. Achten Sie bei der Wahl des Namens auf die Eindeutigkeit, damit Sie später jederzeit erkennen können, wofür diese Produktionskonfiguration vorgesehen ist.
  5. Fügen Sie optional eine Bemerkung [4] hinzu.

Abbildung 2: Der Reiter Allgemein des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen

  1. Wählen Sie den Reiter Vorgänge [5], um die Vorgänge für das zu erstellende Produkt zu konfigurieren.
  2. Über die Schaltfläche Vorgang hinzufügen [6] fügen Sie Vorgänge hinzu, die das Motiv bei der Erstellung des Produkts durchlaufen soll. Werden die Vorgänge in einer nicht sinnvollen Reihenfolge aneinandergefügt, werden diese rot hervorgehoben.

Abbildung 3: Der Reiter Vorgänge des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen zu Beginn

  1. Fügen Sie zuerst den Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren hinzu.
  2. Wählen Sie in Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [7] die zuvor erstellte Prüfvorlage für das gewünschte Produkt aus.
  3. Fügen Sie optional im Feld Name [8] jene Platzhalter hinzu, die Sie zur dynamischen Generierung des Motivnamens in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW verwenden möchten. Die standardmäßig verwendete Vorlage ${factory_job.file_ref.plain_name} nutzt den Dateinamen der Druckdatei (ohne Dateiendung) als Motivnamen.

Abbildung 4: Der Reiter Vorgänge des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren

  1. Fügen Sie als Nächstes den Vorgang Motivstatus prüfen hinzu, um festzustellen, ob die Druckdatei den Normalisierungsprozess erfolgreich durchlaufen hat oder nicht.
  2. Wählen Sie dazu in Status Motiv [9] jenen Status aus, der für Sie als normalisierte Datei gilt. Der Status Normalisiert ist dafür ein guter Ausgangspunkt.
  3. Bestimmen Sie in der Option Benachrichtigung senden [10] die Methode, die zur Benachrichtigung im Falle eines Fehlers bei der Statuskontrolle verwendet werden soll. Es stehen Ihnen die Möglichkeiten zur Verfügung, die Benachrichtigungen per E-Mail oder als Benachrichtigung an den Benutzer in der Benachrichtigungszentrale der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW zu erhalten.  

Abbildung 5: Der Reiter Vorgänge des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem Vorgang Motivstatus prüfen

  1. Fügen Sie als Nächstes den Vorgang Korrekturkette anwenden hinzu, um die benötigten Produktionszugaben sowie die Schneidelinie für das Poster zu ergänzen.
  2. Wählen Sie in der Korrekturkette [11] die zuvor angelegte Korrekturkette aus, die Sie für die Posterproduktion verwenden möchten.

Abbildung 6: Der Reiter Vorgänge des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem Vorgang Korrekturkette anwenden

  1. Fügen Sie als Nächstes den Vorgang Produktionsauftrag und Montage erzeugen hinzu, um das finale Ziel – die Erzeugung von montierten Plakaten auf einem definierten Druckbogen – zu erreichen.
  2. Fügen Sie im Feld Auftragsname [12] jene Platzhalter hinzu, die Sie zur dynamischen Generierung des Auftragsnamens für den Produktionsauftrag verwenden möchten.
  3. Wählen Sie anschließend den gewünschten Montage-Modus [14] sowie die zuvor erzeugte Montage-Vorlage [15] aus.
  4. Schließen Sie die Konfiguration durch Auswahl einer bereits zuvor erstellte Ausgabevorlage im Auswahlmenü Vorlage [13] ab. Sollten Sie Teile der Ausgabevorlage temporär überschreiben wollen, klicken Sie auf Bearbeiten [16] und nehmen Sie im geöffneten Dialog die gewünschten Änderungen vor.

Abbildung 7: Der Reiter Vorgänge des Dialogs Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem Vorgang Produktionsauftrag erzeugen

  1. Sie haben es nun geschafft. Die Produktionskonfiguration ist vollständig konfiguriert und kann durch Klick auf Speichern [17] gespeichert werden.

Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW 2.0.0 – 04/2026

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