Benutzerhandbuch

5.12 Vorgang »Montage erzeugen«

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Funktionen im Vorgang zur Verfügung stehen,
  • für welche Arbeitsschritte Sie diesen Vorgang verwenden können und
  • wie ein Anwendungsbeispiel aussieht.

1. Einführung

Wie im Artikel Produktionskonfigurationen anlegen beschrieben, können Sie einer Produktionskonfiguration verschiedene Vorgänge hinzufügen. In diesem Artikel werden Voraussetzungen sowie Möglichkeiten, die im Vorgang Montage erzeugen angeboten werden, detailliert beschrieben.

Der Vorgang Montage erzeugen macht ausschließlich in Verbindung mit und vor dem folgenden Vorgang Sinn:

  • Produktionsauftrag von Montage erzeugen – die Montage wird im erstellten Produktionsauftrag abgelegt.

Folgende Vorgänge können nicht vor dem Vorgang Montage erzeugen eingefügt werden:

  • Montage mit Auto-Nesting erzeugen –da daraus lediglich ein Produktionsauftrag erzeugt werden kann.
  • Produktionsauftrag erzeugen – da dieser lediglich zur Übergabe an den Drucker verwendet werden kann.
  • Produktionsauftrag für Druckreihen erstellen – da dieser lediglich zur Übergabe an den Drucker verwendet werden kann.
  • Produktionsauftrag von Montage erzeugen – da dieser lediglich zur Übergabe an den Drucker verwendet werden kann.
  • Zum Drucker übertragen – da auf gerenderte Daten kein weiterer Vorgang angewandt werden kann.
  • Montage-Report exportieren – da dieser lediglich zum Erstellen und Exportieren eines Montage-Reports nach dem Erstellen eines Produktionsauftrags verwendet werden kann.
  • Montageanleitung exportieren – da diese lediglich zum Erstellen und Exportieren einer Montageanleitung für ein Tiling nach dem Erstellen eines Produktionsauftrags verwendet werden kann.

2. Funktion und Ziel des Vorgangs

Die Funktion des Vorgangs Montage erzeugen besteht darin, mehrere Parameter zu spezifizieren und Motive vor der Produktion optimal auf einem Montagebogen oder einer Rolle anzubringen. Dafür können die Montage-Modi Gebundenes Produkt, Nesting, Step & Repeat, Tiling oder Stanzform verwendet werden.

Das Ziel besteht darin, die Überführung in den Produktionsauftrag effizient vorzubereiten, Material bestmöglich auszunutzen und eine saubere, optimierte Vorlage zu erzeugen, die anschließend als Produktionsauftrag ausgegeben werden kann.

2.1. Vorgang hinzufügen

Zum Hinzufügen des Vorgangs Montage erzeugen gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie die entsprechende Produktionskonfiguration über Automatisierung > Produktionskonfigurationen und wechseln Sie anschließend in den Reiter Vorgänge.
  2. Fügen Sie darin den Vorgang Montage erzeugen zur Vorgangsliste hinzu. Der Vorgang wird beim Hinzufügen standardmäßig am Ende der bestehenden Vorgangsliste eingefügt.
  3. Verschieben Sie den Vorgang anschließend an die gewünschte Position innerhalb der Konfiguration. Beachten Sie dabei die zuvor genannten Einschränkungen hinsichtlich der Platzierung – insbesondere, nach welchen Vorgängen dieser Schritt nicht eingefügt werden kann.

2.2. Vorgang einrichten

Nach dem Hinzufügen des Vorgangs Montage erzeugen müssen Sie die gewünschten Parameter innerhalb der Produktionskonfiguration noch definieren.

Abbildung 1: Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen mit gewähltem Vorgang Montage erzeugen

Zum Konfigurieren des Vorgangs stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Montageoptionen [1] – In diesem Bereich nehmen Sie folgende Einstellungen vor:
    • Verarbeitungsreihenfolge beibehalten [2] – Die Motive werden in der Reihenfolge der Erstellung der Automationsaufträge sequentiell verarbeitet. Wenn diese Option deaktiviert ist, können Motive aufgrund der Komplexität der Dateien unterschiedlich schnell verarbeitet werden, weshalb diese dann aber nicht in der Reihenfolge in der Montage platziert werden. Kontinuierliche Verarbeitung: Automationsaufträge mit einem Fehler werden übersprungen und verbleiben in der Liste, bis sie behoben oder gelöscht sind.
    • Optimieren [3] – Optimieren des Nestings auf Basis der in Administration > Einstellungen > Montage-Editor vorgenommenen Einstellungen. Die Optimierung hat zum Ziel, so viele Motive wie möglich auf der vorgegebenen Montagegröße zu platzieren, um damit den Materialverbrauch zu reduzieren.
  • Optionen für die kontinuierliche Verarbeitung von Motiven [4] – Die Optionen »Max. Zeitdauer« und »Ausnutzungsgrad« können nur für Motive, die nicht als Bündel verarbeitet werden, herangezogen werden. Folgende Einstellungen sind setzbar:
    • Max. Zeitdauer [5] – Bestimmen Sie die maximale Zeitdauer der Verarbeitung, die Mindestverweildauer beträgt 3 Minuten, damit nicht für jedes einzelne Motiv eine Montage erstellt wird.
    • Ausnutzungsgrad [6] – Bestimmen Sie den Ausnutzungsgrad – bei einer Ausnutzung von x % soll eine Montage erstellt werden.
    • Motive bis zum angegebenen Montagezeitpunkt verwenden [7] – Hier können Sie durch Klick auf das Bearbeiten-Symbol zwischen den Platzhaltern Aktuelles Datum und Aktuelles Datum und Uhrzeit wählen.
    • Montage mit weiteren Motiven füllen [8] – Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um das nachfolgende Eingabefeld zu aktivieren und damit die Montage mit weiteren Motiven füllen zu können.
    • Montage mit Motiven bis zum angegebenen Montagezeitpunkt auffüllen [9] – Klicken Sie auch hier auf das Bearbeiten-Symbol, um zwischen den Platzhaltern Aktuelles Datum und Aktuelles Datum und Uhrzeit zu wechseln.
  • Optionen für die Verarbeitung von Motiven als Bündel [15] – Die ausgewählte Option wird nur für Motive herangezogen, die als Bündel verarbeitet werden.
    • Gruppierungsoptionen [16] – Die folgenden Optionen sind verfügbar:
      • Alle Motive zusammenhalten – Erstellen Sie damit einen Produktionsauftrag bzw. eine Montage, worin alle Motive des Bündels verwendet werden.
      • Für jedes einseitige und mehrseitige Motiv – Erstellen Sie damit für jedes ein- und mehrseitige Motiv einen Produktionsauftrag bzw. Montage. Werden zuvor mehrseitige Motive aufgeteilt, so bleiben diese Motive als Gruppe im Produktionsauftrag bzw. der Montage zusammen.
      • Für jedes Motiv – Erstellen Sie damit für jedes Motiv einen eigenen Produktionsauftrag bzw. eine Montage. Werden zuvor mehrseitige Motive aufgeteilt, so wird dadurch für jedes Motiv ein eigener Produktionsauftrag bzw. eigene Montage erstellt.
  • Montagekonfiguration [10] – In diesem Bereich konfigurieren Sie die Montage, folgende Parameter sind dafür verfügbar:
    • Max. Breite und Max. Höhe [11] – In diesen Feldern bestimmen Sie die maximale Breite und Höhe, welche die Montage aufweisen soll.
    • Rollenmaterial mit Rollenlänge [12] – Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn es sich bei dem verwendeten Material um ein Rollenmaterial handelt. In diesem Fall können Sie anschließend die Rollenlänge bestimmen.
    • Schneidegerät [13] – Definieren Sie das gewünschte Schneidegerät für die Montage.
    • Parametersatz [14] – Wählen Sie den gewünschten Parametersatz für das ausgewählte Schneidegerät aus.
    • Montage-Modus [17] – Wählen Sie hier den gewünschten Montage-Modus aus.
    • Montage-Vorlage [18] – Wählen Sie hier die gewünschte Montage-Vorlage aus.
    • Platten-Vorlage [19] – Wählen Sie hier die gewünschte Platten-Vorlage aus.
    • Montagebogen-Vorlage [20] – Wählen Sie hier die gewünschte Montagebogen-Vorlage aus.
    • Motiv-Vorlage [21] – Wählen Sie hier die gewünschte Motiv-Vorlage aus.

3. Anwendungsbeispiel

Im nachfolgend beschriebenen Beispiel sollen Druckdaten über Automatisierung > Stapelverarbeitung in den Workflow hochgeladen, normalisiert, und anschließend einer Montage mit einem nachfolgenden Produktionsauftrag zugeführt werden.

Um dieses Vorhaben abzubilden, muss eine Produktionskonfiguration mit drei VorgängenDruckdaten einchecken und normalisieren, gefolgt von Montage erzeugen und Produktionsauftrag von Montage erzeugen – in der definierten Reihenfolge angelegt werden.

Gehen Sie nun folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüeintrag Automatisierung > Stapelverarbeitung aus.
  2. Erstellen Sie eine neue Produktionskonfiguration über das Symbol Hinzufügen [22].

Abbildung 2: Der Bereich Stapelverarbeitung zu Beginn

  1. Die Vorgänge Druckdaten einchecken und normalisieren, gefolgt von Produktionsauftrag erzeugen, sind bereits ausgewählt. Vergeben Sie für die Produktionskonfiguration einen möglichst beschreibenden Namen [23] sowie optional eine Bemerkung [23].
  2. Markieren Sie den Vorgang Druckdaten einchecken und normalisieren und wählen Sie darin eine Check-in Prüf- und Korrekturvorlage [25] aus.

Abbildung 3: Der Dialog Produktionskonfiguration für Stapelverarbeitung mit den zwei Vorgängen, die standardmäßig eingefügt sind

  1. Entfernen Sie anschließend den Vorgang Produktionsauftrag erzeugen über das x-Symbol [26].
  2. Über das Symbol Hinzufügen [29] fügen Sie nun den Vorgang Montage erzeugen hinzu und setzen ihn an der angezeigten Stelle [29] ein.
  3. Bestimmen Sie neben den Standardeinstellungen noch folgende Parameter:
    • Max. Breite [27] – Für dieses Beispiel geben Sie den Wert 1000 mm ein.
    • Max. Höhe [28]Für dieses Beispiel geben Sie den Wert 1000 mm ein.
    • Montage-Vorlage [32] – Wählen Sie für dieses Beispiel eine Montage-Vorlage aus der Kategorie Mehrseitige Ausgabe aus.
  4. Über das Symbol Hinzufügen [30] fügen Sie nun den Vorgang Produktionsauftrag von Montage erzeugen hinzu und setzen ihn an der angezeigten Stelle [31] ein.
  5. Bestimmen Sie für den Vorgang Produktionsauftrag von Montage erzeugen die gewünschten Parameter. In diesem Anwendungsbeispiel wurden die Standardeinstellungen übernommen, welche für den Namen des Produktionsauftrags eine Zufällige Nummer (GUID) (Platzhalter: ${global.random_guid} ) verwenden.

Abbildung 4: Der Dialog Produktionskonfiguration für Stapelverarbeitung mit dem Vorgang Montage erzeugen und Produktionsauftrag von Montage erzeugen

  1. Im Reiter Stapelverarbeitung ausführen [33] fügen Sie über Dateien hochladen [34] die gewünschten Dateien von Ihrem lokalen Rechner hinzu.
  2. Stellen Sie sicher, dass in der Auswahlliste für die Produktionskonfiguration [35] die zuvor erstellte Produktionskonfiguration ausgewählt ist.
  3. Klicken Sie auf Start [36], um den Vorgang der Stapelverarbeitung zu starten.

Abbildung 5: Der Einstellungsbereich des Menüpunktes Stapelverarbeitung

  1. Im nun geöffneten Dialog Stapelverarbeitung bestimmen Sie nun den Name für die Stapelverarbeitung. Der Platzhalter ${global.current_username} ist standardmäßig gewählt.
  2. Klicken Sie auf Platzhalter hinzufügen [37], um aus dem Dialog Platzhalter auswählen einen Platzhalter auszuwählen.
  3. Wenn Sie den gewünschten Platzhalter gewählt haben, überprüfen Sie noch die Informationen zur Verarbeitung.
  4. Klicken Sie dann auf Stapelverarbeitung starten [38].

Abbildung 6: Links: Der Dialog Stapelverarbeitung; Rechts: Der Dialog Platzhalter auswählen mit den verfügbaren Platzhaltern

  1. Öffnen Sie dann den Reiter Historie zur Stapelverarbeitung [41].
  2. Über das Suchfeld suchen Sie nach Ihrem Benutzernamen [39], welcher als Name für die Stapelverarbeitung dient.
  3. Klicken Sie auf den Auftrag in der Stapelverarbeitung [40] und gelangen Sie damit zur Detailansicht.
  4. Klicken Sie auf die Plakette Produktionsauftrag von Montage erzeugen [42].

Abbildung 7: Der Reiter Historie zur Stapelverarbeitung mit dem erstellten Produktionsauftrag

  1. Im nun geöffneten Dialog Prozessübersicht des Automationsauftrags klicken Sie unter Ausgabe [43] auf den Link [44] für den Namen des Produktionsauftrags – in diesem Fall handelt es sich beim Namen des Produktionsauftrags um die zufällig erstellte GUID.

Abbildung 8: Der Dialog Prozessübersicht des Automationsauftrags mit dem Reiter Automationsauftrag

  1. Es öffnet sich der Produktionsauftrag.
  2. Navigieren Sie darin zum Reiter Montage [45], um die erzeugte Montage zu öffnen.

Abbildung 9: Der Reiter Montage des erstellten Produktionsauftrags

Übungsdateien

Zum Nachstellen des beschriebenen Beispiels ist es möglich, hier die entsprechenden Motive herunterzuladen.

Artikel Update: Workflow 1.22.2 – 04/2026

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