Benutzerhandbuch

Workflow einrichten

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Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • wie Sie den Workflow für die Druckproduktion vorbereiten, und
  • welche Parameter dabei für das Einrichten des Workflows notwendig sind.

1. Allgemeines

Die Konfiguration des Workflows ist im Anschluss an die Installation vorzunehmen. Die vorbereitenden Schritte sind vom Administrator durchzuführen. Änderungen der vorgenommenen Einstellungen können jedoch jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt getätigt oder zurückgenommen werden. Wir empfehlen, das Einrichten des Systems wie nachfolgend beschrieben durchzuarbeiten.

2. Externe Ressourcen einrichten

Externe Ressourcen/Systeme, die von der Anwendung angesteuert werden sollen, müssen vorab konfiguriert werden. Erledigen Sie dazu die nachfolgenden Punkte. Sollten kein Messgerät oder Schneidegerät angesteuert werden, können diese Punkte selbstverständlich entfallen. Freigaben müssen in jedem Fall eingerichtet werden!

  1. Freigaben einrichten und deren Verfügbarkeit überprüfen.
  2. Messgeräte mit den entsprechenden Messmethoden konfigurieren.
  3. Schneidegeräte einbinden und konfigurieren.

3. Tinten und Drucker einrichten

Damit ein Drucker für die Ausgabe verwendet werden kann, müssen folgende Tätigkeiten im Vorfeld erledigt werden:

  • Prozessfarben, die nicht standardmäßig zur Verfügung stehen, müssen angelegt werden.
  • Nicht verfügbare Tintenfamilien und die dazugehörigen Tinten müssen zuvor angelegt werden.
  • Die Tintenfamilien mit den dazugehörigen Tinten müssen für den Drucker eingerichtet werden.
  • Falls ein vollständiger Tintenkostenreport erzeugt werden soll, muss für die jeweiligen Tinten der Preis hinterlegt werden.
  • Der gewünschte Drucker muss angelegt und anschließend konfiguriert werden.

Nachfolgend werden die einzelnen Tätigkeiten kurz beschrieben.

3.1. Prozessfarbe anlegen

Gängige Prozessfarben werden im Zuge der Installation angelegt. Sollten eine zusätzliche Prozessfarbe benötigt werden – diese wird angelegt, wenn eine spezielle, außerhalb des Standardumfanges liegende Farbe für Ihr Drucksystem verwendet werden soll –, müssen Sie diese noch manuell anlegen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Navigieren Sie in den Menüpunkt Administration > Tinten und wechseln Sie hier in den Reiter Tinten Setup.
  2. Klicken Sie im Einstellungsbereich Prozessfarben auf Hinzufügen, um den Dialog Prozessfarbe hinzufügen zu öffnen.

Abbildung 1: Der Dialog Prozessfarbe hinzufügen

  1. Im Dialog Prozessfarben hinzufügen müssen Sie für die Prozessfarbe einen Namen sowie eine Abkürzung eingeben und den CMYK-Farbwert für die Darstellung in der Anwendung festlegen.
  2. Wenn die neue Prozessfarbe als gamuterweiternde Farbe im Farbmanagement verwendet werden soll, sollte die Option Separation erhalten [2] deaktiviert bleiben. Wird die Option jedoch aktiviert, wird die angelegte Farbe für die Verwendung als Sonderfarbe des Typs »Ausgeben als Separation« für das Drucksystem markiert.
  3. Wird die angelegte Prozessfarbe hingegen als Light-Farbe zur Berechnung von Übergängen zwischen einer hellen und dunklen Farbe einer Prozessfarbe verwendet, ist die Option Light-Farbe [1] auszuwählen und danach die dazugehörige dunkle Prozessfarbe [3] in der Auswahlliste zu aktivieren.
  4. Um die ausgewählten Einstellungen der Prozessfarbe zu speichern, klicken Sie auf Speichern.

3.2. Tintenfamilie und Tinten anlegen

Unter einer Tintenfamilie wird die übergeordnete Gruppe von Tinten, die gemeinsam für die Verwendung in einem Drucksystem entwickelt wurden, verstanden. Einer Tintenfamilie – die gängigsten Tintenfamilien stehen bereits nach der Installation zur Verfügung – können ein oder mehrere Prozessfarben zugewiesen sein.

Um eine Tintenfamilie anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Reiter Tinten Setup im Menüpunkt Administration > Tinten aus.
  2. Um eine neue Tintenfamilie anzulegen, klicken Sie in der Kopfleiste des Einstellungsbereichs Tintenfamilien auf Hinzufügen.

Abbildung 2: Der Dialog Tintenfamilie hinzufügen

  1. Im Dialog Tintenfamilie hinzufügen müssen zunächst die Beschreibungsfelder [4]Name, Segment, Lieferant und optional eine Bemerkung – der Tintenfamilie ausgefüllt werden.
  2. Wechseln Sie danach in den Reiter Tinten [5] und fügen Sie jene Prozessfarben der Tintenfamilie hinzu, für die eine Tinte verfügbar ist.
  3. Geben Sie anschließend den Namen sowie die Bestellnummer der Tinte ein.
  4. Um die Tintenfamilie anzulegen, klicken Sie auf Speichern.

3.3. Tinten für den Drucker einrichten

Nachdem nun alle Tintenfamilien mit den entsprechenden Tinten in der Datenbank angelegt worden sind, müssen die im Drucker gefüllten Tinten noch verfügbar gemacht werden.

Gehen Sie zum Bereitstellen der Tinten für den Drucker folgendermaßen vor:

  1. Wechseln Sie in den Reiter Verwendete Tinten im Menüpunkt Administration > Tinten.
  2. Fügen Sie im Einstellungsbereich Tintenfamilie die zuvor angelegte Tintenfamilie durch Klick auf Hinzufügen der Liste hinzu. Es öffnet sich der Dialog Tintenfamilie hinzufügen.

Abbildung 3: Der Dialog Tintenfamilie hinzufügen

  1. Wählen Sie im Dialog zuerst die Tintenfamilie [6] aus. Durch die Auswahl der Tintenfamilie werden alle verfügbaren Tinten, die dieser Tintenfamilie zugeordnet sind, angezeigt.
  2. Wählen Sie danach all jene Tinten, die im Drucker gefüllt sind, durch Auswahl der Checkbox [7] aus. Werden gefüllte Farben nicht angezeigt, sind diese entweder noch nicht angelegt oder einer anderen Tintenfamilie zugeordnet. In diesem Fall müssen Sie entweder die Tinte noch anlegen oder zusätzlich eine weitere Tintenfamilie in der Anwendung erstellen.
  3. Um die ausgewählten Tinten für die Anwendung verfügbar zu machen, klicken Sie auf Speichern.

3.4. Tintenpreise hinterlegen

Damit später in der Anwendung ein Tintenkostenreport mit Preisen erstellt werden kann, müssen die Preise für die einzelnen Tinten bzw. spezielle Tintenpreise für Kunden im System hinterlegt werden.

Um den Standardpreis einer Tinte zu hinterlegen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Navigieren Sie zum Reiter Verwendete Tinten [8] im Menüpunkt Administration > Tinten.
  2. Wählen Sie im Einstellungsbereich Tintenfamilien den gewünschten Eintrag [9] aus. Es werden alle verfügbaren Tinten im gleichnamigen Einstellungsbereich angezeigt.
  3. Wählen Sie nun die entsprechende Tinte [10] im Einstellungsbereich Tinten aus. Dadurch wird der Eintrag Standardpreis [13] im Einstellungsbereich Tintenpreis angezeigt. Wurde am Preis noch nichts geändert, ist standardmäßig 0.00 € hinterlegt.

Abbildung 4: Der Reiter Verwendete Tinten mit den drei Einstellungsbereichen

  1. Wählen Sie den Eintrag Standardpreis im Einstellungsbereich Tintenkosten aus und klicken Sie auf Bearbeiten [12] .
  2. Im dadurch geöffneten Dialog Tintenpreis bearbeiten können Sie nun den Preis für die Tinte pro Liter in Kosten €/l [15] eintragen. Der Dialog unterscheidet sich zu Abbildung 15 lediglich dadurch, dass kein Kunde ausgewählt werden kann.
  3. Durch Drücken von Speichern werden die Standardpreise für diese Tinte hinterlegt. Verfahren Sie in gleicher Weise für alle anderen Farben.
  4. Möchten Sie darüber hinaus noch einen Tintenpreis für einen Kunden hinterlegen, klicken Sie auf Hinzufügen [11].
  5. Im Dialog Tintenpreis hinzufügen können Sie nun einen Kunden [14] auswählen und den Tintenpreis für diesen Kunden in Kosten €/l [15] eintragen.

Abbildung 5: Der Dialog Tintenpreis bearbeiten

3.5. Drucker anlegen

Die Anlage eines Druckers ist erforderlich, um Druckdaten auszugeben. Beim Anlegen eines Druckers können unterschiedliche Parameter erforderlich sein, weshalb sich die Anlage je nach Druckertyp unterscheiden kann. Zm die Anlage eines Druckers dennoch im Groben zu beschreiben, wird nachfolgend die Einrichtung eines PDF-Druckers beschrieben. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Administration > Drucker aus. Ist noch kein Drucker angelegt, wird Ihnen angezeigt, welche Schritte im Vorfeld erledigt werden müssen, um einen Drucker anzulegen. Erst wenn alle Vorbedingungen erfüllt sind, kann ein Drucker angelegt werden. Zu den Vorbedingungen zählen:
    • Freigaben einrichten – richten Sie eine Freigabe auf dem gewünschten Server ein, wohin die Druckdaten schließlich gespeichert werden sollen.
    • Pfad – wählen Sie den Pfad aus, wohin die Dateien abgelegt werden sollen.
    • Tintenfamilie – legen Sie für den gewünschten Drucker eine Tintenfamilie mit allen benötigten Prozessfarben an.
    • Material – legen Sie das gewünschte Material mit allen zu verwendenden Materialausprägungen an.
  2. Klicken Sie in der Aktionsleiste auf Hinzufügen. Je nach Lizenz stehen hier unterschiedliche Drucker zu Auswahl. Für dieses Beispiel wird ein PDF-Drucker/Ausgabe angelegt.
  3. Im Dialog Drucker hinzufügen ist der Druckertyp [16] bereits vorausgewählt und kann auch nicht geändert werden. Geben Sie zusätzlich noch den Namen für den Drucker ein sowie optional eine Bemerkung.
  4. Wählen Sie für das Standard Zielverzeichnis [17] jenen Pfad bzw. jene Freigabe aus, die Sie zuvor für diesen Drucker definiert haben. Geben Sie darüber hinaus noch die Bevorzugte Höhe – die Höhe, die für eine Montage standardmäßig gewählt sein soll – für diesen Drucker an und klicken Sie anschließend auf Weiter.

Abbildung 6: Der Schritt Drucker im Dialog Drucker hinzufügen

  1. Im Schritt Druckköpfe werden die typischweise verwendeten Prozessfarben bereits angezeigt. Wählen Sie in Zu verwendende Tintenfamilie [18] die im Drucker geladene Tintenfamilie aus.
  2. Entfernen Sie nicht zu verwendende Prozessfarben aus der Liste bzw. fügen Sie nicht gelistete Prozessfarben, die sich im Drucksystem befinden, hinzu.
  3. Die Reihenfolge kann durch einfaches Verschieben der Anfasser [19] entsprechend der Anforderungen des Druckers angepasst werden.
  4. Klicken Sie auf Weiter, um zum nächsten Schritt zu gelangen.

Abbildung 7: Der Schritt Druckköpfe im Dialog Drucker hinzufügen

  1. Im Schritt Farbkonfiguration muss nun der Typ [20] ausgewählt werden. Beim Anlegen eines PDF-Druckers kann hier nur CMYK gewählt werden. Bei anderen Drucksystemen können selbstverständlich auch andere Druckfarbkonfigurationen ausgewählt werden.
  2. Geben im Feld Farbkonfigurationsnamen [21] den gewünschten Namen für den Typ ein. Standardmäßig wird die Bezeichnung des Typs übernommen, Sie können jedoch auch Ihre bevorzugte Benennung verwenden und eingeben.
  3. Klicken Sie anschließend auf Weiter.

Abbildung 8: Der Schritt Farbkonfiguration im Dialog Drucker hinzufügen

  1. Im Schritt Druckkonfiguration müssen noch Eingaben zur Druckauflösung [22] sowie zu anderen Veredelungs-[23] bzw. Ausgabeparametern [24] gemacht werden.
  2. Nachdem Sie die gewünschten Werte eingegeben haben, klicken Sie auf Weiter.

Abbildung 9: Der Schritt Druckkonfiguration im Dialog Drucker hinzufügen

  1. Der letzte Schritt besteht in der Erstellung der Farbstrategie, die eine zentrale Rolle für die Ausgabe in der Anwendung spielt. Folgende Parameter müssen eingegeben werden, um das Anlegen eines Druckers abzuschließen:
    • Name [25] – vergeben Sie hier den Namen für die Farbstrategie. Optional kann zusätzlich eine Bemerkung hinzugefügt werden.
    • Material [26] – wählen Sie im Auswahlmenü das Standardmaterial aus, das für diesen Drucker hinterlegt werden soll. Alle Materialien, die im Workflow angelegt wurden, stehen in der Auswahlliste zur Verfügung.
    • Alle Materialien zuweisen [27] – aktivieren Sie diese Option, wenn die zu erzeugende Farbstrategie mit allen Materialen verwendet werden soll.
    • Ausgewählte Materialien zuweisen [28] – ist die Option Alle Materialien zuweisen deaktiviert, können hier weitere Materialien zum bereits ausgewählten Standardmaterial hinzugefügt werden. Damit wird bei der Auswahl der Farbstrategie in der Anwendung die Liste der verfügbaren Materialien auf die hier hinzugefügten beschränkt.
    • Zwischenfarbraum [29] – wählen Sie im Auswahlmenü jenes ICC-Profil aus, dass die Farbumrechnung von RGB nach CMYK verwendet werden soll.
    • ICC-Farbprofil [30] – wählen Sie hier das gewünschte ICC-Profil aus oder laden Sie ein eigenes ICC-Profil hoch. Das ausgewählte ICC-Profil sollte dem Zielsystem entsprechen, für welches das PDF erzeugt wird. Das Materialprofil (ein ICC-Profil) sollte somit hier hochgeladen und ausgewählt werden.
  2. Klicken Sie anschließend auf Speichern, um den Drucker anzulegen.

Abbildung 10: Der Schritt Farbstrategie / ICC-Profil im Dialog Drucker hinzufügen, welcher nur bei der Anlage eines PDF-Druckers zur Verfügung steht

Erstellen einer Farbstrategie

Beachten Sie, dass der Schritt »Farbstrategie/ICC-Profil« lediglich bei der Anlage eines PDF-Druckers angeboten wird. Bei anderen Drucksystemen wird die Farbstrategie im Zuge der Profilierung des Drucksystems erstellt und dem Drucker zugewiesen.

3.6. Drucker konfigurieren

Beim Anlegen eines Druckers haben Sie bereits eine Farb- und Druckkonfiguration mit allen benötigten Parametern erstellt. Sollten Sie weitere Konfigurationen – z.B. Farbkonfiguration, Auflösungen, Ausgabepfade u.ä. – für den Drucker einrichten wollen, können Sie dies jederzeit tun.

Um weitere Farb- sowie Druckkonfigurationen für einen bestehenden Drucker zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Administration > Drucker aus. Es wird Ihnen die Liste aller in der Anwendung verfügbaren Drucker angezeigt.
  2. Klicken Sie auf den Namen des Druckers, um die Detailansicht des Druckers zu öffnen.
  3. Die Detailansicht des Druckers ist in vier Einstellungsbereiche – Druckköpfe [31], Farbkonfiguration [33], Druckkonfiguration [34] und Farbstrategie [32] unterteilt.

Abbildung 11: Die Detailansicht eines Druckers für eine vollständige Konfiguration

  1. Klicken Sie im Einstellungsbereich Druckköpfe [31] auf Bearbeiten, um die Tintenfamilie zu ändern oder zusätzliche Farben – OVG, Lack, Weiß – hinzuzufügen.
  2. Im Dialog Druckköpfe bearbeiten müssen mindestens die Prozessfarbe [35], die Tintenfamilie [36] sowie die Tinte [37] pro Farbkanal ausgewählt werden. Führen Sie dies für alle im Drucker befindlichen Druckköpfe durch.

Abbildung 12: Der Dialog Druckköpfe bearbeiten

  1. Sichern Sie die Änderungen im Dialog Druckköpfe durch Klick auf Speichern.
  2. Legen Sie nun jene Farbkonfiguration an, mit der Sie später produzieren möchten. Zum Anlegen einer Farbkonfiguration [33] (Abbildung 11) klicken Sie im gleichnamigen Einstellungsbereich auf Hinzufügen.
  3. Im Dialog Farbkonfiguration erstellen – Sie können für einen PDF-Drucker keine weitere Farbkonfiguration anlegen – wählen Sie die gewünschte Farbkonfiguration in Typ [38] aus. Vergeben Sie danach noch einen entsprechenden Namen für die Farbkonfigurationsname [39].

Abbildung 13: Der Dialog Farbkonfiguration hinzufügen mit bereits ausgefülltem Typ und Namen

  1. Schließen Sie die Farbkonfiguration durch Klick auf Speichern ab.
  2. Legen Sie nun jene Druckkonfigurationen an, mit der Sie später produzieren möchten. Zum Hinzufügen einer Druckkonfiguration [34] (Abbildung 11) klicken Sie im gleichnamigen Einstellungsbereich auf Hinzufügen.
  3. Im Dialog Druckkonfiguration hinzufügen wählen Sie die gewünschte Voreinstellung [40] aus der Liste der vorkonfigurierten Modi aus. Vergeben Sie anschließend den Namen für den Druckmodus [41]. Beachten Sie, dass dieser Name pro Druckkonfiguration eindeutig sein muss.

Abbildung 14: Der Dialog Druckkonfiguration hinzufügen mit bereits ausgewähltem Druckmodus

  1. Schließen Sie die Druckkonfiguration durch Klick auf Speichern ab.

Nach Abschluss der Anlage aller benötigten Druckkonfigurationen ist die Anwendung somit bereit, mit der Profilierung eines Materials zu beginnen. Bevor Sie jedoch starten, sollten Sie zumindest noch den Menüpunkt Einstellungen an Ihre Bedürfnisse anpassen, insbesondere in Bezug auf das Farbmanagement.

4. Routinen konfigurieren

In der Anwendung stehen sogenannte Routinen zur Verfügung, mit denen das System in einem bestimmten Zeitintervall von überflüssigen oder bestimmten Dateien aufgeräumt werden kann. Sie können nur bestehende Routinen starten, pausieren oder deaktivieren. Neue Routinen können nicht angelegt werden.

Zum Steuern der Routinen gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Administration > Routinen aus. Es wird Ihnen die Liste aller vier in der Anwendung verfügbaren Routinen angezeigt.
  2. Zum Starten einer pausierten Routine aktivieren Sie den Schieberegler Routine aktivieren [42].
  3. Zum Pausieren einer laufenden Routine deaktivieren Sie den Schieberegler Routine aktivieren [43].
  4. Zum sofortigen Ausführen einer Routine klicken Sie auf Sofort ausführen [44].
  5. Zum Konfigurieren einer Routine deaktivieren Sie diese zuerst und klicken Sie dann auf Bearbeiten [45].
  6. Zum Einsehen, welche Dateien zuletzt durch die Routine gelöscht wurden, klicken Sie auf Details anzeigen [46].

Abbildung 15: Die Liste der verfügbaren Routinen

5. System konfigurieren

Im letzten Schritt müssen noch die Einstellungen der Anwendung vorgenommen sowie die Zugriffsrechte der Anwender bestimmt werden.

Folgende drei Bereiche sollten nun noch konfiguriert werden, um die Anwendung an Ihre Arbeitsweise anzupassen:

  1. Einstellungen für die Anwendung müssen unter Administration > Einstellungen vorgenommen werden.
  2. Farbbibliotheken laden sowie systemweit gültige Sonderfarbdefinitionen anlegen.
  3. Benutzer anlegen und deren Berechtigungen festlegen.

5.1. Einstellungen vornehmen

Um die Einstellungen für das Programm einzusehen oder zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Administration > Einstellungen aus. Es werden alle Bereiche, in denen Einstellungen vorgenommen werden können, in Form von Menüpunkten und Reitern angezeigt. Die Menüpunkte Allgemein [47] und Farbmanagement [48] sollten aus produktionsbedingten Gründen in jedem Fall angepasst werden.

Abbildung 16: Der Menüpunkt Allgemein in den Einstellungen

  1. Nehmen Sie im Menüpunkt Allgemein [47] jene Einstellungen vor, die Ihrer Arbeitsweise bzw. den Anforderungen der Produktion am ehesten entsprechen. Es stehen Ihnen vier Reiter zur Verfügung:
    • Allgemein [49] – bestimmen Sie darin, wie mit Längenangaben verschiedener Bezeichnungen umgegangen wird und wie viele Einträge in der Liste der Aktivitäten angezeigt werden sollen. Die in diesem Bereich voreingestellten Werte sind für gängige Produktionsabläufe bereits optimal gewählt.
    • Anzeigeoptionen [50] – wählen Sie hier die gewünschten Werte zur Anzeige von Längenmaßeinheiten, Zahlenformat, Währung, Datums- und Zeitformat. Zusätzlich bestimmen Sie darin, ob dem Benutzer alle Menüpunkte der Lizenz angezeigt werden oder ausschließlich jene Menüpunkte, die seiner Rolle entsprechen.
    • Seitenrahmenoptionen [51] – definieren Sie hier zum einen die typischen Anschnittswerte, mit denen in der Produktion gearbeitet wird, und zum anderen den Seitenrahmen, der standardmäßig für Montagen verwendet werden soll. In der Praxis stellt die Verwendung des Endformatrahmens eine gängige und empfohlene Arbeitsweise dar.
    • Mehrseitige Dateien [52] – bestimmen Sie hier, wie mit mehrseitigen Dateien umgegangen werden soll.
  2. Nachem Sie die Einstellungen im Reiter Allgemein abgeschlossen haben, wechseln Sie in den Reiter Farbmanagement [48] (Abbildung 16) aus. Nehmen Sie dort jene Einstellungen vor, die Ihrer Arbeitsweise bzw. den Anforderungen der Produktion am ehesten entsprechen.

Abbildung 17: Der Reiter Farbmanagement des Dialogs Einstellungen

  1. Es stehen drei Reiter zur Verfügung, in denen vor dem Start einer Profilierung unbedingt Einstellungen vorgenommen werden sollen:
    • Allgemein [53] – legen Sie hier fest, welche Optionen für die verschiedenen Bereiche des Farbmanagements – ∆E, Farbstrategie, Simulations-Zielfarbraum, Rendering Intent und Linearisierungsmethode – verwendet werden sollen. Lesen Sie in jedem Fall die Beschreibungen in den Hinweisen auf der rechten Seite der Optionen. Zusätzliche wählen Sie hier aus, welche Quellprofile in den Druckdaten für die Farbverrechnung herangezogen werden sollen. In bestimmten Produktionsumgebungen kann es sinnvoll sein, CMYK-Quellprofile zu ignorieren.
    • Arbeitsfarbraum [54] – wählen Sie hier jenes Profil – für CMYK, RGB und Graustufen – aus, die als Referenzfarbraum für die Ausgabe in der Produktion verwendet werden sollen. Die Verwendung von ECI-CMYK – einem CMYK Farbraum mit großem Farbumfang für den Digitaldruck – kann in reinen Digitaldruckumgebungen sinnvoll sein. Die Wahl von sRGB wird für Umgebungen empfohlen, in denen die Ersteller der Druckdaten nicht bekannt sind. Für Graustufen ist sGray die am häufigsten verwendete Einstellung.
    • Ausgabefarbraum [55] – laden Sie hier alle ICC-Materialprofile hoch, die als Ausgabefarbraum für Drucker verwendet werden sollen.
  2. Speichern Sie die vorgenommenen Voreinstellungen durch Klick auf Speichern. Möchten Sie weitere Voreinstellungen in den übrigen Reitern vornehmen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Änderungen an den Einstellungen können jedoch jederzeit auch nachträglich vorgenommen werden.

5.2. Farbbibiliothek laden

Damit die Umrechnung von Sonderfarben in den Ausgabefarbraum sowie die Berechnung der ∆E-Farbabstände für den gewählten Ausgabefarbraum (Farbstrategie) korrekt erfolgen können, sollten Sie  dem System jene Farbbibliotheken zur Verfügung stellen, die in Ihrer Druckvorstufe bzw. Produktion verwendet werden. Als Farbbibliothek können Sie einerseits jene verwenden, die in den Adobe-CC-Programmen zum Einsatz kommen – Formate  .ase sowie .acb – sowie andererseits Farbbibliotheken im CxF-Format.

Gehen Sie zum Hochladen einer Farbbibliothek folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Farbe > Sonderfarben und wechseln Sie dort in den Reiter Bibliothek.
  2. Klicken Sie in der Aktionsleiste auf Importieren.
  3. Es erscheint ein Dialogfeld zum Auswählen einer .acb-, .ase oder CxF-Datei. Ziehen Sie die gewünschte Datei auf die Dropzone [56].
  4. Vergeben Sie anschließend den gewünschten Namen [57] für die Farbbibliothek.
  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Sonderfarbbibliothek importieren, um die Farbbibliothek in die Anwendung zu laden.

Abbildung 18: Der Dialog Sonderfarbbibliothek importieren

5.3. Sonderfarbdefinitionen anlegen

Damit bestimmte Sonderfarben im Workflow automatisch als Sonderfarbe eines bestimmten Typs erkannt werden, müssen diese als systemweit geltende Sonderfarbdefinitionen angelegt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, material- bzw. kundenspezifische Sonderfarbdefinitionen zu erstellen.

Gehen Sie zum Anlegen einer Sonderfarbdefinition folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie den Menüpunkt Farben > Sonderfarben. Es wird eine Liste aller in der Anwendung vorhandenen Sonderfarben angezeigt. Über die drei Schnellfilter – System, Material und Kunden – können Sie nach Sonderfarben der jeweiligen Kategorie gefiltert und bearbeitet werden.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen, um eine systemweite Sonderfarbdefinition anzulegen.
  3. Im geöffneten Dialog Sonderfarbdefinition erstellen müssen Sie zum Anlegen einer Sonderfarbe, welche automatisch als Technische Farbe erkannt werden soll, folgende Angaben gemacht werden:
    • Name [58] – vergeben Sie hier den Namen für die Sonderfarbe. Beachten Sie, dass jede Schreibweise – Groß- und Kleinschreibung – eine eigene Sonderfarbdefinition erfordert.
    • Ursprung [59] – wählen Sie im Auswahlmenü aus, ob es sich um eine systemweite, material- oder kundenspezifische Sonderfarbe handelt. Technische Farben können nur als systemweite Sonderfarbe angelegt werden.
    • Typ der Sonderfarbe [60] – definieren Sie hier den Typ der Sonderfarbe. Abhängig von dieser Auswahl wird die Sonderfarbe im System entsprechend behandelt. Zum Anlegen einer Technischen Sonderfarbe ist der gleichnamige Typ auszuwählen.
    • Processing Steps [61] – für Technische Sonderfarben sowie Sonderfarben, die als Separation ausgegeben werden, ist noch die gewünschte Processing Steps Group zu wählen. In den meisten Fällen ist hier Structural auszuwählen. Optional kann zusätzlich der jeweilige Processing Steps Typ gewählt werden.
    • Farbmodus [62] – wählen Sie hier den Farbraum , in dem die Farbwerte für die Sonderfarbe angegeben werden sollen. Zur Auswahl stehen CMYK, RGB und LAB.
    • Farbwert [63] – nach der Auswahl des Farbraumes können entsprechenden Farbwerte für die farbliche Wiedergabe der Technischen Farbe eingeben werden. Lab-Werte können alternativ auch direkt über ein Messgerät eingelesen werden.
  4. Schließen Sie die Anlage der Sonderfarbdefinition durch Klick auf Speichern ab.

Abbildung 19: Der Dialog Sonderfarbdefinition erstellen

6. Benutzer und Rollen anlegen

Abhängig von Ihrer Lizenz können mehrere Benutzer gleichzeitig mit dem Workflow arbeiten. Es können zwar alle Anwender mit denselben Zugangsdaten arbeiten, empfohlen wird jedoch, für jeden Anwender einen eigenen Benutzer anzulegen. Durch die Anlage eigener Benutzer lässt sich nachvollziehen, wer zuletzt an einer Datei gearbeitet hat, und es können Benutzern differenzierte Zugriffsrechte auf unterschiedliche Bereiche der Anwendung zugewiesen werden.

Um Benutzer anzulegen und den Zugriff auf bestimmte Bereiche zu ermöglichen, gehen Sie wie folgt vor:

6.1. Benutzerrolle mit Berechtigungen anlegen

Um Benutzer den Zugriff auf bestimmte Bereiche zu ermöglichen, müssen typische Benutzerrollen angelegt werden. Gehen Sie zum Anlegen einer Rolle folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie im Menüpunkt Administration > Benutzer und Rollen den Reiter Rollen verwalten aus.
  2. Standardmäßig steht die Rolle USER im Einstellungsbereich Benutzerrollen zur Verfügung. Der Rolle USER sind standardmäßig keine Rechte zugewiesen.
  3. Wollen Sie beispielsweise die Rolle »Prepress« anlegen, klicken Sie auf Hinzufügen im Einstellungsbereich Benutzerrollen.
  4. Es öffnet sich der Dialog Benutzerrolle hinzufügen, in dem Sie eine Rollenbezeichnung [64] sowie optional einen Kommentar zur Rollen eingeben können.
  5. Klicken Sie auf Speichern, um die neue Rolle anzulegen.

Abbildung 20: Der Dialog Benutzerrolle hinzufügen

  1. Wählen Sie die zuvor angelegte Benutzerrolle im linken Bereich des Einstellungsbereichs Benutzerrollen [65] aus.
  2. Die Rollenberechtigungen, die der Rolle zugewiesen sind, werden daraufhin eingeblendet. Im Reiter Menüleiste [66] werden die Berechtigungen angezeigt, die den Menüpunkten der Menüleiste der Anwendung entsprechen. Zusätzlich können Sie auch die Berechtigungen für andere Bereiche – wie Editoren und Global – einsehen.

Abbildung 21: Der Einstellungsbereich Rollenberechtigung mit gewählten Berechtigungen des Reiters Menüleiste

  1. Durch Aufklappen [67] der Ebene 1 werden Ihnen die darunterliegenden Rollenberechtigungen der Ebene 2 angezeigt. In manchen Fällen können Rollenberechtigungen bis zu vier Ebenen aufgeklappt werden, sodass Berechtigungen sehr granular gesetzt werden können.
  2. Gehen Sie die Liste der Rollenberechtigungen durch und aktivieren Sie die entsprechenden Checkboxen, um alle Rollenberechtigungen der darunterliegenden Ebenen oder einzelne Rollenberechtigungen zu aktivieren. Wenn nicht alle Berechtigungen einer Ebene aktiviert sind, wird das Symbol [–] [68] angezeigt.
  3. Haben Sie alle gewünschten Rollenberechtigungen gesetzt, klicken Sie auf Speichern, um die Änderungen der Rolle zuzuweisen.

6.2. Benutzer anlegen

Um einen Benutzer anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Wählen Sie im Menüpunkt Administration > Benutzer und Rollen den Reiter Benutzer verwalten aus.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen im Einstellungsbereich Benutzerkonten.
  3. Im Dialog Benutzerkonto hinzufügen müssen Sie einen Benutzernamen [69] sowie ein Passwort [70] eingegeben und das Passwort bestätigen. Optional können weitere Informationen – Vor- und Nachname sowie die E-Mail – des Benutzers hinterlegt werden.
  4. Weisen Sie dem Benutzer einen Benutzertyp [71]Standard oder über ein Externes System (REST-API) – und einen Rollentyp [72]Benutzer oder Administrator – zu.
  5. Vergeben Sie anschließend eine Benutzerrolle [73] für den Benutzer. Beachten Sie, dass die Benutzerrollen zuvor angelegt worden sein müssen, um hier ausgewählt werden zu können.
  6. Klicken Sie auf Speichern, um das Benutzerkonto anzulegen.

Abbildung 22: Der Dialog Benutzerkonto hinzufügen

Damit haben Sie den letzten Schritt der Einrichtungsphase abgeschlossen. Sie können nun mit der Profilierung beginnen oder die ersten Produktionsaufträge, Aufträge bzw. Artikel anlegen.

Artikel Update: Workflow 1.22.1 – 01/2026

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