Benutzerhandbuch

Montagemodus »Nesting«

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Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • wie Sie Motive platzsparend auf dem Montagebogen anordnen und
  • auf welche Parameter im Nesting dabei zurückgegriffen werden kann.

1. Allgemeines

Mit dem Montagemodus Nesting werden Motive abhängig von der Größe des Montagebogens sowie der Anzahl und Stückzahl der zu druckenden Motive materialsparend angeordnet. Der Modus wird insbesondere eingesetzt, um den Materialverbrauch zu minimieren und gleichzeitig die Anforderungen der nachgelagerten Verarbeitungsschritte in der Endfertigung bestmöglich zu berücksichtigen.

Das regelbasierte Anordnen von unterschiedlichen oder gleich großen Motiven auf einer Montagefläche in einer materialsparenden Weise wird als Nesting bezeichnet. Soll ein Nesting für gleich große Motive auf einem Montagebogen erzeugt werden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie den Montage-Editor und wählen Sie den Montagemodus Nesting aus.
  2. Sie können den Montage-Editor auf zwei Wegen starten. Entweder öffnen Sie ihn über Automatisierung > Montage-Editor und wählen anschließend den Montagemodus Nesting, oder Sie öffnen einen bestehenden Produktionsauftrag und wechseln in den Reiter Montage [1]. Durch Auswahl des Montagemodus Nesting [2] im Reiter Montage wird der Montage-Editor direkt im Modus Nesting geöffnet.

Abbildung 1: Der Reiter Montage mit der Möglichkeit den Montage-Editor in einem bestimmten Montagemodus zu öffnen

  1. Wählen Sie die zu montierenden Motive im Einstellungsbereich Motive aus.
    Für den Fall, dass Sie den Montage-Editor über den Menüpunkt Automatisierung > Montage-Editor gestartet haben, müssen Sie dem leeren Produktionsauftrag noch ein Motiv hinzufügen. Dies kann am schnellsten über den Datei-Manager erfolgen. Wurde der Montage-Editor über den Reiter Montage eines Produktionsauftrages gestartet, so sind bereits die Motive des Produktionsauftrages ausgewählt.
  2. Geben Sie im Reiter Allgemein [3] die Größe des Montagebogens durch Eingabe von Breite [4] und Höhe [5] ein. Wenn Sie im Produktionsauftrag zuvor schon eine Ausgabekonfiguration gewählt habe, wird die Größe von der Substratdefinition verwenden. Durch die Aktivierung von Beschneiden [6] wird die Höhe auf das benötigte Maß verkürzt. Wird eine größere Höhe für die Montage benötigt, so wird die maximal eingestellt Höhe – in unserem Fall 1600 mm – für die Montage verwendet. Die Beschneidenfunktion tritt somit außer Kraft.

Abbildung 2: Der Reiter Allgemein im Montage-Editor

  1. Wählen Sie die gewünschten Parameter im Reiter Zeichenflächen [6] für den Montagemodus Nesting aus. Die Parameter sind dabei in den Einstellungsbereichen Einstellungen, Nesting Optionen sowie Anschnitt zu finden.

Einstellungen

Bestimmen Sie in diesem Einstellungsbereich die grundlegenden Parameter, auf denen die Montage basieren soll, sowie weitere allgemeine Einstellungen zur Montage. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • Beidseitige Ausgabe [7] – aktivieren Sie diese Option, wenn das Druckprodukt beidseitig bedruckt wird und somit eine Vorder- und Hinterseite hat.
  • Mehrseitige Ausgabe [8] – aktivieren Sie diese Option, wenn die Montage aus mehreren Seiten bestehen kann. Sollten die Motive nicht auf einem Montagebogen platz finden, wird eine zusätzliche Montageseite erstellt. Wird diese Option aktiviert, können zusätzlich auch Bogenduplikate entfernt werden.
  • Montage basiert auf [9] – bestimmen Sie damit, ob die Einstellungen im Einstellungsbereich Nesting Optionen auf die ImageBox oder auf ImageBox + Anschnitt basieren soll. Normalerweise wird in der Etikettenindustrie ImageBox ausgewählt, in der Large Format Produktion wird ImageBox + Anschnitt ausgewählt.
  • Platzierungsreihenfolge [10] – definieren Sie hier, wie die Motive auf den Montagebogen platziert werden sollen. Es kann eine benutzerdefinierte Sortierung, Gruppierung oder nach der Motivreihenfolge sortiert werden.
  • Autom. berechnen der Ränder [11] – durch die Aktivierung der Option wird der benötigte Rand, wodurch sichergestellt wird, dass alle verwendeten Marken und Beschriftungen zur Gänze sich auf der Montagefläche befinden, automatisch eingestellt. Deaktivieren Sie die Checkbox lediglich nur dann, wenn bewusst Marken oder Beschriftungen über die Montagefläche hinausstehen sollen.
  • Markierungen berücksichtigen [12] – durch die Aktivierung dieser Option wird der erforderliche Abstand zwischen den Motiven automatisch ergänzt. Dadurch wird sichergestellt, dass pro Motiv platzierte Marken oder Beschriftungen weder mit dem Motiv überlappen noch auerhalb der Zeichenfläche positioniert werden.

Nesting Optionen

Legen Sie in diesem Einstellungsbereich fest, wie Motive auf der Montagefläche angeordnet werden sollen. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • Strategie [13] – mit dieser Option legen Sie fest, nach welcher Methodik die zu platzierenden Motive im Nesting angeordnet werden. Folgende Strategien stehen zur Verfügung:
    • Materialoptimiert – platziert die Anzahl der Motive so platzsparend wie möglich auf dem Montagebogen. Eine Unterproduktion von einzelnen Motiven kann das Ergebnis sein.
    • Verhältnis der Kopien beibehalten – platziert Motive im Verhältnis der zu produzierenden Kopien auf dem Montagebogen. Die Strategie verfolgt das Ziel eine Montage zu erstellen, in der keine Über- und Unterproduktion erzeugt wird. Motive, die aus platztechnischen Gründen nicht mehr am Montagebogen platz finden werden nicht in der Montage aufgenommen.
    • Montagebogen füllen – die komplette verfügbare Fläche des Montagebogens wird ausgenutzt. Dadurch kann sich entweder eine Über- oder Unterproduktions ergeben. Der komplette Bogen wird mit Motiven gefüllt.
    • Anzahl der Kopien erzwingen – es werden nur jene Motive, von denen die gesamte Kopienanzahl platziert werden kann, verwendet. Motive, wo nicht die gesamte Anzahl an Kopien auf der Montage platz finden, werden nicht platziert.
    • Motive auf Seite zusammenhalten – damit wird die vollständige Stückzahl eines Motivs nach Möglichkeit auf einem Montagebogen platziert, nur wenn dies nicht möglich ist, wird die Restmenge auf dem nächsten Bogen fortgesetzt.
  • Layout [14] – wählen Sie darin aus, ob die Motive in der Montage zeilenweise oder spaltenweise angebracht werden sollen. Beide Möglichkeiten stehen im Auswahlmenü zur Verfügung.
  • Anordnung [15] – bestimmen Sie damit, wie Motive, welche mehrfach produziert werden sollen, in der Montage angeordnet werden. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
    • Motive zusammenhalten – es werden die mehrfach zu produzierenden Kopien der Motive auf einem Montagebogen zusammengehalten.
    • Motivreihenfolge berücksichtigen – es werden die Motive, basierend auf der Reihenfolge im Reiter Motive nacheinander platziert.
    • Nur ein Motive pro Spalte/Zeile verwenden – es wird pro Spalte bzw. pro Zeile ausschließlich das selbe Motive platziert.
  • Drehung [16] – bestimmen Sie damit, in welcher Ausrichtung die Motive in der Montage montiert werden sollen. Es stehen folgende Optionen zur Verfügung:
    • Nicht einheitlich drehen – Motive können in der Montage unterschiedlich ausgerichtet sein, wodurch sich ein besserer Ausnutzungsgrad für die Montage ergeben kann.
    • Einheitlich drehen – alle Motive verwenden in der Montage eine einheitliche Ausrichtung. Ob dabei alle 0° oder 90° gedreht werden, wird durch den Algorithmus bestimmt. Der Algorithmus versucht immer die bedruckte Fläche zu minimieren.
    • 0° drehen – alle Motive werden entsprechend ihrer aktuellen Ausrichtung montiert.
    • 90° drehen – alle Motive werden quer – also um 90° im Uhrzeigersinn – entsprechend ihrer aktuellen Ausrichtung montiert.
    • 180° drehen – alle Motive werden um 180° gedreht.
    • 270° drehen – alle Motive werden um 270° im Uhrzeigersinn gedreht.
    • Vom Motiv übernehmen – die Drehung wird vom Motiv übernommen und dementsprechend gedreht.
    • In Druckrichtung – die Motive werden alle in die Druckrichtung gedreht.
    • Gegen die Druckrichtung – die Motive werden alle gegen die Druckrichtung gedreht.
  • Zusätzl. Abstand [17] – geben Sie hier den gewünschten zusätzlichen Abstand für gedrehte Objekte ein, um beispielsweise Marken den nötigen Platz zu geben.
  • Guillotine Schnitt optimiert [18] – aktivieren Sie diese Option, wenn die Motive »schnitt-optimiert« platziert werden sollen.
  • Restfläche optimieren [19] – mit dieser Option wird das Nesting so optimiert, dass eine möglichst große zusammenhängende Restfläche entsteht, die nach dem Schneiden wiederverwendet werden kann. Dafür werden die Motive automatisch von oben nach unten platziert, wodurch sich ein besser nutzbarer Restbereich bildet.
  • Vorwinkelung [20] – geben Sie hier den gewünschten Grad der Vorwinkelung ein. Das Motiv wird entsprechend der Vorwinkelung gedreht, um damit gerade Schnittkanten zu vermeiden und somit den Teppich des Schneidegerätes zu schonen.
  • Horiz. Abstand und Vert. Abstand [21] – bestimmen Sie damit , welcher horizontale und vertikale Abstand zwischen den Motiven verwendet werden soll. Beachten Sie, dass der Abstand bezogen auf der gewählten Option in Montage basiert auf erzeugt wird.

Anschnitt

Oben, Unten, Links, Rechts [22] – bestimmen Sie damit, wie viel vom existierenden Anschnitt des Motivs gedruckt werden soll.

Abbildung 3: Die Montage im Modus Nesting mit Einstellungsbereichen des Reiters Zeichenflächen

  1. Nachdem Sie die Montage für Sie passend erstellt haben, können Sie nun noch die für die Produktion notwendigen Marken, Beschriftungen, Linien, Ösen oder Bogen ID hinzufügen.
  2. Wechseln Sie dazu in den Reiter Marken [23]. Dort fügen Sie die gewünschten Marken, Linien, Ösen, Bogen ID und Beschriftungen, die Sie für die Produktion benötigen, hinzu. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
    • Marken [24] – wählen Sie die gewünschte Markenform aus und bestimmen Sie wo und in welcher Größe sowie Farbe diese erzeugt werden soll. Wo die Marke erzeugt werden muss ist meistens von der nachgelagerten Schneideeinrichtung abhängig. Im Nesting werden meisten CropMarks hinzugefügt, damit bei Motiven mit teilweisen weißen Rändern visuell noch erkannt werden kann, wo geschnitten werden soll.
    • Beschriftungen [25] – wählen Sie die gewünschte Beschriftung aus und bestimmen Sie wo und in welcher Form diese am Montagebogen angebracht werden soll. Bei Nesting kann zur Identifizierung der einzelnen Motive auf der Druckplatte die Auftragsnummer sowie der Name des Motives bzw. die zu druckende Stückzahl als Hinweis ind er Endfertigung of sehr hilfreich sein.
    • Linien [26] – wählen Sie die gewünschte Linie aus und bestimmen Sie wo und in welcher Größe sowie Farbe diese erzeugt werden soll. Im Nesting werden in der Regel zusätzliche druckenden Linien nur dann benötigt, wenn auf einer 5 Meter breiten Rolle Schneidelinien für Motive gedruckt werden sollen, damit das manuelle Ausschneiden der Motive damit möglich wird.
    • Ösen [27] – wählen Sie die gewünschte Öse aus und bestimmen Sie wo und in welcher Größe sowie Farbe diese erzeugt werden soll. Wenn nicht schon in der Druckvorstufe die Ösen im Motiv angebracht worden sind, können Ösen dynamisch beim Montieren und dort vor allem im Tiling und teilweise auch im Nesting angebracht werden.
    • Bogen ID [28] – wählen Sie hier die gewünschte Bogen ID aus. Wählen Sie Barcode aus und wählen Sie darin alle gewünschten Einstellungen sowie den Inhalt des Barcodes.

Abbildung 4: Der Reiter Marken mit den Einstellungsbereiche die alle bei Nesting sinnvoll eingesetzt werden können

  1. Wählen Sie im Reiter Endverarbeitung [29] wenn benötigt noch die Option Scheidelinie erzeugen > Standard [30] aus. Dadurch wird auf der ImageBox für jedes einzelne Motiv eine Schneidelinie angelegt. Folgende weitere Optionen stehen zur Auswahl:
    • Position [31] – wählen Sie darin ImageBox + Anschnitt aus, wenn die Schneidelinie auf den erwarteten Anschnitt gesetzt werden soll. Der Eintrag ImageBox ist standardmäßig ausgewählt und normalerweise auch die richtige Wahl.
    • Ursprung [31]
    • Eckentyp [32] – abhängig vom verwendeten Schneidegerät kann hier ausgewählt werden, ob die Ecken abgeflacht oder abgerundet sein sollen. Wenn eine Ecke geschnitten werden soll, so muss bei Abgeschrägt der Wert 0 mm eingetragen sein.
    • Linienstärke [32] – bestimmen Sie darin die Stärke zum Zeichnen der Linie.
    • Versatz [32] – bestimmen Sie darin den gewünschten Versatz der Linie von der gewählten Position.
    • Beschriftung einschließen [32] – ist um die Beschriftung bereits eine Schneidelinie vorhanden und überlappt diese mit der Schneidelinie des Motivs, können beide Schneidelinien zusammengeführt werden, sodass aus der Beschriftung eine Lasche entsteht.
    • Perforation hinzufügen [32] – aktivieren Sie diese Option, um zwischen der Beschriftung und dem Motiv eine perforierte Schneidelinie einzufügen. Die Option steht nur zur Verfügung, wenn sowohl die Beschriftung als auch das Motiv bereits ber eine Schneidelinie verfgen. Dadurch wird die Beschriftung nicht vollständig ausgeschnitten, sondern lediglich perforiert.
    • Technische Farbe [27] – wählen Sie eine systemweit definierte Schmuckfarbe aus. Wird die gewünschte Schmuckfarbe nicht angezeigt, so ist diese zuvor im Menüpunkt Farbe > Schmuckfarben anzulegen.
    • Überdrucken [28] – da technische Farben in der Regel immer das Druckbild überdrucken müssen, sollte diese Checkbox nur in Ausnahmefällen deaktiviert werden.

Abbildung 5: Der Einstellungsbereich Schneidelinie des Reiters Endverarbeitung

  1. Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben und diese Einstellungen für einen weiteren Job verwenden wollen, so empfiehlt es sich davon eine Montagevorlage abzuspeichern.
  2. Abschließend müssen Sie noch die Montage speichern.
    • Sollten Sie den Montage-Editor im Reiter Montage des Produktionsauftrages geöffnet haben, so können Sie die Montage durch Klick auf Sichern (rechts oben) speichern. Es wird der Dialog Montage sicher nicht angezeigt, da schon alle Parameter für den Produktionsauftrag zuvor bekannt waren.
    • Sollten Sie jedoch den Montage-Editor über den Menüpunkt Automation > Montage-Editor geöffnet haben, so können Sie die Montage durch Auswahl von Sichern bzw. Sichern unter in der Aktionsleiste speichern. Durch das Speichern der Montage wird ein neuer Produktionsauftrag erstellt.
  3. Beim Sichern der Montage wird der Montage sichern-Dialog geöffnet. Sie können darin noch folgende Entscheidungen treffen:
    • Name des Produktionsauftrags [42] – vergeben Sie hier den gewünschten Namen für den Produktionsauftrag. Optional kann noch eine Bemerkung eingefügt werden.
    • Referenz trennen [43] – wurde der Produktionsauftrag aus dem Menüpunkt Artikel, Auftrag oder dem Datei-Manager erstellt, so wird für alle jene Motive, die aus dieser Quelle stammen, diese Checkbox angezeigt. Durch Aktivierender Checkbox wird beim Erstellen des Produktionsauftrages das Motive dupliziert und in den Produktionsauftrag kopiert. Dadurch wird die 1:1-Referenz zum Artikel oder dem Motiv in einem Auftrag aufgehoben.
  4. Klicken Sie auf Speichern um den Montagevorgang abzuschließen.

Abbildung 6: Der Dialog Montage sichern

3. Nesting Optionen

Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Funktion und Auswirkung der einzelnen Optionen im Detail.

3.1. Layout

Im Auswahlmenü Layout – es steht nur dann zur Verfügung, wenn im Nesting ausschließlich Motive in der selben Größe verwendet werden – kann zwischen Zeilenweise und Spaltenweise ausgewählt werden.

3.1.1. Zeilenweise

Ist die Option Zeilenweise aktiviert, startet der Algorithmus am linken oberen Rand und platziert die Motive – entsprechend der gewählten Einstellung in Anordnung – Zeile für Zeile in der Montage.

Abbildung 7: Die Montage mit gewähltem Eintrag Zeilenweise und gewähltem Eintrag Motive zusammenhalten in Anordnung

3.1.2. Spaltenweise

Ist die Option Spaltenweise aktiviert, startet der Algorithmus am linken oberen Rand und ergänzt die Motive – entsprechend der gewählten Einstellung in Anordnung – Spalte für Spalte in der Montage.

Abbildung 8: Die Montage mit gewähltem Eintrag Spaltenweise und gewähltem Eintrag Motive zusammenhalten in Anordnung

3.2. Anordnung

Das Auswahlmenü Anordnung steht nur zur Verfügung, wenn im Nesting ausschließlich Motive mit identischen Abmessungen verwendet werden. In diesem Menü können die Optionen Motive zusammenhalten, Motivreihenfolge berücksichtigen sowie Nur ein Motiv pro Spalte/Zeile verwenden ausgewählt werden.

3.2.1. Motive zusammenhalten

Wenn die Option Motive zusammenhalten aktiviert ist, werden alle Kopien eines Motivs als durchgehender Block in die Montage übernommen. Im Beispiel wurden sechs Motive mit unterschiedlichen Kopienzahlen hinzugefügt. Die Motive haben folgende Anzahl an Kopien:

  • Das blaue Motiv wird 1 mal gedruckt,
  • das grüne Motiv wird 2 mal gedruckt,
  • das violette Motiv wird 3 mal gedruckt,
  • das magenta Motiv wird 4 mal gedruckt,
  • das orange Motiv wird 5 mal gedruckt und
  • das gelbe Motiv wird 6 mal gedruckt.

Die Platzierung beginnt am linken oberen Rand und erfolgt zunächst mit allen Kopien des ersten Motivs aus der Liste im Reiter Motive. Anschließend werden die Kopien des zweiten Motivs und danach die weiteren Motive in gleicher Weise eingefügt.

Die Reihenfolge der Montage entspricht der Reihenfolge der Motive im Reiter Motive und kann dort durch Verschieben der Einträge angepasst werden.

Abbildung 9: Die Montage mit gewähltem Eintrag Motive zusammenhalten mit gewähltem Reiter Motive

3.2.2. Motivreihenfolge berücksichtigen

Ist die Option Motivreihenfolge berücksichtigen aktiviert, erfolgt die Platzierung der Motive entsprechend der Reihenfolge im Reiter Motive. Im Beispiel wurden sechs Motive mit unterschiedlichen Kopienzahlen hinzugefügt. Die Motive haben folgende Anzahl an Kopien:

  • Das blaue Motiv wird 1 mal gedruckt,
  • das grüne Motiv wird 2 mal gedruckt,
  • das violette Motiv wird 3 mal gedruckt,
  • das magenta Motiv wird 4 mal gedruckt,
  • das orange Motiv wird 5 mal gedruckt und
  • das gelbe Motiv wird 6 mal gedruckt.

Die Montage beginnt am linken oberen Rand mit dem ersten Motiv der Liste. Anschließend werden alle weiteren Motive des Reiters Motive in derselben Reihenfolge eingefügt. Diese Sequenz wird so oft wiederholt, bis alle Kopien gemäß der definierten Kopienzahl platziert wurden.

Die Reihenfolge der Montage entspricht der Anordnung im Reiter Motive und kann dort durch Verschieben der Einträge angepasst werden.

Abbildung 10: Die Montage mit gewähltem Eintrag Motivreihenfolge berücksichtigen mit gewähltem Reiter Motive

3.2.3. Nur ein Motiv pro Spalte/Zeile verwenden

Ist die Option Nur ein Motiv pro Spalte/Zeile verwenden aktiviert, wird innerhalb jeder Spalte bzw. Zeile ausschließlich dasselbe Motiv platziert.

Abbildung 11: Die Montage mit gewähltem Eintrag Nur ein Motiv pro Spalte/Zeile verwenden mit gewähltem Reiter Motive

4. Spezialfälle im Nesting

Für den Montagemodus Nesting stehen spezifische Funktionen zur Verfügung, die – abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Industrie – gezielt eingesetzt werden können.

4.1. Einzelne Motive im Nesting einheitlich ausrichten

In der Wellpappenindustrie sowie im Textildruck dürfen bestimmte Motive innerhalb eines Nestings nicht unterschiedlich gedreht werden. In der Wellpappenindustrie ergibt sich dies aus konstruktiven Vorgaben, die in oder quer zur Wellenrichtung ausgelegt sind. Im Textildruck kann eine abweichende Drehung hingegen zu deutlich unterschiedlichen Farbergebnissen führen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss die Möglichkeit bestehen, ausgewählte Motive eines Nestings einheitlich auszurichten. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Erstellen Sie ein Nesting mit mehreren Motiven.
  2. Wählen Sie in den Nesting Optionen im Auswahlmenü Drehung den Eintrag Nicht einheitlich drehen aus. Durch die Auswahl kann es im Nesting dazu kommen, dass einzelne Motive auf Grund der Optimierung gedreht montiert werden.
  3. Das Symbol [44] unterhalb des Motivs zeigt an, dass das Motiv die Drehung aus den Nesting Optionen übernimmt und somit nicht einheitlich gedreht werden darf.

Abbildung 12: Eine Montage mit Motiven in unterschiedlicher Drehung

  1. Über das Symbol [45] kann die Drehung für das ausgewählte Motiv individuell festgelegt werden. Durch diese Einstellung wird der im Auswahlmenü Drehung der Nesting Optionen definierte Wert für dieses Motiv außer Kraft gesetzt. Für jedes Motiv stehen folgende Optionen zur Verfügung:
    • Von Nesting Optionen – die Drehung des Motivs entspricht der in den Nesting Optionen gewählten Einstellung.
    • Einheitlich drehen – das Motiv wird innerhalb der gesamten Montage einheitlich ausgerichtet. Die konkrete Drehung (0 oder 90) wird automatisch vergeben und kann nicht manuell bestimmt werden.
    • Nicht einheitlich drehen – das Motiv kann in der Montage unterschiedlich gedreht werden, selbst wenn in den Nesting Optionen eine feste Drehung (z. B. 0) für alle Motive definiert wurde.
    • Vom Motiv übernehmen – die Drehung des Motives wird vom Motiv selbst übernommen, die eingestellte Drehung in Nesting Optionen wird dabei ignoriert.
    • 0° Rotieren – das gewählte Motiv wird nicht gedreht.
    • 90° Rotieren – das gewählte Motiv wird um 90° einheitlich gedreht
    • 180° Rotieren – das gewählte Motiv wird um 180° einheitlich gedreht
    • 270° Rotieren – das gewählte Motiv wird um 270° einheitlich gedreht

Achten Sie beim Nesting somit immer auf das Symbol zum Drehen unterhalb des Motivs. Achten Sie aber auch darauf, ob kein Motiv bereits eine Technische Farbe [46] besitzt, bevor Sie im Montage-Editor im Reiter Endverarbeitung eine Schneidelinie hinzufügen, da sonst doppelte Schneidelinien zum Schneiden erzeugt werden.

Abbildung 13: Eine Montage mit Motiven in unterschiedlicher Drehung und einem einheitlich gedrehten Motiv

Artikel Update: Workflow 1.22.0 – 11/2025

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