Erfahren Sie in diesem Artikel,
- was unter einer Montage verstanden wird,
- welche Möglichkeiten es gibt, eine Montage durchzuführen,
- was unter dem Datei-Manager verstanden wird und
- wie die Benutzeroberfläche im Montage-Editor aufgebaut ist.
1. Allgemeines
Die Montage umfasst den Vorgang, Druckmotive eines Produktionsauftrags manuell oder regelbasiert auf einer zuvor definierten Montagefläche anzuordnen und dadurch eine gemeinsame Ausgabe am Drucksystem zu ermöglichen.
Die Durchführung der Montage erfolgt im Montage-Editor, der entweder in einem eigenständigen Dialog oder als Arbeitsschritt innerhalb eines Produktionsauftrags geöffnet wird. Nach dem Start des Montage-Editors wählen Anwender zunächst den gewünschten Montagemodus aus. Dieser legt fest, ob Motive manuell auf der Montagefläche platziert oder anhand vordefinierter Regeln automatisch angeordnet werden.
Im Workflow stehen fünf verschiedene Modi zur Verfügung:
- Manueller Modus – ermöglicht das freie Platzieren von Motiven auf der Montagefläche – analog zu einem Zeichenbrett.
- Nesting – ordnet Motive regelbasiert so an, dass das verfügbare Material möglichst effizient genutzt wird.
- Step Repeat – ordnet Motive regelbasiert in Zeilen und Spalten an.
- Tiling – teilt große Druckmotive regelbasiert in reproduzierbare Einheiten auf.
- Stanzform – platziert Motive in den Platzhaltern (Einzelnutzen) des ausgewählten Mehrfachnutzens.
- Gebundenes Produkt – ordnet mehrere Druckseiten regelbasiert für ein gebundenes Produkt zusammen.
Nach Auswahl eines regelbasierten Modus erfolgt die Berechnung der Anordnung anhand der gewählten Parameter. In die Berechnung fließen sämtliche im Produktionsauftrag verfügbaren Motive und deren Eigenschaften ein, unter anderem:
- Motivgröße
- Drehungsanweisungen
- erforderliche Stückzahlen
- hinzugefügte Marken, Beschriftungen sowie druckende und technische Linien
- gegebenenfalls platzierte variable Daten
Die abschließend erzeugte Montage wird vom Workflow als PDF abgelegt und zur Ausgabe an das RIP übergeben bzw. als PDF an das Zielverzeichnis ausgegeben.
2. Datei-Manager
Der Datei-Manager ist ein eigenständiger Bereich, der Anwendern einen direkten und schnellen Zugriff auf Artikel und Motive der Bereiche Artikel, Auftrag und Produktionsauftrag ermöglicht. Er unterstützt sowohl die gezielte Suche nach vorhandenen Artikeln und Motiven als auch das Hochladen neuer Druckdaten im Bereich Artikel in den Workflow. Die Filtermöglichkeiten im Datei-Manager können je nach gewähltem Modus leicht variieren.
2.1. Benutzeroberfläche
Der Datei -Manager steht im Montage-Editor auf der linken Seite zum Ausklappen zur Verfügung. Um auf ihn zuzugreifen, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie den Montage-Editor, indem Sie den Menüpunkt Automatisierung > Montage-Editor auswählen.
- Sollte der Datei-Manager nicht eingeblendet sein, klicken Sie am linken Rand des Montage-Editors auf den Pfeil [6].
Der Datei-Manager ist in fünf Bereiche unterteilt:
- Menüpunkte (oranger Bereich) [1] – bietet die Möglichkeit in die Bereiche Artikel, Auftrag oder Produktionsauftrag zu wechseln. Abhängig von der Auswahl des Menüpunktes können sich die nachfolgenden Bereiche leicht unterschiedlich darstellen.
- Suche (roter Bereich) [2] – bietet die Möglichkeit, nach Artikeln, Sammlungen sowie nach Motiven – in den Menüpunkten Auftrag und Produktionsauftrag – zu suchen.
- Navigation (grüner Bereich) [3] – bietet die Möglichkeit, in der Liste der Artikel bzw. Motive zu navigieren bzw. die Anzahl der anzuzeigenden Datensätze zu bestimmen.
- Aktionen (magenta Bereich) [4] – bietet Werkzeuge an, um die Listendarstellung zu verändern, ausgewählte Artikel und Motive auszuwählen, zu löschen oder der Montage hinzuzufügen sowie die Sortierung in der Liste der Motive zu beeinflussen.
- Liste (blauer Bereich) [5] – zeigt die aktuell gefundenen Artikel bzw. Motive an.
Abbildung 1: Der Datei-Manager mit ausgewähltem Menüpunkt Artikel
2.2. Funktionen
Im Datei-Manager werden drei Hauptfunktionen – das Hochladen von Druckdaten, das Suchen nach Artikeln, Sammlungen oder Motiven und das Bereitstellen der Motive für die Montage – angeboten.
2.2.1. Hochladen von Druckdaten
Druckdaten können in den Workflow auf unterschiedliche Weise – Schnelldruck, Stapelverarbeitung, Hotfolder oder Neuanlage eines Artikels, Auftrags oder eines Produktionsauftrags – hochgeladen werden. Auch im Datei-Manager können zusätzlich Artikel in den Workflow hochgeladen werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie den Datei-Manager im Montage-Editor.
- Wählen Sie den Menüpunkt Artikel [7] aus. Sollte der Bereich zum Suchen/Auswählen von Artikeln nicht eingeblendet sein, so müssen Sie zuerst den Bereich durch Klick auf den Pfeil [10] einblenden.
- Wollen Sie die hochzuladenden Druckdaten einer Sammlung zuweisen, wählen Sie eine verfügbare Sammlung [8] im Dropdown Menü aus. Wollen Sie eine neue Sammlung erstellen, so klicken Sie auf das + Symbol [9], wodurch sich der Dialog Sammlungen erstellen öffnet. Geben Sie dort den Namen für die Sammlung ein und bestätigen Sie den Dialog. Die neue Sammlung ist dann ausgewählt.
- Beginnen Sie nun mit dem Hochladen von Druckdaten, indem Sie auf das + Symbol [11]. Dadurch öffnet sich der Dialog Datei öffnen Ihres Betriebssystems. Wählen Sie die gewünschten Druckdateien aus und beginnen Sie den Hochladevorgang.
- Nach einer gewissen Zeit werden die soeben hochgeladenen Druckdaten als Artikel in der Liste angezeigt.
Abbildung 2: Der Bereich zum Hochladen und Suchen von Artikeln im Datei-Manager
2.2.2. Suchen nach Druckdaten
Die Suche nach Druckdaten erfolgt in den drei Menüpunkten – Artikel, Auftrag und Produktionsauftrag – etwas unterschiedlich.
- Suche im Menüpunkt Artikel [14] – die Liste der Artikel kann nach Sammlungen [12] und/oder nach Artikelnamen [13] durchsucht werden. Wird zuerst eine Sammlung ausgewählt und anschließend der Artikelname eingegeben, wird nur innerhalb der Sammlung nach dem Artikelnamen gesucht.
- Suche im Menüpunkt Auftrag [17] – die Liste kann nur nach der Auftragsbezeichnung [18] durchsucht werden. In der Liste werden auf der ersten Ebene die Aufträge [15] angezeigt. Durch Klick auf den Pfeil [19] öffnet sich die zweite Ebene, worauf dann alle Motive [16] des Auftrags angezeigt werden.
- Suche im Menüpunkt Produktionsauftrag [23] – die Liste kann nur nach dem Namen eines Produktionsauftrags [22] durchsucht werden. In der Liste werden auf der ersten Ebene [20] die Produktionsaufträge und durch das Aufklappen darunter die Motive [21] des Produktionsauftrags angezeigt.
Abbildung 3: Die Suchbereiche der Menüpunkte Artikel, Auftrag sowie Produktionsauftrag
2.2.3. Druckdaten der Montage hinzufügen
Nachdem die gewünschten Artikel bzw. Motive gefunden wurden, stehen diese in der Liste der Motive zur Auswahl bereit. Die Darstellung der Einträge wird über die Optionen Große Vorschaubilder [24] und Kleine Vorschaubilder [25] gesteuert. Bei großen Vorschaubildern werden zusätzliche Informationen zum Artikel angezeigt – aufgrund der erweiterten Darstellung können jedoch weniger Einträge gleichzeitig in der Liste dargestellt werden.
Die Reihenfolge der Einträge kann durch Auswahl von Sortierung nach ID [32] bzw. Sortierung nach Namen [33] bestimmt werden. Ohne aktive Auswahl erfolgt die Reihung standardmäßig nach der internen fortlaufenden ID.
Innerhalb der Liste können einzelne oder mehrere Einträge ausgewählt werden. Die Anzahl der aktuell markierten Elemente wird im Feld Anzahl [26] angezeigt.
Abbildung 4: Die Aktionsbereich und Liste des Menüpunktes Artikel
Folgende weitere Tätigkeiten können mit ausgewählten Listeneinträgen erledigt werden:
- Der Montage hinzufügen [27] – über das »+« werden die ausgewählten Motive der Montage hinzugefügt. Alternativ können Sie die Motive aber auch per Drag und Drop auf die Montagefläche des Montage-Editors ziehen. Ob bereits hinzugefügt Motive/Artikel in der Liste weiterhin angezeigt werden sollen, kann durch Aktivieren der Option Verwendete Artikel ausblenden/einblenden [30] bestimmt werden.
- Bearbeiten [28] (steht nur für Artikel zur Verfügung) – mit dieser Funktion können Artikel umbenannt [34], von einer Sammlung entfernt [35] oder einer Sammlung hinzugefügt werden.
- Löschen [29] (steht nur für Artikel zur Verfügung) – mit dieser Option werden Artikel unwiderruflich gelöscht.
- Aktualisieren [31] – mit dieser Option wird die Liste wieder neu geladen und aktualisiert.
Abbildung 5: Der Dialog Artikel bearbeiten des Datei-Managers
3. Montage-Editor
Der Montage-Editor ist eine eigenständige Applikation, die entweder über Automatisierung > Montagen oder über den Reiter Montage innerhalb eines Produktionsauftrags geöffnet werden kann. Der Funktionsumfang entspricht in beiden Varianten demselben Verhalten. Wird der Montage-Editor jedoch als separate Applikation gestartet, steht zusätzlich eine eigene Menüleiste zur Verfügung.
3.1. Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche des Montage-Editors ist in sechs Bereiche (inklusive Datei-Manager) aufgebaut.
- Menüleiste (magenta Bereich) [36] – in diesem Bereich stehen Menübefehle – Montage, Speichern und Schließen – zur Verfügung, die für den Umgang mit dem Montage-Editor benötigt werden.
- Montage Neu – erstellt eine neue Montage.
- Montage Öffnen – öffnet einen bestehenden Produktionsauftrag im Montage-Editor, womit die aktuelle Montage angepasst werden kann.
- Montage Speichern unter – speichert die aktuelle Montage in einem neuen Produktionsauftrag ab.
- Speichern – speichert die vorgenommenen Änderungen in der Montage für den aktuellen Produktionsauftrag ab.
- Schließen – schließt die aktuelle Montage. Sollten Änderungen nicht gespeichert sein, so werden Sie aufgefordert entweder die Änderungen rückgängig zu machen oder die Änderungen für die aktuelle Montage im Produktionsauftrag zu speichern.
- Anzeige [40] – darin werden Optionen zur Darstellung verschiedener Rahmen (z. B. ImageBox, ImageBox + Anschnitt, Ränder) sowie zur Verbesserung der Anzeigequalität angeboten.
- Zoomfaktors – ermöglicht die Auswahl der Vergrößerung oder Verkleinerung der Ansicht.
- Informationen [41] – zeigt bestehende Fehler und Warnungen in einem Dialog an. Ergänzende Informationen umfassen unter anderem die Anzahl der zu druckenden Exemplare sowie die Anzahl der auf dem Bogen platzierten Motive.
- Datei-Manager (gelber Bereich) [37] – bietet die Möglichkeit, Druckdaten hochzuladen und nach Artikeln und Motiven in den Bereichen Artikel, Auftrag und Produktionsauftrag zu suchen, um die gewählten Motive der Montage hinzuzufügen.
- Werkzeugleiste (roter Bereich) [38] – stellt Werkzeuge zur Bearbeitung der Montage zur Verfügung.
- Montagefläche (grüner Bereich) [39] – zeigt die Montagefläche an, auf der die eigentliche Montage erfolgt.
- Einstellungsbereich (blauer Bereich) [42] – in diesem Bereich werden – gruppiert in die fünf Reiter Allgemein, Zeichenfläche, Motive, Marken und Endfertigung – alle Einstellungen und Funktionen bereitgestellt, die für die Parametrierung einer Montage benötigt werden. Hier wählen Anwender den gewünschten Montagemodus, legen eine Montagevorlage (Regelwerksbeschreibung) fest und konfigurieren den Montagebogen. Zusätzlich werden Informationen zur effektiven Größe des Montagebogens, zur daraus resultierenden Gesamtfläche sowie zum Ausnutzungsgrad zwischen bedruckten und unbedruckten Bereichen angezeigt.
Abbildung 6: Die Benutzeroberfläche des Montage-Editors
Während die Menüleiste selbsterklärend ist, die Aktionsleiste im Abschnitt Durchführen einer Montage beschrieben wird und der Datei-Manager bereits zuvor detailliert erläutert wurde, werden die weiterführenden Funktionen der verbleibenden Bereiche in den folgenden Abschnitten behandelt.
3.1.1. Montagefläche mit Werkzeugleiste
Die Montagefläche stellt den grauen Bereich dar. Objekte, die über die Montagefläche hinausstehen, werden in der Ausgabe entsprechend abgeschnitten. Die Werkzeugleiste wird in jedem Montage-Modus angezeigt. Je nach Modus kann sich die Werkzeugleiste sowohl hinsichtlich der Anzahl der Werkzeuge als auch hinsichtlich des Zugriffs auf die Werkzeuge unterschiedlich darstellen. Folgende Werkzeuge stehen im Montage-Editor zur Verfügung:
- Auswahl-Werkzeug [43] – wird im manuellen Modus zur Auswahl einzelner Motive auf dem Montagebogen verwendet, um diese zu verkleinern, zu vergrößern, zu verschieben oder einfach auszuwählen. Klicken Sie in einen leeren Bereich des Montagebogens, um die Auswahl von markierten Objekten aufzuheben.
- Objekterzeugende-Werkzeuge [44] – enthält Werkzeuge zur Erstellung von Montage-Objekten wie Linien, Rechtecke, Ellipsen, Pfade und Text sowie ein Werkzeug zu deren Auswahl.
- Beschneiden-Werkzeug [45] – ist ein Hilfsmittel zum Beschneiden von ausgewählten Motiven am Montagebogen im Manuellen Modus.
- Raster-Werkzeug [46] – dient im Manuellen Modus zum Erzeugen von regelmäßigen Platzhaltern.
- Messen-Werkzeug [47] – kann verwendet werden um Abstände auf der Montagefläche zu messen.
- Hand-Werkzeug [48]- dient zum Verschieben des angezeigten Ausschnitts im Montage-Editor.
- Ein-/Auszoomen-Werkzeug [49] – wird zum Ein- bzw. Auszoomen des angezeigten Bereichs verwendet. Ein- und Auszoomen ist auch über die Tastenkürzel möglich.
- Auf Breite anpassen und Auf Höhe anpassen [50] – wird verwendet, um die Ansicht auf den Montagebogen in der Höhe oder in der Breite anzupassen.
Abbildung 7: Werkzeugleiste des Montage-Editors
3.1.2. Einstellungsbereich
Am rechten Rand des Montage-Editors befindet sich der Bereich, in dem abhängig vom Montagemodus verschiedenste Einstellungsbereiche zur Verfügung stehen. Der Bereich ist in fünf Reiter – Allgemein, Zeichenfläche, Motive, Marken und Endfertigung – unterteilt.
Reiter »Allgemein«
Im Reiter Allgemein stehen die wichtigsten Parameter – Vorlagen für Platten, Montagebogen, Montage-Modus und Montage sowie die Angabe zur Größe des Montagebogens –, die zur Berechnung der Montage herangezogen werden, zur Verfügung.
Abbildung 8: Die Einstellungsbereiche des Reiters Allgemein des Montage-Modus Nesting
Reiter »Zeichenfläche«
Im Reiter Zeichenfläche stehen die Layoutparameter sowie die Platzierungsparameter für die Zeichenfläche, thematisch in einzelne Einstellungsbereiche gegliedert, zur Verfügung.
Die Anzahl der angezeigten Einstellungsbereiche richtet sich nach dem gewählten Montage-Modus. Die Beschreibung der jeweiligen Parameter erfolgt in den eigenen Artikeln zu den einzelnen Montagemodi im Abschnitt Montage. Einstellungsbereiche können durch einen Klick auf den Pfeil [51] in der Kopfzeile des jeweiligen Bereichs ein- bzw. ausgeklappt werden.
Abbildung 9: Die Einstellungsbereiche des Reiters Zeichenfläche des Montage-Modus Nesting
Reiter »Motive«
Im Reiter Motive werden alle Motive, die sich aktuell im Produktionsauftrag befinden, angezeigt. Folgende Funktionen stehen in diesem Reiter zur Verfügung:
- Reihenfolge verschieben – durch einfaches Verschieben eines Motivs kann die Reihenfolge in der Liste verändert werden. Abhängig vom gewählten Montage-Modus kann dies Auswirkungen auf das Endergebnis der Montage haben.
- Motive auswählen – es können – wie in der Liste der Artikel im Datei-Manager – einzelne bzw. mehrere Motive ausgewählt werden. Sie können alle Motive auf einmal auswählen [58] bzw. die vorgenommene Auswahl aufheben [58]. Wie viele Motive aktuell ausgewählt sind, wird durch die Information [59] angezeigt.
- Motive außerhalb des Montagebogens entfernen [52] – diese Funktion steht nur im manuellen Modus zur Verfügung.
- Motive bearbeiten [56] – durch Klick auf das Werkzeug öffnet sich der Dialog Ausgewählte Motive bearbeiten. Darin kann die Anzahl der Kopien, die Skalierung sowie die Sichtbarkeit für das einzelne Motiv oder für alle ausgewählten Motive geändert werden.
- Motive löschen [57] – dadurch wird das Motiv aus der Montage und somit aus dem Produktionsauftrag gelöscht. Das Motiv wird dabei nicht aus dem Workflow gelöscht. Es steht weiterhin entweder als Artikel oder als Motiv im Workflow zur Verfügung.
- Motive der Montage hinzufügen [55] (steht nur im Manuellen Modus zur Verfügung) – durch Klick auf das Werkzeug wird das gewählte Motiv entsprechend der gewählten Kopien der Montage hinzugefügt. Alternativ können die Motive aber auch per Drag und Drop auf die Montagefläche gezogen werden. Im regelbasierten Montage-Modus werden alle Motive automatisch in der Montage verwendet; ein manuelles Hinzufügen ist nicht erforderlich.
- Motive drehen [53] (steht nur im Manuellen Modus zur Verfügung) – diese Funktion steht nur im manuellen Modus zur Verfügung. Durch die Wahl einer Drehung werden beim Platzieren die Motive automatisch rotiert. Im regelbasierten Montage-Modus sind Drehungsparameter im Einstellungsbereich Optionen zu bestimmen.
- Technische Farbe [54] – das Vorhandensein des Symbols visualisiert dem Anwender, dass eine oder mehrere technische Farben im Motiv vorhanden sind. Ein Klick auf das Symbol zeigt, welche Farben vorhanden sind.
- Motive ersetzen [60] (steht nur im Manuellen Modus zur Verfügung) – damit kann ein ausgewähltes Motiv in der Montage durch ein anderes Motiv aus der Liste ersetzt werden.
Abbildung 10: Der Reiter Motive des Montage-Modus Manuell
Reiter »Marken«
Im Reiter Marken stehen Hilfsobjekte zur Verfügung, die in unterschiedlichen Montagesituationen benötigt werden. Diese Hilfsobjekte können in allen Montage-Modi verwendet werden und umfassen:
- Marken – ermöglichen das Hinzufügen verschiedener Druckmarken, die für Schneideprozesse oder zur Positionsbestimmung auf der Montage benötigt werden.
- Beschriftungen – bietet Informationen in Form eines Textes oder kodiert in einem Barcode auf dem Druckbogen und erleichtern die Zuordnung der gedruckten Motive in der Endfertigung.
- Linien – fügen druckende Linien an definierten Seitenrändern hinzu, die als Schneidekanten in der Endfertigung dienen.
- Ösen – ermöglichen das Platzieren von Ösen an ausgewählten Kanten eines Motivs, einschließlich definierbarer Größe, Randabstände und Abstände zwischen den Ösen.
- Bogen-ID – ergänzt den Bogen um einen Barcode oder QR-Code mit der eindeutigen Information zum gedruckten Bogen. Die Bogen-ID muss dabei vom Drucker auf dem Bogen dynamisch erzeugt werden.
Abbildung 11: Der Reiter Marken ohne hinzugefügtes Hilfsobjekt
Reiter »Endfertigung«
Im Reiter Endfertigung stehen Funktionen zur Verfügung, die nachgelagerte Prozesse in der Fertigung betreffen. Dazu gehört insbesondere das automatische Erstellen von Schneidelinien, um diese anschließend an das ausgewählte Schneidegerät zu übertragen.
Soll eine Schneidelinie automatisch für die Motive erzeugt werden, aktivieren Sie im Auswahlmenü Hinzufügen [61] die Option Standard. Über die darin enthaltenen Parameter legen Sie die Position mit Versatz, den Eckentyp, die Linienstärke, die Farbe sowie den Überdrucken-Status der Schneidelinie fest.
Für die Übergabe der erzeugten Schneidelinie an ein angeschlossenes Schneidegerät wählen Sie das gewünschte Schneidegerät [62] und – sofern vorhanden – die Materialeinstellungen des Geräts [63]. Änderungen an Registermarken [64] oder Barcodes [65] für das Schneidegerät können durch Aufklappen der jeweiligen Einstellungsbereiche vorgenommen werden.
Abbildung 12: Der Reiter Endverarbeitung
4. Durchführen einer Montage
Nachdem Sie sich mit der Oberfläche des Datei-Managers und des Montage-Editors vertraut gemacht haben, können Sie mit dem Erstellen einer Montage beginnen. Folgen Sie dazu der nachstehenden Anleitung. Die Beschreibung bezieht sich auf eine neu angelegte Montage, die abschließend in einem Produktionsauftrag gespeichert wird.
- Öffnen Sie den Montage-Editor durch Aufrufen des Menüs Automatisierung > Montage-Editor. Wählen Sie + Neue Montage erstellen.
- Im Dialog Neue Montage definieren Sie die grundlegenden Parameter für Ihre Montage. Sie können eine bereits erstellte Vorlage [66] verwenden oder die erforderlichen Paramater manuell bestimmen. Dazu gehören Drucker [67] und Druckkonfiguration [68] anhand welcher das Material, Materialausprägung, Farbstrategie und Zielverzeichnis gewählt werden.
- Über die Schaltfläche Montagebogengröße können Sie die Materialausprägung verwenden oder über Benutzerdefiniert die Breite und Höhe [69] des Montagebogens selbst bestimmen.
- Wählen Sie den gewünschten Montage-Modus [70] und, falls schon eine Montage-Vorlage erstellt wurde, die gewünschte Montage-Vorlage [71] aus.
- Klicken Sie auf Erstellen [72].
Abbildung 13: Der Dialog Neue Montage des Montage-Editors für den Montage-Modus Step & Repeat
- Sie gelangen in den Montage-Editor mit einer leeren, grauen Zeichenfläche. Dort können Sie im auf der rechten Seite des Editors gelegenen Bereich weitere Einstellungen konfigurieren.
- Wollen Sie beispielsweise Marken oder Ränder für den Montagebogen definieren, klicken Sie im Reiter Allgemein [73] das Symbol Montagebogen konfigurieren [74]. Dadurch öffnet sich der Dialog Montagebogen konfigurieren, worin Sie die gewünschten Einstellungen zur Größe und den Rändern sowie zu den Marken für den Montagebogen vornehmen können. Es können noch weitere Einstellung für Allgemein, Beschriftungen, Farbbalken, Medienkeile & Marken sowie die Bogen-ID vorgenommen werden.
- Selektieren Sie die Option Beschneiden [76] für die Höhe und die Breite, wenn der Montagebogen sich automatisch auf die minimale Größe in der Ausgabe reduzieren soll. Beachten Sie jedoch, dass sich der Ausnutzungsgrad immer auf des beschnittenen Formates berechnet wird.
Abbildung 14: Der Dialog Montagebogen konfigurieren
- Schließen Sie die Konfiguration des Montagebogens durch Klick auf Vorlage sichern [77] ab. Sie haben nun alle Vorkehrungen getroffen, damit die Berechnung bestimmt, für welche Größe die Montage durchgeführt werden soll.
- Öffnen Sie den Datei-Manager an der linken Seite des Montage-Editors. Laden Sie die gewünschten Druckdaten in den Workflow hoch oder suchen Sie die zu verarbeitenden Artikel bzw. Motive.
- Markieren Sie die Motive im Datei-Manager und fügen Sie diese durch Drag und Drop der Montage bzw. dem noch nicht gespeichertem Produktionsauftrag hinzu. Durch das Hinzufügen der Motive werden diese sofort basierend auf der eingegebenen Kopienanzahl auf der Montagefläche entsprechend den Vorgaben montiert.
- Wollen Sie noch Änderungen hinsichtlich der Anzahl der Kopien bzw. der Skalierung an den Motiven vornehmen, öffnen Sie den Reiter Motive an der rechten Seite des Montage-Editors und wählen Sie darin die Motive aus, die Sie noch ändern wollen. Klicken Sie auf das Werkzeug Bearbeiten und geben Sie die gewünschte Stückzahl sowie die für die Montage zu verwendende Skalierung ein.
- Durch die Bestätigung der Eingabe wird die Montage entsprechend der neuen Parameter neu berechnet.
- Nachdem nun bekannt ist, wie viele Motive in welcher Stückzahl und Größe montiert werden sollen, wählen Sie den Reiter Zeichenfläche aus. Wählen Sie die gewünschten Werte für Ihren Montage-Modus aus. Die Montage wird erneut neu berechnet und entsprechend den Eingaben angepasst. Sollten beim Montieren Fehler auftreten, so wird die Anzahl [41] (Abbildung 6) der Fehler und Warnungen in der Aktionsleiste angezeigt.
- Fügen Sie dann noch die gewünschten Marken, Linien, Beschriftungen und Ösen im Reiter Marken und erzeugen Sie die Schneidelinie für die Motive im Reiter Endfertigung.
- Werden die getroffenen Einstellungen in der Produktion immer wieder verwendet, so speichern Sie sich diese Einstellungen in den Einstellungsbereichen einfach als Montage-Vorlage durch Klick auf Speichern [75] (Abbildung 14) ab.
Abbildung 15: Die fertige Montage
- Erzeugen Sie nun einen Produktionsauftrag mit Motiven und der Montage, indem Sie auf Speichern [78] in der Menüleiste klicken.
- Im Dialog Montage sichern müssen Sie nun nur noch den Auftragsnamen [79] für den Produktionsauftrag vergeben und auf Sichern drücken. Alternativ können Sie auch die Referenz zum Artikel bzw. Motiv trennen [80], womit Änderungen an Motiven im Produktionsauftrag nicht am Originalmotiv Ihres Auftrages bzw. Artikels vorgenommen werden.
Abbildung 16: Der Dialog Montage sichern
Artikel Update: Workflow 1.21.2 – 12/2025





