Benutzerhandbuch

3.57 Motiv zuzüglich Anschnitt maskieren

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Voraussetzungen für diese Korrektur gegeben sein müssen und
  • wie Sie die Korrektur anwenden können.

1. Einführung

In der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW steht die Korrektur Motiv zuzüglich Anschnitt maskieren zur Verfügung. Das Ziel dieser Korrektur ist es, das Motiv in einem definierten Abstand entlang einer bestehenden Schneidelinie außerhalb oder auch innerhalb zu maskieren.

2. Allgemeines

Die Korrektur Motiv zuzüglich Anschnitt maskieren kann verwendet werden, wenn Sie das Motiv auf den unbedingt erforderlichen Beschnitt maskieren und dadurch die Tintenkosten reduzieren möchten. Darüber hinaus können Sie mit dieser Korrektur das Motiv so maskieren, damit mehrere Motive in der Montage ineinander verschachtelt montiert werden können.

Die Korrektur finden Sie in der Fußzeile des Bereichs Dokument Informationen im Reiter Druckdaten eines Artikels, Auftrags bzw. Produktionsauftrags oder im Reiter Datenkorrektur.

3. Beschreibung der Korrektur

Mit dieser Korrektur kann das Motiv einerseits in einem definierten Abstand entlang der gefundenen Schneidelinie maskiert werden. Andererseits können der Endformatrahmen auf die Schneidelinie und der Anschnittrahmen auf den gewählten Abstand gesetzt werden. Beim Ausführen der Korrektur werden außerdem der Medienrahmen und der Maskenrahmen auf die Größe des Anschnittrahmens gesetzt.

3.1. Voraussetzungen und Funktionsweise

Damit diese Korrektur wie vorgesehen funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Die Schneidelinie bzw. die Kontur, entlang derer eine Maskierung erfolgen soll, ist im Motiv bereits als Sonderfarbe angelegt.
  • Im Motiv können auch weitere Schneidelinien – z. B. zum Ausbrechen von Haltegriffen – vorhanden sein.
  • Die Schneidelinie bzw. die Kontur, entlang derer eine Maskierung erfolgen soll, sollte einen durchgehenden Pfad bilden. Abhängig von der gewählten Funktion kann auch eine gefüllte Fläche maskiert werden.
  • Die gesuchte Sonderfarbe muss nicht systemweit als Technische Farbe eingerichtet sein, da der Anwender die Korrektur auch auf alle anderen Sonderfarben anwenden kann.
  • Die Schneidelinie bzw. die Kontur, entlang derer eine Maskierung erfolgen soll, sollte auf Überdrucken eingestellt sein. Eine aussparende Schneidelinie wird durch diese Korrektur nicht auf Überdrucken umgestellt.
  • Der Beschnitt für das Motiv muss bereits vorhanden sein, da durch diese Korrektur kein Beschnitt erzeugt wird.

Abbildung 1: Der Dialog der Korrektur Motiv zuzüglich Anschnitt maskieren

Korrektur: Endformatrahmen auf Stanzkontur setzen

Beim Maskieren eines Motivs zuzüglich Anschnitt können Sie auf folgende Optionen zurückgreifen:

  • Vorlagen [1] – Einstellungen, die im Dialog gewählt werden, können als Vorlage gespeichert und somit auf andere Artikel/Motive angewendet werden. Die Vorlagen können außerdem innerhalb von Korrekturketten sowie in den Vorgängen Korrekturen anwenden und Motiv prüfen und Korrekturen anwenden verwendet werden.
  • Maskiere an [2] – hier stehen zwei Optionen zur Auswahl. Welche Option zu wählen ist, hängt davon ab, wie die Schneidelinie erstellt wurde.
    • Kontur (durchgezogen/gestrichelt/gepunktet) – diese Option ist zu wählen, wenn die Kontur als klassische Kontur angelegt wurde. Dabei ist es unerheblich, ob die Kontur durchgezogen, gestrichelt oder gepunktet im Motiv angelegt ist. Die Kontur wird in diesem Fall als Vektorpfad interpretiert, weshalb gestrichelte und gepunktete Konturen kein Problem darstellen. Der Endformatrahmen wird, wenn die Option »Endformatrahmen (TrimBox) auf Sonderfarbobjekt setzen« gewählt ist, mittig zur Linienstärke angelegt.
    • Fläche  bzw. durchgezogene Kontur – diese Option ist zu wählen, wenn die Kontur als klassische Kontur oder als Fläche angelegt ist. Die Kontur muss dabei als durchgezogene Linie im Motiv angelegt sein. Für den Fall einer gestrichelten bzw. gepunkteten Kontur würden die Lücken der Kontur ebenfalls maskiert werden. In diesem Fall wird die Kontur nachgezeichnet und muss daher durchgezogen sein. Beachten Sie bei einer Fläche, dass der Endformatrahmen auf die äußere umschließende Position gesetzt wird.
  • Endformatrahmen (TrimBox) auf Sonderfarbobjekt setzen [3] – aktivieren Sie diese Option, wenn der Endformatrahmen (TrimBox) auf die ausgewählte Sonderfarbe gesetzt werden soll. Soll die Position des Endformatrahmens erhalten bleiben, muss diese Option deaktiviert werden.
  • Nur außerhalb [4] – bei Auswahl dieser Option wird nur die äußere Begrenzung der Schneidelinie verwendet. Innenliegende Bereiche, die ausgeschnitten werden müssen, werden somit nicht maskiert. Beachten Sie, dass diese Option nur verfügbar ist, wenn in der Option Maskiere an die Einstellung Kontur (durchgezogen/gestrichelt/gepunktet) gewählt wurde.
  • Sonderfarbe [5] – wählen Sie hier die Sonderfarbe aus, die für die Maskierung verwendet werden soll.
  • Beschnitt [6] – bestimmen Sie hier den Abstand, der für eine Maskierung herangezogen werden soll. Wählen Sie für den Variablen Inhalt [7] den gewünschten Platzhalter – Datenbankfeld bzw. Benutzerdefiniertes Feld – aus, aus dem der Wert für den Anschnitt entnommen werden soll.

3.2. Vorher/Nachher

In der Ausgangsdatei »Clip_Print_Item_Start.pdf« befindet sich die Schneidelinie »CutContour«, die für die Maskierung verwendet werden soll.

  • Die zu druckenden Bereiche des Motivs reichen weit über den erforderlichen Anschnitt hinaus.
  • Alle Seitenrahmen befinden sich auf derselben Position. Der Endformatrahmen entspricht nicht den tatsächlichen Abmessungen des beschnittenen Objekts.

Das Motiv soll mit einem Abstand von 3 mm maskiert und der Endformatrahmen korrekt an der Position der Schneidelinie platziert werden. Darüber hinaus soll der Anschnittrahmen an den maskierten Bereich angepasst und der Medien- und Maskenrahmen auf dieselbe Position wie der Anschnittrahmen gesetzt werden.

Durch Ausführen der Korrektur entsteht die korrigierte Datei »Clip_Print_Item_End.pdf«. Dadurch wird die zu druckende Fläche erheblich reduziert und somit eine deutliche Einsparung an Tintenkosten erzielt.

Abbildung 2: Gegenüberstellung der Ausgangs- und Zieldatei

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Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW 2.3.0 – 10/2026

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