Veröffentlichungsdatum: 31.08.2026
In diesem Artikel erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der
- Neuerungen in Version 2.1 sowie der
- Verbesserungen, die für Anwender umgesetzt wurden.
Eine Übersicht über die neuen Funktionen finden Sie im Artikel Release Notes 2.1.
1. Neuerungen
In diesem Abschnitt erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der Neuerungen, die in den Bereichen des Montage-Editor, der Automatisierung von Prozessen, der Benutzeroberfläche, der API sowie im Bereich der Datenprüfung und Datenkorrektur implementiert wurden.
1.1. Montage-Editor
Mit Version 2.1 wurden bestehende Funktionen im Montage-Editor erweitert und optimiert. Folgende Neuerungen und Verbesserungen wurden dabei implementiert:
1.1.1. Step & Repeat – Eine Spalte pro Motiv
Im Montage-Editor wurde in dieser Version für den Montage-Modus Step & Repeat die Option Eine Spalte pro Motiv implementiert. Dadurch wird sichergestellt, dass jedes Motiv auf der Montage lediglich in einer Spalte vorkommt.
Diese Funktion steuert die Verteilung von Motiven im Nutzenraster eines Step & Repeat: Ist sie aktiv, darf dasselbe Motiv nur in einer einzigen Spalte des Rasters montiert werden. Innerhalb dieser Spalte kann das Motiv über alle Zeilen hinweg wiederholt werden, darf jedoch nicht zusätzlich in weiteren Spalten platziert werden. Die übrigen Spalten werden entweder mit anderen Motiven belegt oder bleiben frei. Sinnvoll ist diese Funktion vor allem bei der Verarbeitung von Rollenetiketten: Da jede Spalte nach dem Druck als eigene Bahn geschnitten und aufgewickelt wird, enthält jede fertige Rolle sortenrein nur ein Motiv. Ein Vermischen von Varianten innerhalb einer Rolle wird dadurch ausgeschlossen.
Beachten Sie, dass die Aktivierung dieser Option den Abfall in der Etikettenproduktion erhöht. Die Gründe dafür sind:
- Da ein Motiv nur eine Spalte belegen darf, kann freier Platz in anderen Spalten nicht mit demselben Motiv aufgefüllt werden.
- Je größer die Auflagenunterschiede zwischen den Motiven sind, desto höher fällt der Materialverlust aus, da die gesamte Bahn so lange laufen muss, bis die höchste Auflage erreicht ist.
Gehen Sie zur Aktivierung der Option folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Automatisierung > Montage-Editor.
- Öffnen Sie die gewünschte Montage in der gewünschten Dimension.
- Öffnen Sie im Reiter Zeichenfläche den Bereich Rastereinstellungen.
- Aktivieren Sie die Funktion Spalten/Zeilen sortenrein halten [1].
- Aktivieren Sie anschließend die angezeigte Funktion Nur eine Spalte pro Motiv [2].
- Ziehen Sie nun die gewünschten Motive auf die Zeichenfläche, um die Montage zu erstellen.
Abbildung 1: Die neue Funktion Nur eine Spalte pro Motiv
Option ist nicht sichtbar
Beachten Sie, dass die Option in Version 2.1 nur sichtbar ist, wenn die Option Spalten/Zeilen sortenrein halten aktiviert ist. In zukünftigen Versionen wird diese Einschränkung nicht mehr bestehen.
1.1.2. Nesting – Motivreihenfolge berücksichtigen
In dieser Version wurde die Funktion Motivreihenfolge berücksichtigen im Montage-Modus Nesting verbessert. Die Funktion ist für die mehrseitige Ausgabe [3] verfügbar und kann nur bei aktivierter Strategie Verhältnis Kopien beibehalten [4] verwendet werden.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Funktion für die mehrseitige Ausgabe zu aktivieren:
- Navigieren Sie zu Automatisierung > Montage-Editor.
- Erstellen Sie die gewünschte Montage im Montage-Modus Nesting mit den gewünschten Motiven.
- Aktivieren Sie die Option Mehrseitige Ausgabe [3] und, falls gewünscht, Bogenduplikate entfernen.
- Wählen Sie in den Nesting Optionen unter Strategie [4] die Option Verhältnis Kopien beibehalten aus.
- Legen Sie unter Layout [5] fest, ob das Nesting zeilenweise oder spaltenweise aufgebaut werden soll.
- Wählen Sie unter Anordnung [6] die Option Motivreihenfolge berücksichtigen aus. Die Motive werden nun in der Reihenfolge, in der sie im Reiter Motive definiert sind, montiert.
- Öffnen Sie bei Bedarf den Reiter Motive [7], um die Reihenfolge der Motive auf der Montage durch Ziehen und Ablegen zu ändern.
Abbildung 2: Der Reiter Zeichenfläche mit der Funktion Motivreihenfolge berücksichtigen sowie der Reiter Motive
1.1.3. Stanzform – Mehrfachnutzen-Nummerierung
Für die Mehrfachnutzen-Nummerierung wurde in dieser Version den Zahlen »6« und »9« [8] jeweils ein Punkt hinzugefügt. Dadurch können die beiden Zahlen auch bei gedrehtem Mehrfachnutzen sofort unterschieden werden.
Abbildung 3: Der Mehrfachnutzen-Editor mit der neuen Nummerierung
1.1.4. Platzierungsreihenfolge – Farbcode für Linien zum Umschließen von Montagegruppen
In Version 2.1 wurde die aus Version 2.0.0 bekannte Funktion Farbwerte für Beschriftungen dynamisch ableiten erweitert und auch für Linien um Gruppen im Montage-Modus Nesting verfügbar gemacht. Dafür wurde die Option Vom Benutzerdefinierten Feld ableiten integriert. Damit kann die Linienfarbe dynamisch pro Motiv anhand eines benutzerdefinierten Feldwerts für eine Montagegruppe bestimmt werden. Bis zu dieser Version war es lediglich möglich, für die Umrahmung von Gruppen eine Farbe zu wählen.
Damit die Linienfarbe um jeden Auftrag in der Montage gezeichnet wird, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Legen Sie unter Administration > Einstellungen > Benutzerdefinierte Felder ein benutzerdefiniertes Feld für den Auftrag an, z. B. mit dem Namen Color Code.
- Hinterlegen Sie für den Auftrag [9] den entsprechenden Farbnamen oder Farbcode.
Abbildung 4: Der Dialog Auftrag bearbeiten mit dem Wert blue im benutzerdefinierten Feld Color Code
Mögliche Farbnamen
Eine Liste der möglichen Farbnamen für ein benutzerdefiniertes Feld finden Sie unter folgendem Link:
https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/CSS/Reference/Values/named-color
- Wählen Sie im Einstellungsbereich Einstellungen für die Platzierungsreihenfolge in der Montage die Option Gruppieren / Sortieren [14].
- Aktivieren Sie im Dialog Gruppieren und Sortieren die Option Linie um Gruppe erzeugen [10].
- Vergeben Sie die gewünschte Konturstärke [11] für die Linie um das gewählte Gruppenfeld.
- Wählen Sie anschließend die Vom Benutzerdefinierten Feld ableiten [12] aus.
- Wählen Sie das zuvor erstellte benutzerdefinierte Feld [13] – z. B. Color Code – aus.
- Klicken Sie auf Speichern.
Abbildung 5: Der Dialog Gruppieren und Sortieren mit der Konturfarbe
- Führen Sie optional noch eine Optimierung des Nestings durch, um die Materialausnutzung zu verbessern.
- Die Montage wird nun mit den jeweiligen Gruppen von Motiven angezeigt, die mit der definierten Linienfarbe umrahmt sind.
Abbildung 6: Eine optimierte Montage mit auftragsbezogenen Konturlinien zur Kennzeichnung des jeweiligen Auftrags in den Farben red, grey und blue
Konturlinien nach einer Optimierung
Auch nach einer Optimierung werden die Konturlinien um aufgeteilte Gruppen eines Auftrags weiterhin in den jeweils korrekten Farben dargestellt. Dies ist in der vorherigen Abbildung am Beispiel des Auftrags mit dem Color Code grey ersichtlich.
1.1.5. Marken – Registration
In dieser Version wurde die Möglichkeit zur Eingabe der Konturstärke für die Marke »Registration« im Reiter Marken sowie in der Montagebogenkonfiguration entfernt.
Abbildung 7: Die Marke Registration im Reiter Marken (links) sowie in der Montagebogenkonfiguration (rechts)
1.1.6. Farbwähler
In Version 2.1 wurde der Farbwähler für mehrere Marken vereinheitlicht. Die Farbeinstellungen folgender Marken und Umgebungen sind davon betroffen:
- Montage-Editor > Montagebogenkonfiguration > Marken
- Trägerbalken
- BOBST Power Register
- Vision Marken
- Vision Hybrid
- Linien
- Masterdata Marken wie Center Marks, Corner Marks, Rectangle und Sphere
- Montage-Editor > Reiter »Marken«
- Schnittmarken
- Masterdata Marken wie Center Marks, Corner Marks, Rectangle und Sphere
- Montage-Editor > Reiter »Endfertigung«
- Fotoba
Abbildung 8: Der standardmäßige Farbwähler
1.2. Check-in Prüf- und Korrekturvorlage
Mit Version 2.1 wurden im Umfeld der Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen folgende Neuerungen implementiert:
1.2.1. Korrektur »Technische Sonderfarben aufbereiten« – Neuer Schritt
Die in Version 2.0.0 eingeführte Korrektur »Technische Sonderfarben aufbereiten« wurde in dieser Version um den 5. Schritt Objekte, die in einer Technischen Sonderfarbe definiert sind, werden einer Processing Steps Ebene zugewiesen (ISO 19593) [16] erweitert. Darin werden folgende zwei Optionen angeboten:
- Objekte werden den Processing Steps Ebenen zugewiesen – bestehende Zuweisungen werden überschrieben – Mit dieser Option werden bestehende Zuweisungen entsprechend der Anforderungen für Processing Steps angepasst. Objekte können sich danach auf anderen Ebenen befinden.
- Objekte werden keinen Processing Steps Ebenen zugewiesen – mit dieser Option deaktivieren Sie die empfohlene Vorgehensweise für den Spezialfall, dass es zu Komplikationen in einer Druckdatei kommt.
Abbildung 10: Der Dialog Technische Sonderfarben aufbereiten
1.2.2. Korrektur entfernt – »Sonderfarben auf Ebene verschieben«
Im Zuge der Implementierung der Korrektur Technische Sonderfarben aufbereiten wurde die Korrektur Sonderfarben auf Ebene verschieben obsolet. Diese wurde daher aus der aktuellen Version entfernt.
1.2.3. Korrektur erweitert – »Inhalt unsichtbarer Ebenen entfernen und auf sichtbare Ebenen reduzieren«
Im Zuge der Implementierung der Korrektur Technische Sonderfarben aufbereiten wurde die Korrektur Inhalt unsichtbarer Ebenen entfernen und auf sichtbare Ebenen reduzieren um die Funktion Processing Steps Ebenen ausnehmen erweitert. Damit bleiben nach der Ausführung der Korrektur alle Processing Steps Ebenen erhalten.
Abbildung 11: Die Korrektur Inhalt unsichtbarer Ebenen entfernen und auf sichtbare Ebenen reduzieren im Check-in Prüf- und Korrekturprofil
1.2.4. Normalisierung von Druckdaten – Allgemeine Verbesserungen
Es wurden weitere Änderungen im Umfeld der Normalisierung von Druckdaten implementiert. Diese sind:
- Option »Alternativfarbwerte für Sonderfarben anpassen«: Die in Administration > Einstellungen > Prüfungen / Korrekturen im Reiter Allgemein angebotene Option führte beim Hochladen von Druckdaten dazu, dass der Prüfvorgang zweimal durchgeführt werden musste, wodurch sich die Verarbeitungszeit verdoppelte. Mit dieser Version wurde dieser Vorgang optimiert, sodass der zweite Durchgang nicht mehr erforderlich ist.
- Optimierung der Prüfdauer bei umfangreichen Dokumenten: Die Prüfungen der Check-in Prüf- und Korrekturvorlage wurden auf QuickCheck umgestellt. Damit können komplexe und mehrseitige Dateien bis zu 90 % schneller verarbeitet werden. Folgende interne Prüfungen wurden dabei optimiert:
- Sonderfarbauszüge finden
- Schrift ist nicht eingebettet
- Alle Sonderfarben finden
- Intern verwendete JavaScript-basierte Prüfungen
- Finden von Treffern auf Seiten- bzw. Dokumentebene: Das Ermitteln der Treffer zur Anzeige der Hinweise am Motiv nahm zu viel Zeit in Anspruch. Das Prüfprofil wurde hinsichtlich dieses Schritts optimiert, und viele Prüfungen von Sonderfarben werden nun über QuickCheck ermittelt.
- Weitere Umstellung auf QuickCheck: Weitere Prüfungen wie »Seitenskalierungsfaktor verwendet« und »Komplexer Datenstrom« wurden auf QuickCheck umgestellt, um die Informationen schneller auszulesen und somit die Check-in-Zeit zu reduzieren.
1.3. Freigabeprojekt
Im Umgang mit Freigaben sowie bei deren Anzeige im Freigabeportal wurden verschiedene Änderungen zur Verbesserung der Benutzerführung implementiert. Folgende Bereiche sind davon betroffen:
1.3.1. Dialog zum Erstellen eines Freigabeprojekts – Verbesserung
Im Dialog »Freigabeprojekt hinzufügen« wurden verschiedene Änderungen zur Vereinfachung der Benutzerführung umgesetzt.
Reiter »Allgemeine Einstellungen«
Im Reiter Allgemeine Einstellungen wird das Feld Ablaufdatum [17] ab dieser Version als verpflichtend markiert, um sicherzustellen, dass die Filterung nach abgelaufenen Projekten korrekt funktioniert.
Abbildung 12: Der Reiter Allgemeine Einstellungen mit dem Ablaufdatum
Reiter »Report-Einstellungen«
Beim Anlegen eines Freigabeprojekts wurden in dieser Version im Reiter Report-Einstellungen [18] die Optionen Anwendung und Sprache entfernt, da sie keinen praktischen Nutzen hatten.
Abbildung 13: Der Dialog Freigabeprojekt hinzufügen mit dem Reiter Report-Einstellungen
Reiter »Freigabeoptionen«
Im Reiter Freigabeoptionen [19] gibt es nun eine klarere Auswahl, ob und wie eine E-Mail-Benachrichtigung versendet wird. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Keine Benachrichtigung [21]
- Versand über den integrierten E-Mail-Service [20] – Hierbei muss zusätzlich noch eine E-Mail-Vorlage [23] ausgewählt werden
- Versand über das lokale E-Mail-Programm [22]
Bei den beiden letzten Varianten werden die Felder Absender- [25] und Empfänger-E-Mail-Adresse [24] angezeigt und müssen zwingend ausgefüllt werden. Bei der Option »Keine Benachrichtigung« bleiben diese Felder ausgeblendet.
Abbildung 14: Der Dialog Freigabeoptionen mit den E-Mail-Einstellungen
1.3.2. Verbesserungen im Dashboard »Freigabeprojekte«
Das Dashboard wurde in mehreren Punkten überarbeitet. Dazu zählen die folgenden Änderungen:
- Freigeben – Ab Version 2.1 zeigt ein neues Symbol an, wo eine Freigabe [26] erteilt werden kann.
- Erneut laden nach dem Löschen – Wird eine Freigabe in der Detailansicht gelöscht [27] und die Ansicht anschließend geschlossen, aktualisiert sich die Übersicht automatisch, sodass der aktuelle Zustand korrekt angezeigt wird.
- Freigabegruppe – Die Suche nach Freigabegruppe wurde aus den Filtern entfernt, da diese Funktion noch nicht zur Verfügung steht.
Abbildung 15: Der Detail-Dialog eines Freigabeprojekts in der Applikation
- Ablehnungsgrund – Ab dieser Version werden alle Ablehnungsgründe in der Detailansicht angezeigt [28] – nicht mehr nur diejenigen, die im Freigabeportal erfasst wurden, sondern auch lokal von Anwendern eingetragene Kommentare.
Abbildung 16: Der Detail-Dialog mit dem Ablehnungsgrund
1.3.3. Benachrichtigungszentrale – Zur Liste der Freigabeprojekte springen
In dieser Version wurde die Funktion bereitgestellt, direkt aus dem Benachrichtigungsdialog zum entsprechenden Freigabeprojekt zu springen. Klicken Sie dazu auf Geh zu [29].
Abbildung 17: Der Dialog Benachrichtigungen mit der Möglichkeit, direkt zum entsprechenden Freigabeprojekt zu wechseln
1.3.4. Freigabereporte – Kleinere Dateigrößen
Die Größe der Freigabereporte kann ab dieser Version verringert werden, indem im Schritt Allgemeine Einstellungen bei der Erstellung eines Freigabeprojekts die Option RGB-Vorschau (keine Separationen im Report) [30] gewählt wird.
Bis zu dieser Version konnten Freigabereporte 150–300 MB erreichen und ließen sich deshalb teilweise nicht per E-Mail versenden. Der Grund dafür war, dass bei Aktivierung der Option Prozessfarben + Sonderfarben [31] jeder Farbauszug als Ebene im PDF gespeichert wurde und keine Option für eine Vorschau mit niedrigerer Auflösung zur Verfügung stand.
Abbildung 18: Der Dialog Freigabeprojekt hinzufügen mit der Möglichkeit, eine reine RGB-Vorschau (keine Separationen im Report) zu erzeugen
1.4. Farbmanagement
Bereits in Version 1.22.2 wurden mit den Profilierungsprojekten eine neue Funktion im Bereich Farbmanagement unter Farbe > Profilierungsprojekte eingeführt. Profilierungsprojekte basieren auf der GMG Color Engine und ermöglichen die vollständige Erstellung und Verwaltung von Farbstrategien – von der Vorlinearisierung über die Linearisierung und Gesamtfarbauftragsbegrenzung erstellen bis hin zur Charakterisierung erstellen. In Version 1.22.2 war diese Funktion ausschließlich für Beta-Kunden mit freigeschalteter Beta-Berechtigung verfügbar.
Seit Version 2.0.0 stehen die Profilierungsprojekte allen neuen Kunden zur Verfügung. Mit Version 2.1 wurden weitere Neuerungen und Verbesserungen im Bereich Farbmanagement umgesetzt.
1.4.1. Drucken von Messvorlage-Charts – Sicherheitszone
Im Reiter Erweitert (bei aktiviertem Expertenmodus) des Teilschrittes Messvorlage-Chart drucken eines Profilierungsprojekts kann ab dieser Version für jede Kante eine Sicherheitszone [32] rund um die Montage definiert werden. Dadurch lässt sich die von der Druckersoftware automatisch erzeugte Spittingbar (Farbkontrollstreifen zur Aktivierung der Düsen) in diesen Randbereich legen, ohne das Messchart zu überlagern.
Abbildung 19: Der Dialog Messvorlage-Chart drucken - Charakterisierung
1.4.2. Messvorlage Chart – Re-Kalibrierungschart
Beim Anlegen von Messvorlage-Charts unter Farbe > Messvorlage-Charts steht neben dem Charakterisierungschart und allen anderen Charttypen nun auch ein Re-Kalibrierungschart zur Verfügung. Ein Re-Kalibrierungschart wird auf Basis eines ausgewählten Kalibrierungscharts mit einem Subset von Patches erstellt – standardmäßig mit ca. 50 % der Patches des Kalibrierungscharts. Die Anzahl der Farbfelder kann jedoch reduziert werden. Dadurch können sich die erzielten Ergebnisse entsprechend verschlechtern.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Chart hinzuzufügen:
- Navigieren Sie zu Farbe > Messvorlage-Charts.
- Klicken Sie in der Menüleiste Hinzufügen.
- Wählen Sie den Eintrag Re-Kalibrierungschart erzeugen aus.
- Im Dialog Re-Kalibrierungschart hinzufügen können folgende Parameter eingestellt werden:
- Farbfelder [33] – Aktivieren Sie dieses Auswahlfeld, um die Farbfelder live anzuzeigen. Die Farbfelder sind auf der X-Achse mit Buchstaben und auf der Y-Achse mit Zahlen versehen.
- Messvorlage-Chart [34] – Aktivieren Sie dieses Auswahlfeld, um das Messvorlage-Chart anzuzeigen, welches anschließend an den Drucker übertragen wird.
- Infoleiste und Seitennavigation [35] – In diesem Bereich können Sie einsehen, wie viele Farbfelder für das Re-Kalibrierungschart verwendet werden und durch die Seiten des Charts navigieren.
- Filter einblenden [36] – Durch einen Klick auf den Pfeil können Sie das dynamisch erstellte Kalibrierungschart analysieren und anzeigen, wo sich Primär-, Sekundärfarben usw. auf dem Chart befinden.
- Reiter »Allgemein« [37] – In diesem Reiter bestimmen Sie Name (optional mit Platzhaltern), Farbkanalkonfiguration, Messgerät und Parametersatz für das Chart. Abhängig vom gewählten Messgerät bzw. Parametersatz kann sich das Layout des Charts deutlich ändern.
- Expertenmodus [38] – Aktivieren bzw. deaktivieren Sie damit den Expertenmodus, um auf weitere Optionen zugreifen zu können.
- Reiter »Erweitert« [39] – In diesem Reiter bestimmen Sie die Qualität, die Feldbreite und -höhe, die Maximale Seitenbreite und -höhe, den Gesamtfarbauftrag, die Maximale Anzahl von Farben, die Max. zusätzliche Prozessfarben (ECG) und die Überdruckenregeln. Dieser Reiter ist nur zugänglich, wenn der Expertenmodus aktiviert ist.
Abbildung 20: Die Reiter Allgemein und Erweitert des Dialogs Re-Kalibrierungschart hinzufügen
Weiterführende Informationen
Welche Funktionen die einzelnen Optionen in den beiden Reitern Allgemein und Erweitert bieten, können Sie im Artikel Messvorlage-Chart drucken nachlesen.
1.4.3. Charakterisierung
Im Teilschritt Charakterisierung eines Profilierungsprojekts wurden in dieser Version drei Neuerungen implementiert.
Grauachsenkorrektur
In Version 2.1 wurde die Funktion der Grauachsenkorrektur aktivieren [40] für das Charakterisierungsprofil unter Farbe > Profilierungsprojekte > Charakterisierung > Charakterisierungsprofil erstellen bereitgestellt.
Mit dieser Funktion können Sie die normalerweise neutral gehaltenen Grautöne in die gewünschte Richtung korrigieren, um die Anmutung des Ausdrucks an eine vergleichbare Vorlage anzupassen. Für die Korrektur stehen zwei Regler – grün/rot auf der Lab-a-Achse [41] und gelb/blau auf der b-Achse [42] – zur Verfügung. Beide Regler können jeweils um bis zu 10 ΔE₀₀ in beide Richtungen eingestellt werden.
Abbildung 21: Der Dialog Charakterisierungsprofil erstellen mit dem Reiter Farbraumanpassung
Eigenes DeviceLink-Profil
Die Grauachsenkorrektur wird als zusätzliches Korrekturprofil zum Materialprofil berechnet und in die Farbtransformationskette (Aneinanderreihung aller DeviceLink-Profile für die Farbraumtransformation eines Farbwertes) eingefügt. Sie wird somit beim Rendern automatisch angewendet.
Weiterführende Informationen zur Grauachsenkorrektur
Weiterführende Informationen zur Grauachsenkorrektur können Sie im Artikel Grauachsenkorrektur nachlesen.
Variationen umbenennen
In Version 2.1 wurde im Schritt Charakterisierung die Möglichkeit bereitgestellt, eine Variation umzubenennen. Durch das Umbenennen der Variation wird auch der Name der referenzierten Farbstrategie entsprechend angepasst.
Gehen Sie zum Umbenennen der Variation einer Charakterisierung folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Farbe > Profilierungsprojekte.
- Öffnen Sie das gewünschte, bereits fertig berechnete Profilierungsprojekt.
- Öffnen Sie den Schritt Charakterisierung.
- Wählen Sie im Einstellungsbereich Variationen [43] die gewünschte Variation aus.
- Klicken Sie auf Bearbeiten [45].
- Im geöffneten Dialog Variation bearbeiten können Sie den Namen [44] sowie die Bemerkung der Variation anpassen.
- Klicken Sie auf Speichern, um die Einstellungen zu übernehmen.
- Der angepasste Name wird auch im Anzeigebereich Details [47] angezeigt.
- Bei Bedarf können Sie die Variation durch einen Klick auf Löschen [46] löschen.
Abbildung 22: Der Dialog Variation bearbeiten
Namen der Farbstrategie ändern
Anwender können durch das Umbenennen der Variation einer Charakterisierung den Namen der Farbstrategie einfach ändern und diesen dadurch an die Produktionsgegebenheiten anpassen. So kann eine aussagekräftige Bezeichnung für die Farbstrategie vergeben werden.
Anzeige der Tinteneinsparungsprofile
Ab dieser Version werden die Tinteneinsparungsprofile – Gering, Mittel und Stark – im Anzeigebereich Details [48] des Schritts Charakterisierung angezeigt.
Abbildung 23: Der Bereich Details mit den Tinteneinsparungsprofilen
Tinteneinsparung als Parameter eines Charakterisierungsprofils
Die Berechnung der Tinteneinsparung ist Bestandteil eines Charakterisierungsprofils, da dadurch zusätzliche Parameter zur Verfügung stehen. Beachten Sie daher, dass beim Laden des Tinteneinsparungsprofils ein vollständiges Charakterisierungsprofil heruntergeladen wird.
1.4.4. Linearisierung – Anzeige der Kurven
Die im Schritt Linearisierung und im Dialog Linearisierungsprofil erstellen angezeigte Chroma-Kurve [49] wird ab Version 2.1 exakt nach der internen GMG-Berechnungslogik (inkl. Weißpunkt) dargestellt und nicht mehr wie bisher anhand einer internen Berechnungsmethode. Dadurch stimmt die angezeigte Kurve nun mit der tatsächlich berechneten Tintenbegrenzung überein.
Abbildung 24: Die Kurvenanzeige für Chroma-Werte
Für den Schwarzkanal wird ab dieser Version in einem separaten Reiter eine Helligkeitskurve [50] anstelle einer Chroma-Kurve angezeigt.
Abbildung 25: Die Kurvenanzeige für die Helligkeit
1.4.5. Linearisierung / Charakterisierung – Verweise auf Beschreibungen im Handbuch
Ab dieser Version werden im Schritt Linearisierung und Charakterisierung zusätzliche Beschreibungen mit direkten Links zu den entsprechenden Artikeln im Handbuch bereitgestellt. Dafür wurden in den Dialogen zusätzliche Zwischenüberschriften eingefügt, um den Umfang der jeweiligen Hilfeartikel besser abgrenzen zu können.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um weiterführende Informationen zu einzelnen Optionen bzw. Einstellungsbereichen aufzurufen:
- Navigieren Sie zu Farbe > Profilierungsprojekte.
- Öffnen Sie das gewünschte Profilierungsprojekt.
- Navigieren Sie zum Schritt Linearisierung bzw. Charakterisierung.
- Öffnen Sie z. B. den Teilschritt Linearisierungsprofil erstellen und klicken Sie auf das Fragezeichen-Symbol [51]. Dadurch wird der entsprechende Artikel Linearisierungsprofile erstellen – Einstellungsmöglichkeiten [53] im Handbuch geöffnet.
- Durch einen Klick auf das andere Fragezeichen-Symbol [52] wird der entsprechende Artikel mit der Beschreibung zum Thema Tintenbegrenzungsparameter geöffnet.
Abbildung 26: Ein Profilierungsprojekt mit geöffnetem Schritt Linearisierung und dem Fragezeichen-Symbol
1.4.6. Profilierungsprojekt anlegen – Gesamtfarbauftragsbegrenzung
Im Dialog Profilierungsprojekt hinzufügen ist im Expertenmodus ab dieser Version die Möglichkeit deaktiviert, die Gesamtfarbauftragsbegrenzung auszuwählen. Der Schritt Gesamtfarbauftragsbegrenzung ist aber dieser Version in jedem Profilierungsprojekt automatisch aktiviert.
Abbildung 27: Der Dialog Profilierungsprojekt hinzufügen
1.4.7. Profilierungsprojekt exportieren
Ab Version 2.1 beinhaltet der Name der exportierten ZIP-Datei den vollständigen Namen des Profilierungsprojekts.
Abbildung 28: Der Name einer exportierten ZIP-Datei
1.4.8. Liste der Profilierungsprojekte – Zusätzliche Informationen
In der Liste der Profilierungsprojekte wurden in dieser Version zwei Neuerungen implementiert. Dazu zählen einerseits die Integration der beiden Schnellfilter »Erstellt« und »Produktionsbereit« [54] sowie andererseits die Anzeige der enthaltenen Schritte [55] eines Profilierungsprojekts in der Fußzeile eines Eintrags.
Abbildung 29: Die Aktionsleiste der Profilierungsprojekte mit den Schnellfiltern
Abbildung 30: Ein Eintrag in der Liste der Profilierungsprojekte mit den Schritten
1.4.9. Kleine Änderungen
Im Menüpunkt Profilierungsprojekt wurden folgende kleinere Änderungen umgesetzt:
Vorlinearisierung
In dieser Version wurde die Bezeichnung des letzten Schritts in »Vorlinearisierungsprofil erstellen« geändert. In der vorherigen Version wurde dieser Schritt als »Vorlinearisierung erstellen« bezeichnet.
Abbildung 31: Der Reiter Vorlinearisierung mit der Schaltfläche Vorlinearisierungsprofil erstellen
Charakterisierung – Sonderfarben
Im Reiter Sonderfarben des Schrittes Charakterisierung wurden folgende Änderungen vorgenommen:
- Der Standardwert für das Eingabefeld Minimaler Prozentwert pro Ausgabekanal [56] wurde auf 2 % gesetzt.
- Der zulässige Eingabewert für das Eingabefeld Minimaler Prozentwert pro Ausgabekanal wurde auf 100 % begrenzt.
Abbildung 32: Der Reiter Sonderfarben mit dem Eingabefeld Minimaler Prozentwert pro Ausgabekanal
Reiter »Übersicht«
Im Reiter Übersicht eines Profilierungsprojekts wird ab Version 2.1 das DitherMixArray [57], welches dem Profilierungsprojekt zugrunde liegt, angezeigt.
Abbildung 33: Der Reiter Übersicht eines Profilierungsprojekts mit dem DitherMixArray
Liste der Profilierungsprojekte
Filter – In dieser Version wurde der Filter ID der Farbkonfiguration durch den Filter Farbkanalkonfiguration [58] ersetzt.
Abbildung 34: Der Dialog Filteroptionen mit der Farbkanalkonfiguration
Wert der Gesamtfarbauftragsbegrenzung – Ab dieser Version wird der Wert der Gesamtfarbauftragsbegrenzung [59], der im Schritt Gesamtfarbauftragsbegrenzung eingegeben wurde, in der Fußzeile des Profilierungsprojekts angezeigt.
Abbildung 35: Die Liste der Profilierungsprojekte mit der Anzeige der Gesamtfarbauftragsbegrenzung
1.5. VDP-Editor
Für den VDP-Editor wurden in dieser Version einige Neuerungen implementiert. Dazu zählen:
1.5.1. Umbau des Reiters »Variable Daten«
Der Reiter Variable Daten eines Motivs oder Artikels wurde in dieser Version vollständig überarbeitet. Damit wurden auch die Funktionalitäten in diesem Bereich grundlegend neu gestaltet. Eine detaillierte Beschreibung der überarbeiteten Funktionalitäten finden Sie im Handbuch im Kapitel VDP-Editor. In den Release Notes geben wir dennoch einen kurzen Überblick über die wichtigsten Änderungen.
Durch die Änderung der Herangehensweise an einen VDP-Auftrag in früheren Versionen wurde eine Überarbeitung der Dialogführung erforderlich. Nachfolgend werden diese Änderungen am Beispiel eines Standard-VDP-Auftrags beschrieben.
Standard-VDP-Auftrag vor Version 2.1
In früheren Versionen wurde ein Standard-VDP-Auftrag folgendermaßen erstellt:
- Hochladen der CSV-Datei zu einem Motiv bzw. Artikel. Dies konnte optional auch nachträglich im VDP-Editor erfolgen.
- Platzieren der variablen Objekte auf dem Motiv bzw. Artikel durch Öffnen des VDP-Editors.
- Speichern der VDP-Einstellungen für das Motiv und Schließen des VDP Editors.
- Erstellen einer Montage für das Motiv bzw. den Artikel im Montage-Editor. Dort wurde auch festgelegt, in welcher Reihenfolge die variablen Elemente auf den Motiven der Montage platziert werden sollten.
- Erstellen des Produktionsauftrags und Festlegen der Druckparameter, einschließlich der Eingabe des Start- und Endwerts für den variablen Auftrag.
- Übermitteln des VDP-Auftrags zum Drucker und Festlegen der Produktionsparameter – In Druckaufträge aufteilen, Start und Endwert, Reihenfolge usw. – für den VDP-Auftrag.
Abbildung 36: Der Reiter Variable Daten vor Version 2.1
Standard-VDP-Auftrag ab Version 2.1
Für einen Standard-VDP-Auftrag sind ab sofort folgende Schritte auszuführen: CSV-Datei hinzufügen (optional) > VDP-Auftragseinstellungen vornehmen > Variable Objekte im VDP-Editor platzieren > Montage erstellen sowie Zum Drucker übertragen. Erstellen Sie ab sofort einen VDP-Auftrag folgendermaßen:
- Hochladen der CSV-Datei zu einem Motiv bzw. Artikel. Dies kann optional auch erst nachträglich im VDP-Editor erfolgen.
- VDP-Auftragseinstellungen vornehmen – Eingabe aller benötigten Parameter, welche zuvor erst im Dialog Zum Drucker übertragen eingestellt werden konnten.
- Platzieren der variablen Objekte auf dem Motiv bzw. Artikel durch Öffnen des VDP-Editors.
- Speichern der VDP-Einstellungen für das Motiv und Schließen des VDP-Editors.
- Erstellen einer Montage und eines Produktionsauftrags, ohne zusätzliche Informationen eingeben zu müssen.
- Übermitteln des VDP-Auftrags zum Drucker. Die in Schritt 2 vorgenommenen Einstellungen können hier noch überschrieben werden. Die benötigten Werte sind jedoch bereits zuvor festgelegt worden.
Über die VDP-Auftragseinstellungen [60] werden ab dieser Version mehrere Schritte, die bis zu dieser Version einerseits im VDP-Editor selbst und andererseits im Montage-Editor, im Produktionsauftrag sowie im Dialog Zum Drucker übertragen ausgewählt werden mussten, vollständig in einem Dialog angeboten. Damit wurde die Benutzerführung zentralisiert und effizienter gestaltet.
Durch einen Klick auf VDP-Auftragseinstellungen wird der gleichnamige Dialog geöffnet, in dem folgende Einstellungen vorgenommen werden können:
- In Druckaufträge aufteilen [61] – Teilen Sie den gesamten VDP-Auftrag beim Rendern in die angegebene Anzahl von Druckaufträgen auf. Damit können Sie einen sehr umfangreichen VDP-Auftrag auf einzelne Rollen aufteilen, die Sie anschließend in den Drucker laden müssen.
- Start bzw. Ende [65] – Setzen Sie den Start- und Endwert und bestimmen Sie damit, welche Datensätze einer CSV-Datei ausgegeben werden sollen.
- Montagereihenfolge [62] – Bestimmen Sie damit die Reihenfolge, in der die variable Daten in der Montage angeordnet werden sollen. Sie können zwischen Horizontalen und Vertikalen Optionen wählen.
- Vertikale Reihenfolge [63] – Legen Sie Einstellungen für die vertikale Reihenfolge fest. Diese Option ist lediglich verfügbar, wenn eine Vertikale Option für die Montagereihenfolge gewählt wurde. Es stehen anschließend die Optionen pro Produktionsauftrag durchführen und über alle Druckaufträge hinweg fortfahren zur Verfügung. Beachten Sie, dass dies nur möglich ist, wenn Sie den Auftrag nicht als Stapel ausgeben.
- In Stapel ausgeben [64] – Aktivieren Sie diese Option, um den Auftrag als Stapel auszugeben. Bei Aktivierung der Option werden die jeweiligen Einstellungen für den Stapel selbst –Stapelgröße, Einzelstapel vervollständigen und Für jeden Stapel eine eigene PDF-Datei erstellen – eingeblendet. Die Aktivierung dieser Option ermöglicht zudem die Erstellung eines Trennblatts. Dazu finden Sie im nächsten Abschnitt Erstellen eines VDP-Stapelauftrags genauere Informationen.
Abbildung 37: Links: Der Reiter Variable Daten mit allen verfügbaren Schritten; Rechts: Der Dialog VDP-Auftragseinstellungen bearbeiten mit den für die Produktion benötigen Optionen
1.5.2. Erstellen eines VDP-Stapelauftrags
In Version 2.1 steht nun erstmalig die Möglichkeit zur Verfügung, variable Daten in Stapel zu gruppieren und z. B. die fortlaufende Nummerierung bzw. die Datensätze aus der CSV-Datei innerhalb des Stapels fortzuführen.
Zur Ausgabe von variablen Daten in Stapeln müssen Sie in den VDP-Auftragseinstellungen die Option In Stapel ausgeben [67] (Abbildung 38) aktiviert haben.
Die folgenden Optionen stehen Ihnen für die Verarbeitung eines VDP-Auftrags in Stapeln zur Verfügung:
- Stapelgröße [68] – Definieren Sie die Stapelgröße, aus der sich die Start- und Endnummer eines Stapels ergeben.
- Einzelstapel vervollständigen [66] – Bestimmen Sie damit, ob der Stapel, falls die Anzahl der Datensätze nicht mit der festgelegten Stapelanzahl aufgeht, automatisch mit Motiven aufgefüllt werden soll. Wenn Sie die Option deaktiviert lassen, kann der letzte Stapel in der Produktion die festgelegte Stapelgröße unterschreiten.
- Für jeden Stapel eine eigene PDF-Datei erstellen [69] – Aktivieren Sie diese Option, um für jeden Stapel eine eigene PDF-Datei zu erzeugen.
Abbildung 38: Der Dialog VDP-Auftragseinstellungen bearbeiten mit den Optionen, die zur Produktion von variable Daten in Stapeln zur Verfügung stehen
Weiterführende Informationen
Eine detaillierte Beschreibung dieses Punkts finden Sie im Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.
1.5.3. Erstellen eines VDP-Stapelauftrags mit Trennblättern
Zwischen den einzelnen Stapeln bzw. Riese können ab dieser Version (optional) Trennblätter eingefügt werden. Auf diesen Trennblättern können verschiedene Inhalte in Form eines Inhaltsverzeichnisses mit Platzhaltern für die einzelnen Stapel sowie für den VDP-Auftrag angebracht werden. So können z. B. der Auftragsname, die Stapelnummer, die erste bzw. letzte Datensatznummer eines Stapels und vieles mehr dafür herangezogen werden.
Zur Erstellung wird das zugrunde liegende Motiv mit seiner technischen Farbe bzw. Schneidelinie verwendet, die als Anhaltspunkt dient. Dabei ist es Ihnen möglich, variable Texte und Barcodes auf der Zeichenfläche im Trennblatt-Editor innerhalb der Umrahmung der Schneidelinie anzubringen.
Eine detaillierte Beschreibung dieses Punkts finden Sie im Handbuch im Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Trennblatt-Editor zu verwenden. Der Editor steht erst zur Verfügung, sobald Sie die Option In Stapel ausgeben aktiviert haben.
- Im Reiter Variable Daten eines Motivs oder Artikels aktivieren Sie in den VDP-Auftragseinstellungen [70] die Option In Stapel ausgeben [67] (Abbildung 38). Dadurch wird der vierte Schritt Trennblatt-Editor [71] eingeblendet.
- Erstellen Sie die variablen Objekte im VDP-Editor für den VDP-Auftrag. Beachten Sie, dass in diesem Fall im Reiter Inhalt ein neues Eingabefeld – Referenz-ID für Trennblatt – zur Verfügung steht. Geben Sie darin eine aussagekräftige Bezeichnung ein, da Sie diese Bezeichnung anschließend am Trennblatt auswählen müssen.
- Klicken Sie nach der Erstellung auf Trennblatt-Editor öffnen [72].
Abbildung 39: Der Reiter Variable Daten mit dem Trennblatt-Editor
- Es öffnet sich der Trennblatt-Editor mit den technischen Farben des Motivs.
- Erstellen Sie mit dem Textwerkzeug [73] alle variable Informationen für das Trennblatt.
- Zum Verbinden der variablen Informationen am Trennblatt mit den gewünschten variablen Objekten aus dem VDP-Editor, wählen Sie den Reiter Inhalt [74] aus.
- Im Eingabefeld Zeichenkette können Sie nun durch einen Klick auf VDP-Element einfügen [75] die variablen Informationen auf dem Trennblatt mit den VDP-Elementen verknüpfen.
Abbildung 40: Der Dialog VDP-Optionen bearbeiten mit den Stapeleinstellungen
Layout des Trennblatts
Das Trennblatt wird im Trennblatt-Editor immer in der Größe des Motivs mit der dazugehörigen technischen Farbe bzw. Schneidelinie angezeigt.
- Es öffnet sich der Dialog Trennblatt-Platzhalter auswählen.
- Folgende variable Trennblatt-Platzhalter [77] sind darin verfügbar. Diese werden jeweils auf ein variables Element referenziert [78]:
- Erster Datensatz des Rieses – Erste Nummer im ersten Stapel des montierten Einzelstapels nach dem Trennblatt (
PAGE_STACK_START) - Letzter Datensatz des Rieses – Letzte Nummer im letzten Stapel des montierten Einzelstapels vor dem nächsten Trennblatt (
PAGE_STACK_END) - Riesnummer – Fortlaufende Nummer der Einzelstapel zwischen zwei Trennblättern (
PAGE_STACK_NUMBER) - Erster Datensatz im Einzelstapel – Erste Nummer des Stapels (
ITEM_STACK_START) - Fortlaufende Nummer der Einzelstapel pro Ries – Stapelnummer pro montiertes Layout. Diese beginnt immer mit 1 im Ries (
ITEM_STACK_NUMBER_PAGE) - Fortlaufende Nummer der Einzelstapel pro VDP-Auftrag – Fortlaufende Stapelnummer über alle Riese hinweg (
ITEM_STACK_NUMBER_DOC) - Letzter Datensatz im Einzelstapel – Letzte Nummer des Stapels (
ITEM_STACK_END)
- Erster Datensatz des Rieses – Erste Nummer im ersten Stapel des montierten Einzelstapels nach dem Trennblatt (
- Klicken Sie auf Platzhalter einfügen [76] (Abbildung 40), um weitere Platzhalter hinzuzufügen. Wählen Sie diese im Dialog Platzhalter auswählen [79] aus.
- Wählen Sie die gewünschten Platzhalter aus und ergänzen Sie diese bei Bedarf um weitere Informationen im Feld Zeichenkette.
Abbildung 41: Links: Der Dialog Trennblatt-Platzhalter auswählen mit den Platzhaltern und dem referenzierten VDP-Element; Rechts: Der Dialog Platzhalter auswählen
Bei der Übertragung des Auftrags an einen Drucker werden die Informationen für jedes Trennblatt ausgegeben, wie in der nachstehenden Abbildung dargestellt.
Abbildung 42: Die Ausgabe eines Trennblatts mit Zusatzinformationen
1.6. Automatisierung
Seit Version 1.19.0 steht Anwendern mit entsprechender Lizenz die Möglichkeit zur Verfügung, Automationsaufträge zu erstellen. Dadurch können individuelle Produktionskonfigurationen für die Herstellung von Druckprodukten definiert und deren Verarbeitung automatisiert werden. In Version 2.1 wurden weitere Neuerungen umgesetzt und bestehende Funktionen optimiert.
1.6.1. Optimierung der Verarbeitung – Fehlerbehebung und Performance-Optimierung
Mehrere interne Abläufe wurden in der Automatisierung optimiert, um redundante Aufrufe zu vermeiden. Dadurch wurde die Systemperformance deutlich verbessert, was zu schnelleren und stabileren Automationsabläufen führt. Im Detail zählen dazu die folgenden Neuerungen:
Folgende Fehlerbehebungen beschleunigen ab dieser Version die Verarbeitung:
- Automationsaufträge wurden beim Ausführen einer Automationsroutine teilweise doppelt erzeugt. [PPDWF-13891]
- Schritte wie »Zum Drucker übertragen« und »Montage-Report exportieren« wurden innerhalb eines Automationsauftrags mehrfach ausgeführt. [PPDWF-13890] [PPDWF-13894] [PPDWF-14098]
- Eine fehlerhafte negative Montagegröße beim Vorgang »Montage erzeugen« wurde behoben. [PPDWF-13892]
- Der Status eines Vorgangs wird nun durchgängig korrekt aktualisiert. [PPDWF-14370]
- Fehler, die durch eine hohe Arbeitslast auf der Datenbank entstehen, wurden behoben. [PPDWF-14043]
- Schneidedateien werden nun für Eingangsdateien anstelle von Ausgangsdateien erstellt. [PPDWF-13890]
Folgende Performance-Optimierungen wurden durchgeführt:
- Optimierung beim Laden von Dateien eines Produktionsauftrags. [PPDWF-10797] [PPDWF-14089]
- Kontinuierliche Ermöglichung von Datenbankzugriffen, da die Datenbank ansonsten gesperrt wird. [PPDWF-13889]
- Vorgang »Montage erstellen« – Für diesen Vorgang wurden folgende Optimierungen durchgeführt:
- Verbesserung des Loggings in Verbindung mit der Option »Sequentielles Verarbeiten«, sodass nicht alle Datensätze in der Warteschlange der zu verarbeitenden Dateien durchsucht werden müssen. [PPDWF-13860]
- Behebung von Fehlern in Verbindung mit der Option »Sequentielles Verarbeiten«. [PPDWF-13859]
- Behebung des Problems, dass Montageaufträge, die den Ausnutzungsgrad erreicht hatte, nicht fertiggestellt wurden. [PPDWF-13883]
- Optimierung beim Löschen von Montagen durch Vermeidung wiederholter Aufrufe aufgrund gesperrter Datensätze oder anderer Blockaden. [PPDWF-13861]
- Optimierung beim Zugriff auf Motive, die sich in der Montage befinden. [PPDWF-14077]
- Optimierung bei der Erstellung eines Montage-Reports – Das Starten von Playwright + Chromium wird ab dieser Version nicht mehr jedes Mal durchgeführt. [PPDWF-13927]
- Reduzierung der Durchläufe beim Abarbeiten von Auftragsstapeln durch Threads. [PPDWF-14266]
- Ermitteln der für den Produktionsauftrag benötigten Informationen nur dann, wenn diese benötigt werden. [PPDWF-14159]
- Übergabe der Produktionsauftrags-ID anstelle des gesamten Produktionsauftrags. [PPDWF-14158]
- Reduzierung der Datenbankzugriffe pro Iteration der Automationsroutine. Die Performance-Schalter wurden in einer Application Property zusammengefasst. [PPDWF-14290]
- Weniger Repository-Aufrufe beim Check-in und beim Aufteilen mehrseitiger PDF-Dateien. [PPDWF-14256]
- Vermeidung von N+1-Abfragen beim Laden von Motiven im Render-Prozess. [PPDWF-14105] [PPDWF-14127]
- Schlankere Datenbankabfragen für Farbstrategien, Motive und Produktionsaufträge. [PPDWF-14272]
- Bulk-Verarbeitung statt Einzelaufrufe bei ZuniComm-Logs, für Insert und Update. [PPDWF-14272] [PPDWF-14265]
- Behebung eines Deadlocks bei der parallelen Erstellung von Produktionsaufträgen durch eine verbesserte Locking-Strategie. [PPDWF-13872]
- Anpassung und Ergänzung der JDBC-/DB-Konfiguration. [PPDWF-14289]
- Reduktion der Abfragesequenz pro Vorgang. [PPDWF-14249]
- Verbesserte Löschroutinen für den Umgang mit sehr vielen Dateien bei Automationsaufträgen. [PPDWF-13701]
- Optimierung der Überprüfung, ob der Ausgabepfad für den Drucker und das Schneidegerät verfügbar ist [PPDWF-14138] [PPDWF-14049]
- Optimierung des Zugriffs auf das Service zur Verwendung und Auflösung von Platzhaltern. [PPDWF-13967]
- Minimierung von Impose Request und Impose Response. [PPDWF-13978]
- Optimierung der Abfrage, ob ein Produktionsauftrag variable Daten enthält. [PPDWF-14053]
1.6.2. Automationsauftrag erstellen – Ressourcenoptimierte Verarbeitung
Ab dieser Version wird beim Erstellen von Automationsaufträgen die Option Ressourcenoptimierte Verarbeitung [81] [82] bereitgestellt. Durch diese Option werden lediglich die notwendigsten Informationen und Vorschaudateien erzeugt und gespeichert. Mit der ressourcenoptimierten Verarbeitung werden die Vorschaudateien für das Motiv reduziert. Eine Vorschaudatei für eine Montage sowie vor dem Check-in wird nicht erstellt.
Die Option ist beim Erstellen eines Automationsauftrags in folgenden Umgebungen verfügbar:
- Artikel > Artikel
- Aufträge > Motive
- Automatisierung > Produktionsroutine
Abbildung 44: Links: Der Dialog Automationsauftrag hinzufügen mit der neuen Option Ressourcenoptimierte Verarbeitung; Rechts: Der Dialog Produktionsroutine hinzufügen mit der Option Ressourcenoptimierte Verarbeitung
1.6.3. Automationsauftrag erstellen – Ausgewählte Artikel/Motive verändern
In Version 2.1 wird in Automationsaufträgen die Option Ausgewählte Artikel/Motive verändern bereitgestellt, mit der bestimmt werden kann, ob ausgewählte Artikel/Motive während ihrer Verarbeitung verändert werden sollen oder ob eine Kopie des jeweiligen Artikels bzw. Motivs verarbeitet werden soll.
Um lediglich die Kopie einer Datei zu verarbeiten, müssen Sie im jeweiligen Dialog die Option Ausgewählte Artikel/Motive verändern [83] [84] deaktivieren. Damit können Sie eine geänderte Version eines Artikels oder Motivs für den Export erzeugen, ohne das Original zu verändern. Wenn Sie die Option aktivieren, wird wie gewohnt eine geänderte Version erzeugt, die das bestehende Motiv bewusst überschreibt.
Die Option ist beim Erstellen eines Automationsauftrags in folgenden Umgebungen verfügbar:
- Artikel > Artikel
- Aufträge > Motive
- Automatisierung > Produktionsroutine
Abbildung 45: Links: Der Dialog Automationsauftrag hinzufügen mit der neuen Option Ausgewählte Artikel/Motive verändern; Rechts: Der Dialog Produktionsroutine hinzufügen mit der Option
1.6.4. Produktionsroutine – Verbesserung der Liste
Ab dieser Version wird in der Liste der Produktionsroutinen ein Standardsatz von Parametern angeboten und die Darstellung vereinheitlicht. Der Standardsatz umfasst die Parameter Beschreibung, Zuletzt ausgeführt, Nächste Ausführung, Nachricht, Ausführungszeit (Cron Exp.), Fehlercode, Motive als Bündel verarbeiten und Produktionskonfiguration.
Bis zu dieser Version wurde die Liste der Produktionsroutinen ohne sinnvolle Standardauswahl der angezeigten Parameter ausgeliefert. Zudem wurden die angezeigten Parameter teilweise nicht benutzerfreundlich dargestellt.
Abbildung 46: Ein Eintrag in der Liste der Produktionsroutinen mit allen angezeigten Parametern
1.6.5. Vorgang »Montageanleitung exportieren«
Für den Vorgang Montageanleitung exportieren wurden folgende Änderungen implementiert:
- Der Dateiname nach Export [85] der Montageanleitung wird ab dieser Version automatisch mit dem Platzhalter
${production_job.name}– dem Namen des Produktionsauftrags – vorbelegt. Bis zu dieser Version war das Feld leer.
Abbildung 47: Der Dialog Produktionskonfiguration hinzufügen mit dem Dateiname nach Export
1.6.6. Vorgang »Montage erzeugen« – Geänderte Einstellungen
Für den Vorgang Montage erzeugen wurden in dieser Version zwei Änderungen implementiert:
- Die Option Verarbeitungsreihenfolge beibehalten [86] ist nur noch für die Montage-Modi Nesting, Tiling und Stanzform verfügbar.
- Die Gruppierungsoption [87] für Tiling und Gebundenes Produkt ist immer auf »Für jedes Motiv« gesetzt.
Abbildung 48: Links: Der Dialog Produktionskonfiguration bearbeiten im Reiter Vorgänge mit der gewählten Option »Verarbeitungsreihenfolge beibehalten«; Rechts: Die Gruppierungsoption »Für jedes Motiv«
1.6.7. Vorgang »Motiv prüfen und weiterleiten an« – Im Bündel verarbeiten
Für den Vorgang Motiv prüfen und weiterleiten an besteht in Version 2.1 ein identifiziertes Problem mit der Weiterverarbeitung von Bündeln. Dieses Problem wird in der nächsten Version 2.2.0 behoben. Der Sachverhalt gestaltet sich folgendermaßen:
Wenn Motive, die als Bündel von der ersten Produktionskonfiguration verarbeitet werden, als Teil des Bündels an eine andere Produktionskonfiguration weitergeleitet werden, können die weitergeleiteten Motive korrekt verarbeitet werden. Die in der ersten Produktionskonfiguration zurückgebliebenen Motive können jedoch nicht weiterverarbeitet werden, da die Bündelgröße nicht mehr stimmt. Dieses offene Problem besteht weiterhin in Version 2.1. Die Lösung dafür wird in der kommenden Version nachgeliefert. Dabei werden Produktionskonfigurationen, welche den Vorgang »Prüfen und weiterleiten an« beinhalten, künftig lediglich für Motive gültig sein, die kontinuierlich verarbeitet werden. Diese Einschränkung ist für den vorgesehenen Einsatz in der Produktion sinnvoll.
1.7. API
Für die API wurde in Version 2.1 folgende Erweiterung bereitgestellt:
1.7.1. Artikel – Sammlung erstellen
In dieser Version wurden zwei Möglichkeiten bereitgestellt:
- Eine Sammlung unter Artikel > Sammlungen anlegen
- Einen Artikel in einer Sammlung anlegen
Die entsprechenden API-Calls dazu lauten: POST articleCollection/create und PATCH articleCollection/{id}
1.8. Benutzeroberfläche
Mit Version 2.1 wurden in der Benutzeroberfläche folgende Funktionen erweitert oder neu bereitgestellt:
1.8.1. Anwenden von Aktionen auf ausgewählte Datensätze
In Version 2.1 wurde die Möglichkeit geschaffen, dass in der Listenansicht ausgewählte Datensätze auch nach dem Anwenden einer Aktion ausgewählt bleiben. Diese Lösung wurde für folgende Listen umgesetzt:
- Produktionsaufträge > Produktionsaufträge
- Aufträge > Aufträge
- Aufträge > Motive
- Administration > Kunden
- Farbe > Farbbücher
- Automatisierung > Hotfolder
- Administration > Drucker
- Farbe > Grid Charts
- Administration > Routinen
- Automatisierung > Produktionsroutine
1.8.2. Technische Farben – Zwei Gruppen
Ab dieser Version werden technische Farben in zwei Gruppen – Technische Farbe [89] und Technische Farbe – Schneiden [88] – eingeteilt. Technische Farben – Schneiden werden beim Check-in aus der Druckdatei extrahiert und als Vektorgrafik (SVG) als Überlagerung auf dem Motiv platziert. Alle restlichen Technischen Farben bleiben im Motiv unverändert erhalten.
Abbildung 49: Der Bereich Zusätzliche Sonderfarben in der Detailansicht eines Artikels bzw. Motivs
1.9. Dialog »Zum Drucker übertragen« – Verwendetes Schneidegerät
Im Dialog Zum Drucker übertragen werden ab dieser Version das verwendete Schneidegerät mit dem dazugehörigen Parametersatz sowie das Material des Schneidegeräts [90] angezeigt. Diese Informationen wurden bis zu dieser Version nicht angezeigt.
Abbildung 50: Der Dialog Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen mit dem Schneidegerät und den dazugehörigen Parametern
1.10. Anwendungsrahmen – Kopfzeile
Für den Anwendungsrahmen wurden in der Kopfzeile zwei Neuerungen in der Benutzeroberfläche implementiert.
1.10.1. Öffnen der Funktionen
Ab dieser Version können alle Funktionen [91] der Kopfzeile aufgerufen werden, auch wenn ein anderer Dialog in der Applikation geöffnet ist. Dies war bis zu dieser Version nicht möglich.
Abbildung 51: Die aktive Kopfzeile der Anwendung bei einem geöffnete Dialog
1.10.2. Reduktion der Kopfzeile
In Version 2.1 wurden Funktionen der Kopfzeile in den Dialog Benutzerkonto verschoben. Dadurch wird die Kopfzeile kompakter.
Zu den Funktionen in der Kopfzeile zählen nun (von links nach rechts in der nachfolgenden Abbildung):
- Spotlight-Suche
- Aktivitäten
- Systemstatus
- Informationen
- Benachrichtigungen
- Zugriff auf die alte Benutzeroberfläche (nur für ausgewählte Benutzergruppen)
- Hilfe zum geöffneten Menü (falls verfügbar)
Abbildung 52: Die Kopfzeile der Anwendung mit dem geöffneten Dialog Benutzerkonto
Benutzerhandbuch
Der Aufruf des Benutzerhandbuches wurde in den Dialog Benutzerkonto verschoben.
2. Verbesserungen
In diesem Abschnitt werden die Verbesserungen beschrieben, die in Version 2.1 an bestehenden Funktionen vorgenommen wurden.
2.1. Spotlight – Globale Suche
In dieser Version wurde eine globale Suchfunktion – die Spotlight-Suche – in der Kopfzeile [93] der Applikation bereitgestellt. Der Kurzbefehl zum Öffnen von Spotlight lautet cmd + K.
Mit dieser Suche können Anwender sehr schnell Menüs, Dateien und Funktionen finden und dorthin navigieren, ohne das jeweilige Menü selbst öffnen zu müssen. In der Spotlight-Suche steht die Möglichkeit zur Verfügung, durch insgesamt 86 Menüeinträge [92] zu navigieren. Innerhalb eines Menüeintrags kann nach einem Treffer durch Eingabe des jeweiligen Namens, Kommentars, der Auftragsnummer, der externen ID, des Kunden, der Substrate oder der Geräte gesucht werden.
Bei umfangreichen Suchergebnissen steht am Ende jeder Ergebnisgruppe die Schaltfläche Weitere Ergebnisse anzeigen zur Verfügung. Anwender können mit den Tastaturpfeilen sowie mit der Enter-Taste [94] durch das Menü navigieren.
Abbildung 53: Links: Der Dialog Spotlight mit den Menüeinträgen; Rechts: Der Dialog Spotlight mit Ergebnissen zu einer Suchanfrage
2.2. Schnelldruck und Stapelverarbeitung – Verwendung Benutzerdefinierter Felder
In dieser Version wird erstmals die Möglichkeit bereitgestellt, im System angelegte benutzerdefinierte Felder für Artikel bzw. Motive sowohl im Schnelldruck als auch in der Stapelverarbeitung einzublenden und somit zusätzliche Metadaten der Druckdatei beim Hochladen mitzugeben.
Die Auswahl der zusätzlichen Felder ist in den Anzeigeoptionen [95] im Bereich Dateien hochladen in folgenden Umgebungen verfügbar:
- Automatisierung > Schnelldruck
- Automatisierung > Stapelverarbeitung
Die Felder selbst werden anschließend für jeden Eintrag in der Liste der hochgeladenen Motive [96] bereitgestellt.
Abbildung 54: Der Bereich Anzeigeoptionen mit den benutzerdefinierten Feldern in der Stapelverarbeitung
2.3. Gamut Viewer
Ab Version 2.1 wird im Gamut Viewer – nur für GMG-Farbstrategien – eine Anzeige bereitgestellt, die die originalen und simulierten Farbwerte für Sonderfarben anzeigt, sofern Sie den Gamut Viewer im Kontext des Motivs aufrufen.
Im Gamut Viewer wird der Originalfarbwert [98] des Farbwerts auf der Gamut-Fläche angezeigt. Der simulierte Wert [97] – dieser wird durch Verschieben in den druckbaren Farbraum erzeugt – stellt den von der GMG Color Engine berechneten Farbort nach dem Mapping dar. Damit ist auf einen Blick sichtbar, wie weit eine Sonderfarbe vom darstellbaren Gamut abweicht.
Abbildung 55: Die Gamut-Anzeige mit Kugeln außerhalb des möglichen Gamuts
2.4. Grid Charts – Verbesserungen
Für die Grid Charts wurden in dieser Version einige Verbesserungen implementiert. Dazu zählen die folgenden:
2.4.1. Neue Vorlagengröße
Ab dieser Version stehen neue Vorlagengrößen [99] – in A2, A1 und A0 – zur Verfügung.
Abbildung 56: Der Dialog Grid Chart hinzufügen mit den Vorlagen
2.4.2. Grid Chart – Farbwerte
In Version 2.1 wurde die Möglichkeit bereitgestellt, ein Grid Chart des Typs Farbwerte [100] für eine ausgewählte Sonderfarbe in den Farbräumen Lab, RGB, CMYK und DeviceN zu erstellen.
Diese Möglichkeit wird ausschließlich im Menüpunkt Farbe > Grid Charts angeboten. Für ein Motiv kann ein Grid Chart des Typs »Farbwerte« lediglich im Farbraum DeviceN erzeugt werden.
Abbildung 57: Der Dialog Grid Chart hinzufügen eines Artikels mit einem Farbwert Grid Chart
2.4.3. Grid Chart – Chromatisch
In dieser Version wird die Möglichkeit bereitgestellt, einen Wert für den Farbwinkel (Hue) [101] auf dem ausgedruckten Chart des Typs »Chromatisch« anzugeben. Damit können Anwender erkennen, welcher Wert dem Farbwinkel (Hue) zugrunde liegt.
Abbildung 58: Ein Grid Chart mit dem Hue (Farbwinkel)
2.4.4. Schaltflächen-Umbenennung
Beim Erstellen eines Grid Charts wird die Schaltfläche zum Speichern und Übertragen eines Grid Charts an den Drucker ab dieser Version mit Speichern & Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen bezeichnet.
Bis zu dieser Version war die Schaltfläche lediglich mit Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen bezeichnet, was irreführend sein konnte.
Abbildung 59: Der Dialog Grid Chart hinzufügen mit der Schaltfläche Speichern & Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen
2.4.5. Einschränkungen
Das Erstellen von Grid Charts für Technische Farben, Hybride Farben und Nicht-druckende Farben ist nicht sinnvoll. Daher werden diese Farbtypen im Dialog Grid Chart hinzufügen nicht mehr angeboten werden.
2.5. Motiv – Anzeige von Korrekturketten und Korrekturen im Protokoll
In dieser Version wurde die Möglichkeit bereitgestellt, anzuzeigen, welche Korrekturkette [102] mit welchen Korrekturen [103] und welchen Werten [104] (Abbildung 61) angewandt wurde. Damit können Benutzer erkennen, welche Korrekturketten und Korrekturen beim Wiederholen eines Auftrags angewandt werden müssen.
Abbildung 60: Der Reiter Protokoll für ein Motiv, auf das eine Korrekturkette mit drei Korrekturen angewandt wurde
Abbildung 61: Der Reiter Protokoll mit der Anzeige der verwendeten Werte für die ausgewählte Korrektur einer Korrekturkette
2.6. Motiv-Editor – Transparenzraster anzeigen
Ab dieser Version kann das Transparenzraster [106] im Motiv-Editor auch angezeigt werden, wenn die Option Hochauflösende Anzeige aktivieren [105] aktiviert ist.
Abbildung 62: Der Reiter Analyse mit einem Motiv in hochauflösender Anzeige und aktiviertem Transparenzraster
2.7. Enfocus Switch Connector
Bereitstellung einer erweiterten Funktion zur Verarbeitung prozessoptimierter Daten in Automationsaufträgen.
Dafür wurde die SwitchProperty argStreamlinedProcessing (Boolean) mit dem Standardwert false verwendet.
3. Kleine Verbesserungen
In dieser Version wurden weitere kleinere Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören:
3.1. Messgeräte anlegen
Beim Anlegen eines Messgeräts wird die Bezeichnung des Messgerätetyps automatisch im Eingabefeld Name [107] vorausgefüllt. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass in späteren Dialogen leichter erkennbar ist, welcher Messgerätetyp ausgewählt wurde.
Abbildung 63: Der Dialog Messgerät hinzufügen mit dem vorausgefüllten Feld Name
3.2. Plattform Software –Jobticket
In dieser Version wurden die Informationen im Jobticket erweitert. Das Jobticket wird zur Ansteuerung von Durst-Druckern in Verbindung mit der Plattformsoftware verwendet.
Folgende Informationen werden nun im Jobticket bereitgestellt:
- Name der Farbstrategie
- ID der Farbstrategie
- Name der Profilierung
- Name des Tinteneinsparungsprofils
3.3. Druckersoftware – Jobticket
Alle profilierungsrelevanten Themen, die für eine Profilierung mit ColorLogic verfügbar waren, werden ab dieser Version auch bei Verwendung eines Profilierungsprojekts (GMG- Implementierung) in das Jobticket geschrieben.
3.4. Download-Optionen für Motiv und Montage
Beim Herunterladen eines Motivs oder einer Montage kann ab Version 2.1 gewählt werden, ob Hybrid Farben enthalten sein sollen oder nicht.
Dazu können Sie im Dialog Motive herunterladen die Option Nur Motiv [108] und anschließend Einschließlich aller Hybrid Farben [109] aktivieren. Im Dialog Montage herunterladen können Sie über das Kontrollkästchen Nur ausgewählte Hybride Farben [110] die gewünschten Farben jeweils an- oder abwählen.
Bis zu dieser Version wurden Hybrid Farben in den Dialogen zum Herunterladen eines Motivs und einer Montage unterschiedlich behandelt.
Abbildung 64: Links: Der Dialog Motiv herunterladen mit der Option Einschließlich aller Hybrid Farben; Rechts: Der Dialog Montage herunterladen mit ausgewählten Hybrid Farben
Hybride Farben einer Montage herunterladen
Beachten Sie, dass bei der Auswahl mehrerer Hybrider Farben alle ausgewählten Hybrid Farben in einer PDF-Datei heruntergeladen werden. Wenn Sie von jeder einzelnen Hybrid Farbe einen Auszug erzeugen möchten, müssen Sie den Download für jede Farbe separat ausführen.
3.5. Zum Drucker übertragen – Skalieren, Drehen, Spiegeln
Nicht montierte Produktionsaufträge, die zum Drucker gedreht, gespiegelt oder skaliert [111] übertragen werden sollen, werden ab dieser Version mit einer internen Korrektur verarbeitet. Damit wird Folgendes für den Anwender sichergestellt:
- Der Status des Motivs wird nach dem Senden nicht auf Montiert geändert. Damit muss zum Senden eines anderen Motivs im Produktionsauftrag nicht zuerst die Montage gelöscht werden.
- Bei einer erneuten Übertragung des Motivs zum Drucker beginnt der Anwender wieder bei Null und muss keine bestehende Skalierung bzw. Drehung usw. zuerst zurücksetzen.
Abbildung 65: Der Dialog Zum Drucker [Name des Druckers] übertragen mit dem Einstellungsbereich Layout
3.6. Einstellungen – Benutzerdefinierte Felder
Ab dieser Version ist es möglich, die inaktiven benutzerdefinierten Felder unter Administration > Einstellungen > Benutzerdefinierte Felder mit der Funktion Inaktive ausblenden [112] auszublenden. Dadurch wird eine kompakte Übersicht der aktiven benutzerdefinierten Felder für die jeweilige Kategorie ermöglicht.
Bis zu dieser Version wurden immer alle Benutzerdefinierten Felder in der Liste angezeigt, wodurch die Übersichtlichkeit bei einer über die Jahre hinweg wachsenden Anzahl an Feldern verloren gehen konnte.
Abbildung 66: Der Menübereich Benutzerdefinierte Felder
3.7. Korrektur »In CMYK konvertieren«
Die Auswahl eines ICC-Profils [113] ist ab sofort in der Korrektur In CMYK konvertieren verpflichtend.
Abbildung 67: Die Korrektur In CMYK konvertieren mit dem verpflichtenden ICC-Profil
3.8. Benutzerrolle – Berechtigung »Expertenmodus«
In Version 2.1 wird die Möglichkeit bereitgestellt, einer Benutzerrolle die Berechtigung Expertenmodus [114] zu erteilen oder zu entziehen. Dadurch können Administratoren festlegen, welche Benutzer den Expertenmodus einsehen und die darin enthaltenen Funktionen nutzen können.
Abbildung 68: Die Berechtigung Expertenmodus im Reiter Global
3.9. Profilierung – Charts
Beim Drucken von Charts mit der ColorLogic-Implementierung werden ab dieser Version auch HTML-Tags, die zur Beschriftung verwendet werden können, korrekt interpretiert.
3.10. Tintenaktualisierung
Die Liste der verfügbaren Tinten für Drucksysteme der Firma Durst wurde mit Version 2.1 auf den Stand von Juni 2026 aktualisiert.



































































