Benutzerhandbuch

VDP-Auftrag vorbereiten

Aktualisiert am

In diesem Artikel erfahren Sie,

  • welche VDP-Auftragseinstellungen gewählt werden können,
  • welchen Einfluss die jeweiligen Parameter haben und
  • wie sich der Reiter Variable Daten im Workflow vor und nach dem Erstellen bzw. Speichern eines VDP-Auftrags verändert.

1. Einführung

Die VDP-Auftragseinstellungen sind ein verpflichtender Vorbereitungsschritt für die Erstellung eines VDP-Auftrags. Erst wenn sie gespeichert sind, kann der VDP-Editor geöffnet werden.

Ein VDP-Auftrag durchläuft in der Praxis folgende Schritte:

  1. Motiv und Bilddaten vorbereiten – dies kann über Korrekturen im Workflow abgebildet werden.
  2. CSV-Datei aufbereiten und hochladen (optional) – die Datei wird im Vorfeld per Datenbank-Export oder in Microsoft Excel erstellt. Siehe Artikel Umgang mit CSV-Dateien.
  3. VDP-Auftragseinstellungen vornehmen – die grundsätzlichen Parameter werden für den VDP-Auftrag gesetzt, dieses Thema ist Gegenstand dieses Artikels.
  4. Variable Elemente im VDP-Editor erstellen und speichern – siehe Kapitel VDP-Editor – im VDP-Editor kann auch das Verlinken auf den Speicherort der Bilddaten erledigt werden.
  5. Trennblatt gestalten (optional, nur bei Ausgabe in Stapeln) – im Trennblatt-Editor. Siehe Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.
  6. Erstellen der Montage in der gewünschten Reihenfolge – diese Aufgabe wird im Montage-Editor des Workflows erledigt, dabei werden die Motive, die mit variablen Daten angereichert werden sollen, wie gewünscht auf dem Montagebogen angebracht.
  7. Ausgabe des VDP-Auftrags auf dem gewünschten Drucker – diese Aufgabe wird direkt im jeweiligen Produktionsauftrag in der Applikation erledigt. Die Montage mit den Motiven, welche mit variablen Daten angereichert wurden, kann direkt zum Drucker übertragen werden.

Einen vollständigen Durchlauf aller Schritte an einem Beispiel zeigt der Artikel Mit Variablen Daten arbeiten.

2. Der Reiter »Variable Daten« bei der Erstellung eines VDP-Auftrags

VDP-Aufträge werden für den ausgewählten Artikel bzw. das ausgewählte Motiv im Reiter Variable Daten angelegt und verwaltet.

2.1. Ausgangslage vor dem Erstellen eines VDP-Auftrags

Um einen VDP-Auftrag anzulegen, müssen Sie zuerst das Motiv auswählen und dann in den Reiter Variable Daten springen. Stellt sich der Reiter Variable Daten wie in Abbildung 1 gezeigt dar, ist das ausgewählte Motiv noch kein Motiv mit variablen Inhalten.

Zu Beginn ist die Schaltfläche zum Öffnen des VDP-Editors ausgegraut – es müssen die VDP-Auftragseinstellungen erstellt und gespeichert sein, bevor der VDP-Editor geöffnet werden kann.

Abbildung 1: Der Reiter Variable Daten zu Beginn des Erstellungsprozesses eines VDP-Auftrags

Produktionsaufträge mit variablen Daten aus Artikeln erstellen

Beachten Sie, dass bei der Erstellung eines Produktionsauftrags aus einem Artikel und anschließender Anreicherung mit variablen Daten, der Artikel nicht verändert wird.

2.2. VDP-Auftragseinstellungen vornehmen

Für die Verwendung des VDP-Editors müssen Voreinstellungen vorgenommen werden, um die Funktionsweise für den variablen Auftrag grundlegend einzustellen. Zum Öffnen der VDP-Auftragseinstellungen gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie ein Motiv bzw. einen Artikel und wechseln Sie dort in den Reiter Variable Daten.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Auftragseinstellungen vornehmen [1].

Abbildung 2: Der Reiter Variable Daten mit den VDP-Auftragseinstellungen

  1. Im geöffneten Dialog VDP-Auftragseinstellungen bearbeiten können Sie nun die grundlegenden Einstellungen für den VDP-Auftrag festlegen. Dazu zählen die folgenden Parameter:
    • In Druckaufträge aufteilen [2] – in diesem Eingabefeld bestimmen Sie, in wie viele Druckaufträge der VDP-Auftrag beim Rendern aufgeteilt werden soll. Mit dem Wert in diesem Feld verteilen Sie einen umfangreichen VDP-Auftrag auf mehrere Druckaufträge, die nacheinander in den Drucker gelangen. Jeder Druckauftrag enthält einen Teil des definierten Datenbereichs. Der Wert »1« bedeutet, dass keine Aufteilung vorgenommen wird.
    • Start [9] – Bestimmen Sie in diesem Bereich ab welchem Startwert der VDP-Auftrag verarbeitet werden soll. Dieser Wert ist frei bestimmbar –er kann z.B. mit dem ersten Datensatz oder dem Wert eines Teilbereichs einer CSV-Datei beginnen oder ohne CSV-Datei als fortlaufende Nummerierung angegeben werden. Es handelt sich bei diesem Feld um ein Pflichtfeld.
    • Ende [8] – Bestimmen Sie in diesem Bereich bis zu welchem Endwert der VDP-Auftrag verarbeitet werden soll. Dieser Wert ist frei bestimmbar – er kann z.B. mit dem letzten Datensatz einer CSV-Datei oder dem Wert eines Teilbereichs einer CSV-Datei enden oder ohne CSV-Datei als Ende der fortlaufenden Nummerierung bestimmt werden. Es handelt sich bei diesem Feld um ein Pflichtfeld.
    • Montagereihenfolge [3] – Legen Sie fest, in welcher Reihenfolge die Datensätze im Montage-Editor auf dem zu rendernden Bogen platziert werden. Es sind die Auswahlmöglichkeiten Horizontal und Vertikal jeweils mit den zusätzlichen Optionen ZickZack, Rückwärts und Rückwärts | ZickZack verfügbar. Es sind insgesamt bis zu acht Kombinationen auswählbar. In nachstehender Infobox finden Sie eine genauere Erklärung dazu.
    • Vertikale Reihenfolge [4] – Diese Option ist nur aktiv, wenn im Feld In Druckaufträge aufteilen ein Wert größer oder gleich »2« eingegeben wird, als Montagereihenfolge Vertikal gewählt ist und die Option In Stapel ausgeben [6] deaktiviert ist. Die Option bestimmt, ob die vertikale Sortierung über alle Druckaufträge hinweg durchläuft oder in jedem Auftrag neu beginnt. Dafür stehen die Auswahlmöglichkeiten pro Produktionsauftrag durchführen (standardmäßig gewählt) sowie über alle Druckaufträge hinweg fortfahren zur Verfügung. Genauere Informationen finden Sie außerdem im bereitgestellten Tooltip (nachfolgende Abbildung rechts).
    • Stapeleinstellungen [5] – In diesem Bereich legen Sie fest, ob und wie der VDP-Auftrag als Stapelproduktion ausgegeben wird. In der Anwendung sind die Stapeleinstellungen beispielsweise für Lose, Chargen oder Etiketten praktisch.
      • In Stapel ausgeben [6] – Aktivieren Sie diese Option, wenn die Datensätze in Stapeln ausgegeben werden sollen. Die übrigen Stapeloptionen werden dann verfügbar. Bei Aktivierung der Option und anschließendem Speichern der VDP-Auftragseinstellungen erscheint außerdem der zusätzliche, optionale Schritt Trennblatt-Editor in der Benutzeroberfläche. Damit ist es Ihnen möglich, zwischen den Stapeln Trennblätter mit Inhaltsverzeichnis einzufügen. Mehr zu den Voraussetzungen für die Stapelausgabe erfahren Sie im Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.
      • Stapelgröße [7] – Legen Sie fest, wie viele Motive bzw. Datensätze ein Stapel enthält. Daraus ergeben sich Start- und Endnummer jedes Stapels.
      • Einzelstapel vervollständigen [10] – Legen Sie fest, ob ein Stapel automatisch mit leeren Motiven aufgefüllt wird, wenn die Anzahl der Datensätze nicht genau die Stapelgröße auffüllt. Ist die Option deaktiviert, kann der letzte Stapel weniger Datensätze enthalten als die Stapelgröße vorgibt.
      • Für jeden Stapel eine eigene PDF-Datei erstellen [11] – Ist diese Option aktiviert, wird für jeden Stapel eine eigene PDF-Datei erzeugt. Ansonsten werden alle Stapel in einer PDF-Datei ausgegeben.
  2. Speichern [12] Sie die getätigten Einstellungen anschließend ab.

Abbildung 3: Links: Der Dialog VDP-Auftragseinstellungen bearbeiten; Rechts: Der Tooltip der Funktion Vertikale Reihenfolge

Montagereihenfolge – Erklärung der Optionen

  • Horizontal – Die Datensätze werden zeilenweise von links nach rechts platziert. Ist eine Zeile voll, geht es in der nächsten Zeile wieder links weiter.
  • Vertikal – Die Datensätze werden spaltenweise von oben nach unten platziert. Ist eine Spalte voll, geht es in der nächsten Spalte wieder oben weiter.

Für die horizontale und vertikale Montagereihenfolge sind noch jeweils folgende Kombinationen verfügbar.

  • ZickZack – Die Laufrichtung wechselt mit jeder Zeile bzw. Spalte. Der nächste Datensatz liegt so immer direkt neben dem vorherigen, ohne Sprung an den Anfang der Zeile.
  • Rückwärts – Die Platzierung beginnt unten rechts statt oben links. Die Reihenfolge läuft also umgekehrt über den Bogen.
  • Rückwärts | ZickZack – Kombiniert beide Zusätze: Start unten rechts, mit wechselnder Laufrichtung je Zeile bzw. Spalte.

Voraussetzungen für die Stapelausgabe

Ein VDP-Auftrag in Stapeln kann nur über einen Produktionsauftrag mit Montage ausgegeben werden. Das Motiv muss eine technische Farbe bzw. Schneidelinie enthalten, auf deren Basis das Trennblatt erstellt wird. Mehr dazu im Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.

Einstellungen nachträglich ändern

Sie können die Auftragseinstellungen jederzeit im Reiter Variable Daten bearbeiten. Beim Übertragen zum Drucker lassen sie sich außerdem im Dialog Zum Drucker übertragen unter Erweitert überschreiben.

3. Der Reiter »Variable Daten« im Anschluss

Nach dem Speichern gestaltet sich der Reiter Variable Daten wie folgt:

3.1. Nach dem Speichern der VDP-Auftragseinstellungen

  • Die gewählten Einstellungen werden in einem eigenen Bereich unter der Schrittleiste angezeigt [13].
  • Die Schaltfläche VDP-Editor öffnen ist aktiv.
  • Wurde die Option In Stapel ausgeben aktiviert, erscheint zusätzlich der optionale Schritt Trennblatt-Editor.

Abbildung 4: Der Reiter Variable Daten nach der Bestimmung der VDP-Auftragseinstellungen

3.2. Nach dem Erstellen variabler Elemente

Ein Motiv wird erst zum VDP-Auftrag, wenn Sie im VDP-Editor mindestens ein variables Element erstellt und gespeichert haben. Der Reiter zeigt dann die gespeicherten Auftragseinstellungen, die Sie jederzeit anpassen können, sowie eine Vorschau des VDP-Auftrags. Alle weiteren Bereiche dieser Ansicht beschreibt der Artikel Konzeption und Benutzeroberfläche.

Nach dem Erstellen und Speichern des VDP-Auftrags, stellt sich der Reiter in Bezug auf die in den vorherigen Abschnitten beschriebenen Einstellungen folgendermaßen dar:

  • Anzeige der VDP-Auftragseinstellungen [14] – in diesem Bereich werden Ihnen die aktuell getätigten VDP-Auftragseinstellungen angezeigt.
  • Vorschau des variablen Auftrags mit Funktionsleiste [15] – hier wird die Vorschaudatei inklusive variabler Elemente angezeigt. In der Live-Vorschau können Sie das Motiv wie im VDP-Editor bewegen und in das Motiv ein- und auszoomen. Es ist außerdem möglich, sich über die Eingabe einer Seitenzahl in der Paginierung [16] einen bestimmten Datensatz anzeigen zu lassen sowie das platzierte variable Element [17] zu begutachten.
  • VDP-Auftragseinstellungen bearbeiten [18] – über diese Schaltfläche können die bereits getätigten VDP-Auftragseinstellungen [14] nochmals überarbeitet werden.
  • VDP-Editor öffnen [19] – Öffnen des VDP-Editors für das gewählte Motiv, um das Layout bzw. den Aufbau des VDP-Auftrags zu ändern.
  • Trennblatt-Editor öffnen [20] – bei getätigten Stapeleinstellungen können Sie über diese Schaltfläche den Trennblatt-Editor öffnen, um damit ein Trennblatt in einem VDP-Auftrag zu erstellen. Lesen Sie mehr darüber im Artikel Erstellen von Stapeln in einem VDP-Auftrag.

Abbildung 5: Der Reiter Variable Daten am Ende des Erstellungsprozesses eines VDP-Auftrags

Weiterführende Informationen zum VDP-Editor

Im Kapitel VDP-Editor finden Sie weiterführende Informationen zu den Einstellungsmöglichkeiten die bei der Anreicherung mit variablen Daten anfallen können.

3.3. Kennzeichnung in der Listenansicht

Die Kennzeichnung eines variablen Auftrags erfolgt in der Benutzeroberfläche durch das Anbringen des entsprechenden Symbols für Variable Daten [21].

Abbildung 6: Die Liste der Produktionsaufträge mit dem Symbol für Variable Daten

Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW Version 2.3.0 – 10/2026

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