Veröffentlichungsdatum: 19.08.2026
In diesem Artikel erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der
- Neuerungen in Version 2.0.0 sowie der
- Verbesserungen, die für Anwender umgesetzt wurden.
Eine Übersicht über die neuen Funktionen finden Sie im Artikel Release Notes 2.0.0 (Major Release).
1. Neuerungen
In diesem Abschnitt erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der Neuerungen, die in den Bereichen Montage-Editor, Automatisierung von Prozessen, Benutzeroberfläche, API sowie im Bereich der Datenprüfung und Datenkorrektur implementiert wurden.
1.1. Montage-Editor
Mit Version 2.0.0 wurden bestehende Funktionen im Montage-Editor erweitert und optimiert. Folgende Neuerungen und Verbesserungen wurden dabei implementiert:
1.1.1. Allgemeine Neuerungen und Verbesserungen
In Version 2.0.0 wurden zwei Verbesserungen am Verhalten des Montage-Editors umgesetzt. Einerseits wurde dabei das Verhalten bei der Drehung von Motiven in Verbindung mit der Vorwinkelung überarbeitet, andererseits die Einhaltung der minimalen Montagehöhe bei Rollenmaterialien verbessert.
Verwendung der Vorwinkelung
Die Drehung von Motiven bei Montagen mit Vorwinkelung wurde vereinheitlicht. Bislang konnte es bei bestimmten Kombinationen aus Vorwinkelungswert und Motivgröße zu einer unerwarteten Drehung des Motivs auf der Zeichenfläche kommen – 180° anstelle von 0° bzw. 270° anstelle von 90°. Mit Version 2.0.0 wird die Vorwinkelung konsistent auf Basis des Motivmittelpunkts berechnet, wodurch das Ergebnis der Drehung nachvollziehbar und reproduzierbar ist – unabhängig von der ursprünglichen Ausrichtung des Motivs.
Minimale Montagehöhe – Rollenmaterial
Die minimale Montagehöhe [1] wird bei Rollenmaterialien ab dieser Version nur in zwingend erforderlichen Ausnahmefällen überschritten. Bislang konnte es vorkommen, dass die minimale Montagehöhe überschritten wurde, wenn ein Motiv, das nur durch Drehen des Motivs auf der Montage platziert werden konnte, montiert wurde. Dadurch wurde die Höhe des nicht gedrehten Motivs als minimale Montagehöhe herangezogen, wodurch zusätzliche Motive platziert werden konnten.
Die minimale Montagehöhe wird bei Rollenmaterialien nur in folgenden Fällen automatisch überschritten:
- Das Motiv ist breiter als die Materialbreite und muss daher gedreht werden, damit es auf der Montage platziert werden kann.
- Das Motiv ist breiter als die minimale Montagehöhe und muss um 90° gedreht montiert werden (siehe nachstehende Abbildung).
- Das Motiv, das länger als die minimale Montagehöhe ist, muss mit 0° Drehung montiert werden.
Abbildung 1: Die Montage mit einem montierten Motiv auf Rollenmaterial, das breiter als die minimale Materialhöhe ist
1.1.2. Farbwerte für Beschriftungen dynamisch ableiten
Ab dieser Version ist es möglich, den Farbwert für die Hintergrundfarbe einer Textbeschriftung dynamisch aus einer Quelle – einem Benutzerdefinierten Feld – abzuleiten.
Damit dies möglich ist, müssen Sie:
- Ein Benutzerdefiniertes Feld – Texteingabe oder Auswahlliste – für das Motiv oder einen Auftrag – anlegen.
- Den Farbnamen oder Farbcode für den Auftrag bzw. das Motiv hinterlegen.
- Eine Textbeschriftung in der Montage, z.B. für das Motiv, anlegen.
- Die Farboption Von Benutzerdefiniertem Feld ableiten [3] bei aktivierter Hintergrundfarbe [2] auswählen.
- Das Benutzerdefinierte Feld [4]– z.B. Color Code – das den Farbcode enthält, im Auswahlmenü auswählen.
- Den Eintrag Fläche in der Option Hintergrund erzeugen als [5] auswählen.
Abbildung 2: Links: Der Einstellungsbereich Farbeinstellungen mit aktivierter Hintergrundfarbe einer Textbeschriftung im Reiter Marken; Rechts: Der Dialog Auftrag bearbeiten mit einem benutzerdefinierten Feld – Color Code – und dem dazugehörigen Wert
Der Farbwert kann im Benutzerdefinierten Feld in folgenden Farbformaten definiert werden:
- CMYK – Durch Eingabe des Farbwerts
cmyk(0,0,0,1) - RGB – Durch Eingabe des Farbwerts
rgb(1,0,0)bzw.rgb255(255,0,0) - Lab – Durch Eingabe des Farbwerts
lab(50,25,-30) - Registermarkenfarbe – Durch Eingabe des Farbwerts
all - Named Colors (CSS) – Durch Eingabe des Farbnamens (eine Liste der verfügbaren Farbnamen finden Sie in der entsprechenden Übersicht)
- HEX-Werte (CSS) – Durch Eingabe des Werts
#FF5733 - Keine Farbe – Durch Eingabe von
none
Anwendungszweck
Nutzen Sie diese Möglichkeit, um Motive, die beispielsweise zum selben Auftrag gehören, farblich zu kennzeichnen. In der Endfertigung können durch eine farbliche Kennzeichnung Fehler reduziert werden, wenn einzelne Motive aus einem Nesting auftragsbezogen zusammengetragen werden müssen.
1.1.3. Farbkontrollstreifen – Erweiterte Textoptionen
In Version 2.0.0 wurden für die Marken Farbkontrollstreifen – Sonderfarben sowie Farbkontrollstreifen – Prozessfarben erweiterte Textoptionen bereitgestellt – dazu gehören die folgende Optionen:
- Tonwerte anzeigen [6] – Aktivieren Sie die Option, um die Tonwerte für den Farbkontrollstreifen einzublenden.
- Versatz – Tonwerte [7] – Bestimmen Sie hier den Versatz zur Marke für die angezeigten Tonwerte.
- Farbnamen anzeigen [8] – Aktivieren Sie die Option, um die Farbnamen für die Farbkontrollstreifen einzublenden.
- Versatz – Farbnamen [9] – Bestimmen Sie hier den Versatz zur Marke für die angezeigten Farbnamen.
Abbildung 3: Der Reiter Marken mit den Farbkontrollstreifen – Sonderfarben und den erweiterten Textoptionen
1.1.4. Schneidegerät »Fotoba« – Hintergrundfarbe
Ab dieser Version ist es möglich, für Fotoba-Marken eine Hintergrundfarbe zu definieren. Aktivieren Sie hierfür unter Farbeinstellungen die Option Hintergrundfarbe [10] und wählen Sie den gewünschten Farbton oder die gewünschte Sonderfarbe aus.
Abbildung 4: Der Reiter Endfertigung mit ausgewähltem Schneidegerät Fotoba
1.1.5. Montage-Modus »Gebundenes Produkt« – Einschränkungen
Im Montage-Modus Gebundenes Produkt wurden in dieser Version zwei Änderungen vorgenommen:
- Es kann nur noch ein Motiv verwendet werden. Bei Versuch, ein weiteres Motiv hinzuzufügen, wird eine Meldung ausgegeben.
- In der Benutzeroberfläche wurden im Reiter »Motive« Symbole entfernt, die nicht mehr verwendet werden können. Es steht weiterhin nur das Symbol Löschen [11] zur Verfügung.
Abbildung 5: Links: Die Meldung beim Versuch, ein weiteres Motiv hinzuzufügen; Rechts: Der Reiter Motive mit dem Symbol Löschen
1.2. Check-in Prüf- und Korrekturvorlage
Mit Version 2.0.0 wurden im Umfeld der Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen folgende Neuerungen implementiert:
1.2.1. Technische Sonderfarben aufbereiten – Handhabung von aussparenden Technischen Sonderfarben mit einem Tonwert von 0 % (Weiße Objekte)
In Version 2.0.0 wurden für die in Version 1.22.2 implementierte Korrektur »Technische Sonderfarben aufbereiten« zwei Erweiterung umgesetzt:
- Ab sofort kann für Technische Sonderfarben mit einem Tonwert von 0 % konfiguriert werden, ob diese entweder »Weiß« und damit aussparend oder überdruckend und damit im gedruckten Ergebnis nicht sichtbar verarbeitet werden [12].
- Wenn die Technische Farbe als Fläche im Motiv angelegt wurde, wird standardmäßig eine Fehlermeldung ausgegeben.
Abbildung 6: Die Korrektur Technische Sonderfarben aufbereiten mit der Funktion zur Handhabung von aussparenden Technischen Sonderfarben mit einem Tonwert von 0% (Weiße Objekte)
1.2.2. Neue Prüfungen
Ab Version 2.0.0 stehen in allen Check-in- und Korrekturvorlagen neue Prüfungen zur Verfügung. Einige dieser Prüfungen werden jedoch nur ausgelöst, wenn Dateien mit der Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seite prüfen und korrigieren« in die Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW hochgeladen wurden. Werden die Druckdaten ohne Aktivierung der Normalisierungsoptionen hochgeladen, werden die gefundenen Objekte soweit möglich automatisch korrigiert.
Technische Farben von druckendem Element überlagert
Dadurch wird erkannt, ob Technische Farben durch ein druckendes Element überlagert werden. Technische Farben sollen sich gemäß ISO-Norm immer an oberster Stelle überdruckend in der Druckdatei befinden. Somit werden Schneidelinien, die sich im Hintergrund befinden, erkannt und wie folgt verarbeitet:
- Technische Farben werden automatisch in der Druckdatei in den Vordergrund verschoben.
- Sollte beim Hochladen die Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seiten prüfen und korrigieren« ausgewählt sein, kann die automatische Korrektur für die Datei bzw. für die Folgeseiten einer mehrseitigen Datei nicht durchgeführt werden. Der Fehler bleibt dadurch weiterhin bestehen. Bei einem Treffer wird in den Seiten Informationen [13] die Fehlermeldung Ein druckendes Objekt überlagert eine technische Farbe [14] ausgegeben.
Abbildung 7: Der Reiter Seiten Informationen mit der Prüfung
Technische Farbe in einer Mehrfarben-DeviceN-Definition
Dadurch wird erkannt, ob sich Technische Farben in einer Mehrfarben-DeviceN-Definition befinden. Technische Farben sollen sich gemäß ISO-Norm immer an oberster Stelle überdruckend in der Druckdatei befinden. Somit müssen Schneidelinien, die sich in einer Mehrfarben-DeviceN-Definition befinden, herausgelöst und als eigenständige Objekte in den Vordergrund gebracht werden. Die vorgefundene Situation wird wie folgt verarbeitet:
- Technische Farben werden automatisch aus einem DeviceN-Konstrukt herausgelöst.
- Sollte beim Hochladen die Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seite prüfen und korrigieren« ausgewählt sein, kann die automatische Korrektur für die Datei bzw. für die Folgeseiten einer mehrseitigen Datei nicht durchgeführt werden. Der Fehler bleibt dadurch weiterhin bestehen. Bei einem Treffer wird in den Seiten Informationen [15] die Fehlermeldung Einige Technische Sonderfarben werden als Teil einer Mehrfarben-DeviceN-Definition verwendet [16] ausgegeben.
Abbildung 8: Der Reiter Seiten Informationen mit der Fehlermeldung
Schneidelinie als »rect« oder »circle« angelegt
Dadurch wird erkannt, ob Schneidelinien als geometrisches Rechteck rect oder als Kreis circle angelegt sind. Schneidelinien müssen aus einzelnen, miteinander verbundenen Pfadsegmenten bestehen, damit sie von Schneidegeräten korrekt verarbeitet werden können. Die vorgefundene Situation wird wie folgt verarbeitet:
- Schneidelinien werden automatisch in einzelne, miteinander verbundene Pfadsegmente umgewandelt, wenn
rectodercircleverwendet wird. - Sollte beim Hochladen die Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seite prüfen und korrigieren« ausgewählt sein, kann die automatische Korrektur für die Datei bzw. für die Folgeseiten einer mehrseitigen Datei nicht durchgeführt werden. Der Fehler bleibt dadurch weiterhin bestehen. Bei einem Treffer wird in den Seiten Informationen [17] die Fehlermeldung Eine Schneidelinie ist als Rechteck definiert statt in Pfaden [18] ausgegeben.
Abbildung 9: Der Dialog Seiten Informationen mit der Warnung
Medienrahmen (MediaBox) der Seite befindet sich nicht im Ursprung (0/0)
Dadurch wird erkannt, ob sich der Medienrahmen (MediaBox) nicht im Ursprung des PDF-Koordinatensystems befindet. Grundsätzlich stellt diese Situation in der Druckindustrie kein kritisches Problem dar. Für eine durchgängige, zuverlässige Verarbeitung von Druckdaten in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW ist jedoch die Normalisierung der Objekte im Koordinatensystem erforderlich. Die vorgefundene Situation wird wie folgt verarbeitet:
- Der Ausgangspunkt des Medienrahmens (MediaBox) wird automatisch auf 0/0 korrigiert.
- Sollte beim Hochladen die Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seite prüfen und korrigieren« ausgewählt sein, kann die automatische Korrektur für die Datei bzw. für die Folgeseiten einer mehrseitigen Datei nicht durchgeführt werden. Der Fehler bleibt dadurch weiterhin bestehen. Eine entsprechende Fehlermeldung wird in den Seiten Informationen ausgegeben.
Seite besitzt einen Rotationsfaktor
Dadurch wird erkannt, ob sich ein Rotationsfaktor in der Druckdatei befindet. Grundsätzlich stellt diese Situation in der Druckindustrie kein kritisches Problem dar. Für eine durchgängige zuverlässige Verarbeitung von Druckdaten in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW ist die Normalisierung – die Anwendung – des Rotationsfaktors erforderlich. Die vorgefundene Situation wird wie folgt verarbeitet:
- Der Rotationsfaktor wird automatisch angewendet.
- Sollte beim Hochladen die Option »Nur prüfen (keine Korrektur)« bzw. »Nur die erste Seite prüfen und korrigieren« ausgewählt sein, kann die automatische Korrektur für die Datei bzw. für die Folgeseiten einer mehrseitigen Datei nicht durchgeführt werden. Der Fehler bleibt dadurch weiterhin bestehen. Eine entsprechende Fehlermeldung wird in den Seiten Informationen ausgegeben.
Mehrseitige Motive weisen eine abweichende Seitengröße oder Seitenausrichtung auf
Dadurch wird erkannt, ob sich in der Druckdatei Seiten befinden, die sich hinsichtlich Größe und Ausrichtung unterscheiden. Die Verwendung unterschiedlicher Seitengrößen und Ausrichtungen in Druckdateien ist in seltenen Ausnahmefällen beabsichtigt. Die vorgefundene Situation wird wie folgt verarbeitet:
- Es erfolgt keine automatische Korrektur.
- Eine entsprechende Warnmeldung wird in den Seiten Informationen ausgegeben.
1.2.3. Allgemeine Check-in-Verbesserungen – Umstellung auf QuickCheck
In Version 2.0.0 wurde der Check-in von der bisherigen, vollständigen PDF-Prüfung auf eine QuickCheck-Prüfung – soweit möglich – umgestellt. Für einen QuickCheck spielt die Komplexität eines PDF-Dokuments nahezu keine Rolle mehr – das Prüfergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Millisekunden vor, unabhängig davon, wie viele Seiten, Objekte oder Sonderfarben ein Motiv enthält. Von dieser Umstellung profitieren insbesondere auch die im vorangehenden Abschnitt beschriebenen neuen Prüfungen beim Hochladen der Druckdaten, da diese nun ebenfalls deutlich schneller durchgeführt werden.
1.3. Farbmanagement
Bereits in Version 1.22.2 wurden mit den Profilierungsprojekten eine neue Funktion im Bereich Farbmanagement unter Farbe > Profilierungsprojekte eingeführt. Profilierungsprojekte basieren auf der GMG Color Engine und ermöglichen die vollständige Erstellung und Verwaltung von Farbstrategien – von der Vorlinearisierung über die Schritte Linearisierung und Gesamtfarbauftragsbegrenzung erstellen bis hin zur Charakterisierung erstellen. In Version 1.22.2 war diese Funktion ausschließlich für Beta-Kunden mit freigeschalteter Beta-Berechtigung verfügbar.
Mit Version 2.0.0 stehen die Profilierungsprojekte nun allen neuen Kunden zur Verfügung. Bestehende Kunden können von der ColorLogic-Lösung auf die GMG-Implementierung umstellen. Je nachdem, ob für Ihre Lizenz ausschließlich eine GMG-Berechtigung oder zusätzlich eine ColorLogic-Berechtigung vorhanden ist, werden bestimmte Menüpunkte in der Benutzeroberfläche ausgeblendet. Dazu zählen:
- Farbbücher
- Bildbasierte Farbkorrektur
- ColorLogic-Farbeinstellungen in den Systemeinstellungen
- Profilierung
- Profilierungsvorlagen
Mit Version 2.0.0 können in einem Profilierungsprojekt folgende Schritte durchgeführt werden. Die Reihenfolge der Schritte ist dabei einzuhalten:
- Vorlinearisierung (optional) – Ermöglicht den manuellen Ausgleich des linearen Zustands eines Druckers pro Prozessfarbkanal.
- Linearisierung – Ermöglicht die messtechnische Erfassung eines linearen Zustands inklusive der Begrenzung der Einzelkanäle eines Drucksystems sowie die Definition der Übergänge zwischen hellen und dunklen Tinten, die sich im Drucksystem befinden. Ob dieser Schritt notwendig ist oder nicht, hängt vom Drucksystem ab. Sollte das Drucksystem eine Inline-Kalibrierung besitzen, kann dieser Schritt ausgelassen werden.
- G7-Linearisierung (optional) – Ermöglicht die messtechnische Erfassung der Graubalance entsprechend den Vorgaben des G7-Standards.
- Gesamtfarbauftragsbegrenzung – Ermöglicht die Konfiguration und den Druck eines benutzerdefinierten Gesamtfarbauftragscharts sowie die Erstellung des Gesamtfarbauftragsprofils.
- Charakterisierung – Ermöglicht die Erstellung von Charakterisierungsprofilen für das Drucksystem und ein definiertes Referenzmaterial. Darauf aufbauend werden Tinteneinsparungsprofile berechnet und automatisch in drei Ausprägungen zur Verfügung gestellt.
Hinweis zum Lizenzumfang
Welche Menüpunkte für Ihre Installation sichtbar sind, hängt von den jeweils freigeschalteten Berechtigungen ab. Wenden Sie sich bei Fragen zum Umstieg von der ColorLogic- auf die GMG-Implementierung an Ihre Kontaktperson.
Die Beschreibungen zu den einzelnen Funktionen können Sie im Handbuch unter Profilierungsprojekte einrichten und anpassen nachlesen. Die nachfolgende Beschreibung erklärt die Unterschiede zur bestehenden Implementierung in Version 1.22.2.
1.3.1. Mehrere Materialien zuweisen
Einem Profilierungsprojekt können ab dieser Version mehrere bzw. alle Materialien zugewiesen werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, für jedes Material ein eigenes Profilierungsprojekt anzulegen, wenn dieselbe Farbstrategie für mehrere farblich vergleichbare Materialien verwendet werden kann.
Gehen Sie zum Zuweisen weiterer Materialien zu einem Prodilierungsprojekt wie folgt vor:
- Navigieren Sie zu Farbe > Profilierungsprojekte.
- Wählen Sie das gewünschte Profilierungsprojekt aus der Liste aus und öffnen Sie dieses.
- Klicken Sie im Reiter Übersicht [19] im Bereich Weitere Materialien auf Bearbeiten [22].
- Im Dialog Weitere Materialien bearbeiten können Sie über die Auswahlliste [21] mehrere Materialien auswählen. Durch Aktivieren der Option Alle Materialien zuweisen [20] steht dieses Profilierungsprojekt für jedes Material in der Anwendung zur Verfügung.
- Klicken Sie auf Speichern, um die Einstellungen zu übernehmen. Die gewählten Materialien werden anschießend im Bereich Weitere Materialien angezeigt.
Abbildung 10: Der Dialog Weitere Materialien bearbeiten mit mehreren ausgewählten Materialien
Weitere Möglichkeiten
Sie können auch einfach unter Farbe > Profilierungsprojekte das gewünschte Profilierungsprojekt auswählen und auf Bearbeiten klicken. Im geöffneten Dialog Profilierungsprojekt bearbeiten steht dieselbe Funktion ebenfalls zur Verfügung.
1.3.2. Status eines Profilierungsprojekts
Jedes Profilierungsprojekt zeigt ab sofort einen der folgenden drei Status an, wodurch der Bearbeitungsfortschritt auf einen Blick erkennbar ist. Der Status wird in der Fußzeile [23] des jeweiligen Projekts angezeigt.
- Erstellt – Es wurde noch kein Teilschritt des Profilierungsprojekts ausgeführt.
- In Arbeit – Es wurden bereits Teilschritte ausgeführt, jedoch sind noch nicht alle Schritte abgeschlossen.
- Produktionsbereit – Alle Schritte wurden abgeschlossen sowie eine Farbstrategie erzeugt.
Abbildung 11: Die Liste der Profilierungsprojekte mit der Statusanzeige
1.3.3. Teilschritte eines Profilierungsprojektschritts bzw. gesamten Schritt zurücksetzen
Ab Version 2.0.0 kann ein einzelner Schritt eines Profilierungsprojekts – etwa die Linearisierung oder die Charakterisierung – gezielt vollständig bzw. bis zu einem Teilschritt zurückgesetzt werden, ohne dass das gesamte Profilierungsprojekt davon betroffen ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, bei einem fehlerhaften Profilierungsprojektschritt das gesamte Projekt neu anlegen zu müssen.
Gehen Sie zum Zurücksetzen eines Profilierungsprojektschritts wie folgt vor:
- Öffnen Sie das gewünschte Profilierungsprojekt und anschließend den Schritt den sie zurücksetzen möchten.
- Klicken Sie auf das Symbol Zurücksetzen [25].
- Wählen Sie im geöffneten Dialog im Auswahlfeld Zurücksetzen auf [24] eine der folgenden Optionen aus:
- Start – Löscht alle Daten dieses Schritts. Sie können anschließend mit dem Teilschritt »Drucken« fortfahren.
- Drucken – Löscht erstellte Profile (falls vorhanden) und Messungen (falls vorhanden). Sie können anschließend mit dem Teilschritt »Messen« fortfahren.
- Gemessen – Löscht lediglich bereits erstellte Profile. Sie können anschließend mit dem Teilschritt »Profil erstellen« fortfahren.
Abbildung 12: Der Dialog Schritt zurücksetzen für den Schritt Charakterisierung
1.3.4. Löschen eines Profilierungsprojekts
Ab dieser Version ist es nicht mehr möglich, ein Profilierungsprojekt zu löschen, wenn die darin erzeugte Farbstrategie aktuell von einem Produktionsauftrag verwendet wird. Dadurch wird verhindert, dass laufende Produktionsaufträge durch das versehentliche Löschen der zugrunde liegenden Farbstrategie ungültig werden.
Abbildung 13: Der Dialog Profilierungsprojekt löschen beim Versuch, ein Projekt mit einer verwendeten Farbstrategie zu löschen
1.3.5. Gamut Viewer
Im Gamut Viewer kann ab Version 2.0.0 auch der Farbumfang eines Profilierungsprojekts angezeigt werden, der auf der GMG-Implementierung basiert. Der bereits bestehende Gamut Viewer für ColorLogic-Profile bleibt unverändert nutzbar, sodass beide Farbmanagement-Ansätze parallel visualisiert und miteinander verglichen werden können.
1.3.6. Messvorlage-Chart erzeugen – Gesamtfarbauftragsbegrenzung
Ab Version 2.0.0 können benutzerdefinierte Messvorlage-Charts für die Gesamtfarbauftragsbegrenzung mit definiertem Maximalwert erstellt werden, wodurch eine Verschmutzung des Drucksystems vermieden werden kann.
Zum Erstellen eines Benutzerdefinierten Gesamtfarbauftragsbegrenzungscharts gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie in einem Profilierungsprojekt den Schritt Gesamtfarbauftragsbegrenzung.
- Fahren Sie darin mit dem Teilschritt Drucken fort und aktivieren Sie den Expertenmodus [26].
- Klicken Sie im Dialog Gesamtfarbauftragschart hinzufügen auf Hinzufügen [27].
Abbildung 14: Der Dialog Gesamtfarbauftragschart hinzufügen mit der Möglichkeit, ein Benutzerdefiniertes Chart hinzuzufügen
- Im geöffneten Dialog können die Werte für das Chart bestimmt werden.
- Startwert Gesamtfarbauftrag [30] – legen Sie den Gesamtfarbauftragswert für die erste Spalte mit Farbfeldern im Chart fest. Sie können Werte von 150 % bis 190 % eingeben.
- Endwert Gesamtfarbauftrag [31] – legen Sie den Gesamtfarbauftragswert für die letzte Spalte mit Farbfeldern im Chart fest. Sie können Werte von 300 % bis 400 % eingeben.
- Anzahl der Variationen pro Farbkanalkombination [32] – bestimmen Sie, wie viele Zeilen zwischen den Primärfarben berechnet werden sollen. Sie können dabei zwischen 2 und 3 wählen.
- Text anzeigen [33] – bestimmen Sie, ob eine Beschriftung für die Spalten erfolgen soll oder nicht. Das Deaktivieren dieser Option ist lediglich sinnvoll, wenn kein Platz für die Beschriftung zur Verfügung steht.
- Spaltbreite [28] – bestimmen Sie, den Abstand zwischen den Farbfeldern. Dadurch kann das Ausbluten von Farben an den Rändern der Farbfelder verhindert werden.
- Ränder [29] – legen Sie einen zusätzlichen Rand um das gesamte Chart fest.
Abbildung 15: Der Reiter Allgemein mit den Parametern zur Erzeugung eines Gesamtfarbauftragsbegrenzungscharts
- Bestimmen Sie dann noch im Reiter Erweitert die Farbfeldgröße sowie die maximale Breite und Höhe, die Sie für das Chart verwenden möchten.
- Durch einen Klick auf Speichern wird das Chart erzeugt und kann zukünftig auch für andere Drucksysteme verwendet werden.
1.3.7. Kleine Änderungen beim Erstellen von Messvorlage-Charts sowie beim Messen von Charts
In Version 2.0.0 wurden zwei Änderungen vorgenommen:
- Messen – Die Messung eines Messvorlage-Charts muss ab dieser Version zwingend mit Seite 1 begonnen und in aufsteigender Reihenfolge fortgesetzt werden. Nach vollständiger Messung aller Seiten wird dem Benutzer die Möglichkeit geboten, eine Seite zu löschen, um diese neu zu messen.
- Bemerkung zu ein Messvorlage-Chart – Beim Erzeugen eines Messvorlage-Charts wurde die Möglichkeit zur Eingabe einer Bemerkung entfernt, da diese dynamisch je nach Anwendungsfall unterschiedliche Inhalte enthalten kann. Die Möglichkeit, eine Bemerkung einzugeben, steht jedoch weiterhin in jedem Schritt (z.B. Linearisierung, Gesamtfarbauftragsbegrenzung, Charakterisierung usw.) unter dem Reiter Drucken innerhalb eines Profilierungsprojekts zur Verfügung.
Abbildung 16: Links: Der Dialog Charakterisierungschart hinzufügen des Menüpunktes Farbe > Messvorlage-Charts; Rechts: Der Dialog Messen
1.3.8. Visualisierungen zu Messungen
Im Teilschritt Analysieren stehen ab dieser Version zwei neue Visualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Farbachsen
Die Möglichkeit, sich die Farbachsen für den Farbraum anzeigen zu lassen, steht im Reiter Analysieren der Schritte Linearisierung und Charakterisierung zur Verfügung. Nutzen Sie diese Informationen, um visuell zu beurteilen:
- Wie sich der Farbwinkel einer Prozessfarbe über den Farbstrahl von 0 % bis 100 % verändert.
- Wo sich der maximale Chromawert befinden wird.
Abbildung 17: Der Reiter Farbachsen des Dialogs Analysieren des Schrittes Linearisieren
Spinnennetz-Ansicht
Die Möglichkeit, sich die Spinnennetz-Ansicht für den Farbraum anzeigen zu lassen, steht im Reiter Analysieren des Schrittes Charakterisierung zur Verfügung. Nutzen Sie diese Informationen, um visuell zu beurteilen:
- Wie sich der Farbwinkel einer Prozessfarbe über den Farbstrahl von 0 % bis 100 % verändert.
- In welchen Bereichen ECG-Farben (Extended Color Gamut-Farben) den Farbumfang erweitern.
- Welchen Gamut das Profil abdeckt. Ein Profilvergleich wird in zukünftigen Versionen zur Verfügung stehen.
Abbildung 18: Der Reiter Spinnennetz-Ansicht des Dialogs Analysieren des Schrittes Charakterisierung
1.3.9. Farbkorrektur im Produktionsauftrag
Die Berechnung der Farbkorrektur im Reiter Ausgabekonfiguration eines Produktionsauftrags basiert ab Version 2.0.0 auf der GMG-Implementierung, wenn eine Farbstrategie von GMG ausgewählt ist. In allen anderen Fällen wird weiterhin die bisherige, auf ColorLogic basierende Implementierung verwendet.
1.3.10. Kennzeichnung von GMG-Farbstrategien
Ab dieser Version werden GMG- und ColorLogic-Farbstrategien in der Auswahlliste der Ausgabekonfiguration klar voneinander getrennt [34] – eine Zwischenüberschrift trennt die verschiedenen Farbstrategien voneinander – angezeigt.
Abbildung 19: Der Dialog Ausgabekonfiguration bearbeiten mit den Farbstrategien
1.3.11. Verifikationen
Die Verifikation kann ab dieser Version, wenn eine Farbstrategie ausgewählt wurde, die auf der GMG-Implementierung basiert, sowohl mit der GMG-Farbstrategie als auch mit der GMG-Tinteneinsparung durchgeführt werden.
1.3.12. Grid Charts
Ein Grid Chart kann ab dieser Version für Farbstrategien, die auf der GMG-Implementierung basieren, sowohl mit der GMG-Farbstrategie als auch mit der GMG-Tinteneinsparung erstellt werden.
1.3.13. Tinteneinsparung
Die vorberechneten Tinteneinsparungsprofile Niedrig, Mittel und Stark stehen ab dieser Version auf Basis der GMG-Implementierung für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, zur Verfügung.
GMG-Tinteneinsparungsalgorithmus
Beim Verwenden der Einstellung Stark können in Verbindung mit GMG-Farbstrategien deutlich bessere visuelle Ergebnisse als mit der ColorLogic-Implementierung erzielt werden. Die Verbesserungen liegen dabei in einer besseren Tiefenzeichnung in den dunklen Bereichen, aber auch im Erhalt gesättigteren Farbtönen – und das bei sehr ähnlichen Tinteneinsparungswerten.
1.3.14. Umgang mit Sonderfarben
Ab Version 2.0.0 werden alle benötigten Funktionen bereitgestellt, um die Berechnung der DeviceN-Werte für Sonderfarben in Zusammenhang mit der GMG-Implementierung zu ermöglichen. Davon sind folgende Bereiche betroffen:
Optimierte Berechnungszeiten
Die Berechnung der DeviceN-Werte für Sonderfarben wurde in zweierlei Hinsicht optimiert:
- Bereits berechnete DeviceN-Werte werden für das Motiv zwischengespeichert.
- Die Berechnung der DeviceN-Werte für viele Sonderfarben erfolgt durch die GMG-Implementierung sehr schnell, da eine Bulk-Berechnung von Sonderfarben seitens GMG zur Verfügung steht.
Simulationswerte für ∆E-Anzeige
Die Berechnung der Simulationswerte für die ΔE-Anzeige wurde für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, implementiert, sodass Abweichungen zwischen Sollfarbe und simulierter Farbe direkt in der Benutzeroberfläche nachvollzogen werden können.
Anzeige in der Motivansicht
Beachten Sie, dass die berechneten ∆E-Werte einzelner Sonderfarben für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, mit einer leichten Verzögerung in der Benutzeroberfläche angezeigt werden.
Harlequin Host Renderer (HHR) – Umstellung auf DeviceN-Werte
Die an den HHR übergebenen Separationswerte werden ab dieser Version vollständig auf reine DeviceN-Werte umgestellt, anstatt wie bisher über Sonderfarbprofile übergeben zu werden. Diese Umstellung betrifft sowohl GMG- als auch ColorLogic-Farbstrategien und sorgt für eine schneller und robustere Verarbeitung im Renderer.
Festgelegte Farbwerte
Die Berechnung festgelegter Farbwerte unter Vorgabe vordefinierter Werte für einzelne Kanäle wird für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, bereitgestellt. Damit können einzelne Kanäle einer Sonderfarbe gezielt auf einen festen Wert gesetzt werden, während die übrigen Kanäle weiterhin durch die Farbstrategie berechnet werden.
Sonderfarbreport
Der Sonderfarbreport nutzt für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, die GMG-Implementierung zur Berechnung der Farbwerte. Zusätzlich wird im Report nun auch der Name des zugrunde liegenden Profilierungsprojekts [35] angezeigt, wodurch die Nachvollziehbarkeit der verwendeten Farbstrategie verbessert wird.
Abbildung 20: Der Sonderfarbreport mit dem angezeigten Profilierungsprojekt
Achsenbeschriftungen im Schritt »Linearisierung«
Für die Anzeige der Kurven im Schritt Linearisierung wurden Achsenbeschriftungen bereitgestellt, wodurch Eingabe- und Ausgabewerte der Kurve auf Anhieb erkennbar sind, ohne einzelne Kurvenpunkte anklicken zu müssen.
Folgende Achsenbeschriftungen wurden bereitgestellt:
- Reiter »Tonwerte« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in %, die y-Achse mit dem SCTV (Spot Color Tone Value), also mit dem Tonwert, beschriftet.
- Reiter »Chroma« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in %, die y-Achse mit dem Chroma-Wert beschriftet.
- Reiter »Referenzfarbraum« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in %, die y-Achse mit dem ∆E00-Wert zum Referenzfarbraum beschriftet.
Abbildung 21: Links: Der Reiter Tonwerte im Dialog Analysieren; Mitte: Der Reiter Chroma-Werte; Rechts: Der Reiter Referenzfarbraum
Farbdefinition – Zusatzinformationen
Im Dialog Sonderfarbdefinition erstellen werden ab Version 2.0.0 die für GMG-Sonderfarbberechnungen benötigten Zusatzinformationen korrekt bereitgestellt. Dadurch stehen dem Anwender alle notwendigen Möglichkeiten zur Verfügung, um die Sonderfarbe für die gewählte Farbstrategie zu berechnen.
- GMG-Zusatzinformationen [36] – Es stehen folgende zwei Optionen zur Verfügung:
- Separationsmethode – Auswahl der Berechnungsgenauigkeit
- Max. Farbkanäle – Beschränkung der Berechnung auf die gewählte Kanalanzahl. Nähere Informationen zu beiden Optionen können Sie im Artikel Reiter »Sonderfarben« der Beschreibung zu den Einstellungen im Schritt Charakterisierung eines Profilierungsprojekts nachlesen.
- ColorLogic Zusatzinformationen [37] – Es steht hier nur die Option Umrechnungsmethode zur Verfügung.
Abbildung 22: Links: Der Dialog Sonderfarbdefinition erstellen bei ausgewählter GMG-Farbstrategie; Rechts: Der Dialog Sonderfarbdefinition erstellen bei ausgewählter ColorLogic-Farbstrategie
1.3.15. Umgang mit RGB-Farben
In Version 2.0.0 wird ein RGB-DeviceLink-Profil erstellt, das auf dem RGB-Zwischenfarbraum basiert, der für das jeweilige Profilierungsprojekt gewählt wurde. Damit können alle RGB-Daten mit erweiterten Parametern direkt in den Ausgabefarbraum bzw. in den Zwischenfarbraum konvertiert werden.
Befinden sich in einem Motiv mehrere RGB-Quellen, wird vor dem Rendern automatisch ein zusätzlicher Arbeitsschritt durchgeführt, um alle Quellen konsistent zu behandeln. Dabei wird folgendermaßen vorgegangen:
- Bei DeviceRGB-Objekten wird der in den Systemeinstellungen hinterlegte RGB-Quellfarbraum zugewiesen.
- Bei ICC-basierten RGB-Daten werden die jeweiligen ICC-Farbräume in den RGB-Quellfarbraum konvertiert, der im Profilierungsprojekt verwendet wird. Dadurch besitzen alle RGB-Farbwerte als Quellfarbraum stets die zum RGB-DeviceLink passenden Eingabefarbwerte.
1.3.16. Vorschaubilder – Druckersoftware
Für die Vorschau auf der Druckersoftware wird ab dieser Version für alle Farbstrategien, welche mit GMG erstellt wurden, eine Berechnung der Kompensationskurven zur Erstellung der farblichen Abbildungen bereitgestellt. Die Bildqualität der Vorschau konnte dadurch verbessert werden, da auch die Farbübergänge miteinberechnet werden können.
1.3.17. Schritt »Linearisierung« – Tintenbegrenzung
Im Umfeld der Linearisierung werden ab dieser Version die Werte für die Tintenbegrenzung auch in der Datenbank gespeichert, wodurch diese beim späteren Bearbeiten des Schrittes wieder korrekt ausgelesen werden können. Ab Version 2.0.0 stimmen zudem die angezeigten Tintenbegrenzungen in den Kurven stets mit den daneben angezeigten Zahlenwerten überein.
1.3.18. Charakterisierungsschritt – Änderungen
Im Umfeld der Charakterisierung wurden in der aktuellen Version folgende Änderungen vorgenommen:
- Der Name der Variation muss dabei eindeutig innerhalb des Profilierungsprojekts sein. Andernfalls wird bei der Erstellung eine Fehlermeldung ausgegeben [38].
- Schwarz wird generell nicht mehr zur Berechnung der Primärfarben Cyan, Magenta und Gelb herangezogen, wodurch reinere Primärfarbwerte entstehen.
- Für die Option Papierweißkompensierung [39] im Reiter Separationsparameter wurde eine Visualisierung bereitgestellt, um dem Anwender zu verdeutlichen, wie die Grauachse gezielt an das gewünschte Referenzweiß angepasst werden kann.
- Variationen können ab dieser Version gezielt gelöscht werden, wobei unterschieden wird, ob die zugrunde liegende Farbstrategie aktuell in Verwendung ist. Ist die Farbstrategie der Variation nicht in Verwendung, wird lediglich die Variation gelöscht. Ist die Farbstrategie der Variation hingegen in Verwendung, werden die Farbstrategie sowie anschließend die Variation gelöscht.
Abbildung 23: Links: Der Reiter Allgemein bei der Erstellung einer Variation; Rechts: Der Reiter Separationsparameter mit der Option Papierweißkompensierung
1.3.19. G7-Linearisierungsschritt
In Version 2.0.0 wurde ein zusätzlicher Schritt zur Erzeugung einer G7-Linearisierung hinzugefügt.
Damit dieser Schritt genutzt werden kann, ist Folgendes zu beachten:
- Die Option G7-Linearisierung [41] muss bereits bei der Erstellung des Profilierungsprojekts aktiviert werden – eine nachträgliche Aktivierung für ein bestehendes Projekt ist nicht vorgesehen.
- Der Schritt findet als zusätzlicher Schritt nach der regulären Linearisierung [40] statt – diese muss somit bei der Einstellung ebenfalls aktiviert sein. Ist die Linearisierung deaktiviert, wird auch die G7-Linearisierung ausgeblendet.
- Die G7-Linearisierung wird ausschließlich auf CMYK-Prozessfarben angewandt; ECG-Farben sind davon nicht betroffen.
Abbildung 24: Der Dialog Profilierungsprojekt hinzufügen mit dem Reiter Erweitert und der G7-Linearisierung
1.3.20. Profilierungsprojekte exportieren/importieren
Ab dieser Version kann im Menüpunkt Profilierungsprojekte über die Schaltfläche Weitere Funktionen [42] ein gesamtes Profilierungsprojekt exportiert [44] und anschließend auf einer anderen Instanz der Applikation importiert [43] werden. Dies erleichtert insbesondere die Übertragung erprobter Farbstrategien zwischen mehreren Standorten oder von einer Testumgebung auf eine Produktivumgebung.
Abbildung 25: Der Menüpunkt Profilierungsprojekte mit der Möglichkeit, ein Projekt zu importieren oder zu exportieren
1.3.21. Vereinfachung der Benutzeroberfläche
In dieser Version wurde die Benutzeroberfläche im Bereich Farbmanagement vereinfacht.
Abhängig davon, ob eine GMG- oder eine ColorLogic-Berechtigung vorliegt, werden diverse Menüpunkte – Farbbücher, Bildbasierte Farbkorrektur, Farbeinstellungen, Profilierung und Profilierungsvorlagen – ausgeblendet, um nur die tatsächlich nutzbaren Funktionen anzuzeigen.
Zusätzlich kann, sobald ein Teilschritt eines Profilierungsprojekts abgeschlossen ist, direkt in den nächsten Schritt gesprungen werden, ohne den Expertenmodus aktivieren zu müssen.
Abbildung 26: Die Schritte eines Profilierungsprojekts
1.3.22. Systemeinstellungen
In Administration > Einstellungen > Farbmanagement > Allgemein wurden die ColorLogic-spezifischen Parameter unter Color Management Einstellungen – Color Logic [45] in einen eigenen, klar abgegrenzten Bereich verschoben. Dies schafft eine bessere Übersicht, da GMG- und ColorLogic-Einstellungen nicht mehr gemeinsam dargestellt werden.
Abbildung 27: Der Reiter Allgemein des Menüpunkts Einstellungen > Farbmanagement mit dem neu geschaffenen Bereich
1.3.23. Prozessfarben mit »Color Service« synchronisieren
In Administration > Tinten > Tinten Setup kann ab dieser Version eine angelegte Prozessfarbe manuell mit dem Color Service synchronisiert werden. Dies ist z. B. dann notwendig, um ausgewählte Prozessfarben – beispielsweise White – für den Color Service verfügbar zu machen, nachdem sie im System neu angelegt oder geändert wurden.
Gehen Sie zur Synchronisierung einer Prozessfarbe folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Administration > Tinten > Tinten Setup.
- Wählen Sie die gewünschte Prozessfarbe [48] aus.
- Klicken Sie unter Weitere Funktionen [46] auf die Funktion Mit dem »Color Service« synchronisieren [47].
- Warten Sie, bis die Synchronisierung abgeschlossen ist. Anschließend steht die Prozessfarbe im Color Service zur Verfügung.
Abbildung 28: Der Reiter Tinten Setup mit der neuen Synchronisierungsfunktion
1.4. Korrekturen und Korrekturketten
In Version 2.0.0 wurde folgende bestehende Korrektur überarbeitet. Zudem wurden im Zuge der überarbeiteten Handhabung von Sonderfarben weitere Korrekturen bereinigt.
1.4.1. Korrektur »Sonderfarben umbenennen, konvertieren oder löschen« – Zielfarbname
Bereits in Version 1.22.2 wurde bei der Korrektur Sonderfarben umbenennen, konvertieren oder löschen die Auswahl eines Referenzprofils für die Farbraumkonvertierung ergänzt.
Mit Version 2.0.0 wird nun zusätzlich das Auswahlmenü Sonderfarbname – Ziel [50] bei gewählter Option Umbenennen [49] überarbeitet. Es zeigt ab dieser Version ausschließlich systemweit definierte Sonderfarbnamen sowie Namen aus Sonderfarbbibliotheken an. Farbnamen, die lediglich von anderen Motiven verwendet werden, erscheinen nicht mehr in der Auswahlliste der Motive. Diese Einschränkung verhindert, dass beim Umbenennen versehentlich ein Sonderfarbname gewählt wird, der sich nur in einem anderen Motiv befindet, jedoch nicht systemweit oder bibliotheksweit als gültiger Sonderfarbname definiert ist.
Abbildung 29: Der Dialog der Korrektur Sonderfarben umbenennen, konvertieren oder löschen
1.4.2. Korrekturen – Entfernen von Processing Steps
Aufgrund der überarbeiteten Handhabung von Sonderfarben und Processing Steps wurden in dieser Version für über 20 Korrekturen die Eingabefelder für die Processing Steps-Gruppe und den Processing Steps-Type entfernt, da diese Parameter für die betroffenen Korrekturen nicht mehr benötigt werden. Dadurch wurden die betroffenen Korrekturdialoge übersichtlicher und vereinfacht, ohne dass sich der fachliche Funktionsumfang der jeweiligen Korrektur ändert.
Folgende Korrekturen sind vom Entfernen der Processing Steps-Informationen betroffen:
- Sonderfarbseparation duplizieren
- Schneidelinie für definierten Text hinzufügen
- Beschnitt auf unregelmäßiger Form hinzufügen
- Windschlitze hinzufügen
- Aussparendes Rechteck erstellen
- Sonderfarbauszug für Objekte der gewählten Sonderfarbe erzeugen
- Day and Night Ausgabe
- Schneidelinie von Sonderfarbe ableiten
- Seitenrahmen mit Sonderfarbe füllen
- Schneidelinie für regelmäßige Form ersetzen
- Schneidelinie für unregelmäßige Form hinzufügen
- Schneidelinie von Bildmitte aus anlegen
- Schneidelinie für ImageBox hinzufügen
- Zusätzliche Schneidelinie hinzufügen
- Beschriftung hinzufügen
- Objekte auf Ebene legen
- Sonderfarbauszug abhängig vom Gesamtfarbauftrag erzeugen
- Sonderfarbauszug für Objekttyp erzeugen
- Sonderfarbauszug für druckende Objekte erzeugen
- Nur Weiß-Separation erzeugen
1.5. Automatisierung
Seit Version 1.19.0 steht Anwendern mit entsprechender Lizenz die Möglichkeit zur Verfügung, Automationsaufträge zu erstellen. Dadurch können individuelle Produktionskonfigurationen für die Herstellung von Druckprodukten definiert und deren Verarbeitung automatisiert werden. In Version 2.0.0 wurden weitere Neuerungen umgesetzt und bestehende Funktionen erweitert.
1.5.1. Artikel-Detailansicht – Automationsauftrag erstellen
Ab dieser Version kann ein Automationsauftrag auch direkt in der Detailansicht eines Artikels über Weitere Funktionen [51] erstellt werden, ohne den Umweg über die Liste der Artikel oder eine Produktionsroutine nehmen zu müssen. Dies beschleunigt insbesondere die Bearbeitung einzelner Artikel, für die kurzfristig ein Automationsauftrag erstellt werden soll.
Abbildung 30: Die Artikel-Detailansicht mit der Möglichkeit, einen Automationsauftrag zu erzeugen
1.5.2. Erweiterte Funktionen der Produktionskonfiguration – Umstrukturiertes Menü
Das Menü Erweiterte Funktionen [52] in Automatisierung > Produktionskonfigurationen wurde neu strukturiert. Es ist nun wie folgt aufgebaut:
- Job-Ticket exportieren (Trennlinie) – Exportieren eines Job-Tickets für die gewählte Produktionskonfiguration, die als Grundlage für Entwickler dienen soll, die diese Produktionskonfiguration über die API ausführen möchten.
- Produktionskonfiguration exportieren – Exportieren der gesamten Produktionskonfiguration. Beachten Sie, dass referenzierte Korrekturketten, Korrekturvorlagen, Ausgabekonfigurationen usw. darin nicht enthalten sind.
- Produktionskonfiguration importieren (Trennlinie) – Importieren einer zuvor in einem anderen System exportierten Produktionskonfiguration.
- Anzeigeoptionen – Hier können Sie die Listenansicht für den Menüeintrag Automatisierung > Produktionskonfigurationen konfigurieren.
Abbildung 31: Das Menü Erweiterte Funktionen in den Produktionskonfigurationen
1.5.3. Produktionskonfigurationen löschen – Schnellzugriff
In der Liste der Produktionskonfigurationen wird ab sofort ein Papierkorb [53] in der Fußzeile jeder Produktionskonfiguration angezeigt. Damit kann eine einzelne Produktiosnkonfiguration direkt aus der Liste gelöscht werden, ohne diese zuvor auswählen zu müssen.
Abbildung 32: Die Liste der Produktionskonfigurationen mit einem Papierkorb für jede Produktionskonfiguration
1.5.4. Bündelansicht – Ersetzen eines Motivs
In der Bündelansicht im Reiter Bündel von Automationsaufträgen kann ab dieser Version für jeden einzelnen Automationsauftrag eines Bündels das Motiv ersetzt werden. Hierfür steht ab sofort die Schaltfläche Datei ersetzen [54] zur Verfügung.
Das Ersetzen eines Motivs ist beispielsweise dann hilfreich, wenn im Rahmen einer laufenden Bündelverarbeitung eine aktualisierte Druckdatei für ein bereits eingereichtes Motiv bereitgestellt werden muss. Ebenso kann diese Funktion verwendet werden, wenn bei der Prüfung der Datei festgestellt wird, dass die falsche Datei für die Produktion verwendet wurde.
Abbildung 33: Der Reiter Bündel von Automationsaufträgen
Motiv ersetzen in einem Automationsauftrag
Erstellen Sie in den Produktionskonfigurationen zumindest eine Statusprüfung für das Motiv und lassen Sie sich über das Scheitern der automatischen Verarbeitung mittels Benachrichtigung informieren. Dadurch werden Sie auf den Fehler hingewiesen und in die Lage versetzt, den vorgefundenen Fehler entweder zu ignorieren oder zu beheben beziehungsweise im einfachsten Fall das Motiv durch die korrekte Datei zu ersetzen.
Da das ersetzte Motiv alle Schritte der Produktionskonfiguration durchläuft, stellen Sie sicher, dass die ersetzte Datei tatsächlich den Qualitätsanforderungen des Automationsauftrags entspricht.
1.5.5. Deaktivierung Vorgang »Montage-Report exportieren« für »Gebundenes Produkt«
Das Erzeugen eines Montage-Reports für den Montage-Modus Gebundenes Produkt ist in Produktionskonfigurationen ab dieser Version nicht mehr möglich. Diese Änderung steht im Zusammenhang mit der in Abschnitt 1.1.5 beschriebenen Einschränkung auf ein einzelnes Motiv. Da ein klassischer Montage-Report in diesem Fall fachlich nicht mehr sinnvoll ist, wird beim Versuch, die Produktionskonfiguration zu speichern, eine Fehlermeldung [55] angezeigt.
Abbildung 34: Ungültige Produktionskonfiguration mit dem Modus Gebundenes Produkt und dem Vorgang Montage-Report exportieren
1.5.6. Stapelverarbeitung – Validierung beim Speichern
Beim Editieren einer Produktionskonfiguration mit dem Vorgang Produktionsauftrag erstellen wird ab dieser Version beim Speichern eine vollständige Validierung auf fehlerhafte Ausgabekonfigurationen durchgeführt. Dadurch werden Konfigurationsfehler bereits beim Speichern erkannt, anstatt erst bei der tatsächlichen Verarbeitung eines Auftrags aufzutreten.
1.5.7. Hotfolder-Job-Ticket für Variationen einer Produktionskonfiguration
Die Hotfolder-XML- bzw. -JSON-Struktur wurde erweitert, um Variationen von Produktionskonfigurationen in der Konfiguration abbilden zu können. Damit lässt sich bereits bei der Verarbeitung über einen Job-Ticket-Hotfolder festlegen, welche Variation einer Produktionskonfiguration für die Verarbeitung verwendet werden soll.
Die Job-Ticket-JSON-Struktur für eine Variation einer Produktionskonfiguration stellt sich wie folgt dar:
Abbildung 35: JSON-Beispiel für die Definition einer Variation einer Produktionskonfiguration
Die XML-Struktur für eine Variation einer Produktionskonfiguration lautet wie folgt:
Abbildung 36: XML-Beispiel für die Definition einer Variation einer Produktionskonfiguration
1.5.8. Variationen einer Produktionskonfiguration – GUID kopieren
In der Detailansicht einer Produktionskonfiguration kann die GUID einer Variation per Klick [56] in die Zwischenablage kopiert werden. Diese Funktion ist besonders praktisch für die Verwendung in XML- oder JSON-Hotfoldern, da die Variation dort über ihre GUID exakt referenziert werden muss.
Abbildung 37: Der Dialog Variationen mit dem Symbol GUID in Zwischenablage kopieren
1.5.9. Variationen einer Produktionskonfiguration – Bessere Auffindbarkeit
Das Erstellen sowie die Anzeige von Variationen werden ab sofort direkt in der Fußzeile der Produktionskonfiguration angeboten.
- Neue Variation hinzufügen – Das Erstellen einer Variation kann durch Klick auf Variation hinzufügen [58] in der Fußzeile einer Produktionskonfiguration erfolgen. Alternativ können Sie auf Details anzeigen [59] klicken und anschließend Hinzufügen aufrufen.
- Anzahl der Variationen – Damit Anwender sofort erkennen können, ob für die Produktionskonfiguration Variationen existieren wird in der Fußzeile die Anzahl [57] der verfügbaren Variationen angezeigt. Sie können durch Klick auf die Zahl ebenfalls die Detailansicht öffnen, um darin alle Variationen einzusehen.
Abbildung 38: Der Menüpunkt Produktionskonfigurationen mit der neuen Übersicht
1.6. API
In der API wurde für die Version 2.0.0 folgende Erweiterung bereitgestellt:
1.6.1. Automationsaufträge mit bestehenden Motiven
Es ist ab sofort möglich, Automationsaufträge durch Übergabe der Motiv-ID eines bereits im System vorhandenen Motivs zu erstellen. Das referenzierte Motiv wird dabei dupliziert und im Rahmen des neuen Automationsauftrags weiterverarbeitet, sodass das ursprüngliche Motiv unverändert erhalten bleibt.
1.6.2. Erweiterungen für Enfocus Switch
In der Switch-App-API stehen ab Version 2.0.0 folgende zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung:
- Abruf aller Check-in-Vorlagen – Alle im System hinterlegten Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen können über die API abgerufen werden.
- Variationen von Produktionskonfigurationen abrufen und verwenden – Switch-Flows können gezielt eine bestimmte Variation einer Produktionskonfiguration verwenden.
- Übergabe des Check-in-Modus – Beim Hochladen von Artikeln kann der Check-in-Modus – Nur erste Seite prüfen und korrigieren oder Nur prüfen (keine Korrektur) – mitgegeben werden.
1.7. Benutzeroberfläche
Mit Version 2.0.0 wurden in der Benutzeroberfläche folgende Funktionen erweitert oder neu bereitgestellt:
1.7.1. Ausgabekonfiguration – Informationen zum Farbmanagement
Im Reiter Ausgabekonfiguration [60] des Produktionsauftrags steht ab Version 2.0.0 eine Information zum Farbmanagement [61] zur Verfügung. Damit kann nachvollzogen werden, ob das Farbmanagement aktiviert ist oder welche Farbkorrektur auf die Ausgabe angewendet wird.
Abbildung 39: Der Dialog Ausgabekonfiguration mit der Option Farbmanagement
1.7.2. Hotfolder-Migrationshinweis
Wenn ab Version 2.0.0 noch Hotfolder der alten Benutzeroberfläche vorhanden sind, wird Existierende Hotfolder migrieren [62] in der Kopfzeile der Benutzeroberfläche angezeigt. Gleichzeitig wird in der alten Benutzeroberfläche ein deutlicherer Hinweis »Neue Benutzeroberfläche verwenden« eingeblendet, um die Migration zu beschleunigen.
Abbildung 40: Die Kopfzeile der Applikation mit dem Migrationshinweis
Migration wird ab Version 2.2.0 automatisch ausgeführt
Beachten Sie, dass mit Version 2.2.0 der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW Hotfolder, die in der alten Benutzeroberfläche noch vorhanden sind, automatisch migriert werden.
Nutzen Sie daher noch die Möglichkeit, die Hotfolder manuell zu migrieren und die Migration auf vollständige Verwendbarkeit zu überprüfen. Migrationen sollten hinsichtlich der Verwendbarkeit in der neuen Implementierung ohne Einschränkungen möglich sein. Eine Kontrolle sollten Sie dennoch zuvor durchführen.
1.7.3. Restrukturierung – Menüpunkt »Administration«
Der Menüpunkt Administration [63] wurde von einer flachen Liste in eine gruppierte Liste umgewandelt. Verwandte Einstellungen sind dadurch thematisch zusammengefasst und leichter auffindbar, insbesondere bei Installationen mit einer großen Anzahl an Administrationsoptionen.
Abbildung 41: Das Auswahlmenü der Administration mit der neuen Struktur
1.7.4. Produktionsroutine – Begrenzung der Filteranzeige
Sind in einer Produktionsroutine mehr als fünf Werte für einen Filter [64] gewählt, wird die Anzeige in der Liste ab dieser Version begrenzt, um die Übersichtlichkeit auch bei umfangreich konfigurierten Routinen zu gewährleisten.
Abbildung 42: Eine Produktionsroutine mit nicht vollständig angezeigten Filtern
1.7.5. Vereinheitlichte Farbwerte für Farbräume
Die Anzeige von Farbwerten für alle Farbräume wurde systemweit in folgenden Bereichen vereinheitlicht:
- CMYK und Graustufen – Anzeige mit zwei Dezimalstellen.
- RGB – Anzeige ohne Dezimalstellen.
- Lab – Anzeige mit zwei Dezimalstellen.
- DeviceN – Anzeige mit zwei Dezimalstellen.
- Tonwerte für Sonderfarben – Anzeige ohne Dezimalstellen.
1.7.6. Profilierungsprojekte – Persistierender Expertenmodus und Standardmodus
Bei einmaligem Wechsel in den Expertenmodus [65] unter Profilierungsprojekte > Profilierungsprojekte bleibt dieser Modus ab sofort systemweit erhalten, bis der Anwender ihn aktiv wieder verlässt. Dasselbe gilt umgekehrt für den Standardmodus. Ein wiederholtes Umschalten bei jedem Seitenaufruf ist damit nicht mehr notwendig.
Abbildung 43: Der Dialog Charakterisierungsprofil erstellen mit aktiviertem Expertenmodus
Standard- und Expertenmodus
Das Umschalten zwischen Standard- und Expertenmodus wird für die gesamte Anwendung und nicht nur für ein einzelnes Profilierungsprojekt gesetzt.
Wenn Sie einen Anwender vom Expertenmodus ausschließen möchten, kann dies ab Version 2.2 über die Benutzerrolle durch Deaktivieren der Berechtigung Expertenmodus in den Globalen Berechtigungen erfolgen.
1.7.7. Ausgewählte Datensätze bleiben ausgewählt
Bei Auswahl mehrerer Datensätze in einer Liste und anschließendem Ausführen einer Aktion auf diese Datensätze bleiben die Datensätze nach Abschluss der Aktion weiterhin ausgewählt. Dadurch können mehrere Aktionen nacheinander auf dieselbe Auswahl angewendet werden, ohne die Datensätze jedes Mal erneut markieren zu müssen.
1.7.8. Materialwechsel – Wert bleibt erhalten
Beim Wechsel zwischen den Materialarten Rolle und Bogen/Platte bleibt der eingetragene Wert für die Höhe bzw. die Rollenlänge [66] ab dieser Version erhalten, anstatt beim Wechsel vollständig zurückgesetzt zu werden. Dies erspart das wiederholte Nacherfassen desselben Wertes beim Vergleich beider Materialarten und entspricht dem Verhalten in der alten Benutzeroberfläche.
Abbildung 44: Der Dialog Materialausprägung bearbeiten mit der Materialart
2. Verbesserungen
In diesem Abschnitt werden die Verbesserungen beschrieben, die in Version 2.0.0 an bestehenden Funktionen vorgenommen wurden.
2.1. Farbkorrektur im Produktionsauftrag – Erweiterte Möglichkeiten
In Version 2.0.0 wurden die Möglichkeiten zur Farbkorrektur in Produktionsaufträgen erheblich erweitert. Folgende neue Optionen stehen zur Verfügung:
- Mitteltöne – Mittels Schieberegler kann für jeden CMYK-Kanal gezielt der 50-%-Farbton verschoben werden.
- Kontrast/Helligkeit – Mittels Schieberegler können Helligkeit und Kontrast angepasst werden. Die zugrunde liegenden Kurven – die für alle Farbkanäle im gleichen Ausmaß verändert werde – passen sich dabei automatisch an.
- Gradationskurve – Für jeden einzelnen Farbkanal kann die Gradationskurve durch Hinzufügen, Verschieben und Löschen von Kurvenpunkten frei bearbeitet werden.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Farbkorrektur in einem Produktionsauftrag anzuwenden:
- Öffnen Sie den gewünschten Produktionsauftrag.
- Navigieren Sie zum Reiter Ausgabekonfiguration [67] und anschließend darin zum Einstellungsbereich Farbkorrektur [68].
- Aktivieren Sie die Option Farbkorrektur aktivieren [69].
- Wählen Sie je nach gewünschtem Effekt – Mitteltöne, Kontrast/Helligkeit oder Gradationskurve – aus dem Auswahlfeld Korrekturmöglichkeiten [70] aus.
- Passen Sie die Werte über die zur Verfügung gestellten Schieberegler (für Kontrast/Helligkeit) an oder bearbeiten Sie die Kurve direkt im Kurveneditor (für Gradationskurve).
- Speichern Sie die vorgenommenen Einstellungen entweder durch Klick auf Änderungen auf Produktionsauftrag anwenden oder durch Speichern dieser Korrektur als Vorlage.
Abbildung 45: Der Bereich Farbkorrektur im Reiter Ausgabekonfiguration eines Produktionsauftrags
2.2. Kurvendiagramme – Einheitlicher Editor
In Version 2.0.0 wurde der Editor zum Bearbeiten von Kurven systemweit vereinheitlicht. Der Editor:
- zeigt auf der linken Seite die Kurven [71] mit Eingabe (X-Achse) und Ausgabe (Y-Achse) an.
- beschreibt im Tooltip [72], wie Sie die Kurven verändern können.
- ermöglicht die Anwendung der Änderungen auf alle bzw. ausgewählte Farben im Auswahlmenü Kanalauswahl [73].
- ermöglicht bei Auswahl eines Kurvenpunktes die genauen Eingabe- und Ausgabewerte [74] in Prozent über zwei Eingabefeldern, sodass Kurvenpunkte auch numerisch exakt gesetzt werden können.
- ermöglicht einen ausgewählten Kurvenpunkt zu löschen [75].
Der einheitliche Kurveneditor steht ab dieser Version in folgenden Bereichen zur Verfügung:
- Produktionsauftrag > Ausgabekonfiguration > Farbkorrektur
- Datenkorrektur > Korrektur »CMYK-Farbkorrektur«
- Datenkorrektur > Korrektur »Tonwert für Sonderfarbe ändern«
- Profilierungsprojekt > Vorlinearisierung > Kurven
Abbildung 46: Der Dialog Farbkorrekturkurven bearbeiten beim Bearbeiten oder Speichern einer Vorlage im Reiter Ausgabekonfiguration des Produktionsauftrags
2.3. Handhabung von Sonderfarben – Vereinfachte Definitionen
In dieser Version wurden die beim Anlegen von Sonderfarben verfügbaren Parameter je nach Farbtyp vereinfacht:
- Nicht-druckende Sonderfarben [76] – Es kann nur noch der Farbmodus [77] CMYK, LAB oder RGB ausgewählt werden.
- Technische Sonderfarben [78] – Im Farbmodus [80] können RGB, CMYK oder Lab ausgewählt werden. Zusätzlich müssen Processing Steps Gruppe [79] und Typ verpflichtend angegeben werden.
- Hybride Farben [81] – Die Zuweisung von Processing Steps Group und Typ wurde entfernt, da diese für hybride Farben fachlich nicht erforderlich ist. Im Farbmodus [82] können RGB, CMYK oder Lab ausgewählt werden.
Abbildung 47: Links: Der Dialog Sonderfarbdefinition erstellen mit der Option Nicht-druckende Farbe; Mitte: Die Option Technische Farben; Rechts: Die Option Hybride Farben
2.4. Enfocus Switch-App – Erweiterte Funktionen
In dieser Version können in der Enfocus Switch-App Variationen von Produktionskonfigurationen abgefragt und angewandt werden. Zusätzlich steht die Möglichkeit zur Verfügung, beim Hochladen den gewünschten Check-in-Modus – Nur erste Seite prüfen und korrigieren oder Nur prüfen (keine Korrektur) – direkt mitzugeben.
2.5. Device Connector – Verbesserungen
Für die Anbindung von Drucksystemen über den Device Connector wurden in Version 2.0.0 folgende Verbesserungen implementiert:
- Übergabe der Tropfengröße – Die Tropfengröße wird an das Drucksystem übergeben, das diesen Wert für die Verarbeitung benötigt.
- Automatisches Löschen übernommener Druckaufträge – Druckaufträge werden automatisch gelöscht, sobald sie vom Device Connector übernommen und gedruckt wurden.
- Übergabe der Medienbreite – Die Medienbreite wird mit dem Job-Ticket übergeben und stammt ab sofort aus der Materialausprägung.
- Umbenennung des Job-Ticket-Typs – Der Job-Ticket-Typ wurde von »ERGOSOFT« in »Device Connector« umbenannt, um die Bezeichnung an den tatsächlichen Verwendungszweck anzupassen.
2.6. XML-Hotfolder – Benutzerdefinierte Felder
Die XML-Spezifikation für XML-Hotfolder wurde erweitert, sodass ab Version 2.0.0 Benutzerdefinierte Felder direkt in der XML-Struktur übergeben werden können. Damit lassen sich benutzerdefinierte Informationen zu einem Motiv bereits beim Übertragen über einen XML-Hotfolder mitgeben, ohne diese nachträglich in der Benutzeroberfläche erfassen zu müssen.
Abbildung 48: Beispieldatei zur Implementierung von Benutzerdefinierten Feldern in der XML-Struktur
3. Kleine Verbesserungen
In dieser Version wurden weitere kleinere Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören:
3.1. Grid Chart – Platzhalter für Farbnamen
Zur Erstellung von Namen für Vorlagen von Grid Charts wird ein Platzhalter für den Farbnamen bereitgestellt.
Für dessen Verwendung gehen sie folgendermaßen vor:
- Navigieren Sie zu Farbe > Grid Charts.
- Klicken Sie auf Hinzufügen [83].
- Im nun geöffneten Dialog Grid Chart hinzufügen klicken Sie neben dem Auswahlfeld für die Vorlage auf Speichern [84].
- Im nun geöffneten Dialog Grid Chart-Vorlage bearbeiten klicken Sie auf Platzhalter hinzufügen [85].
- Über die Suchleiste können Sie nun den in der Kategorie Sonderfarbname – Quelle befindlichen Platzhalter Sonderfarbname [86] auswählen.
Abbildung 49: Links: Der Dialog Grid Chart hinzufügen; Mitte: Der Dialog Grid Chart-Vorlage bearbeiten; Rechts: Der Dialog Platzhalter auswählen
3.2. Login-Dialog – Anzeige von Lizenzfehlern
Im Login-Dialog wird ab dieser Version eine Fehlermeldung angezeigt, wenn die verwendete Lizenz einen Fehler aufweist. Anwender erhalten dadurch bereits beim Anmeldeversuch eine klare Rückmeldung, anstatt erst nach dem Login auf ein Lizenzproblem zu stoßen.
3.3. Motiv-Editor – Ausgabebedingung für Vorschau verwenden
Beim Rendern der hochauflösenden Vorschau im Motiv-Editor wird ab sofort die Ausgabebedingung, die in einer PDF/X-Datei vorliegt, berücksichtigt, sodass eine farblich korrekte Farbverrechnung sichergestellt wird.
3.4. Hochladen großer Dateien – Sporadischer Fehler
Die Berechnung der Vorschau in Schnelldruck und Stapelverarbeitung für sehr große Dateien führte zu einem MAKO-Absturz. Als Lösung wurde der Cache-Wert auf 1 GB erhöht und ein Anwendungsparameter implementiert, um die Erstellung der Vorschau beim Hochladen zu unterbinden und dadurch den Upload-Vorgang zu beschleunigen.
Ab der nächsten Version kann die Berechtigung der Vorschau in Schnelldruck und Stapelverarbeitung für das System generell deaktiviert werden. Dies bietet zwar etwas weniger Komfort für den Benutzer, ermöglicht jedoch eine stabilere und schnellere Verarbeitung.
3.5. Routinen – Deaktivierte Vorgänge ausnehmen
Beim Ausführen von Routinen über Sofort ausführen [88] in Administration > Routinen wird die angezeigte Anzahl der betroffenen Datensätze für deaktivierte Vorgänge nicht berechnet und im Dialog als Deaktiviert [87] angezeigt.
Abbildung 50: Der Dialog Routine ausführen mit einem deaktivierten Vorgang
3.6. Löschen referenzierter Motive
Sind in der Liste der Artikel/Motive ausschließlich referenzierte Motive ausgewählt, ist der Löschen-Button im Dialog deaktiviert [89].
Abbildung 51: Referenzierte Artikel beim Versuch, diese zu löschen
3.7. Artikel- und Motivliste – Sortierung nach Material
Die Motiv- und Artikelliste kann ab sofort auch nach dem Materialnamen [90] sortiert werden, wodurch Motive und Artikel gezielt nach dem Material betrachtet werden können.
Abbildung 52: Das Menü Motive mit der neuen Sortierung nach dem Materialnamen
3.8. Löschen der Standard-Farbstrategie unterbunden
Das Löschen einer Farbstrategie, die als systemweit definierte Standard-Farbstrategie [91] unter Administration > Farbmanagement > Allgemein > Farboptionen festgelegt ist, wird ab sofort verhindert. Damit wird ausgeschlossen, dass Produktionsaufträge ohne gültige Standard-Farbstrategie zurückbleiben, weil die Farbstrategie versehentlich gelöscht wurde.
Abbildung 53: Der Einstellungsbereich Farboptionen in Administration > Einstellungen > Farbmanagement > Allgemein mit der gewählten Standard-Farbstrategie
3.9. Drucker – Löschen eines Druckkopfes
Das Löschen eines Druckkopfes ist ab sofort nur möglich, wenn keine Farbkonfiguration für den betroffenen Drucker eingerichtet ist, die diesen Druckkopf benötigt. Wird dennoch versucht, einen benötigten Druckkopf zu löschen, wird eine entsprechende Fehlermeldung [92] angezeigt.
Abbildung 54: Der Dialog Druckköpfe bearbeiten mit der Fehlermeldung
3.10. Anzahl der Motive in einer Sammlung
Die angezeigte Anzahl der Motive in einer Sammlung kann ab sofort jede beliebige Größe annehmen. Zuvor bestehende Beschränkungen der Anzeigeblase [93] bei sehr umfangreichen Sammlungen wurden aufgehoben.
Abbildung 55: Eine Sammlung mit mehreren Artikeln
3.11. Tinten – Aktualisierte Liste
In Version 2.0.0 wurde die Liste der aktuellen Tinteninformationen auf Basis der Versionen 04/2026 und 05/2026 in den Masterdaten aktualisiert.






















































