Benutzerhandbuch

Release – 2.0.0 (Beschreibung)

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In diesem Artikel erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der

  • Neuerungen in Version 2.0.0 sowie der
  • Verbesserungen, die für Anwender umgesetzt wurden.

Eine Übersicht der neuen Funktionen finden Sie im Artikel Release Notes 1.22.2 (Minor Release).

1. Neuerungen

In diesem Abschnitt erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung der Neuerungen, die im Montage-Editor, in der Automatisierung von Prozessen, in der Benutzeroberfläche, in der API sowie im Bereich der Datenkorrektur implementiert wurden.

1.1. Montage-Editor

Mit Version 2.0.0 wurden bestehende Funktionen im Montage-Editor erweitert und optimiert. Dabei wurden folgende Neuerungen und Verbesserungen implementiert:

1.1.1. Allgemeine Neuerungen und Verbesserungen

In Version 2.0.0 wurden zwei Neuerungen und Verbesserungen im Verhalten des Montage-Editors umgesetzt. Dabei wurde einerseits das Verhalten bei der Drehung von Motiven durch die Vorwinkelung erneuert und andererseit die Einhaltung der minimalen Montagehöhe bei Rollenmaterialien verbessert. Nachfolgend können Sie einsehen, welche Änderungen genau vorgenommen wurden.

1.1.1.1. Verwendung der Vorwinkelung

to be discussed

In dieser Version wurde das Verhalten bei der Drehung von Motiven durch die Vorwinkelung erneuert.

1.1.1.2. Minimale Montagehöhe – Rollenmaterial

Die Einhaltung der Montagehöhe bei Rollenmaterialien wurde verbessert. Ab dieser Version wird die minimale Montagehöhe nicht überschritten, wenn dies nicht zwingend notwendig ist. Das ist z.B. der Fall, wenn ein Motiv nur durch Drehen des Motivs auf der Montage platziert werden kann oder ein Motiv montiert werden soll, welches höher ist als die minimale Montagehöhe [x] ist. Bis zu dieser Version konnte es vorkommen, dass neben der Überschreitung der Höhe der Montage für ein Motiv noch ein zweites Motiv platziert wurde.

Abbildung : Die Montagefläche mit einem montierten Motiv auf Rollenmaterial bei überschrittener Höhe

1.1.2. Farbwerte für Beschriftungen dynamisch ableiten

Ab dieser Version ist es möglich, den Farbwert für die Hintergrundfarbe einer Text Beschriftung [x] dynamisch aus einer Quelle - einem Benutzerdefinierten Feld des Motivs - abzuleiten. Die Farbformate können als dynamischer Wert unter Einstellungen > Benutzerdefinierte Felder > Artikel & Motiv eingetragen werden [x] und werden anschließend übernommen [x]. Dazu zählen die Werte CMYK, RGB, Lab, Registermarkenfarbe, CSS und HEX Farben sowie kein Farbwert.

Abbildung : Links: Der Dialog Benutzerdefinierte Felder bearbeiten mit den Farbwerten; Rechts: Der Reiter Marken mit einer Beschriftung und Farbwerten

1.1.3. Farbkontrollstreifen – Erweiterte Textoptionen

In Version 2.0.0 wurden für Farbkontrollstreifen erweiterte Textoptionen bereitgestellt – dazu gehören folgende Felder:

  • Tonwerte anzeigen [x] – Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um die Tonwerte [x] für den Farbkontrollstreifen einzublenden.
  • Versatz – Tonwerte [x] – Bestimmen Sie hier den Versatz für die Anzeige der Tonwerte.
  • Farbnamen anzeigen [x] – Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um die Farbnamen [x] für die Farbkontrollstreifen einzublenden.
  • Versatz –Farbnamen [x] – Bestimmen Sie hier den Versatz für die Anzeige der Farbnamen.

Abbildung : Der Reiter Marken mit den Farbkontrollstreifen – Sonderfarben und den erweiterten Textoptionen

1.1.4. Schneidegerät »Fotoba« Marken – Hintergrundfarbe

Ab dieser Version ist es möglich, für Fotoba Marken eine Hintergrundfarbe zu definieren. Aktivieren Sie dafür unter Farbeinstellungen die Hintergrundfarbe [x].

Abbildung : Der Reiter Endfertigung mit dem Fotoba Schneidegerät

1.1.5. Montage-Modus »Gebundenes Produkt« - Einschränkungen

Im Montage-Modus »Gebundenes Produkt« kann ab dieser Version nur mehr ein Motiv verwendet werden. Bei versuchtem Hinzufügen eines weiteren Motivs wird eine Meldung [x] ausgegeben. Im Reiter »Motive« wurden Symbole für nicht verwendete Funktionen entfernt, lediglich das Symbol Löschen [x] ist nun verfügbar.

Abbildung : Links: Die Meldung beim versuchten Hinzufügen mehrer Motive Rechts: Der Reiter Motive mit dem Symbol Löschen

1.2. Check-in Prüf- und Korrekturvorlage

Mit Version 2.0.0 wurden im Umfeld der Check-in Prüf- und Korrekturvorlagen folgende Neuerungen implementiert:

1.2.1. Technische Sonderfarben aufbereiten – Handhabung von aussparenden Technische Sonderfarben mit einem Tonwert von 0 % (Weiße Objekte)

In dieser Version wurde für die in Version 1.22.2 implementierte »Technische Sonderfarben aufbereiten« eine Neuerung implementiert:

  • Ab Version 2.0.0 kann für Technische Sonderfarben mit einem Tonwert von 0 %, konfiguriert werden, ob diese entweder »Weiß« und damit aussparend, oder überdruckend und damit im gedruckten Ergebnis nicht sichtbar, verarbeitet werden [x]. Wenn die technische Farbe als Fläche definiert wurde, wird standardmäßig eine Fehlermeldung ausgegeben

Abbildung : Die Korrektur Technische Sonderfarben aufbereiten mit der Funktion zur Handhabung von aussparenden Technischen Sonderfarben mit einem Tonwert von 0% (Weiße Objekte)

1.2.2. Hochladen und Normalisierungseinstellungen – Technische Farben von druckenden Elementen überlagert

In dieser Version wurde beim Hochladen eines Motivs eine neue Prüfung bereitgestellt, die erkennt, wenn systemweit definierte technische Farben durch ein druckendes Element überlagert wird. Bei einem Treffer wird in den Seiten Informationen [x] die Warnung Ein druckendes Objekt überlagert eine technische Farbe [x] ausgegeben.

Abbildung : Der Reiter Seiten Informationenen mit der Prüfung

1.2.3. Hochladen und Normalisierungseinstellungen – Technische Farbe in DeviceN-Konstrukt

Eine neue Prüfung weist darauf hin, wenn eine Technische Sonderfarbe in einer DeviceN-Farbe verankert ist. In diesem Fall kann die technische Farbe keiner Processing-Steps-Ebene zugewiesen werden, was zu Problemen bei der Endverarbeitung führen kann. Im Reiter Seiten Informationen [x] wird mit der Meldung Einige Technische Sonderfarben werden als Teil einer Mehrfarben-DeviceN-Definition verwendet darauf hingewiesen. Auf diese Konstellation wird in der Applikation aktiv hingewiesen, damit die technische Farbe – etwa über die Korrektur Technische Sonderfarben aufbereiten – aus dem DeviceN-Konstrukt extrahiert werden kann.

Abbildung : Der Reiter Seiten Informationen mit der Fehlermeldung

1.2.4. Hochladen und Normalisierungseinstellungen – Schneidelinie als »rect« oder »circle« angelegt

Schneidelinien müssen aus einzelnen, miteinander verbundenen Pfadsegmenten bestehen, damit sie von Schneidegeräten korrekt verarbeitet werden können. Ist eine Schneidelinie stattdessen als geometrisches Rechteck (»rect«) oder als Kreis (»circle«) angelegt, wird bei aktiviertem Check-in-Modus Nur prüfen (keine Korrektur) eine Fehlermeldung erzeugt. Diese wird im Reiter Seiten Informationen [x] des betroffenen Motivs als »Eine Schneidelinie ist als Rechteck definiert statt in Pfaden« [x] angezeigt.

Abbildung : Der Dialog Seiten Informationen mit der Warnung

1.2.5. Hochladen und Normalisierungseinstellungen – Check-in Modus »Nur erste Seite prüfen und korrigieren«

Für den Check-in-Modus Nur erste Seite prüfen und korrigieren wurden zusätzliche Prüfungen implementiert, die eine Fehlermeldung erzeugen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Die MediaBox der Seite befindet sich nicht im Ursprung (0/0).
  • Die Seite besitzt einen Rotationsfaktor.
  • Mehrseitige Motive weisen eine abweichende Seitengröße oder Seitenausrichtung auf.

Da in diesem Check-in-Modus nur die erste Seite tatsächlich geprüft und korrigiert wird, stellen diese zusätzlichen Prüfungen sicher, dass Abweichungen auf den nicht geprüften Folgeseiten dennoch frühzeitig erkannt werden.

1.2.6. Allgemeine Check-in-Verbesserungen – Umstellung auf QuickCheck

In Version 2.0.0 wurde der Check-in von der bisherigen, vollständigen PDF-Prüfung auf eine QuickCheck-Prüfung umgestellt. Für einen QuickCheck spielt die Komplexität eines PDF-Dokuments nahezu keine Rolle mehr – das Prüfergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Millisekunden vor, unabhängig davon, wie viele Seiten, Objekte oder Sonderfarben ein Motiv enthält. Von dieser Umstellung profitieren insbesondere auch die in den vorangehenden Abschnitten beschriebenen neuen Prüfungen in den Hochladen- und Normalisierungseinstellungen, da diese nun ebenfalls deutlich schneller ausgeführt werden.

Die pdfToolbox Prüfungen wurden, wo es bisher sinnvoll war, gegen die QuickCheck-Prüfungen ersetzt. Die gefundenen Treffer sind dabei nach wie vor die selben, nur di eBerechnungszeit wurde verbessert. Zusätzlich werden diese Prüfungen nun auch bei aktiver Option »Nur die erste prüfen und korrigieren« ausgeführt und analysieren immer das gesamte Dokument. Diese Notwendigkeit ergab sich daraus, dass es bis zu dieser Version nicht möglich war, mit PDF-Seiten umzugehen, die nicht bei Seite 1 begannen. Bisher wurden diese PDFs nicht geprüft und ergaben somit auch keinen Fehler.

1.3. Farbmanagement

Bereits in Version 1.22.2 wurden mit den Profilierungsprojekten eine neue Funktion im Bereich Farbmanagement unter Farbe > Profilierungsprojekte eingeführt. Profilierungsprojekte basieren auf der GMG Color Engine und ermöglichen die vollständige Erstellung und Verwaltung von Farbstrategien – von der Vorlinearisierung über die Linearisierung und Gesamtfarbauftragsbegrenzung bis hin zur Charakterisierung. In 1.22.2 war diese Funktion ausschließlich für Beta-Kunden mit freigeschalteter Beta-Berechtigung verfügbar.

Mit Version 2.0.0 stehen die Profilierungsprojekte nun allen neuen Kunden zur Verfügung. Bestehende Kunden können von der ColorLogic-Lösung auf die GMG-Implementierung umstellen. Je nachdem, ob für Ihre Lizenz ausschließlich eine GMG-Berechtigung oder zusätzlich eine ColorLogic-Berechtigung besteht, werden bestimmte Menüpunkte in der Benutzeroberfläche ausgeblendet – dazu zählen etwa Farbbücher, bildbasierende Farbkorrektur, ColorLogic-Farbeinstellungen in den Systemeinstellungen sowie die klassischen Bereiche Profilierung und Profilierungsvorlagen.

Hinweis zum Lizenzumfang

Welche Menüpunkte für Ihre Installation sichtbar sind, hängt von der jeweils freigeschalteten Berechtigung ab. Wenden Sie sich bei Fragen zum Umstieg von ColorLogic auf die GMG-Implementierung an Ihre Kontaktperson.

1.3.1. Mehrere Materialien zuweisen

Einem Profilierungsprojekt können ab dieser Version mehrere Materialien gleichzeitig zugewiesen werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, für jedes Material ein eigenes Profilierungsprojekt anzulegen, wenn dieselbe Farbstrategie für mehrere, farblich vergleichbare Materialien verwendet werden soll.

Gehen Sie dafür folgendermaßen vor:

  1. Navigieren Sie zu Farbe > Profilierungsprojekte.
  2. Wählen Sie das gewünschte Profilierungsprojekt aus der Liste und öffnen Sie dieses.
  3. Im Reiter Übersicht [x] klicken Sie nun im Bereich Weitere Materialien auf das Bearbeiten–Symbol [x].
  4. Im Dialog Weitere Materialien bearbeiten können Sie nun über die Auswahlliste [x] mehrere Materialien auswählen.
  5. Klicken Sie auf Speichern [x], um die Einstellungen zu übernehmen und um die gewählten Materialien im Bereich anzeigen zu lassen.

Abbildung : Der Dialog Weitere Materialien bearbeiten mit mehreren Materialien

1.3.2. Status eines Profilierungsprojektes

Jedes Profilierungsprojekt zeigt ab sofort einen der folgenden drei Status an, wodurch der Bearbeitungsfortschritt auf einen Blick erkennbar ist. Der Status wird jeweils in der Fußzeile [x] des jeweiligen Projekts angezeigt.

  • Erstellt – Es wurde noch kein Teilschritt des Profilierungsprojekts ausgeführt.
  • In Arbeit – Es wurden bereits Teilschritte ausgeführt, jedoch sind noch nicht alle Schritte abgeschlossen.
  • Produktionsbereit – Alle Schritte wurden abgeschlossen und eine Farbstrategie wurde erzeugt.

Abbildung : Die Liste der Profilierungsprojekte mit der Statusanzeige

1.3.3. Teilschritt eines Profilierungsprojekts zurücksetzen

Ab Version 2.0.0 kann ein einzelner Teilschritt eines Profilierungsprojekts – etwa die Linearisierung oder die Charakterisierung – gezielt zurückgesetzt werden, ohne dass davon das gesamte Profilierungsprojekt betroffen ist. Dies erspart es, bei einem fehlerhaften Teilschritt das komplette Projekt neu aufsetzen zu müssen.

Gehen Sie dafür folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie das gewünschte Profilierungsprojekt und darin den Teilschritt den sie zurücksetzen möchten.
  2. Klicken Sie auf das Symbol Zurücksetzen [x].
  3. Im nun geöffneten Dialog wählen Sie aus dem Auswahlfeld Zurücksetzen auf eine der folgenden Möglichkeiten:
    • Start – Löscht alles in diesem Schritt. Sie können mit dem Schritt »Drucken« fortfahren.
    • Drucken – Löscht erstellte Profile (falls vorhanden) und Messungen (falls vorhanden). Sie können mit dem Schritt »Messen« fortfahren.
    • Gemessen – Löscht lediglich bereits erstellte Profile. Sie können mit dem Schritt »Profil erstellen« fortfahren.

Abbildung : Der Dialog Schritt zurücksetzen für den Schritt Charakterisierung

1.3.4. Löschen eines Profilierungsprojekts

Ab dieser Version ist es nicht mehr möglich, ein Profilierungsprojekt zu löschen, wenn die darin erzeugte Farbstrategie aktuell in einem Produktionsauftrag verwendet wird. Damit wird verhindert, dass laufende Produktionsaufträge durch das versehentliche Löschen der zugrunde liegenden Farbstrategie ungültig werden.

Abbildung : Der Dialog Profilierungsprojekt löschen beim Versuch ein Projekt mit einer Farbstrategie in Verwendung zu löschen

1.3.5. Gamut Viewer

Im Gamut Viewer kann ab Version 2.0.0 auch der Farbraum eines Profilierungsprojekts angezeigt werden, das auf der GMG-Implementierung basiert. Der bereits bestehende Gamut Viewer für ColorLogic-Profile bleibt unverändert nutzbar, sodass beide Farbmanagement-Wege parallel visualisiert und miteinander verglichen werden können.

1.3.6. Messvorlage-Chart erzeugen – Gesamtfarbauftragsbegrenzung

Ab Version 2.0.0 können benutzerdefinierte Messvorlage-Charts für die Gesamtfarbauftragsbegrenzung erstellt werden. Klicken Sie dafür auf das +-Hinzufügen Symbol [x] im Dialog Gesamtfarbauftragschart hinzufügen. Dafür muss der Expertenmodus [x] aktiviert sein. Im nun geöffneten Dialog können nun die Parameter Startwert TAC (150-190 %) [x], Endwert TAC (300-400 %) [x], Anzahl der Variationen (2 oder 3) [x], Spaltbreite [x] (Abstand zwischen den Farbfeldern) sowie Rändern [x] konfiguriert werden. TAC-Eingaben werden auf den erlaubten Bereich von 150-400 % validiert.

Abbildung : Links: Der Dialog Gesamtfarbauftragschart hinzufügen mit der Möglichkeit ein benutzerdefiniertes Chart hinzuzufügen; Rechts: Der Dialog mit den konfigurierbaren Parametern

1.3.7. Messvorlage-Charts

Für die Messvorlage-Charts wurden in Version 2.0.0 zwei Neuerungen implementiert:

  • Messen – Die Messung eines Messvorlage-Charts muss ab dieser Version zwingend mit Seite 1 [x] begonnen werden und in aufsteigender Reihenfolge fortgesetzt werden. Nach vollständiger Messung aller Seiten wird dem Benutzer die Möglichkeit geboten, eine Seite zu löschen und diese neu einzumessen.
  • Bemerkung für ein Messvorlage-Chart – Beim Hinzufügen eines Messvorlage-Charts z.B. für ein Charakterisierungschart [x] wurde die Möglichkeit zur Eingabe einer Bemerkung entfernt.

Abbildung : Links: Der Dialog Charakterisierungschart hinzufügen; Rechts: Der Dialog Messen

1.3.8. Visualisierungen zu Messungen

Zwei neue Visualisierungstypen – Farbachse für den Schritt Linearisierung und Charaktaterisierung sowie die Spinnennetz-Ansicht im Schritt Charakterisierung – stehen zur Beurteilung von Messungen und des Farbraumes zur Verfügung. Der Startpunkt der Y-Achse (Helligkeitsachse) beginnt dabei ab dieser Version immer bei 0.

Im Reiter Analyisieren wurden dafür die Reiter Farbachsen [x] und Spinnennetz-Ansicht [x] geschaffen.

Abbildung : Links: Der Dialog Analysieren mit dem Reiter Farbachsen; Rechts: Der Dialog Analysieren mit dem Reiter Spinnennetz-Ansicht

1.3.9. Farbkorrektur im Produktionsauftrag

Die Berechnung der Farbkorrektur basiert ab sofort auf der GMG-Implementierung.

1.3.10. Verifikation mit GMG

Die Verifikation kann ab dieser Version je nach Auswahl der Farbstrategie mit einer GMG-Farbstrategie sowie mit GMG-Tinteneinsparung abgebildet werden.

1.3.11. Grid Charts mit GMG

Ein Grid Chart kann ab dieser Version je nach Auswahl der Farbstrategie mit einer GMG-Farbstrategie sowie mit GMG-Tinteneinsparung abgebildet werden.

1.3.12. Tinteneinsparung

Die vorberechneten Tinteneinsparungsprofile Niedrig, Mittel und Extrem stehen ab dieser Version auf Basis der GMG-Implementierung in folgenden Bereichen zur Verfügung:

  • Farbe > Verifikation,
  • Produktionsauftrag > Ausgabekonfiguration > QPoints,
  • API,
  • Automatisierung > Produktionskonfigurationen > Vorgang »Tintenkostenreport exportieren«,
  • Produktionsauftrag > Ausgabekonfigurationen

Ab dieser Version werden GMG- und ColorLogic-Tinteneinsparungsprofile in der Auswahlliste der Ausgabekonfigurationen außerdem klar voneinander getrennt [x] dargestellt.

Abbildung : Der Dialog Ausgabekonfiguration bearbeiten mit den Farbstrategien

1.3.13. Umgang mit Sonderfarben

Ab Version 2.0.0 werden alle benötigten Funktionen zur Verfügung gestellt, um die Sonderfarbberechnung in Zusammenhang mit der GMG-Implementierung zu ermöglichen. Davon sind folgende Bereiche betroffen:

Optimierte Berechnungszeiten

Die Berechnungszeiten für Farbwerte von Sonderfarben bei GMG-Farbstrategien wurden deutlich optimiert. Die schnellere Berechnung wird durch das Zwischenspeichern (Caching) von Werten bei CMYK mit zusätzlichen Prozessfarben sowie durch eine Bulk-Berechnung bei einer großen Anzahl von Sonderfarben erreicht – gerade bei Motiven mit vielen unterschiedlichen Sonderfarben ergibt sich dadurch ein spürbarer Geschwindigkeitsvorteil.

Simulationswerte für ∆E-Anzeige

Die Berechnung der Simulationswerte für die ΔE-Anzeige wurde implementiert, sodass Abweichungen zwischen Sollfarbe und simulierter Farbe direkt in der Benutzeroberfläche nachvollzogen werden können. 

Harlequin Host Renderer (HHR) – Umstellung auf DeviceN-Werte

Die an den HHR übergebenen Separationswerte werden ab dieser Version vollständig auf reine DeviceN-Werte umgestellt, anstatt wie bisher über Sonderfarbprofile übergeben zu werden. Diese Umstellung betrifft sowohl GMG- als auch ColorLogic-Farbstrategien und sorgt für eine konsistentere und robustere Verarbeitung im Renderer.

Festgelegte Farbwerte

Die Berechnung festgelegter Farbwerte unter Vorgabe vordefinierter Werte für einzelne Kanäle wurde bereitgestellt. Damit können einzelne Kanäle einer Sonderfarbe gezielt auf einen fixen Wert gesetzt werden, während die übrigen Kanäle weiterhin durch die Farbstrategie berechnet werden.

Sonderfarbreport

Der Sonderfarbreport nutzt ab sofort die GMG-Implementierung zur Berechnung der Farbwerte. Zusätzlich wird im Report nun auch der Name des zugrunde liegenden Profilierungsprojekts [x] angezeigt, wodurch die Nachvollziehbarkeit der verwendeten Farbstrategie verbessert wird.

Abbildung : Der Sonderfarbreport mit dem angeführten Profilierungsprojekt

Achsenbeschriftungen im Schritt »Linearisierung«

Für die Anzeige der Kurven im Schritt Linearisierung wurden Achsenbeschriftungen bereitgestellt, wodurch Eingabe- und Ausgabewerte der Kurve auf Anhieb erkennbar sind, ohne einzelne Kurvenpunkte anklicken zu müssen.

Folgende Achsenbeschriftungen wurden zur Verfügung gestellt:

  • Reiter »Tonwerte« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in % beschriftet, die y-Achse mit dem SCTV (Spot Color Tone Value) also mit dem Tonwert beschriftet.
  • Reiter »Chroma« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in % beschriftet, die y-Achse mit dem Chroma-Wert beschriftet.
  • Reiter »Referenzfarbraum« – Die x-Achse ist mit der Eingabe in % beschriftet, die y-Achse mit dem Referenzfarbraum beschriftet.

Abbildung : Links: Der Reiter Tonwerte im Dialog Analysieren; Mitte: Der Reiter Chroma-Werte; Rechts: Der Reiter Referenzfarbraum

Farbdefinition – Zusatzinformationen

Im Dialog zum Erstellen einer Sonderfarbdefinition werden ab Version 2.0.0 die für GMG-Sonderfarbberechnungen benötigten Zusatzinformationen korrekt bereitgestellt. Dadurch stehen der GMG Color Engine alle notwendigen Metadaten zur Verfügung, um die Sonderfarbe korrekt in eine Farbstrategie einzurechnen.

1.3.14. Umgang mit RGB-Farben

In Version 2.0.0 wird ein RGB-DeviceLink-Profil bereitgestellt, das auf dem RGB-Zwischenfarbraum basiert, der für das jeweilige Profilierungsprojekt gewählt ist. Damit können alle RGB-Daten mit erweiterten Parametern direkt in den Ausgabefarbraum bzw. in den Zwischenfarbraum konvertiert werden.

Befinden sich in einem Motiv mehrere RGB-Quellen, wird vor dem Rendern automatisch ein zusätzlicher Arbeitsschritt durchgeführt, um alle Quellen konsistent zu behandeln. Bei DeviceRGB-Objekten wird dabei der in den Systemeinstellungen hinterlegte RGB-Quellfarbraum zugewiesen. Bei ICC-basiertem RGB werden die jeweiligen ICC-Farbräume in den RGB-Quellfarbraum konvertiert, der im Profilierungsprojekt verwendet wird. Damit besitzen alle RGB-Farbwerte als Quellfarbraum stets die zum RGB-DeviceLink passenden Farbwerte.

1.3.15. Vorschaubilder – Druckersoftware

Für die Vorschau auf der Druckersoftware wird ab dieser Version eine Berechnung für Kompensationskurven zur Erstellung der farblichen Abbildungen bereitgestellt. Die Bildqualität der Vorschau konnte dadurch verbessert werden, da auch die Farbübergänge ab Version 2.0.0 miteinberechnet werden können.

1.3.16. Schritt »Linearisierung« – Tintenbegrenzung

Im Umfeld der Linearisierung werden ab dieser Version die Werte für die Tintenbegrenzung auch in der Datenbank gespeichert, wodurch diese beim späteren Bearbeiten des Schrittes wieder korrekt ausgelesen werden können. Ab Version 2.0.0 stimmen zudem die angezeigten Tintenbegrenzungen zwischen den Kurven und den daneben angezeigten Zahlenwerten stets überein.

1.3.17. Charakterisierungsschritt – Änderungen

Im Umfeld der Charakterisierung können ab dieser Version mehrere Variationen mit jeweils eigener Farbstrategie erzeugt werden. Der Name jeder Variation muss dabei eindeutig innerhalb des Profilierungsprojekts sein. Ansonsten wird bei der Erstellung eine Fehlermeldung ausgegeben [x].

Es wurde außerdem das Verhalten zur Berechnung von Primärfarben geändert. Ab dieser Version wird Schwarz generell nicht mehr zur Berechnung der Primärfarben Cyan, Magenta und Gelb herangezogen, wodurch reinere Primärfarbwerte entstehen.

Zusätzlich wurde eine benutzerfreundliche Implementierung zum Verschieben der Papierweißkompensierung [x] im Reiter Separationsparameter [x] in Richtung des Weißpunkts des Referenzfarbraums geschaffen. Mit diesem Regler kann die Grauachse gezielt an das gewünschte Referenzweiß angepasst werden.

Abbildung : Links: Der Reiter Allgemein bei Erstellung einer Variation; Rechts: Der Reiter Separationsparameter mit der Papierweißkompensierung

1.3.18. G7 Linearisierungsschritt

In Version 2.0.0 wurde ein zusätzlicher Schritt zur Erzeugung einer G7-Linearisierung hinzugefügt.

Damit dieser Schritt genutzt werden kann, ist Folgendes zu beachten:

  • Die G7-Linearisierung [x] muss bereits bei der Anlage des Profilierungsprojekts aktiviert werden – eine nachträgliche Aktivierung für ein bestehendes Projekt ist nicht vorgesehen.
  • Der Schritt findet als zusätzlicher Schritt nach der regulären Linearisierung [x] statt – diese muss somit bei der Anlage auch aktiviert sein. Ist die Linearisierung deaktiviert, wird auch die G7-Linearisierung ausgeblendet.
  • Die G7-Linearisierung wird ausschließlich auf CMYK-Prozessfarben angewandt; Sonderfarben sind davon nicht betroffen.

Abbildung : Der Dialog Profilierungsprojekt hinzufügen mit dem Reiter Erweitert und der G7-Linearisierung

1.3.19. Profilierungsprojekte exportieren/importieren

Ab dieser Version kann im Menüpunkt Profilierungsprojekte über die Schaltfläche Weitere Funktionen [x] ein gesamtes Profilierungsprojekt exportiert [x] und anschließend auf einer anderen Instanz der Applikation importiert [x] werden. Dies erleichtert insbesondere die Übertragung erprobter Farbstrategien zwischen mehreren Standorten oder von einer Test- auf eine Produktivumgebung.

Abbildung : Der Menüpunkt Profilierungsprojekte mit der Möglichkeit ein Projekt zu importieren oder zu exportieren

1.3.20. Produktionsaufträge mit Farbkorrektur

n Version 2.0.0 wird die Möglichkeit bereitgestellt, Farbkorrekturen mit den erweiterten Funktionen aus GMG auch für ganze Produktionsaufträge beim Rendern anzuwenden – nicht nur für einzelne Motive.

1.3.21. Vereinfachung der Benutzeroberfläche

In dieser Version wurde die Benutzeroberfläche im Bereich Farbmanagement vereinfacht. Abhängig davon, ob eine GMG- oder eine ColorLogic-Berechtigung vorliegt, werden diverse Menüpunkte – Farbbücher, bildbasierte Farbkorrektur, Farbeinstellungen, Profilierung und Profilierungsvorlagen – ausgeblendet, um nur die tatsächlich nutzbaren Funktionen anzuzeigen.

Zusätzlich kann, sobald ein Teilschritt eines Profilierungsprojekts abgeschlossen ist, direkt in den nächsten Schritt [x] gesprungen werden, ohne den Umweg über die Übersichtsseite nehmen zu müssen.

Abbildung : Die Schritte eines Profilierungsprojekts

1.3.22. Systemeinstellungen

In Administration > Einstellungen > Farbmanagement > Allgemein wurden die ColorLogic-spezifischen Parameter unter Color Management Einstellungen – Color Logic in einen eigenen, klar abgegrenzten Bereich [x] verschoben. Dies schafft Übersicht, da GMG- und ColorLogic-Einstellungen nicht mehr vermischt dargestellt werden.

Abbildung : Die Einstellungen mit dem neu geschaffenen Bereich

1.3.23. Prozessfarben synchronisieren

In Administration > Tinten > Tinten Setup kann ab dieser Version eine angelegte Prozessfarbe manuell mit dem Color Service synchronisiert werden. Dies ist z. B. dann notwendig, um ausgewählte Prozessfarben – etwa White – für den Color Service verfügbar zu machen, nachdem sie im System neu angelegt oder geändert wurden.

Gehen Sie zur Synchronisierung einer Prozessfarbe folgendermaßen vor:

  1. Navigieren Sie zu  Administration > Tinten > Tinten Setup.
  2. Wählen Sie die gewünschte Prozessfarbe [x] aus.
  3. Klicken Sie unter Weitere Funktionen [x] auf die Funktion zur Synchronisierung mit dem Color Service [x].
  4. Warten Sie, bis die Synchronisierung abgeschlossen ist – die Prozessfarbe steht anschließend für GMG-Farbstrategien zur Verfügung.

Abbildung : Der Reiter Tinten Setup mit der neuen Synchronisierungsfunktion

1.4. Korrekturen und Korrekturketten

1.4.1. Korrektur »Sonderfarben umbenennen, konvertieren oder löschen« – Zielfarbname

1.4.2. Korrekturen – Entfernen von Processing Steps

1.5. Automatisierung

1.5.1. Artikel-Detailansicht – Automationsauftrag erstellen

1.5.2. Erweiterte Funktionen der Produktionskonfiguration – Umstrukturiertes Menü

1.5.3. Automationsaufträge löschen – Schnellzugriff

1.5.4. Bündel-Ansicht – Ersetzen eines Motivs

1.5.5. Deaktivierung Vorgang »Montagereport exportieren« für Gebundene Produkte

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