Erfahren Sie in diesem Artikel,
- welche Optionen zur seitenbezogenen Analyse im PDF-Editor zur Verfügung stehen,
- welche Informationen Sie auf einen Blick zur aktuell angezeigten Seite erhalten können,
- welche Funktionen zum Ein- und Ausblenden von Objekten verfügbar sind und
- welche erweiterten Möglichkeiten zur Analyse der PDF-Struktur im gesamten Dokument bereitgestellt werden.
1. Einleitung
Druckdaten können einseitig oder mehrseitig vorliegen. Jede Seite einer PDF-Datei stellt dabei ein eigenständiges Dokument dar und kann aus verschiedenen Objekten bestehen. Diese Objekte können in unterschiedlichen Farbräumen, auf verschiedenen Ebenen und innerhalb einer definierten Dokumentgröße platziert werden. Die Komplexität einzelner Seiten der Druckdatei kann dabei stark variieren und eine Vielzahl von Objekte enthalten.
Vor der Bearbeitung von Druckdaten empfiehlt es sich, einen umfassenden Überblick über den Aufbau der jeweiligen Seite sowie die enthaltenen Objekte zu gewinnen. Diese Analysetätigkeit lässt sich am schnellsten im Reiter Anzeige mithilfe von Zusatzinformationen im Bereich Dokumentinformationen – cmd + D
(macOS) sowie Strg + D
(Windows) durchführen. Für detailliertere Analysen stehen im Reiter Anzeigen unter dem Themenbereich Inspektor sowie das Pipette-Werkzeug in Kombination mit den Anzeigenoptionen von Informationen im Reiter Bearbeiten zur Verfügung.
Analyse der aktuell angezeigten Seite
Beachten Sie, dass die Analyse im Reiter »Anzeige« immer auf die aktuell dargestellte Seite bezogen ist. Die verfügbaren Optionen und Werte können daher von Seite zu Seite variieren. Alle angezeigten Optionen passen sich dynamisch auf die Inhalte der jeweiligen Seite an. Es ist daher möglich, dass bestimmte Analysefunktionen nicht für jede Seite verfügbar sind.
2. Reiter »Anzeige«
Nach dem Öffnen einer Druckdatei wird standardmäßig die erste Seite des Dokuments im geöffneten Reiter Anzeige > Analyse dargestellt.
Die meisten Analysetätigkeiten stehen im Reiter Anzeige innerhalb der drei Themenbereiche Analyse, Inspektor und Visualisieren zur Verfügung. Diese ermöglichen eine schnelle und umfassende Übersicht über den gesamten Seiteninhalt. Der Themenbereich Analyse ist in sieben Einstellungsbereiche unterteilt, die die wichtigsten Informationen zur Seitenstruktur und zu den enthaltenen Objekten strukturiert und übersichtlich darstellen.
Abbildung 1: Der Reiter Anzeige mit dem Themenbereich Analyse und den zugehörigen Einstellungsbereichen

Folgende Einstellungsbereiche stehen im Reiter Anzeige im Themenbereich Analyse zur Verfügung:
- Optionen [1] – darin stehen Funktionen zur Hervorhebung besonderer Konstrukte auf der Seite zur Verfügung.
- Ebenen [2] – darin werden alle Ebenen der aktuellen Seite angezeigt.
- Prozessfarben [3] – darin werden alle vier Prozessfarben der Druckdatei sowie die Farbwerte der Prozessfarben an der aktuellen Cursorposition dargestellt.
- Sonderfarben [4] – darin werden die Sonderfarben der aktuellen Seite der Druckdatei sowie die Tonwerte der Sonderfarbe(n) an der aktuellen Cursorposition angezeigt.
- Farbräume [5] – darin werden alle verwendeten Farbräume der aktuellen Seite dargestellt.
- Seitenobjekte [6] – darin werden alle Typen von Seitenobjekten der aktuellen Seite angezeigt.
- Seitengeometrierahmen [7] – darin werden alle vorhandenen Seitengeometrierahmen der aktuellen Seite mit entsprechender Größe angezeigt.
2.1. Einstellungsbereiche
In den verschiedenen Einstellungsbereichen werden aktuelle Informationen angezeigt. Zudem besteht die Möglichkeit, diese Informationen ein- oder auszublenden. Im Folgenden werden die einzelnen Einstellungsbereiche und ihre Funktionen detailliert beschrieben.
2.1.1. Optionen
Im Einstellungsbereich Optionen stehen spezielle Analysemöglichkeiten für bestimmte Objekte zur Verfügung. Durch das Aktivieren oder Deaktivieren einzelner Optionen können diese Objekte sowie die entsprechenden Bereiche auf der Seite hervorgehoben oder beim Rendern des Dokuments für die Anzeige berücksichtigt werden.
Abbildung 2: Der Einstellungsbereich Optionen des Reiters Anzeige im Themenbereich Analyse

Anzahl der betroffenen Objekte
Die Anzahl der von der Option betroffenen Objekte wird in runden Klammern [13] angegeben. Eine Option wird nur angezeigt, wenn sich mindestens ein entsprechendes Objekt in der geöffneten Datei befindet.
Überdrucken simulieren
Die Option Überdrucken simulieren [8] sollte immer aktiviert sein, da sie sicherstellt, dass die Druckdatei auf dem Monitor genauso dargestellt wird, wie sie in einer professionellen Druckerei ausgegeben wird.
Beim Analysieren einer Druckdatei ist es empfehlenswert, diese Option ein- und auszuschalten, um mögliche visuelle Unterschiede zu erkennen. Falls – wie in der nachfolgenden Abbildung dargestellt – deutliche Abweichungen sichtbar sind, muss die Ausgabe in der Druckerei unter Berücksichtigung der überdruckenden Objekte gerendert werden, um das gewünschte Druckbild zu erhalten.
Abbildung 3: Links: Überdruckende Objekte ohne aktivierter Option; Rechts: Überdruckende Objekte mit aktivierter Option
Überdruckende Objekte verflachen
Soll eine Druckdatei auf einem Drucksystem ausgegeben werden, das überdruckende Objekte beim Rendern nicht korrekt verarbeiten kann, bietet der PDF-Editor die Möglichkeit, diese überdruckenden Objekte zu verflachen. Detailliertere Informationen hierzu finden Sie im Artikel Druckdaten optimieren.
Überdruckende Objekte hervorheben
Durch Aktivieren der Option Überdruckende Objekte hervorheben [14] (Abbildung 2) werden überdruckende Objekte mit einer roten Schraffur markiert. Dies ermöglicht eine schnelle Identifikation ihrer Position sowie potenzieller visueller Unterschiede, die in unterschiedlichem Maße erkennbar sein können.
Bei der Analyse einer Druckdatei empfehlen wir, diese Option zu aktivieren und folgende Fragen zu berücksichtigen:
- Sind überdruckende schwarze Linien auf weißem Hintergrund [19] problematisch? In der Regel stellt dies kein Problem dar.
- Sind überdruckende schwarze Flächen, Texte oder Vektoren [20] auf farbigen Flächen, Texten, Vektoren oder Bilder problematisch? Je nach Drucksystem und Größe der Objekte kann es sinnvoll sein, solche Konstellationen zu vermeiden, da sie dazu führen können, dass Objekte »transparent« erscheinen.
- Sind überdruckende farbige Flächen, Texte oder Vektoren auf anderen farbigen Flächen, Texte, Vektoren oder Bilder problematisch? Solche Konstellationen sind meistens ein erwünschter Effekt des Grafikers für das Design.
Abbildung 4: Links: Hervorgehobene überdruckende Objekte; Rechts: Schwarzes überdruckendes Objekt, wodurch dahinterliegende Objekte durchscheinen
Überdrucken entfernen bzw. 100% Schwarz in Tiefschwarz umwandeln
Überdruckende Objekte können je nach Bedarf ausgespart oder schwarze Flächen in Tiefschwarz umgewandelt werden, um das Durchscheinen dahinterliegender Objekte zu verhindern. Wie Sie dies mit dem PDF-Editor durchführen, erfahren Sie im Artikel Objekte bearbeiten.
Weiß überdruckende Objekte hervorheben
Durch Aktivieren der Option Weiß überdruckende Objekte hervorheben [9] (Abbildung 2) werden überdruckende Objekte mit einer blauen Schraffur hervorgehoben. Dies ermöglicht eine schnelle Identifikation von überdruckenden weißen Objekten und hilft dabei, potenzielle visuelle Unterschiede zu erkennen.
Bei der Analyse einer Druckdatei empfehlen wir, diese Option zu aktivieren. Dadurch sollten Sie folgende Fragen berücksichtigen:
- Sind überdruckende weiße Flächen, Linien oder Text auf weißem Hintergrund [21] problematisch? In der Regel stellt dies kein Problem dar. Es sollte jedoch hinterfragt werden, warum solche Konstrukte im Layout erstellt wurden.
- Sind überdruckende weiße Flächen, Texte oder Vektoren [22] auf farbigen Flächen, Texte, Vektoren oder Bildern problematisch? Diese Konstellation führt in der Praxis häufig zu Problemen, die behoben werden müssen. Ob diese Konstellation im Druck tatsächlich zu einem Problem führt, können Sie am schnellsten durch Ein- und Ausschalten der Option Überdrucken simulieren überprüfen.
Abbildung 5: Links: Hervorgehobene überdruckende weiße Objekte; Rechts: Resultat des Sujets mit deaktivierter Option Überdrucken simulieren
Weiß überdruckende Objekte aussparen
Überdruckende weiße Objekte können je nach Bedarf ausgespart werden, um zu verhindern, dass sie im Druck verschwinden. Wie Sie dies mit dem PDF-Editor umsetzen, erfahren Sie im Artikel Objekte bearbeiten.
Abbildung 6: Links: Druckdatei mit aktivierter Option Anmerkungen zeigen; Rechts: Druckdatei mit deaktivierter Option Anmerkungen zeigen
Notiz für den Druck verwenden
Soll eine Notiz im Druck berücksichtigt werden, können Sie deren Inhalt mit aktivierter Option Anmerkungen anzeigen über Datei > Als Bild speichern in der gewünschten Auflösung, dem definierten Farbraum und dem gewünschten Dateiformat speichern. Detailliertere Informationen zum Öffnen und Speichern von Dateien finden Sie im Artikel Dateien öffnen.
Für Durst Workflow-Anwender steht die entsprechende Korrektur Kommentare rendern zur Verfügung.
Beschneidungspfade anzeigen
Beschneidungspfade sind ein sehr beliebtes Instrument bei der Erstellung von Druckdaten. Sie dienen dazu, Objekte entweder durch eine unregelmäßige Form zu maskieren oder überflüssige Objekte unsichtbar zu machen. In beiden Fällen bleiben die ausgeblendeten Objekte in der Druckdatei enthalten, was die Dateikomplexität erhöht und nachfolgende Verarbeitungsschritte verlangsamen kann, da auch nicht sichtbare Objekte interpretiert werden müssen.
Ob ein grafisches Objekt in der Druckdatei seine ursprüngliche Form behält oder ob die Form durch einen Beschneidungspfad erzeugt wurde, lässt sich schnell durch Aktivieren der Option Beschneidungspfade anzeigen [10] (Abbildung 2) visualisieren. Beschneidungspfade werden dabei als pink gestrichelte Linien dargestellt.
Abbildung 7: Die Anzeige von Beschneidungspfaden im PDF-Editor
Bildrahmen anzeigen
Bilder bestehen aus einer rechteckigen Ansammlung von Bildpunkten. Wenn Bilder in einer Druckdatei eine unregelmäßige Form aufweisen, sind sie in den meisten Fällen durch einen Beschneidungspfad maskiert. Je nach verwendeter PDF-Erzeugungsapplikation können Bilder beim PDF-Export entweder auf das umschließende Rechteck des Beschneidungspfades oder auf einen definierten Seitengeometrierahmen beschnitten werden. Wurden Bilder weder auf den Beschneidungspfad noch auf den Seitengeometrierahmen beschnitten, bleibt das Originalbild in seiner ursprünglichen Größe innerhalb des Beschneidungspfades erhalten.
Durch Aktivieren der Option Bildrahmen anzeigen [16] (Abbildung 2) lässt sich überprüfen, ob Bilder auf den Beschneidungspfad oder den Seitengeometrierahmen beschnitten wurden. Bildrahmen werden dabei als blau gestrichelte Linien dargestellt. In der nachstehenden Abbildung ist ersichtlich, dass das Bild noch in seiner ursprünglichen Größe vorliegt. Dies kann zu großen Datenmengen führen, die entsprechend bearbeitet werden müssen, da sich dies negativ auf die Rendergeschwindigkeit auswirken kann.
Abbildung 8: Die Anzeige der Bildrahmen im PDF-Editor
Überflüssige Bildinformationen entfernen
Der PDF-Editor bietet derzeit keine Möglichkeit, Bildinformationen direkt auf das umschließende Rechteck zu beschneiden. Diese Funktion wird in einer der nächsten Versionen ergänzt.
Für Durst Workflow-Anwender besteht jedoch bereits die Möglichkeit, Bildinformationen auf das umschließende Rechteck zu beschneiden. Dies kann über die Korrektur Überlappende Bildinformationen entfernen, erfolgen. Die Korrektur kann entweder direkt in der Check-in-Vorlage aktiviert oder nachträglich angewendet werden.
Transparenzraster anzeigen
Mit der Aktivierung der Option Transparenzraster anzeigen [11] (Abbildung 2) kann im PDF-Editor überprüft werden, ob ein Bereich tatsächlich »transparent« ist oder lediglich einen »weißen« Hintergrund aufweist. Dies ist besonders wichtig, wenn das PDF in einer anderen Applikation über andere Objekte platziert wird. Transparente Flächen lassen dahinterliegende Objekte sichtbar und decken sie nicht ab.
Transparente Bereiche werden im Hintergrund durch ein graues Schachhbrettmuster dargestellt.
Abbildung 9: Die Darstellung im PDF-Editor mit aktivierter Option Transparenzraster anzeigen
Objektrahmen anzeigen
Durch Aktivieren der Option Objektrahmen anzeigen [17] (Abbildung 2) wird im PDF-Editor für jedes Objekt ein grau gestrichelter Rahmen eingeblendet.
Diese Funktion ermöglicht eine schnelle Analyse der PDF-Struktur, insbesondere um zu erkennen, ob das vorliegende PDF viele Vektorelemente enthält oder aus zahlreichen atomaren Bildsegmenten besteht – was auf eine Transparenzreduzierung hindeuten kann. Verschaffen Sie sich damit schnell einen Überblick, um
- zu beurteilen, ob eine Bearbeitung der PDF-Datei überhaupt zielführend sein kann,
- festzustellen, welche Objekte sich überlagern,
- zu erkennen, welche Objekte über den angezeigten Bereich hinausragen,
- zu identifizieren, welche Objekte sich außerhalb des angezeigten Bereichs befinden.
Abbildung 10: Die Darstellung im PDF-Editor mit aktivierter Option Objektrahmen anzeigen
Alle Objekte auswählen
Um sich schnell einen Überblick über die Komplexität einer PDF-Datei zu verschaffen, können Sie alle Objekte mit der Tastenkombination Strg + A
(Windows) bzw. cmd + A
(macOS) auswählen. Zum Aufheben der Auswahl verwenden Sie die Tastenkürzel Strg + Shift + A
(Windows) bzw. cmd + Shift + A
(macOS).
Objekte außerhalb Maskenrahmen (CropBox) anzeigen
In den Voreinstellungen des PDF-Editors können Sie über die Option Angezeigter Seiteninhalt den Seitengeometrierahmen auswählen, dessen Inhalt im Programm sichtbar sein soll. Standardmäßig ist der Maskenrahmen (CropBox) voreingestellt. Alle Objekt außerhalb des gewählten Seitengeometrierahmens werden daher nicht angezeigt.
Durch Aktvieren der Option Objekte außerhalb Maskenrahmen (CropBox) anzeigen [12] (Abbildung 2) werden im PDF-Editor alle außerhalb des Rahmens liegenden Objekte als graues Bild dargestellt.
Abbildung 11: Die Darstellung im PDF-Editor mit aktivierter Option Objekte außerhalb Maskenrahmen (CropBox) anzeigen
XObject-Referenzen hervorheben
XObjects sind Container für PDF-Elemente, die einmal im PDF gespeichert und anschließend mehrfach referenziert werden können. Beim Öffnen einer PDF-Datei wird dem Anwender in einem Dialog angezeigt, wie viele XObjects sich auf der ersten Seite des PDFs befinden. Bestätigen Sie den Dialog mit Nein, kann die Option XObject-Referenzen hervorheben aktiviert werden. Bestätigen Sie den Dialog hingegen mit Ja, werden alle XObjects aufgelöst!
Durch Aktivieren der Option XObject-Referenzen hervorheben [18] (Abbildung 2) werden XObjects durch eine gelb schraffierte Fläche markiert. Im PDF-Editor können Sie mit dem Auswahl-Werkzeug einzelne XObjects verschieben, neu positionieren oder auch einzeln entfernen.
Abbildung 12: Die Darstellung im PDF-Editor mit aktivierter Option XObjects-Referenzen hervorheben
Umgang mit XObjects
In den Voreinstellungen des PDF-Editors können Sie im Aufklappmenü Verarbeitung von XObjects festlegen, wie mit XObjects standardmäßig verfahren werden soll. Eine detaillierte Anleitung, wie Sie einzelne XObjects neu positionieren oder entfernen können, finden Sie im Artikel Objekte bearbeiten.
XObjects-Referenzen auflösen
Durch Aktivieren der Option XObject-Referenzen auflösen werden die Container aufgelöst und deren Inhalt als Einzelobjekte in die PDF-Struktur integriert. Beachten Sie, dass das Auflösen von XObjects zeitaufwändig sein und die Dateigröße der PDF-Datei sich dadurch erheblich um ein Vielfaches vergrößern kann.
2.1.2. Ebenen
Der Begriff Ebenen in PDFs ist eigentlich irreführend, da er sich grundlegend von den Ebenen in Grafikapplikationen wie Adobe InDesign, Adobe Illustrator oder Adobe Photoshop unterscheidet. In PDFs werden sie als Optional Content Groups (OCGs) bezeichnet. Ursprünglich wurden OCGs entwickelt, um Inhalte optional sichtbar oder unsichtbar zu machen. Die folgenden Punkte sollen dazu beitragen, OCGs in PDFs besser zu verstehen:
- OCGs sind optional: Während Grafikapplikationen stets mindestens eine Ebene enthalten, können PDFs auch vollständig ohne OCGs auskommen. Wird in einer PDF-Datei beispielsweise alle OCGs ausgeblendet, bleibt der gesamte Inhalt einer Seite dennoch sichtbar.
- OCGs sind seitenabhängig: In Grafikprogrammen gelten definierte Ebenen für alle Seiten eines mehrseitigen Dokuments, während OCGs in PDFs für jede separate Seite eines mehrseitigen PDFs definiert werden müssen. Daher kann sich die Liste der verfügbaren OCGs im Einstellungsbereich Ebenen von Seite zu Seite unterscheiden.
- Objektzuweisung zu OCGs: Während Objekte in Grafikapplikationen nur einer Ebene zugeordnet werden, können PDF-Objekte einer oder mehreren OCGs gleichzeitig zugewiesen werden. Ist ein Objekt zwei OCGs zugeordnet, bleibt es sichtbar – solange mindestens eine dieser OCGs aktiv ist – auch wenn eine der beiden OCGs (Ebenen) ausgeblendet wurde.
- Keine hierarchische Struktur: In Grafikprogramman sind Ebenen hierarchisch – Objekte auf einer höheren Ebene verdecken Objekte auf darunterliegenden Ebenen – aufgebaut. In PDFs gibt es diese Ebenen-Hierarchie nicht – die Sichtbarkeit eines Objekts innerhalb eines OCGs wird separat verwaltet. Der gesamte OCG-Container ist nicht hierarchisch angeordnet, was dazu führt, dass PDF-Objekte im Vordergrund oder Hintergrund der PDF nicht mehr sichtbar sind, wenn eine Ebene ausgeblendet wird.
Aus diesem kurzen Exkurs lässt sich erkennen, dass Ebenen in einer PDF-Datei wesentlich leistungsfähiger sind als hierarchisch angeordnete Ebenen in Grafikapplikationen. Diese Leistungsfähigkeit ist für die Struktur von PDFs von entscheidender Bedeutung und kann den Umgang mit Ebenen für den Anwender manchmal erschweren. Der PDF-Editor konzentriert sich auf die wesentlichen Funktionen, die für die PDF-Bearbeitung erforderlich sind, und wird diese in zukünftigen Versionen weiter ausbauen.
Befinden sich auf der aktuell angezeigten Seite der PDF-Datei Ebenen, werden diese im Einstellungsbereich Ebenen zusammen mit der Anzahl der Objekte auf jeder Ebene angezeigt.
Abbildung 13: Der Einstellungsbereich Ebenen des Reiters Anzeige unter dem Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Anzahl der Ebenen [25] – die Zahl in Klammern in der Überschrift des Einstellungsbereichs zeigt an, wie viele Ebenen (OCGs) sich auf der aktuellen Seite befinden.
- Alle Ebenen aus- bzw. einblenden [23] – durch einen Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Ebenen gleichzeitig ein- oder ausgeblendet werden. Wenn, wie in der Abbildung gezeigt, ein »—«- Symbol angezeigt wird, bedeutet dies, dass mindestens eine Ebene einen anderen Sichtbarkeitsstatus aufweist.
- Einzelne Ebenen aus- bzw. einblenden [24] – durch einen Klick auf die runde Checkbox vor der jeweiligen Ebene kann die Sichtbarkeit der einzelnen Ebene ein- oder ausgeschaltet werden.
- Anzahl der aktuell sichtbaren PDF-Objekte auf der Ebene [26] – die Zahl in Klammern gibt an, wie viele sichtbare PDF-Objekte sich auf der Ebene befinden. Beachten Sie, dass sich diese Zahl immer nur auf die aktuell angezeigten PDF-Objekte bezieht. Daher steht (0) hinter der Ebene Text, da diese Ebene aktuell ausgeblendet ist, obwohl sich zwei Texte auf dieser Ebene befinden.
Weiterführende Informationen zu Ebenen
In PDFs können OCGs unterschiedliche Status aufweisen. Zu den gängigsten Status gehören folgende:
- Gesperrt / Frei zugänglich – Objekte der OCGs können somit vor unbefugtem Zugriff geschützt oder für den Zugriff freigegeben werden.
- Sichtbar / Nicht sichtbar – Objekte der OCGs können aus- oder eingeblendet werden.
-
Sichtbar – Die Sichtbarkeit einer OCG kann folgende Eigenschaften aufweisen:
- Sie ist nur dann sichtbar, wenn die Ebene aktiviert ist.
- Sie ist immer sichtbar, selbst wenn die Ebene ausgeblendet ist.
- Sie ist nie sichtbar, obwohl die Ebene eingeblendet ist.
-
Druckbar – Die Druckbarkeit einer OCG kann folgende Eigenschaften haben:
- Sie kann nur dann gedruckt werden, wenn diese sichtbar ist.
- Sie kann immer gedruckt werden, selbst wenn die Ebene nicht sichtbar ist.
- Sie kann nie gedruckt werden, obwohl die Ebene sichtbar ist.
-
Exportierbar – Die Exportierbarkeit einer OCG kann folgende Eigenschaften aufweisen:
- Sie kann nur dann exportiert werden, wenn diese sichtbar ist.
- Sie kann immer exportiert werden, selbst wenn die Ebene nicht sichtbar ist.
- Sie kann nie exportiert werden, obwohl die Ebene sichtbar ist.
2.1.3. Prozessfarben
Im Einstellungsbereich Prozessfarben werden die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black (CMYK) zusammen mit den entsprechenden Prozentwerten der aktuellen Cursorposition angezeigt. Welche Prozentwerte dabei angezeigt werden, hängt vorwiegend von der Auswahl in den Voreinstellungen für die Option Simulierte Werte des CMYK-Arbeitsfarbraums anzeigen ab. Ist diese Option deaktiviert, werden in der Regel die effektiven Farbwerte der CMYK-Objekte in der PDF-Datei angezeigt.
Beim Analysieren einer Druckdatei können Sie sich in diesem Einstellungsbereich folgende Fragen beantworten:
- Welchen Farbwert besitzt das CMYK-Farbobjekt? Die Prozentwerte für den einzelnen Prozessfarbkanal werden am rechten Rand angezeigt.
- Welche verrechneten Farbwerte besitzen RGB-Objekte? Es werden die Prozentwerte für CMYK angezeigt, die sich aus der Verrechnung des RGB-Objekts in den CMYK-Arbeitsfarbraum ergeben würden.
-
Befinden sich unterschiedliche Schwarzdefinitionen auf der aktuellen Seite? Durch das Ausblenden des Schwarzkanals können Sie sehr schnell erkennen, ob weitere schwarze Objekte auf der Seite vorhanden sind. Falls dies der Fall ist, können diese schwarzen Objekte auf folgenden Farbdefinitionen beruhen:
- RGB-Schwarz – niedrige RGB Werte – alle kleiner als 20 – würden auch ohne den Schwarzauszug ein sehr dunkles Schwarz ergeben.
- Tiefschwarz – wenn schwarze Objekte plötzlich dunkelviolett oder dunkelgrau erscheinen, handelt es sich meistens um eine Objekt in Tiefschwarz.
- Passermarkenfarbe – wenn schwarze Objekt weiterhin sichtbar sind, kann dies daran liegen, dass diese Objekte mit der Passermarkenfarbe eingefärbt wurden. Beachten Sie dabei, ob der Farbraum Passermarken / All im Einstellungsbereich Farbräume angezeigt wird.
- Schwarz als Sonderfarbe – wenn schwarze Objekte weiterhin sichtbar sind,kann dies an einer schwarzen Sonderfarbe liegen. Achten Sie darauf, ob der Farbraum Sonderfarbe im Einstellungsbereich Farbräume sowie eine schwarze Sonderfarbe im Einstellungsbereich Sonderfarbe angezeigt wird.
- Wie sehen die einzelnen Prozessfarbkanäle separat aus? Durch Aktivieren des einzelnen Farbkanals werden die entsprechenden Prozentanteile des gewählten Prozessfarbkanals angezeigt.
- Wo befinden sich Sonderfarben? Durch das Ausblenden aller Prozessfarben werden nur noch Objekte angezeigt, die mit Sonderfarben eingefärbt sind.
Abbildung 14: Der Einstellungsbereich Prozessfarben des Reiters Anzeige im Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Alle Prozessfarben aus- bzw. einblenden [27] – durch einen Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Prozessfarben gleichzeitig ein- bzw. ausgeblendet werden. Wenn ein »—«-Symbol angezeigt wird, bedeutet dies, dass zumindest eine Prozessfarbe ausgeblendet ist.
- Einzelne Prozessfarbe aus- bzw. einblenden [28] – durch einen Klick auf die runde Checkbox vor der jeweiligen Prozessfarbe können Objekte der einzelnen Prozessfarbe aus- oder eingeblendet werden.
- Farbwerte anzeigen [29] – durch Bewegen des Cursors über das gewünschte Objekt werden die aktuellen Farbwerte der momentan sichtbaren Objekte angezeigt.
Immer alle Prozessfarbkanäle angezeigt
Beachten Sie, dass in der aktuellen Version stets alle Prozessfarbkanäle angezeigt werden, selbst wenn sich auf der Seite lediglich rein schwarze Objekte in der PDF-Datei befinden. Das Vorhandensein aller Prozessfarbkanäle ist daher kein Indiz dafür, dass auf der aktuellen Seite Objekte für alle Farbkanäle vorhanden sind.
2.1.4. Sonderfarben
Im Einstellungsbereich Sonderfarben werden alle auf der aktuellen Seite der Druckdatei vorhandenen Sonderfarben mit den entsprechenden Prozentwerten [35] der aktuellen Cursorposition angezeigt. Das Bearbeiten der Sonderfarben kann über den Menüpunkt Sonderfarben bearbeiten im Einstellungsbereich-Menü [34] erfolgen.
Beim Analysieren einer Druckdatei können Sie in diesem Einstellungsbereich folgende Fragen beantworten:
- Welchen Farbwert bzw. Tonwert besitzt das Sonderfarbobjekt? Die Prozentwerte für die jeweilige Sonderfarbe werden am rechten Rand angezeigt.
- Wie viele Sonderfarben befinden sich auf der aktuellen Seite? Die Anzahl der Sonderfarben wird in Klammern in der Überschrift des Einstellungsbereichs [33] angezeigt.
- Welchen Alternativfarbraum mit welchen Farbwerten besitzt die Sonderfarbe? Durch Bewegen des Cursors auf den Sonderfarbnamen werden diese Informationen im Tooltip [32] angezeigt.
- Wie sehen die einzelnen Sonderfarbkanäle separiert aus? Durch Aktivieren des einzelnen Farbkanals werden die entsprechenden Prozentanteile des gewählten Sonderfarbkanals angezeigt.
- Wo befinden sich Prozessfarben? Durch das Ausblenden aller Sonderfarben werden nur noch die Objekte angezeigt, die in Prozessfarben angelegt sind.
Abbildung 15: Der Einstellungsbereich Sonderfarben des Reiters Anzeige unter dem Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Alle Sonderfarben aus- bzw. einblenden [30] – durch einen Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Sonderfarben ein- oder ausgeblendet werden. Wird ein »—«-Symbol angezeigt, bedeutet dies, dass mindestens eine Sonderfarbe ausgeblendet ist.
- Einzelne Sonderfarbe aus- bzw. einblenden [31] – durch einen Klick auf die runde Checkbox vor der jeweiligen Sonderfarbe können die Objekte dieser Sonderfarbe aus- oder eingeblendet werden.
- Farbwerte anzeigen [35] – durch Bewegen des Cursors auf das gewünschte Objekt werden die aktuellen Farbwerte für das aktuell sichtbare Objekt angezeigt.
DeviceN-Sonderfarben anzeigen
DeviceN-Sonderfarbdefinitionen bestehen in der Regel aus mehreren einzelnen Sonderfarben. Daher lässt sich nicht direkt erkennen, bei welchem Objekt eine DeviceN-Definition verwendet wird. Allerdings werden alle Sonderfarben, die Teil einer DeviceN-Sonderfarbdefinition sind, in diesem Einstellungsbereich angezeigt.
In Adobe-Anwendungen werden DeviceN-Sonderfarbdefinitionen als Mischdruckfarben bezeichnet.
2.1.5. Farbräume
Im Einstellungsbereich Farbräume werden alle auf der aktuellen Seite der Druckdatei verwendeten Farbräume angezeigt, einschließlich der entsprechenden Gesamtanzahl und der aktuell sichtbaren Objekte. Weitere Informationen zu den in der Praxis vorkommenden Farbräumen können im Glossar unter Farbräume nachgelesen werden.
Beim Analysieren einer Druckdatei können Sie in diesem Einstellungsbereich folgende Fragen beantworten:
- Wie viele Farbräume befinden sich auf der aktuellen Seite? Die Anzahl der Farbräume wird in Klammern in der Überschrift des Einstellungsbereichs [38] angezeigt.
- Wie viele Objekte pro Farbraum befinden sich insgesamt auf der angezeigten Seite? Die Zahl am rechten Rand zeigt die Gesamtzahl aller Objekte [40] im jeweiligen Farbraum an.
- Wie viele Objekte pro Farbraum werden aktuell auf der Seite angezeigt? Die Zahl am linken Rand gibt die Anzahl der aktuell sichtbaren Objekte [39] im jeweiligen Farbraum an.
- Welche Objekte gehören zu einem definierten Farbraum? Durch das Ausblenden aller anderen Farbräume werden nur die Objekte angezeigt, die dem ausgewählten Farbraum zugewiesen sind.
Abbildung 16: Der Einstellungsbereich Farbräume des Reiters Anzeige im Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Alle Farbräume aus- bzw. einblenden [36] – durch Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Farbräume gleichzeitig ein- oder ausgeblendet werden. Wird ein »—«-Symbol angezeigt, bedeutet dies, dass zumindest ein Farbraum aktuell ausgeblendet ist.
- Einzelne Farbräume aus- bzw. einblenden [37] – durch Klick auf die runde Checkbox vor dem jeweiligen Farbraum können Objekte des einzelnen Farbraums aus- oder eingeblendet werden.
2.1.6. Seitenobjekte
Im Einstellungsbereich Seitenobjekte werden alle auf der aktuellen Seite der Druckdatei verwendeten Objekttypen aufgelistet, einschließlich der entsprechenden Gesamtanzahl der Objekte sowie der aktuell angezeigten Objekte. Aktuell umfasst diese Liste die Objekttypen Text, Vektor und Bilder.
Beim Analysieren einer Druckdatei können Sie in diesem Einstellungsbereich folgende Fragen beantworten:
- Wie viele Objekttypen befinden sich auf der aktuellen Seite? Die Anzahl der Objekttypen wird in Klammern in der Überschrift des Einstellungsbereichs [43] angezeigt.
- Wie viele Objekte pro Objekttyp befinden sich insgesamt auf der angezeigten Seite? Die rechte Zahl am rechten Rand gibt die Gesamtzahl der Objekte [45] des jeweiligen Objekttyps an.
- Wie viele Objekte pro Objekttyp werden aktuell auf der Seite angezeigt? Die linke Zahl am rechten Rand gibt die Anzahl der aktuell angezeigten Objekte [44] des jeweiligen Objekttyps an.
- Handelt es sich um eine komplexe Datei? Wenn bei Vektoren tausende bis Millionen von Objekten angezeigt werden, handelt es sich um eine sehr komplexe Datei. In diesem Fall sollte die Datei vor dem Rippen optimiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Druckdaten optimieren.
- Kann die Druckdatei noch gut bearbeitet werden? Wenn hunderte von Bildern auf einer Seite angezeigt werden, ist dies häufig ein Hinweis darauf, dass die PDF-Datei bereits in einem vorgelagertem Schritt transparenzreduziert wurde. Dabei werden komplexe Vektorbereiche oder Bereiche mit Effekten in atomare Bildelemente umgewandelt. Eine sinnvolle Bearbeitung ist in diesem Fall schwierig.
- Wurde der Text in der Druckdatei in Pfade umgewandelt? Wenn Texte im Layout sichtbar sind, aber im Einstellungsbereich Seitenobjekte kein Textobjekt angezeigt wird, bedeutet dies, dass der Text bereits in einem vorgelagerten Schritt in Pfade umgewandelt wurde.
Abbildung 17: Der Einstellungsbereich Seitenobjekte des Reiters Anzeige im Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Alle Seitenobjekte aus- bzw. einblenden [41] – durch einen Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Seitenobjekte (Text, Vektor, Bild) gleichzeitig ein- oder ausgeblendet werden. Wird ein »—«-Symbol angezeigt, bedeutet dies, dass zumindest ein Objekttyp ausgeblendet ist.
- Einzelne Seitenobjekte aus- bzw. einblenden [42] – durch einen Klick auf die runde Checkbox vor einem spezifischen Objekttyp (Text, Vektor, Bild) können die Objekte dieses Typs ein- oder ausgeblendet werden.
2.1.7. Seitengeometrierahmen
Im Einstellungsbereich Seitengeometrierahmen werden die auf der aktuell angezeigten Seite vorhandenen Seitengeometrierahmen zusammen mit deren Breite x Höhe [49] in Millimetern angezeigt. Das Bearbeiten der Seitengeometrierahmen kann über den Menüpunkt Seitengeometrierahmen setzen im Einstellungsbereich-Menü [50] erfolgen. Dort befindet sich auch der Menüpunkt Medienrahmen auf Ursprung setzen.
Beim Analysieren einer Druckdatei können Sie in diesem Einstellungsbereich folgende Fragen beantworten:
- Wie viele Seitengeometrierahmen sind für die aktuelle Seite vorhanden? Die Anzahl der Seitengeometrierahmen wird in Klammern in der Überschrift des Einstellungsbereichs [48] angezeigt.
- Welcher Seitengeometrierahmen fehlt auf der aktuellen Seite? Wenn ein Seitengeometrierahmen für die Seite nicht gesetzt wurde, erscheint dieser nicht in der Liste der Seitengeometrierahmen.
- Wie groß sind die einzelnen Seitengeometrierahmen? Besitzen alle Seitengeometrierahmen dieselbe Breite x Höhe [49], so ist es sehr wahrscheinlich, dass sich alle Seitengeometrierahmen an derselben Position befinden. Zudem kann durch die Größe des Endfromatrahmens die zugeschnittene Größe des Druckdokuments ausgelesen werden. Anhand der Größe des Anschnittrahmens lässt sich erkennen, ob für die Seite ein Anschnitt definiert wurde.
- Befindet sich der Medienrahmen im Ursprung? Wenn der Medienrahmen nicht im Ursprung positioniert ist, wird ein Warndreieck [51] angezeigt. Dieser Umstand kann mit dem Befehl Medienrahmen auf Ursprung setzen aus dem Einstellungsbereich-Menü [50] behoben werden.
Abbildung 18: Der Einstellungsbereich Seitengeometrierahmen des Reiters Anzeige im Themenbereich Analyse

Folgende Funktionen stehen dem Anwender in diesem Einstellungsbereich zur Verfügung:
- Alle Seitengeometrierahmen aus- bzw. einblenden [46] – durch einen Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle Seitengeometrierahmen ein- oder ausgeblendet werden. Wird ein »—«-Symbol angezeigt, bedeutet dies, dass mindestens ein Seitengeometrierahmen ausgeblendet ist.
- Einzelne Seitengeometrierahmen aus- bzw. einblenden [47] – durch einen Klick auf die runde Checkbox vor dem jeweiligen Seitengeometrierahmen kann der einzelne Seitengeometrierahmen aus- oder eingeblendet werden.
- Medienrahmen auf Ursprung setzen… – mit diesem Befehl wird der Medienrahmen auf den Ursprung 0/0 im Koordinatensystem der PDF-Datei gesetzt. Sie finden den Befehl im Einstellungsbereich-Menü [50].
- Seitengeometrierahmen setzen… – hiermit können die einzelnen Seitengeometrierahmen über einen Dialog verändert bzw. gelöscht werden. Sie finden den Befehl im Einstellungsbereich-Menü [50].
Anzeige von Seitengeometrierahmen
Die Anzeige der Seitengeometrierahmen auf der Seite erfolgt durch farbige, unterschiedlich lang gestrichelte Linien. Auf diese Weise können auch Seitengeometrierahmen erkannt werden, die sich an der gleichen Position befinden. Folgende Farbcodes werden in Anlehnung an Adobe Acrobat zur Anzeige verwendet:
- Endformatrahmen (TrimBox) – grün
- Anschnittrahmen (BleedBox) – blau
- Objektrahmen (Artbox) – rot
- Maskenrahmen (CropBox) – schwarz
- Medienrahmen (MediaBox) – pink
Abbildung 19: Anzeige der Seitengeometrierahmen in entsprechend farbigen, gestrichelten Linien
Weiterführende Informationen
Weitere Details zu den Seitengeometrierahmen finden Sie im Glossar unter Seitengeometrierahmen sowie zur Bearbeitung der Seitengeometrierahmen im Artikel Seiten und Seitengeometrierahmen.
Die Anordnung der Seitengeometrierahmen im Einstellungsbereich stellt die korrekte Verschachtelungsreihenfolge für die Seitengeometrierahmen von innen nach außen dar. Sollte diese Reihenfolge der Seitengeometrierahmen von der dargestellten Anordnung abweichen, ist eine Korrektur erforderlich, insbesondere wenn es sich um eine PDF/X-Datei handelt.
Der einzige Seitengeometrierahmen, der auf jeder Seite einer PDF-Datei vorhanden sein muss, ist der Medienrahmen (Mediabox). Alle anderen Seitengeometrierahmen sind optional. Innerhalb des PDF/X-Standards sind mindestens der Endformatrahmen (TrimBox) oder der Objektrahmen (ArtBox) – aber niemals beide – zwingend erforderlich.
2.2. Anwendungshinweise
Um eine effiziente Analyse von Druckdaten im Reiter Anzeige zu ermöglichen, möchten wir hier noch nützliche Hinweise zur Handhabung des Reiters geben. Die folgenden Funktionen stehen dem Anwender zur Verfügung:
2.2.1. Anpassen des Reiters
Um die Breite und Höhe der Anzeigefläche für alle Reiter sowie die Größe jedes Einstellungsbereichs anzupassen, gehen Sie wie folgt vor:
Breite anpassen
Stellen Sie den Cursor auf den linken Rand eines Einstellungsbereich, wodurch sich der Cursor [52] entsprechend ändert. Passen Sie die Breite der Einstellungsbereiche an, indem Sie diese einfach verschieben, um sie Ihren Bedürfnissen anzupassen.
- Bewegen Sie den Cursor auf den Rand des Einstellungsbereichs oder Reiters: Bewegen Sie den Cursor an den Rand des Bereichs, dessen Größe Sie ändern möchten. Der Cursor sollte sich in einen Doppelpfeil ändern, der anzeigt, dass Sie die Größe anpassen können.
- Passen Sie die Breite an: Klicken Sie auf den Rand des Bereichs und halten Sie die Maustaste gedrückt. Ziehen Sie dann den Rand nach links oder rechts, um die Breite des Einstellungsbereichs oder des Reiters anzupassen.
- Ändern Sie die Größe der Anzeigenfläche: Um die gesamte Anzeigenfläche für alle Reiter zu ändern, gehen Sie auf den Rand des Fensters, in dem die Reiter angezeigt werden. Ziehen Sie auch hier den Rand, um die Anzeigefläche breiter oder schmäler zu machen.
- Speichern Sie die Änderungen: Lassen Sie die Maustaste los, wenn die gewünschte Breite erreicht ist. Die Anpassungen bleiben bestehen, bis Sie sie wieder ändern.
Mit diesen Anpassungen können Sie die Benutzeroberfläche effizienter gestalten und die Bereiche, die für Ihre Arbeit am wichtigsten sind, hervorheben.
Abbildung 20: Anpassen der Gesamtbreite für die Anzeigefläche der Einstellungsbereiche im PDF-Editor

Größe anpassen
Stellen Sie den Cursor auf die Überschrift eines Einstellungsbereichs, wodurch sich der Cursor [53] entsprechend ändert. Passen Sie die Höhe des Einstellungsbereichs an, indem Sie diese nach Bedarf verschieben.
Um die Höhe eines Einstellungsbereichs anzupassen, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Bewegen Sie den Cursor auf die Überschrift des Einstellungsbereichs: Positionieren Sie den Cursor auf die Überschrift eines Einstellungsbereichs. Der Cursor sollte sich in ein Symbol ändern, das anzeigt, dass die Höhe des Bereichs angepasst werden kann – es erscheint ein Doppelpfeil, der nach oben und unten zeigt.
- Passen Sie die gewünschte Höhe an: Klicken Sie auf die Überschrift und halten Sie die Maustaste gedrückt. Ziehen Sie die Überschrift nach oben oder unten, um die Höhe des Einstellungsbereichs nach Bedarf zu ändern.
- Bestätigen und Speichern Sie die Änderungen: Lassen Sie die Maustaste los, wenn die gewünschte Höhe erreicht ist. Die neue Höhe bleibt erhalten, bis Sie sie erneut ändern.
Diese Anpassung ermöglicht es Ihnen, mehr oder weniger Informationen in einem bestimmten Bereich anzuzeigen, wodurch Sie die Benutzeroberfläche besser an Ihre Bedürfnisse anpassen können.
Abbildung 21: Anpassen der Größe eines Einstellungsbereichs im PDF-Editor

2.2.2. Ein- und Ausblenden
Die Funktionen zum Ein- und Ausblenden von Inhalten im Reiter Anzeige unter dem Themenbereich Analyse ermöglichen im PDF-Editor eine schnelle gezielte Bearbreitung von PDF-Dokumenten. Im Reiter Anzeige im Themenbereich Analyse stehen drei Möglichkeiten zum Ein- und Ausblenden von Inhalten zur Verfügung:
- Alle Inhalte aus- bzw. einblenden [54] – mit einem Klick auf die runde Checkbox in der Überschrift des Einstellungsbereichs können alle darin enthaltenen Inhalte ein- bzw. ausgeblendet werden.
- Einzelne Inhalte aus- bzw. einblenden [55] – durch Klicken auf die runde Checkbox vor dem jeweiligen Eintrag im Einstellungsbereich wird nur dieser einzelne Eintrag aus- oder eingeblendet.
- Einzelne Inhalte einblenden [56] – durch einen Doppelklick auf die Bezeichnung eines Eintrags im Einstellungsbereich werden alle anderen Einträge des Einstellungsbereichs ausgeblendet, sodass nur die Inhalte des angeklickten Eintrags sichtbar bleibt.
Abbildung 22: Der Einstellungsbereich Farbräume mit der Möglichkeit schnell einzelne Inhalte auszuwählen

Artikel Update: PDF-Editor 1.12.2 – 04/2025