Erfahren Sie in diesem Artikel,
- wie ein G7-Linearisierungsprofil erstellt werden kann,
- welche Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und
- welche Schritte dafür notwendig sind.
1. Einführung
Der Schritt G7-Linearisierungsprofil erstellen ist der abschließende Teilschritt innerhalb der G7-Linearisierung. Ziel dieses Teilschritts ist es, auf Basis der eingemessenen Messdaten ein G7-Linearisierungsprofil zu berechnen, das die Grauachse des Drucksystems an die G7-Spezifikation anpasst. Das berechnete Profil wird anschließend im Profilierungsprojekt gespeichert und für die weitere Profilierung verwendet.
2. Einstellungsmöglichkeiten
Der Dialog G7-Linearisierungsprofil erstellen gliedert sich in zwei Bereiche:
- Vorschau der Kurven – zeigt im linken Bereich die berechneten Kompensationskurven pro Farbkanal in grafischer Form an.
- Einstellungsbereich – im rechten Bereich werden die Parameter für die Berechnung des G7-Linearisierungsprofils festgelegt.
Abbildung 1: Der Dialog G7-Linearisierungsprofil erstellen
Folgende Möglichkeiten stehen im Bereich Vorschau der Kurve des Dialogs zur Verfügung:
- Ein- oder Ausblenden eines Farbkanals [1] – durch Klick auf die Checkbox des jeweiligen Farbkanals wird dieser in der Vorschau der Kurve ein- bzw. ausgeblendet.
- Alle Farbkanäle ein- bzw. ausblenden [2] – durch Klick auf diese Checkbox werden alle Farbkanäle in der Vorschau der Kurven ein- bzw. ausgeblendet.
- Vorschau der Kurve [3] – in diesem Diagramm werden Ihnen die berechneten G7-Kompensationskurven fr jeden Farbkanal angezeigt. Etwaige Änderungen an den Einstellungen werden automatisch neu berechnet und im Diagramm aktualisiert.
Im Bereich Einstellungsbereich des Dialogs stehen folgende Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung:
- G7-Berechnungsmethode für Neutrales Grau [4] – legt fest, nach welcher Methode die Graubalance für die G7-Linearisierung berechnet wird. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Neutrales CMY – berechnet G7 unter Verwendung der geräteeigenen CMY-Graubalance bei 300 % CMY. Die Methode ähnelt der Methode Graustufen, jedoch verschieben sich die Zielwerte für a* und b* bei CMY-Grautönen, die dunkler als 50 % Cyan sind, allmählich in Richtung der nativen a*- und b*-Werte des Drucksystems bei 300 % CMY. Drucksysteme, die kein neutrales 300 % CMY erzeugen können – beispielsweise viele Tintenstrahldrucker, bei denen die CMY-Tintengrenzen eher auf einen maximalen Farbraum als auf eine neutrale Graubalance optimiert sind – sollten diese Methode verwenden. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Linearisierung und eine visuell verbesserte Graubalance, insbesondere im Bereich nahe 100 % CMY.
- Graustufen – berechnet G7 unter Verwendung einer festen neutralen Graubalance bei 300 % CMY. Die Methode verwendet einen festen Zielwert von a* = 0 und b* = 0 bei 300 % CMY, wodurch eine vollständig neutrale Graubalance zwischen Papierweiß und 300 % CMY gewährleistet wird. Diese Methode wird für Drucksysteme empfohlen, die ein neutrales 300 % CMY erreichen können, und ist für die Konformität von Linearisierungskurven mit G7 Targeted und G7 Color Space erforderlich.
- Ausreißer korrigieren [5] – aktivieren Sie diese Option, damit statistische Ausreißer in den Messdaten automatisch erkannt und bei der Profilberechnung korrigiert werden. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.
- Messdatenglättung [6] – legt fest, in welchem Ausmaß die Messdaten geglättet werden, bevor das Profil berechnet wird. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Ohne – die Messdaten werden ohne Glättung verwendet.
- Gering – es wird eine geringe Glättung angewendet (Standardeinstellung).
- Mittel – es wird eine mittlere Glättung angewendet.
- Stark – es wird eine starke Glättung angewendet.
Abbildung 2: Der Dialog G7-Linearisierungsprofil erstellen
Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW 2.2.0 – 07/2026

