Benutzerhandbuch

Backup erstellen

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • wo die Funktion Backup in der Applikation verfügbar ist und
  • welche Formen von Backups mit dieser Funktion vorgenommen werden können.

1. Einführung

Im Menü Applications der PPD Tools Collection ist unter Local Workflow die Funktion Backup [1] verfügbar.

Falls Sie wesentliche Änderungen in der Datenbank oder am Dateimanagement vornehmen möchten, deren Auswirkungen nicht absehbar sind, sollte vor der Durchführung der Änderung ein Backup erstellt werden. Das Backup wird dabei ohne Produktionsaufträge oder Motive erstellt – die Größe des Backups wird dadurch minimiert und kann entsprechend schnell ausgeführt werden.

Mit dem erstellten Backup kann die Applikation anschließend gestartet und die geplanten Änderungen getestet werden. Sind die Tests erfolgreich abgeschlossen, kann wieder die produktive Instanz gestartet und dieselben Änderungen dort vorgenommen werden.

Damit alle Funktionen zur Verfügung stehen, muss die PPD Tools Collection als Administrator gestartet werden.

Abgefangene Fehler

Beachten Sie, dass nicht alle Fehler abgefangen werden. Deshalb kann es unter Umständen zu Datenverlust kommen. Dieser Vorgang soll keine Backup-Strategie sein. Die Anwender sind für vollständige Backups und Integrität der Daten selbst verantwortlich.

Abbildung 1: Der Menüpunkt Backup im Menü Applications > Local Workflow

2. Funktionsweise und Benutzeroberfläche

Die zentralen Funktionen des Dialogs befinden sich in den zwei Reitern Backup [7] und Manage Backups [8], die nachfolgend näher beschrieben werden.

2.1. Reiter »Backup«

In diesem Reiter können Backups, die standardmäßig im Verzeichnis pms_data gespeichert werden, erstellt werden. Das Zielverzeichnis kann jedoch auch frei gewählt werden. Beachten Sie dabei, dass, wenn das Zielverzeichnis geändert wird, diese Backups nicht in »Manage Backups« verwaltet werden können.

Folgende Funktionen stehen im Reiter Backup zur Verfügung:

  • Destination Folder [3] – wählen Sie hier jenes Zielverzeichnis aus, in dem das Backup gespeichert werden soll. Standardmäßig ist der Ordner PMS_DATA afu dem C-Laufwerk ausgewählt. Durch Aktivieren des Kontrollkästchens [2] können Sie ein abweichendes Zielverzeichnis auswählen.
  • Add. Backup Info [4] – bestimmen Sie den Namen, der für das Backup verwendet werden soll.
  • DB Folder Size [5] – Angabe der Dateigröße des Datenbank-Verzeichnisses.
  • FM Folder Size [6] – Angabe der Dateigröße der gesamten Anwendung mit und ohne der Daten für Produktionsaufträge und Motive.
  • Create ZIP [10] – aktivieren Sie diese Option, wenn aus dem zu erstellenden Backup eine ZIP-Datei erstellt werden soll. Dadurch wird die Dateigröße reduziert.
  • Drop Tables [11] – durch Aktivierung dieser Option werden nicht benötigte Tabellen – insbesondere Log-Tabellen – beim Backup gelöscht. Diese Option kann nur in Kombination mit der Option Minimal FM Files verwendet werden.
  • Minimal FM Files [12] – durch Aktivierung dieser Option werden laufende Druckdaten aus dem Filemanagement nicht kopiert – d.h. Produktionsaufträge, Aufträge usw.
  • Database only [13] – durch Aktivierung dieser Option wird ausschließlich ein Backup der gesamten Datenbank erstellt. Alle anderen Optionen werden deaktiviert.
  • Create Backup [9] – klicken Sie auf diese Schaltfläche, um ein Backup zu erstellen. Dabei werden alle Einstellungen, die in diesem Dialog vorgenommen wurden, zur Erstellung des Backups berücksichtigt.
  • Monitor [14] – hier kann der Verlauf des Backups mitverfolgt werden.

Abbildung 2: Der Reiter Backup des Menüpunktes Applications > Local Workflow > Backup

2.2. Reiter »Manage Backups«

In diesem Reiter können Backups, die im Verzeichnis pms_data gespeichert sind, sowie Instanzen verwaltet werden.

Folgende Funktionen bzw. Informationen sind darin verfügbar:

  • Current Instance [15] – Anzeige des Names der aktuell laufenden Instanz.
  • Backup [16] – Auswahl eines verfügbaren Backups bzw. einer Import-Instanz. Über die Schaltfläche R [19] kann das ausgewählte Backup bzw. die ausgewählte Instanz umbenannt werden.
  • Database [17] – Anzeige des Verzeichnisses des ausgewählten Backups bzw. der ausgewählten Instanz.
  • Filemanagement [18] – Anzeige des Verzeichnisses der Backups für Produktionsaufträge bzw. Motive, falls vorhanden.

2.2.1. Reiter »Run Instances«

Im Reiter Run Instances [20] bestimmen Sie, welche Instanz bzw. welches Backup aktuell beim Start der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW verwendet werden soll.

  • Run Default Instance [22] – durch Klick auf diese Schaltfläche wird die Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW mit der ursprünglichen Hauptinstanz gestartet.
  • Run selected Backup [23] – durch Klick auf diese Schaltfläche wird die Applikation $PRODUCT_ANEM_WORKFLOW wird mit dem ausgewählten Backup gestartet.

Abbildung 3: Der Reiter Manage Backups des Menüpunktes Applications > Local Workflow > Backup mit gewähltem Reiter Run Instances

2.2.2. Reiter »Manage Instances«

Im Reiter Manage Instances [25] können gespeicherte Instanzen importiert, gewählte Instanzen bereinigt sowie gelöscht oder eine Gewählte Instanz als Hauptinstanz gesetzt.

  • Import Zip [24] – importieren Sie damit eine zuvor erstellte Backup-Instanz.
  • Set current as Default [26] – setzen Sie damit die aktuell laufende Instanz als Hauptinstanz.
  • Delete selected Backup [27] – löschen Sie damit die aktuell ausgewählte Backup-Instanz.
  • Cleanup Instance [29] – führen Sie damit die Bereinigungsroutinen für die ausgewählte Backup-Instanz aus.
  • Create ZIP from selected Backup (and optional Upload) [28] – erzeugen Sie damit eine ZIP-Datei für die ausgewählte Backup-Instanz, die optional in die PPD-Cloud hochgeladen werden kann.

Abbildung 4: Der Reiter Manage Backups des Menüpunktes Applications > Local Workflow > Backup mit gewähltem Reiter Manage Instances

2.3. Backup für Hardware-Tests

Um einen Vergleich der Applikation auf verschiedenen Hardwareplattformen durchzuführen, sollten so wenige Parameter wie möglich verglichen werden, um valide Testergebnisse zu erhalten. Ein Backup eines Systems, das auf verschiedenen Maschinen eingespielt wird, bildet dafür eine gute Grundlage. Da mehr als nur das System exportiert werden soll, werden für diesen Zweck die Einstellungen der nachfolgenden Abbildung empfohlen. Damit wird ein nahezu vollständiges Backup erstellt und in eine ZIP-Datei gepackt.

Beim Importieren werden die Programmdateien nicht automatisch eingespielt. Folgende Tätigkeiten müssen manuell erledigt werden:

  • Alle Services stoppen und
  • den entsprechenden Ordner im Verzeichnis Program Files ersetzen.

Abbildung 5: Empfohlene Einstellungen des Dialogs Backup Option, die für einen Hardware-Test geeignet sind

3. Instanzen-Management

Die Vezeichnisstruktur des Verzeichnisses PMS_DATA kann, wenn Importe oder Backups vorhanden sind, wie in Abbildung 6 dargestellt, wie folgt aussehen. Das nachfolgende Beispiel wird anhand dieser Abbildung beschrieben.

Abbildung 6: Die PMS_DATA-Verzeichnisstruktur mit mehreren Instanz-Ordnern

Für das Beispiel gelten folgende Vorgaben:

  • Das Filemanagement und die Datenbank befinden sich unter C:\PMS_DATA.
  • Die Ordner im Format JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_xxxxx stellen nicht aktive Instanzen dar.
  • Die aktive Kombination besteht aus den Ordnern FileManagement und PMSDataBase16.
  • Es können beliebig viele Instanzen in einem Workflow vorhanden sein – die einzige Begrenzung ist der verfügbare Festplattenspeicher.

3.1. Instanzen starten

Wenn eine Instanz gestartet wird, werden folgende Schritte durchlaufen:

  1. Die Services PMS, ColorService und PPD-PostGres werden gestoppt.
  2. Der bestehende Ordner FileManagement wird in JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_FileManagement umbenannt.
  3. Der Datenbankordner PMSDataBase16 wird entsprechend in JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_PMSDataBase16 umbenannt.
  4. Die Ordner der zu startenden Instanz werden anschließend in FileManagement bzw. PMSDataBase16 umbenannt.
  5. Danach werden die Services PPD-PostGres, ColorService und PMS wieder gestartet.

3.2. Instanz löschen

Wenn eine Instanz gelöscht wird, wird folgender Schritt durchlaufen:

  1. Die Ordner der Instanz – JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_FileManagement und JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_PMSDataBase16 – werden gelöscht.

3.3. Instanz umbenennen

In jedem Instanz-Ordner befindet sich eine Datei namens ppdtc.txt, in der der Ordnername, der Backup-Name und die $PRODUCT_NAME_WORKFLOW-Version hinterlegt sind. Beim Umbenennen wird in dieser Datei der Backup-Name jeweils einmal im Filemanagement- und einmal im Datenbankordner geändert. Die Ordnernamen bleiben unverändert.

ppdtx.txt nicht verändern!

Die Datei ppdtc.txt darf nicht manuell geändert oder gelöscht werden.

3.4. Instanz als Default-Instanz setzen

Wenn eine neue Instanz als Default-Instanz gesetzt wird, werden folgende Schritte durchlaufen:

  1. In den Ordnern FileManagement und PMSDataBase16 der aktuell laufenden Instanz werden die Dateien ppdtc.txt gelöscht.
  2. Die Ordner der bisherigen Default-Instanz – sprich FileManagement_PPDTC und PMSDataBase16_PPDTC werden umbenannt.
  3. Es wird eine neue ppdtc.txt-Dateien für beide Ordner angelegt.

3.5. Cleanup einer Instanz

Die Instanz wird in einer Sandbox gestartet. Je nach gewählten Optionen werden nicht verwendete Tabellen geleert, Dateiversionen entfernt sowie Integritätsprüfungen und Bereinigungen durchgeführt. Anschließend wird die Sandbox wieder gestoppt.

3.6. ZIP-Datei einer Instanz erstellen

Es wird eine ZIP-Datei aus dem Filemanagement- und dem Datenbankordner der Instanz erstellt und im Ordner PMS_DATA abgelegt. Diese ZIP-Datei kann anschließend wieder importiert werden.

4. Automatisierung

Falls der Export automatisiert ausgeführt werden soll, kann ppdtc.exe mit dem Argument --exporttozip aufgerufen werden. Der Export wird dann mit den Standardeinstellungen gestartet und die ZIP-Datei im Ordner \PMS_DATA\ abgelegt.

Beispielaufruf: C:\Program Files\PPD\Install\ppdtc.exe --exporttozip

Da während des automatisierten Exports alle Fehlermeldungen deaktiviert sind, muss das Ergebnis manuell geprüft werden.

Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW 2.1.0 – 05/2026

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