Erfahren Sie in diesem Artikel,
- welche Schritte beim Export und Import eines minimalen System-Backups durchzuführen sind und
- wie Backups und Instanzen über die Backup-Verwaltung verwaltet werden können.
1. Einführung
Der PPDTC System-Import/Export erlaubt es, ein minimales Backup der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW zu erstellen und dieses in dieselbe oder eine andere Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW zu importieren. Das Backup enthält keine Produktionsaufträge, Motive oder Druckaufträge – die Exportgröße wird dadurch so klein wie möglich gehalten. Alle Einstellungen, Vorlagen, Color-Setups und Profile bleiben erhalten. Typische Anwendungsfälle sind die Bereinigung eines bestehenden Workflows, die Migration auf neue Hardware oder das Nachstellen eines Problems auf einer anderen Maschine.
Damit alle Funktionen zur Verfügung stehen, muss die PPD Tools Collection als Administrator gestartet werden.
Version 1.22.0.9 oder höher erforderlich
Die in diesem Artikel beschriebenen Funktionen stehen ausschließlich ab PPDTC Version 1.22.0.9 zur Verfügung. Zusätzlich muss die Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW mindestens PostgreSQL 12 sowie eine $PRODUCT_NAME_WORKFLOW-Version höher als 1.14.0 verwenden. Wie Sie die PPDTC updaten können, lesen Sie in diesem Artikel.
2. Allgemeines
Bevor Sie ein System exportieren bzw. importieren ist es empfehlenswert, Grundbegriffe zu klären:
- Import / Backup – Importe und Backups sind gleichwertig und werden auf dieselbe Weise verwaltet.
- Instanz – eine Instanz ist ein zusammenpassendes Paar aus einem Filemanagement-Ordner und einem Datenbank-Ordner und entspricht einem Backup oder einem Import. Auf einem System können beliebig viele Instanzen vorhanden sein.
- Default-Instanz – die Hauptinstanz. Pro System kann es immer nur eine Hauptinstanz geben. Sie kann nicht über die Benutzeroberfläche gelöscht werden. Die Ordner einer nicht aktiven Default-Instanz werden
FileManagement_PPDTCundPMSDataBase16_PPDTCgenannt. - Backup-Instanz – es können beliebig viele Backup-Instanzen vorhanden sein. Jede Backup-Instanz kann zur Default-Instanz gemacht, gelöscht, bereinigt oder umbenannt werden. Die Ordner nicht aktiver Backup-Instanzen tragen das Format
JJJJ-MM-TT-hh-mm-ss_xxxxx.
Exporte können nur auf einer anderen Maschine verwendet werden, wenn die $PRODUCT_NAME_WORKFLOW-Version des Exports älter oder gleich alt ist wie die $PRODUCT_NAME_WORKFLOW-Version der Zielmaschine. Zwischen den Versionen darf kein Migrationsschnitt vorgelegen haben – solche Inkompatibilitäten werden in der Regel erkannt und entsprechend gemeldet. Die Datenbanktabellen für Produktionsaufträge, Druckdaten und Aufträge werden beim Export nicht vollständig geleert, sondern nur als gelöscht markiert. Nach dem Start der Applikation mit dem importierten Backup muss daher entweder die Routine Empty Trash ausgeführt oder die entsprechenden Papierkörbe manuell geleert werden.
Daten werden nicht gelöscht
Durch den Import eines Backups werden keine bestehenden Daten gelöscht. Die Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW kann jederzeit wieder mit den ursprünglichen Daten gestartet werden.
3. System exportieren
Die Services PMS und ColorService werden gestoppt und PPD-PostGreSQL neu gestartet. Benötigte Dateien aus dem Filemanagement sowie ein vollständiges Datenbankbackup werden in temporäre Verzeichnisse kopiert – beispielsweise C:\PMS_DATA\2026-03-11-11-40-15_FileManagement. Danach werden PMS und ColorService wieder gestartet – ab diesem Zeitpunkt kann im Workflow weitergearbeitet werden.
Die Exportdatenbank wird in einer Sandbox bereinigt – spricht Löschen nicht benötigter Tabellen, Entfernen von Dateiversionen, Integritätsprüfungen. Anschließend werden die temporären Ordner in eine ZIP-Datei gepackt und im Ordner PMS_DATA abgelegt. Optional kann die ZIP-Datei für Support-Fälle in die PPD-Cloud hochgeladen werden. Die temporären Ordner werden abschließend gelöscht.
Ausfallzeit der Applikation
Die Ausfallzeit des Workflows während des Exports hängt von der Datenbankgröße ab. Datenbankbackup und Dateibackup sind in der Regel innerhalb von rund 10 Minuten abgeschlossen. Die Bereinigung des Exports erfolgt danach in einer Sandbox und hat keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb.
3.1. Export durchführen
Der PPDTC System-Export ist in den Applications der PPDTC unter Local Workflow > System Export / Import > Export verfügbar.
Abbildung 1: Der Menüpunkt Export unter System Export / Import in den Applications der PPDTC
Um das System zu exportieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie PPDTC.
- Navigieren Sie zu Local Workflow > System Export / Import > Export. Es öffnet sich dadurch der Dialog System Export.
- Im gleichen Zug öffnet sich der zusätzliche Dialog Backup Options. Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen in diesem Dialog zur Verfügung:
Additional Options – hier können grundlegende Einstellung zum Export des System getroffen werden.
- Delete File Versions [1] – durch Aktivierung dieser Option werden alle Versionen einer Datei gelöscht, was die Exportgröße reduziert.
- Cleanup Export [2] – durch Aktivierung dieser Option wird der Export geprüft und bereinigt, was einen kleineren und saubereren Export ergibt.
- Upload to PPD Cloud [3] – durch Aktivierung dieser Option wird der Export in die PPD-Cloud hochgeladen. Diese Option ist ausschließlich für Support-Fälle vorgesehen.
Exclude additional Data – hier kann definiert werden, welche Daten zusätzlich vom Export ausgeschlossen werden sollen. Je mehr Daten ausgeschlossen werden, desto kleiner fällt der Export aus.
- Spot Color Profiles [4] – durch Aktivierung dieser Option werden Sonderfarb-Profile vom Export ausgeschlossen.
- Fonts [5] – durch Aktivierung dieser Option werden Schriftarten vom Export ausgeschlossen.
- Analytics Data [6] – durch Aktivierung dieser Option werden Analysedaten vom Export ausgeschlossen.
- Color Server Data [7] – durch Aktivierung dieser Option werden Color-Server-Daten vom Export ausgeschlossen.
- Program Files (PPD Folder) [8] – durch Aktivierung dieser Option werden PPD-Programmdateien vom Export ausgeschlossen.
- Sobald Sie die gewünschten Einstellungen getroffen haben, klicken Sie auf Continue. Somit wird mit dem Export des Systems gestartet.
Abbildung 2: Der Dialog System Export mit den Backup-Optionen
Die Standardeinstellungen in diesem Dialog brauchen in der Regel nicht geändert werden. Der Dialog schließt sich daher automatisch nach 15 Sekunden, wenn keine Benutzerinteraktion stattfindet.
Die ZIP-Datei wird im Ordner C:\PMS_DATA oder D:\PMS_DATA gespeichert. Die Dateigröße hängt hauptsächlich von der Anzahl der in der Applikation hinterlegten Farbprofile ab. In der Regel liegt ein Export zwischen 1 und 2 GB.
3.2. Import durchführen
Der PPDTC System-Import ist in den Applications der PPDTC unter Local Workflow > System Export / Import > Import verfügbar.
Default-Instanz
Vor dem Import wird automatisch immer auf die Default-Instanz umgeschaltet um so in weiterer Folge etwaige Fehler zu vermeiden!
Abbildung 3: Der Menüpunkt Import unter System Export / Import in den Applications der PPDTC
Um das System zu importieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie PPDTC.
- Wählen Sie Applications > Local Workflow > System Export / Import > Import.
- Wählen Sie nun die zuvor exportierte ZIP-Datei aus.
- Nach Abschluss des Entpackvorgangs wird gefragt, ob die Instanz sofort gestartet werden soll. Beantworten Sie die Frage »Do you want to start the instance« mit »Ja«, um die Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW mit den neu importierten Daten zu starten
- Wird anschließend die Frage »Should the import be the new default instance?« mit »Ja« beantwortet, wird der Import als Hauptinstanz markiert.
Falls der Export auf anderer Hardware eingespielt wird, muss nach dem Start der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW eine entsprechende Lizenz installiert werden.
Abbildung 4: Die Bestätigungsdialoge
Artikel Update: 05/2026



