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Sonderfarben in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW

Aktualisiert am

Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • welche Arten von Sonderfarben es in der Applikation gibt und
  • welche Unterschiede es zwischen den Arten von Sonderfarben gibt

1. Einführung

Sonderfarben werden in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW zur gezielten Steuerung von Farb- und Ausgabeeigenschaften eingesetzt. Im Unterschied zu Prozessfarben (z. B. CMYK) werden sie abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall unterschiedlich verarbeitet und interpretiert.

Innerhalb der Applikation stehen verschiedene Arten von Sonderfarben zur Verfügung, die sich insbesondere in Bezug auf ihr Verhalten beim Rendern, ihre Berücksichtigung im Druckbild sowie ihr Verhalten beim Download unterscheiden. Die differenzierte Behandlung dieser Typen von Sonderfarben stellt sicher, dass sowohl die Darstellung in der Vorschau als auch die Ausgabe im Druckprozess den definierten Anforderungen entsprechen.

2. Arten von Sonderfarben

Sonderfarben werden innerhalb der Applikation kontextabhängig verarbeitet. Dabei wird unterschieden, ob eine Sonderfarbe für das eigentliche Druckbild relevant ist oder ausschließlich technische bzw. steuernde Funktionen übernimmt. Dazu zählen insbesondere die Darstellung in der Vorschau, die Berücksichtigung beim Rendern des Druckbildes, das Verhalten beim Download unterschiedlicher Varianten sowie die Verwendung im Lead-In/Lead-Out. Darüber hinaus spielt auch das Überdruckverhalten eine entscheidende Rolle für die korrekte Ausgabe.

Durch diese differenzierte Behandlung wird sichergestellt, dass jede Sonderfarbe exakt entsprechend ihrer Funktion interpretiert wird.

Sonderfarben im System vorab definieren

Damit Technische Sonderfarben, Sonderfarben, die als Separation ausgegeben werden, hybride Sonderfarben sowie nicht-druckende Sonderfarben das gewünschte Verhalten aufweisen, müssen diese zuvor in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW systemweit definiert werden.

2.1. Sonderfarben

Sonderfarben sind Farben, die für das Druckbild vorgesehen sind und entsprechend in die Ausgabe einfließen – beispielsweise das CocaCola-Rot, das RedBull-Blau oder das Sprite-Grün.

Für Sonderfarben gelten folgende Eigenschaften innerhalb der Applikation:

  • Die Sonderfarbe wird in der Vorschau gerendert und entspricht der erwarteten Darstellung im Ausgabekontext.
  • Die Sonderfarbe wird beim Rendern vollständig berücksichtigt und ist Bestandteil des Druckbildes.
  • Die Umrechnung in den Ausgabefarbraum erfolgt auf Basis der gewählten Farbstrategie unter Berücksichtigung des niedrigsten ∆E-Wertes.
  • Beim Download wird die Sonderfarbe entsprechend der Farbstrategie verarbeitet und in die Ausgabe integriert.

Abbildung 1: Links: Die Druckdatei mit einer Sonderfarbe; Rechts: Das Ergebnis, wenn "Nur Motiv" beim Download ausgewählt wird, geöffnet im $PRODUCT_NAME_PDF_EDITOR

Verhalten von Sonderfarben ausprobieren

Um selbst herauszufinden, wie sich normale Sonderfarben in der Applikation verhalten, können Sie die Druckdatei »Sample_Spot Color« verwenden. Darin wurde der Hintergrund mit der Sonderfarbe »Spot_1« eingefärbt.

2.2. Technische Sonderfarben

Technische Sonderfarben – beispielsweise KissCut, Dieline oder Crease – dienen ausschließlich technischen Zwecken und dürfen keinen Einfluss auf das Druckbild haben.

Für Technische Sonderfarben gelten folgende Eigenschaften innerhalb der Applikation:

  • Technische Sonderfarben werden beim Rendern grundsätzlich nicht berücksichtigt und beeinflusst das Druckbild nicht.
  • Technische Sonderfarben werden beim Hochladen der Druckdaten automatisch auf überdrucken gesetzt, um unerwünschte Aussparungen zu vermeiden.
  • Die Sicherstellung des Überdruckverhaltens erfolgt automatisiert durch den Check-in-Prozess.
  • Technische Sonderfarben können jederzeit aus dem Motiv entfernt werden, ohne dass sich das visuelle Ergebnis verändert.
  • Technische Sonderfarben können optional im Lead-In/Lead-Out ausgegeben werden, sofern diese Einstellung für den Druckvorgang aktiviert ist.

Abbildung 2: Links: Die Druckdatei mit Technischen Sonderfarben ; Rechts: Das Ergebnis, wenn "Nur Motiv" beim Download ausgewählt wird, geöffnet im $PRODUCT_NAME_PDF_EDITOR

Verhalten von Technische Sonderfarben ausprobieren

Um selbst herauszufinden, wie sich Technische Sonderfarben in der Applikation verhalten, können Sie die Druckdatei »Sample_Technical Color« verwenden. Darin befinden sich die Technischen Sonderfarben »KissCut« sowie »Dieline«. Beide Technische Farben sind auf aussparend gestellt und werden beim Hochladen automatisch auf überdruckend gestellt.

2.3. Ausgabe als Separation

Sonderfarben, die als Separation ausgegeben werden – beispielsweise Weiß, Varnish oder Primer – werden auf eine definierte Prozessfarbe ausgegeben und unterliegen dabei keiner klassischen Farbtransformation.

Für Sonderfarben, die als Separation ausgegeben werden, gilt innerhalb der Applikation folgendes Verhalten:

  • Die Ausgabe erfolgt ohne Anwendung des Farbmanagements.
  • Eine Linearisierung kann optional in Verbindung mit dem GMG Farbmanagement erfolgen.
  • Die Sonderfarbe kann sowohl überdruckend als auch aussparend definiert werden.
  • Die Sonderfarbe wird beim Download des Druckbildes (Nur Motiv) automatisch mit ausgegeben.
  • Die Sonderfarbe kann nicht als eigenständige Separation heruntergeladen werden, da die Ausgabe auf einer Prozessfarbe erfolgt.

Abbildung 3: Links: Die Druckdatei mit einer Sonderfarbe, die als Separation ausgegeben wird ; Rechts: Das Ergebnis, wenn "Nur Motiv" beim Download ausgewählt wird, geöffnet im $PRODUCT_NAME_PDF_EDITOR

Verhalten von hybriden Sonderfarben ausprobieren

Um selbst herauszufinden, wie sich hybride Sonderfarben in der Applikation verhalten, können Sie die Druckdatei »Sample_Separation« verwenden. Der Schriftzug »Masquerade Ball« wurde mit der Sonderfarbe »Goldfoil« eingefärbt. Wenn diese Sonderfarbe im als systemweite hybride Sonderfarbe angelegt ist, wird daraus eine hybride Sonderfarbe.

2.4. Hybride Sonderfarben

Hybride Sonderfarben werden zur Steuerung von Überdrucken und Interaktionen mit anderen Farben verwendet, ohne selbst Bestandteil des Druckbildes zu sein – beispielsweise Goldfolie oder Heißfolie.

Für hybride Sonderfarben gilt innerhalb der Applikation folgendes Verhalten:

  • Hybride Sonderfarben werden beim Rendering anderer Prozessfarben berücksichtigt, insbesondere im Zusammenhang mit den Überdruckstatus.
  • Hybride Sonderfarben selbst werden nicht gerendert und sind nicht Bestandteil des Druckbildes.
  • Hybride Sonderfarben könne sowohl überdruckend als auch aussparend definiert werden.
  • Beim Download des Druckbildes (Nur Motiv) wird die Sonderfarbe nicht exportiert.
  • Beim Download der vollständigen Datei (Aktuelle Version) bleibt eine hybride Sonderfarbe in der PDF-Datei erhalten.
  • Hybride Sonderfarben können als eigenständige Separation heruntergeladen und entsprechend weiterverarbeitet werden.
  • Hybride Sonderfarben können optional im Lead-In/Lead-Out ausgegeben werden.

Abbildung 4: Links: Die Druckdatei mit einer hybriden Sonderfarbe; Rechts: Das Ergebnis, wenn "Nur Motiv" beim Download ausgewählt wird, geöffnet im $PRODUCT_NAME_PDF_EDITOR

Verhalten von hybriden Sonderfarben ausprobieren

Um selbst herauszufinden, wie sich hybride Sonderfarben in der Applikation verhalten, können Sie die Druckdatei »Sample_Hybrid Color« verwenden. Der Schriftzug »Masquerade Ball« wurde mit der Sonderfarbe »Goldfoil« eingefärbt.

2.5. Nicht-druckende Sonderfarben

Nicht-druckende Sonderfarben ermöglichen es, Inhalte explizit als nicht ausgaberelevant zu kennzeichnen und somit gezielt vom Druck auszuschließen.

Für nicht-druckende Sonderfarben gelten folgende Eigenschaften innerhalb der Applikation:

  • Eine nicht-druckende Sonderfarbe wird beim Rendern vollständig ignoriert und hat keinen Einfluss auf das Druckbild.
  • Beim Download des Druckbildes (Nur Motiv) wird die Sonderfarbe nicht berücksichtigt und entsprechend nicht exportiert.
  • Beim Download der vollständigen Datei (Aktuelle Version) bleibt die Sonderfarbe in der PDF-Datei erhalten.
  • Die Sonderfarbe kann im Lead-In/Lead-Out ausgegeben werden, sofern sie für technische oder organisatorische Zwecke benötigt wird.
  • Ein Download als eigenständige Separation ist für nicht-druckende Sonderfarben nicht vorgesehen.

Abbildung 4: Links: Die Druckdatei mit einer nicht-druckenden Sonderfarbe; Rechts: Das Ergebnis, wenn "Nur Motiv" beim Download ausgewählt wird, geöffnet im $PRODUCT_NAME_PDF_EDITOR

Verhalten von nicht-druckenden Sonderfarben ausprobieren

Um selbst herauszufinden, wie sich nicht-druckende Sonderfarben in der Applikation verhalten, können Sie die Druckdatei »Sample_non printing Color« verwenden. Der Schriftzug »Bring more color into your life« wurde mit der Sonderfarbe »non-printing« eingefärbt.

Artikel Update: $PRODUCT_NAME_WORKFLOW – 04/2026

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